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Vorstellung

VW Amarok W600 von Walkinshaw: Der schüttelt das Schüttgut

Australien, du hast es besser: Down under gibt es einen appetitlich angerichteten VW Amarok mit klangvollem Namen. Der Pick-up wird nämlich von Walkinshaw veredelt.

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VW Amarok W600, fotografiert von schräg vorne.
Walkinshaw adelt den VW Amarok für den australischen Markt zum W600, beschränkt sich dabei aber auf Feinschliff für Optik und Fahrwerk. Foto: VW Australia
VW Amarok W600, fotografiert von schräg hinten.
Wie es sich gehört, kennt der Laderaum des Amarok nach oben keine Grenze. Die Länge der Pritsche ist allerdings durch die Doppelkabine eingeschränkt. Foto: VW Australia
VW Amarok W600, fotografiert von vorne.
Vorne fallen vor allem die 285 mm breiten Reifen und ein modifizierter Stoßfänger ins Auge. Foto: VW Australia
VW Amarok W600, fotografiert von der Seite.
Die 20-Zoll-Räder haben noch reichlich Bewegungsfreiheit in den großen Radhäusern. Foto: VW Australia
Auspuffenden des VW Amarok W600, fotografiert von oben.
Die verchromten Endrohre des Auspuffs sehen appetitlich aus. Foto: VW Australia
Vordersitze des VW Amarok W600, fotografiert von rechts.
Das Cockpit wird durch Walkinshaw-Logos auf den Kopfstützen und Alupedale veredelt. Foto: VW Australia

Walkinshaw konzentriert sich auf Optik- und Fahrwerkstuning

Ältere Semester mit Rennsport-Affinität erinnern sich an Tom Walkinshaw. Der charismatische Schotte, 2010 verstorben, hat in verschiedenen Klassen Rennsportgeschichte(n) geschrieben. Ob mit Tourenwagen, in Langstreckenrennen oder in der Formel 1 – wo Walkinshaw als Teamdirektor fungierte, war Action garantiert. Was hierzulande weniger bekannt ist: Für die frühere australische GM-Tochter Holden entwickelte er schnelle Versionen der ansonsten eher biederen Modelle, die noch heute ihre Fangemeinde haben. Vom anderen Ende des Planeten kommt auch die jüngste Schöpfung von Walkinshaw, denn seine Nachfahren sind noch immer aktiv. Der VW Amarok W600 wurde zwar von der Walkinshaw Automotive Group veredelt, ist aber über das reguläre VW-Händlernetz Australiens zu haben.

Ursprünglich waren Pick-ups mobile Werkzeuge, gedacht für den Transport von sperrigen Gütern oder Sachen, die man nur mit Arbeitshandschuhen anfasst. Der Amarok W600 entfernt sich von diesem Mantra. Der Pritschenwagen driftet genüsslich durch die Lifestyle-Landschaft und zeigt schon mit seiner Bereifung, dass ihm Drecksarbeit eher zuwider ist. An die 20-Zoll-Alus schmiegen sich Michelin Pilot Sport 4, die mit Geröll und Matsch wenig am Hut haben. Auch der verstärkte Stabilisator an der Hinterachse und die Koni-Dämpfer zeigen sich ganz klar straßenorientiert. Dynamischer gezeichnete Stoßfänger, ausklappbare Trittleisten und ein verchromter, zweiflutiger Auspuff runden das Gesamtbild ab.

Der Fahrbericht des VW Amarok im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Die Leistung des Amarok bleibt unverändert

Dabei bleibt der Amarok optisch dezenter als etwa ein Ford Ranger Raptor, mit dem er technisch eng verwandt ist. Im Gegensatz zum Raptor aber vertraut der VW weder auf einen Vierzylinder-Diesel, noch auf einen V6-Benziner. Der Amarok W600 fährt einen V6-Turbodiesel spazieren, der die vier Räder via die zehn Gänge einer Wandlerautomatik mit Drehmoment versorgt. Die Leistung des Dreiliter-Blocks verharrt bei den 250 PS (184 kW) des Serienmodells. Das ist angesichts des Logos Walkinshaw ein bisschen enttäuschend, aber allemal genug, um Schüttgut auf der Pritsche ordentlich durchzurütteln.

Innerhalb der Doppelkabine geht es ausgesprochen nobel und doch seriennah zu. Die belederten Kopfstützen schmücken sich mit dem Walkinshaw-Logo. Die Pedalerie in Alu setzt sportliche Akzente. Der 12-Zoll-Bildschirm und das Harman Kardon Audio-System blieben hingegen unverändert. Inoffiziell gilt ein künftige, stärkere Variante als gesetzt, die das Tuningprogramm krönen soll. Ob diese auch hierzulande erhältlich sein wird, ist eine offene Frage. Aber schon mit 250 Diesel-PS hält die jetzige Version ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Kraft und Kraftstoffkosten.

Quellen