Carado CV600 (2024): Alle Infos zu Preis, Ausstattung & Pro/Pro+
Bugsitzgruppe für vier, Doppelbett im Heck, Kompaktbad in der Mitte. Der Carado CV600 (2024) schnürt genau das Paket, das man sich unter einem typischen Sechs-Meter-Campervan vorstellt. Wir geben alle Infos zum Kastenwagen – inklusive der Pro und Pro+-Versionen. Außerdem: das kostet der CV600!
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Preis: Carado CV600 (2024) ab 49.499 Euro
Der Sechs-Meter-Kastenwagen hat in den vergangenen Jahren groß Karriere gemacht. Verwunderlich ist das nicht – schließlich vereint kaum ein Campingfahrzeug annehmbares Platzangebot mit Wendigkeit so sehr, wie die mittelgroßen Campervans – hier die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklärt. Beim Grundriss sind die Hersteller dagegen von der Enge der verblechten Kastenwägen oft im Vorhinein in ihrer Kreativität eingeschränkt. Bis auf wenige Einzelbett-Grundrisse – hier Sechs-Meter-Campervans mit Einzelbetten in der Übersicht –, bei denen Kompromisse bei Sitzgruppe oder Bad eingegangen werden müssen, hat sich daher ein klassischer Aufbau durchgesetzt: Doppelbett im Heck, Halbdinette für vier im Bug, Kompaktbad und Küche in der Mitte.
Genau mit diesem Grundrezept kocht auch Carado. Die junge Marke aus der Erwin-Hymer-Group hat mit dem Carado CV600 (2024) sowas wie den Brot-und-Butter-Campervan in den eigenen Reihen. Zwar gibt es mit CV601 Pro und CV602 Pro auch Baureihen, die auf 5,99 m Einzelbetten oder ein Heck-Stockbett unterbringen, die "Exoten" sind aber nicht für alle Camper:innen die beste Ferienbehausung auf Rädern – sei es wegen des schmalen Dinettentischs, der eingeschränkten Stauraum-Möglichkeiten oder der knappen Abmessungen von Küche und Bad. Zudem passt der prototypische Kastenwagen auch in viele Budgets. Zum Modelljahr 2026 sinkt der Preis des Carado CV600 (2024) sogar nochmals und liegt nun mit 49.499 Euro (Stand: September 2025) unterhalb der magischen 50.000-Euro-Marke.
Sollte Standardkost allein nicht genügen, gibt es bei Carado noch die Modelle CV600 Pro und CV600 Pro+ mit erweiterter Ausstattung und einigen Zusatzoptionen, die der "normale" CV600 nicht bietet – darunter auch ein anderes Basisfahrzeug.
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Innenraum: Klassische Aufteilung an Bord des CV600
Überraschungen sind im Innenraum des Carado CV600 (2024) als klassisch aufgeteilter Campervan mit sechs Metern Außenlänge nicht zu erwarten. Ein Manko? Nein, anderenfalls wäre die massentaugliche Aufteilung nicht so ein Verkaufsschlager in der Branche und bei nahezu jedem Volumenhersteller im Portfolio vertreten. Carado ändert daher am Erfolgsrezept nichts: Im Bug wird etwa die Vierer-Halbdinette mit drehbaren Frontsesseln und einer Zweier-Sitzbank eingebaut. Besonderheit: Isofix gibt es bei den Leutkircher:innen bereits serienmäßig auf beiden Sitzplätzen der Rückbank. Wer jedoch auch zu viert oder gar zu fünft im Campervan übernachten möchte, muss zu den Pro-Grundrissen greifen – mehr dazu später. Beim "normalen" CV600 ist neben dem Heckdoppelbett (197 x 157 – 150 cm) nur ein knapper Sitzgruppenumbau (185 x 105 – 88 cm) optional möglich.

Im Einstiegsbereich der Schiebetüre ist die Seitenküche des Carado CV600 (2024) untergebracht. Sie verfügt über das Standard-Repertoire eines Kastenwagens: Zweiflammen-Gaskocher, Spüle, stirnseitig eingebauter 84-l-Kompressor-Kühlschrank. Spüle und Kocher lassen sich jedoch nicht getrennt voneinander abdecken – doch dafür bietet der Küchenblock auch ohne Schneideflächen-Deckel für die Spüle genug Arbeitsfläche. Eine klappbare Erweiterung gibt es ebenfalls nicht.
Die Nasszelle des Carado CV600 (2024) ist ohne klappen, drehen oder schieben einsatzbereit. Kassettentoilette und Festwaschbecken sowie recht großzügige Ablageflächen sind inklusive, genauso die Dachluke mit integriertem Insektenschutzrollo. Wie üblich in dieser Preisklasse muss das Seitenfenster im Bad sowie die Duschausstattung inklusive Kleiderstange gegen Aufpreis hinzugefügt werden. Am Volumen des Frischwassertanks von 100 l (Fahrbefüllung: 20 l) ändert sich jedoch mit dem Vorhandensein der Dusche reichlich wenig. Der Abwassertank fasst 90 l. Hier erklären wir die gängigen Nasszellen-Varianten in Wohnmobilen.
Pro und Pro+ auch mit bis zu fünf Betten
Etwas mehr Ausstattung bringen Carado CV600 Pro (2024) und Pro+ mit – kosten dafür mit mindestens 56.299 beziehungsweise 59.799 Euro (Alle Preise: Stand September 2025) aber auch deutlich mehr als der Standard-CV600. Das Pro-Paket umfasst unter anderem eine Markise, Verdunkelungen für das Fahrerhaus oder das "Basic"-Paket – optional auch für den CV600 lieferbar – mit Midi-Heki-Dachhaube über der Sitzgruppe, Duschausstattung oder einer Drehplatten-Tischerweiterung in der Sitzgruppe. Hinzu kommen beim "Pro" Optik-Ausstattungsoptionen, wie Alufelgen und lackierte Stoßfänger serienmäßig.
Allzu viel Mehrausstattung bringt der Pro+ nicht mit. Im Vergleich zum Pro bringt das Plus-Modell serienmäßig Rahmenfenster, ein Panoramafenster über dem Fahrerhaus – hierfür fällt die große Ablage über den Frontsitzen weg –, LED-Lichtleisten oberhalb der Dachstauschränke sowie Rundum-Stauschränke im Heck mit. Der größte Unterschied zu CV600 und CV600Pro findet sich jedoch im Bad des Carado CV600 Pro+ (2024) wieder: Wo die anderen beiden Modelle auf ein Kompaktbad mit Festwaschbecken setzen, bringen die Entwickler:innen im Pro+ ein Schwenkbad unter. Vorteil: Duschen ohne Wasserspritzern auf Handtuch und Kleidung ist auch ohne lästigen Duschvorhang möglich.
Ein interessantes Detail sind jedoch die zwei zusätzlichen Betten, die es optional für Pro und Pro+ gibt. Beide Modelle lassen sich nämlich gegen einen Aufpreis von 5699 Euro um ein Aufstelldach erweitern. Dieses umfasst dann ein Bett mit einer Liegefläche von 206 x 143 cm und übertrumpft so sogar das Heckbett. An der Bordtechnik ändert sich dagegen wenig. Geheizt wird auch bei den beiden Pro-Modellen mit einer Truma Combi 4, die aus zwei Elf-Kilogramm-Gasflaschen gespeist wird. Und auch die AGM-Aufbaubatterie sowie die Anzahl an Steckdosen (3 x 230V, 2x USB) ist identisch. Auch das Platzangebot der Heckgarage ändert sich nichts, die Heckbetten sind von ihren Maßen identisch.
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Basisfahrzeug: Fiat Ducato oder Peugeot Boxer
Beim Carado CV600 (2024) kommt in der Basis ein Peugeot Boxer als Basisfahrzeug zum Einsatz – sobald aber die Kürzel "Pro" oder "Pro+" am Grundrissnamen haften, wechselt das Chassis seinen Namen, nicht aber Form oder Motorisierung. Denn dann baut der Sechs-Meter-Campervan auf dem Fiat Ducato auf. Ungeachtet des Herstellerlogos auf dem Lenkradpralltopf steckt unter der Haube allerdings derselbe Motor: ein 2,2-l-Turbodiesel mit 140 PS (103 kW). Bei Peugeot nennen sie ihn BlueHDi, bei Fiat Multijet. Während bis 2023 aber tatsächlich andere Motortechnik verbaut war, sind die Basisfahrzeug-Zwillinge seit dem Facelift im Frühjahr 2024 mit dem Fiat-Motor unterwegs, der alte PSA-Diesel mit nahezu identischem Hubraum – der bis dahin auch in Citroën Jumper oder Opel Movano eingebaut wurde – ist seither Geschichte. Auch der Fünfte im Bunde, der Toyota Proace Max, fährt mit einem Fiat-Antrieb.
Vorteil des Fiat Ducato bei Carado ist aber die erweiterte Wahlmöglichkeit bezüglich des Antriebs. Der italienische Van lässt sich auch mit einem Achtstufen-Automatikgetriebe oder dem 180-PS-Motor (132 kW) ausrüsten – letzterer ausschließlich mit Automatik. Zudem wird für den Fiat auch das Maxi-Chassis mit verstärktem Fahrwerk und leistungsfähigeren Bremsen optional verfügbar – die technisch zulässige Gesamtmasse bleibt aber stets bei 3500 kg.















