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WoMo-Sicherheit: Einbruch/Einbau/Fenster So wird der Camper einbruchsicher

Dominik Mothes 29.09.2022
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WoMo Sicherheit
Gegen Diebstahl und Einbruch helfen oft einfache Sperren, Schlösser und Sicherungen. Foto: iStock/BrianAJackson
Inhalt
  1. Warum muss das Wohnmobil einbruchsicher sein?
  2. Wie wird das Wohnmobil einbruchsicher?
  3. Welche Sicherung für Wohnmobil-Fenster?
  4. Was schützt vor Wohnmobil-Diebstahl?
  5. WoMo-Sicherheit: Das ist zu beachten
  6. Tipps für WoMo-Sicherheit im Urlaub

Ob im Campingurlaub oder beim Überwintern auf einem Parkplatz: Die Sicherheit vor einem Einbruch ins Wohnmobil (WoMo) oder in den Wohnwagen, oder sogar der Diebstahl des ganzen Reisemobils, kann mit mechanischem Diebstahlschutz erhöht werden. Wir stellen Sicherungen von Fenster, Türe, Lenkrad und Co. vor. So funktioniert der Einbau!

 

Warum muss das Wohnmobil einbruchsicher sein?

Zur Standardausrüstung eines Reisemobils gehört neben Gasflaschen und Campingmöbeln oft auch eine anständige Diebstahlsicherung. Der anhaltende Camping-Trend ruft neben Erholungssuchenden auch Langfinger auf den Plan. Zwar nahmen die Zahlen der geklauten Wohnmobile im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr laut Gesamtverband der Versicherer (GDV) wieder um zehn Prozent ab, dennoch haben Wohnmobile-Halter:innen eine dreifach höhere Wahrscheinlichkeit, dass ihr Fahrzeug geklaut wird, als PKW-Besitzer:innen.

Der Diebstahl des ganzen Fahrzeugs geschieht dabei nur selten im Urlaub. Die Reisemobile werden etwa im Winterschlaf vor der eigenen Haustüre entwendet, berichtet etwa die HUK-Coburg-Versicherung. Geklaut wird meist nachts, betroffen sind frei zugängliche Wohnmobile in Einfahrten, öffentlichen Parkplätzen oder sogenannte "Laternenparker". Einbrüche, bei denen Gegenstände im Camper gestohlen werden, sind dagegen laut ADAC besonders in typischen Urlaubsregionen und den stark frequentierten Transitrouten zu befürchten. Welche Behelfsmittel zur WoMo-Sicherheit sinnvolle Ergänzungen sind, erklären wir hier. Schnelle und günstige Diebstahlsicherung bieten bereits Lenkradkrallen, wie dieses Produkt:

 

Wie wird das Wohnmobil einbruchsicher?

Wohnmobile sind oft ein einfaches Ziel: Auf Urlaubsfahrten sind sie voll mit Wertsachen, die Schlösser sind – besonders bei Teil- oder Vollintegrierten mit Aufbau – leichter zu knacken, als das etwa bei einem PKW der Fall ist, und auch die handelsüblichen Ausstellfenster stellen kein allzu großes Hindernis dar. Für den Urlaub sollten Sie deshalb vor allem Fenster und Türen des Wohnmobils oder Wohnwagens durch Zusatzschlösser oder Verstärkungen absichern, damit das Öffnen zur Herausforderung wird. Denn je länger der Einbruch dauert, desto eher bleibt es nur bei einem Versuch. Diese Produkte können Ihnen dabei helfen:

Thule Van Lock Türverriegelung

Die Van Lock-Türverriegelung von Thule lässt sich so leicht nicht knacken. Der pulverbeschichtete Aluminiumbolzen wird außen passgenau an Türe und Karosserie oder Aufbau geschraubt und sichert diese so durch ein weiteres Schloss. Das Produkt ist auch für Schiebetüren oder Hecktüren von Kastenwagen geeignet. Im Lieferumfang ist natürlich auch der passende Schlüssel enthalten.

Lainfeld Hecktürverriegelung (für Fiat Ducato)

Diese unauffällige Hecktürverriegelung von Lainfeld macht ausgebaute Kastenwagen auf Fiat Ducato-Basis sicherer. Dazu ist der Einbau auch für Laien einfach: Das System nutzt die vorhandenen Befestigungsschrauben der Türschlösser. Bohren ist so nicht nötig! Zum Versperren der Türen wird ein Stift oder Vorhängeschloss durch die Löcher der Verriegelung gesteckt.

Dok Protektor Einbruchschutz Front + Heck

Ähnlich einfach zu installieren wie die Hecktürverriegelung ist der Einbruchschutz für Front- und Hecktüre von Dok Protektor – ebenfalls für den Fiat Ducato und Schwestermodelle. Die hochwertigen Metallplatten werden um die Schließzylinder an Original-Schrauben befestigt und verhindern so das Einstechen und Entriegeln der Türen durch das Schloss. Mit dabei: Sticker zur Abschreckung potentieller Einbrechender.

 

Welche Sicherung für Wohnmobil-Fenster?

Für die Sicherung der Camper-Fenster eignen sich sogenannte Fenstersperren. Diese gibt es im Fachhandel passgenau für Schiebefenster, Ausstellfenster oder Dachluken. Hersteller wie Lok-M-Out und Womo-Sicherheit bieten hier Lösungen für die meisten Modelle an. Bereits beim Wohnmobilkauf kann auf sichere Features geachtet werden: Rahmenfenster lassen sich nicht so einfach aufbrechen, wie etwa vorgehängte Fenster. Der Rahmen verhindert, dass Eindringlinge sich mit bloßen Händen zutritt zum Wohnmobil oder Wohnwagen verschaffen. Weitere Empfehlungen sind bruchsicheres Glas anstelle von Kunststofffenstern, sowie eine robuste Verriegelung.

Ein Rahmenfenster ist allerdings oft teurer und auch deutlich schwerer als die einfacheren Ausstellfenster. Daher muss geprüft werden, ob die Außenwand des Campers für das Zusatzgewicht ausgelegt ist. Sollte ein Austausch nicht möglich sein oder Fenstersicherungen in Ihrem Camper nicht passen, helfen Alarmanlagen, um Eindringlinge abzuschrecken. Hier bietet sich etwa der kompakte Fenster- und Türalarm von tiiwee an. Das System löst – sofern aktiviert – einen bis zu 120 Dezibel lauten Alarm aus, wenn Fenster oder Türe geöffnet werden. Funktion und Installation sind denkbar einfach: Der Alarm wird an Türe oder Fenster, der Magnet am Rahmen direkt daneben angeklebt. Verliert die Alarmanlage den Kontakt zum Magneten, löst die Sirene aus.

 

Was schützt vor Wohnmobil-Diebstahl?

Während Eindringlinge in Urlaubsregionen meist nur Wertgegenstände stehlen wollen, steht vor Ihrer eigenen Haustüre das gesamte Fahrzeug im Fokus der Kriminellen. Für Täter:innen ist das ein lukratives Geschäft: Wohnmobile sind europaweit sehr gefragt und werden auch gebraucht entsprechend teuer gehandelt. Gut organisierte Einbrecher-Banden können das geklaute Wohnmobil mit gefälschten Dokumenten über Verkaufsportale im Internet an Unwissende als vermeidliches Schnäppchen weiterverkaufen. In einigen Fällen mag das Wohnmobil wieder aufgespührt und zurückgebracht werden. Dennoch heißt auch das für Betroffene: Papierkram und viel Geduld. Und im schlimmsten Fall ein geplatzter Traum.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sorgen robuste Sperren für Sicherheit. Die Produkte sollen allesamt dafür sorgen, dass Wohnmobil oder Wohnwagen nicht wegbewegt werden können, indem Fahren unmöglich gemacht wird. Gängige Diebstahlsicherungen sind etwa Lenkradschlösser, Parkkrallen oder Pedalschlösser. Speziell für Wohnwagen gibt es Deichselschlösser. Durch grelle Farben ist das Ziel der Gadgets klar: Auffallen und abschrecken. Diese Angebote schützen Ihr Reisemobil:

Pretex Lenkradkralle

Die Lenkradkralle von Pretex bietet schnellen und universellen Schutz: Die Lenkradsicherung wird zwischen Pedalen und dem Lenkradkranz eingehakt und kann auf bis zu 81,5 Zentimeter Länge ausgefahren werden. Ein Schloss verhindert, dass die Kralle von Kriminellen gelöst werden kann.

Schmidt security tools LS-1000 Lenkradsperre

Auch die Schmidt security tools Lenkradsperre ist in Sekunden angebracht: Einfach im Lenkradkranz einspannen und in kürzester Zeit ist der Wagen diebstahlsicher. Die Sperre aus robustem Stahl verhindert, dass das Lenkrad sich drehen lässt. Softmaterial verhindert zudem Schäden am Lenkrad. Praktisch: Dank des Zahlenschlosses ist zudem auch kein separater Schlüssel mitzuführen.

Stoplock Lenkrad-Wegfahrsperre

Wie bereits die vorherigen Produkte sorgt die Lenkradsperre von Stoplock dafür, dass nicht gelenkt werden kann. Jedoch unterscheidet sich die Anbringung: Der Bügel wird an einer passenden Stelle durch das Lenkrad geschoben, das Schloss am gegenüberliegenden Ende über den Kranz gesteckt. Doch Vorsicht: Die Sperre passt nicht auf jedes Lenkrad. Vorher sollte in der Kompatibilitätsliste des Herstellers nach der passenden Sperre gesucht werden.

Tevlaphee Radkralle

Wer ein schönes Lederlenkrad nicht verkratzen möchte, kann etwa auf die Radkralle von Tevlaphee zurückgreifen. Die Kralle ist für alle Reifenbreiten zwischen 19 bis 30 Zentimetern einstellbar. Dank PVC-Beschichtung soll die Felge laut Hersteller von Kratzern verschont bleiben. Im Lieferumfang sind drei Schlüssel für die Sicherung enthalten.

Yorking Radkralle

Hat das Wohnmobil Stahlfelgen aufgezogen, könnte die Radkralle von Yorking eher passen. Die Kralle wird an drei Stellen über das Rad (Größe 13 bis 17 Zoll) gezogen und festgezogen. Die Parkkralle aus Stahl wird mit zwei Schlüsseln geliefert.

Qwork Pedalschloss

Unauffälliger sind dagegen Pedalschlösser, wie diese schlichte Sperre für Brems- oder Kupplungspedal von Qwork. Auch hier ist die Installation einfach und unkompliziert und schützt in Sekunden davor, dass das Wohnmobil geklaut werden kann. Jedoch sollten die Pedale vorher ausgemessen werden. Mit 14,3 Millimetern (9/16 Zoll) Platz im Zwischenraum der Sperre passt die Diebstahlsicherung nicht auf jede Pedalerie.

Deagle Deichselschloss (mit Abus Schloss)

Damit auch der Wohnanhänger nicht gestohlen werden kann, eignet sich etwa das Deichselschloss von Deagle. Kleiner Aufwand beim Einbau, großer Effekt: Der kleine Kasten mit Scharnieren wird über die Deichsel geklappt und abgeschlossen. Der Hersteller legt ein hochwertiges Abus-Schloss bei. Übrigens: Das Deichselschloss verhindert auch, dass der Hänger vom Zugfahrzeug abgenommen werden kann.


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WoMo-Sicherheit: Das ist zu beachten

Eine Garantie, dass die Diebstahlsicherungen einen Einbruch ins Reisemobil vereiteln, gibt es leider nicht. Jedoch erhöhen solche Produkte die Wahrscheinlichkeit, dass Gelegenheits-Diebstähle und Eindringlinge ohne schweres Werkzeug die Finger von Ihrem Fahrzeug lassen. Der richtige Stellplatz kann aber auch vor ungewollter Aufmerksamkeit auf Ihr Freizeitfahrzeug schützen. Dies gilt insbesondere für das Überwintern des Campers. Idealerweise steht der Camper in den Monaten, in denen Sie nicht verreisen wollen, an einem trockenen, nicht einsehbaren und abschließbaren Platz, etwa einer großen Garage oder einem angemieteten Winterstellplatz für Wohnmobile in einer Halle.

Letztere sind aber durch den anhaltenden Boom und den Platzmangel besonders in Ballungsräumen rar und teuer. 50 bis 100 Euro pro Monat müssen für den Stellplatz eingeplant werden. Dafür steht der Camper hier sicher. Wer keine Überwinterungs-Halle, eigene Scheune oder Garage zur Verfügung stehen hat, sollte dennoch versuchen, das Reisemobil abseits öffentlicher Straßen und Campingplätze zu parken. Besonders abgelegene oder ruhige Parkplätze bieten die perfekte Gelegenheit für Kriminelle, um sich mit dem Diebstahl des Reisemobil Zeit zu lassen. Unsere Tipps:

  • Den Camper in einer abgeschlossenen Garage oder Halle parken.

  • Ist das nicht möglich, sollte das WoMo auf dem Privatgrundstück oder in der Nähe der Wohnung abgestellt werden

  • Das Reisemobil regelmäßig checken. Dabei auf ungewöhnliche Details achten, etwa Markierungen auf der Straße oder dem Auto.

  • Bei "Laternenparkern" gilt: Sichtbare Diebstahlsicherungen am Fahrzeug platzieren. Besonders in Städten kann der Aufwand, Sperren zu beseitigen, abschreckend wirken.

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Praktisches Wohnmobil-Zubehör:

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Rückfahrkamera Wohnmobil | CampingboxenFahrradträger Wohnmobil | Packliste WohnmobilAuffahrkeile Wohnmobil |  Gaswarner Wohnmobil | Alarmanlage WohnmobilWohnmobilreifenHubstützen WohnmobilKlimaanlage Wohnmobil  


 

Tipps für WoMo-Sicherheit im Urlaub

Auch im Urlaub kann die Wahl des Stellplatzes für mehr WoMo-Sicherheit sorgen. Einbrüche finden in der Regel statt, wenn die Besitzer:innen nicht im oder am Reisemobil sind – etwa auf verwinkelten oder unbewachten Campingplätzen, auf Autobahnparkplätzen entlang hoch frequentierter Reiserouten oder an beliebten Sehenswürdigkeiten. Daher gilt auch hier: Sicherungen anbringen, die auch von außen als solche Ersichtlich ist. Die Kriminellen sind hier meistens auf einen schnellen Raubzug aus und haben es auf Wertsachen im Inneren abgesehen. Selbst bei kurzem Verlassen des Campers sollten deshalb Alarmanlagen aktiviert und Zusatzschlösser verriegelt werden.

Zugewucherte Stellplätze sollten Sie meiden, genauso welche, die von Straßen beobachtbar sind. Vereinzelt gibt es im europäischen Ausland laut ADAC auch Berichte von Einbrüchen, bei denen Narkosegas verwendet wird. Dies ließe sich allerdings nicht klar nachweisen, so der Automobilclub. Dennoch lohnt sich der Einbau eines Gaswarners – je nach Modell auch für die Erkennung von Narkosegasen – aus deutlich alltäglicheren Gründen. Die kleinen Warngeräte schlagen Alarm, wenn gefährlich hohen Konzentrationen an Butan, Methan oder Propan an Bord des Campers erreicht werden und schützen so Sie und Ihre Mitcamper:innen.

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