Sommerurlaub mit dem Auto: Tipps! So gelingt die Reise mit dem Auto

von Christina Finke 27.06.2019
Inhalt
  1. Versicherungs-Check vor der Autofahrt in den Sommerurlaub
  2. Das Auto vor der Fahrt in den Sommerurlaub checken
  3. Verbandskasten und Warnwesten vor der Urlaubsfahrt prüfen
  4. Antizyklisch mit dem Auto in den Sommerurlaub fahren
  5. Die richtige Sitzposition bei der Autofahrt in den Sommerurlaub
  6. Bei der Autofahrt in den Sommerurlaub ausreichend Pausen einlegen
  7. Fahrt in den Sommerurlaub: Tipps zum Tanken
  8. Mit dem Auto in den Sommerurlaub: Hitze-Tipps
  9. Sommerurlaub: Tipps zum Reisen mit Kindern

Damit der Sommerurlaub mit dem Auto nicht in Stress ausartet, hat die AUTO ZEITUNG einige Tipps für die nächste Reise zusammengestellt!

Mit dem Auto in den Sommerurlaub: Bei Stau und Hitze in die Sommerferien zu starten, kann durchaus stressig werden. Aber keine Sorge: Es geht auch ganz anders, wenn man einige wichtige Tipps vor und während der Reise beachtet. Am besten steigt man schon gut erholt ins Auto: "Wer eine längere Autofahrt plant, sollte ausgeruht ins Auto steigen. Die Stimmungslage sollte positiv und voller Vorfreude sein", sagt der Verkehrspsychologe Thomas Wagner von der Dekra. Denn wer gereizt und gehetzt losfahre, sei anfällig für unüberlegte und spontane Handlungen, die leicht in aggressives Verhalten einmünden können. Aber nicht nur der Fahrer, sondern auch das Auto sollte fit in den Sommerurlaub starten. Mit den folgendenen Tipps sollte der nächsten Reise jedenfalls nichts mehr im Wege stehen. Mehr zum Thema: Auto im Winterurlaub

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Tipps für die Urlaubsfahrt im Video:

 
 

Versicherungs-Check vor der Autofahrt in den Sommerurlaub

Wer mit dem Auto in den Sommerurlaub fahren will, sollte vorab besser seine Versicherungspolice prüfen – ganz besonders dann, wenn die Reise ins Ausland führt. Das gilt vor allem für Zusatzversicherungen, da sie bestimmte Risiken wie zum Beispiel Diebstahl in einigen Zielländern ausschließen, so Romy Mothes vom Auto Club Europa (ACE). EU-weite Vorschriften gebe es nicht. Den Auslandsschadenschutz durch die sogenannte Mallorca-Police abzusichern, sei daher in jedem Fall empfehlenswert. Die stelle nämlich eine Entschädigung auf heimischem Niveau sicher. Außerdem sollten Autofahrer auch auf dem Weg in den Sommerurlaub die Grüne Versicherungskarte mitführen, die alle wichtigen Daten auflistet. Mehr zum Thema: Den günstigsten Versicherungsschutz für SUV finden

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Das Auto vor der Fahrt in den Sommerurlaub checken

Bei der Autofahrt in den Sommerurlaub spielt der Zustand der Reifen eine wichtige Rolle. "Neben dem Überprüfen der Lauffläche auf Beschädigungen und der Profiltiefe, die mindestens bei vier Millimeter liegen sollte, ist der richtige Reifendruck sehr wichtig", sagt Gerrit Reichel vom Automobil-Club Verkehr (ACV). Je nach Beladung müsse der nämlich um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Angaben dazu, wie viel Luft aufgefüllt werden muss, kann in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel oder im Einstieg der Fahrertür nachgelesen werden. Wichtig: Auch das Reserverad vor Fahrtantritt prüfen. Haben Autofahrer stattdessen ein Reifen-Pannenset dabei, sollten sie die Funktion des Kompressors testen und den Flüssigkautschuk nach spätestens fünf Jahren auswechseln. Überlebenswichtig ist auch der richtige Durchblick: Auch eine umfassende Kontrolle von Scheiben, Scheinwerfern und Scheibenwischern gehört daher zur Reisevorbereitung dazu. "Kleine Steinschläge können sich während der Fahrt zu großen Rissen entwickeln und spröde Wischerblätter hinterlassen breite Schlieren auf der Scheibe", warnt Reichel. Ebenso sollte der Füllstand der Scheibenreinigungsanlage sowie des Kühlsystems vor der Fahrt überprüft werden. Und: Wer ein modernes Diesel-Fahrzeug fährt, sollte daran denken, immer genug AdBlue dabei zu haben. Viele Werkstätten bieten übrigens Urlaubs-Checks an, bei denen auch Bremsen, Ölstand und Co. überprüft werden. Mehr zum Thema: So wird "Adblue" angewendet

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Verbandskasten und Warnwesten vor der Urlaubsfahrt prüfen

Vor der Fahrt in den Sommerurlaub sollten Autofahrer zudem den Inhalt ihres Verbandskastens prüfen. Wichtig dabei sei, nicht nur auf die Vollständigkeit, sondern auch auf das Verfallsdatum zu achten, wie der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) rät. Vor allem gilt das für sterile Teile wie Kompressen und Verbände. Denn wenn das aufgedruckte Datum überschritten wird, ist die Sterilität nicht mehr garantiert und ein Austausch fällig. Doch auch unabhängig davon sollten Autofahrer den Inhalt regelmäßig prüfen. Die erforderliche Bestückung wurde vor fünf Jahren ergänzt – etwa um ein 14-teiliges Pflaster-Set, ein Verbanndpäckchen für Kindere und zwei Reinigungstücher für die Haut. Aktuelle Kästen oder Taschen tragen die DIN-Nummer 13164, so der BVMed. Und: Erste-Hilfe-Kasten und Warnwesten sollten nicht unter Bergen von Gepäck begraben sein, sondern immer griffbereit im Koffer- oder Fußraum liegen. 

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Antizyklisch mit dem Auto in den Sommerurlaub fahren

Wer die Fahrt in den Sommerurlaub mit den Auto antritt, sollte möglichst antizyklisch fahren. Die Mehrheit der Urlauber macht sich nämlich am Freitagnachmittag auf den Weg – die ersten Staus sind dann natürlich programmiert. "Besser ist es, antizyyklisch in die Ferien zu starten und zum Beispiel die Abend- und Nachtstunden für die Anreise zu nutzen", empfiehlt Romy Mothes vom Auto Club Europa (ACE). Autofahrer, die auf dem Weg ins Ausland sind, sollten wenn möglich zudem auf kleinere Grenzübergänge ausweichen, da es dort meist viel schneller gehe. Verkehrspsychologe Thomas Wagner von der Dekra rät zudem dazu, bei der Autofahrt in den Sommerurlaub nach dem Prinzip Partnerschaft zu handeln – also andere Verkehrsteilnehmer als Verbündete und nicht als Gegner zu sehen. Dazu gehöre etwa, dass man den anderen einfädeln lässt und insgesamt rücksichtsvoll unterwegs ist. "Die heutige Verkehrsdichte wird von vielen als Belastung und Einengung empfunden und schürt dadurch negative Emotionen und begünstigt fehlerhaftes Verhalten", so Wagner. Miteinander gehe es auf der Autofahrt in den Sommerurlaub besser voran als gegeneinander. Mehr zum Thema: Darauf beim Mietwagen im Urlaub achten

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Die richtige Sitzposition bei der Autofahrt in den Sommerurlaub

Wer mit dem Auto in den Sommerurlaub fahren will, muss vor allem eines: sitzen. Dabei ist die korrekte Sitzeinstellung entscheidend, damit die Fahrt nicht zur Qual wird. "Ideal ist eine leicht zurückgelehnte Sitzposition. Die Arme sollten etwas angewinkelt sein und die Oberschenkel locker auf der Sitzvorderkante aufliegen", empfiehlt Gerrit Reichel vom Automobil-Club Verkehr (ACV). Außerdem sollte der Abstand zum Lenkrad so gewählt werden, dass auch bei durchgetretenem Pedal die Knie noch leicht angewinkelt sind. Auch für die Sicherheit sei eine entspannte Sitzposition wichtig: Denn erst dann sei der Fahrer in der Lage, schnell und richtig zu reagieren.

 

Bei der Autofahrt in den Sommerurlaub ausreichend Pausen einlegen

Wer bei der Fahrt in den Sommerurlaub zu lange im Auto sitzt, wird unkonzentriert. Daher rät Verkehrspsychologe Wagner dazu, mindestens alle zwei Stunden einen Parkplatz anzusteuern. Am besten werden entsprechende Stops bereits bei der Reiseplanung einkalkuliert: "Deutet sich ein Stau an, ist es gerade bei hohen Temperaturen empfehlenswerter, frühzeitig abzubiegen und eine Pause einzulegen." Während der Pausen bringe dann Bewegung den Kreislauf wieder in Schwung. Mehr zum Thema: Tipps zum Auslands-Bußgeldbescheid

 

Fahrt in den Sommerurlaub: Tipps zum Tanken

Auch zum Thema Tanken sollten sich Autofahrer vor der Fahrt in den Sommerurlaub Gedanken machen. Denn während hierzulande Super, Normal oder Diesel gebräuchliche Bezeichnungen für Sprit sind, kann der im benachbarten EU-Ausland schon ganz anders heißen. "Häufig wird der Name des Treibstoffs in der Landessprache angegeben", sagt Romy Mothes vom Auto  Club Europa (ACE). Beispielsweise in Spaniien: Hier müssen Autofahrer, die Normalbenzin einfüllen wollen, "Gasolina" tanken. Auf Säulen für Diesel-Kraftstoff an englischen Tankstellen steht hingegen "Derv". Auskunft über die Tankregeln im Durchreise- oder Zielland erhalten Autofahrer bei den verschiedenen Autoclubs. 

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Mit dem Auto in den Sommerurlaub: Hitze-Tipps

Wer mit dem Auto in den Sommerurlaub startet, sitzt oft auch bei hohen Temperaturen im Wagen. Aber Vorsicht: Hitze macht müde und unkonzentriert – was schnell gefährlich werden kann. "Die Unfallgefahr steigt", erklärt ADAC-Sprecher Johannes Boos. So gebe es an heißen Tagen etwa mehr Unfälle, die auf mangelnde Konzentration zurückzuführen seien, wie etwa Auffahrunfälle. Wenn Autofahrer einige Tipps berücksichtigen, können sie dieses Risiko aber senken. "Vor dem Losfahren Fenster und Türe öffnen. Und beim Starten kurz die Umluft einschalten. Erst dann die Fenster schließen und die Klimaanlage einschalten", rät Boos. Wichtig dabei: Die Temperatur nicht zu kalt einstellen und die Klimaanlage nicht direkt auf den Körper richten. "Der große Temperaturunterschied schlägt ansonsten auf die Konzentration, belastet den Kreislauf und kann zu Erkältungen und Verspannungen führen", so der Experte weiter. Generell sei es bei Kurzstrecken ohnehin sinnvoller, auf die Klimaanlage zu verzichten und stattdessen die Fenster zu öffnen. Wer hingegen längere Strecken zurücklegt, sollte kurz vor Erreichen des Ziels die Klimaanlage ausschalten und nur die Lüftung weiterlaufen lassen. So kann Kondenswasser verdunsten und es übelriechende Bakterien und Pilze haben keine Chance. Aber nicht nur Autofahrer, sondern auch das Fahrzeug selbst, leidet unter Umständen unter der Hitze: Hohe Temperaturen können vor allem der Batterie zu schaffen machen. Autofahrer sollten sie daher regelmäßig in der Werkstatt prüfen lassen. Ein letzter Hinweis, weil man es gar nicht oft genug sagen kann: Kinder und Tiere sollten Autofahrer bei Hitze niemals im Wagen zurücklassen. Schon nach wenigen Minuten kann das nämlich lebensgefährlich werden. Schon nach einer Stunde könne sich ein Auto, das in der prallen Sonne parkt, auf bis zu 60 Grad aufheizen, so der ADAC-Sprecher. 

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Sommerurlaub: Tipps zum Reisen mit Kindern

Wer bei der Autofahrt in den Sommerurlaub Kinder mit an Bord hat, sollte einige Tipps beherzigen, damit die Anreise nicht in Stress ausartet. Daher sollten Autofahrer mit Kindern möglichst nicht mehr als 500 Kilometer an einem Tag zurücklegen und genügend Pausen einplanen, möglichst alle eineinhalb Stunden. Wenn Autofahrer Raststätten mit Kinderspielplätzen oder Spielecken ansteuern, können sich die Kleinen auch gleich ein bisschen austoben. Auch ausreichend Verpflegung – am besten etwas, das nicht krümelt oder tropft – darf natürlich nicht fehlen. Kleinkinder sollten am besten aber nur während Pausen Essen bekommen, da sie sich verschlucken oder etwa mit einem Fläschchen verletzen könnten. Zum Trinken gibt es am besten keine kohlensäurehaltigen Getränke, da sie leicht auf den Magen schlagen können. Für den Fall der Fälle sollten Autofahrer dennoch immer eine Tüte – oder am beisten gleich mehrere – mit dabei haben. Am Ende ist es aber meist die Langeweile, die bei langen Autofahrten mit Kindern auf die Stimmung schlägt. Um den Stressfaktor zu minimieren, raten die Verkehrsexperten des ADAC zu Hörbüchern und Ratespielen. Bücher lesen oder auf dem Handy daddeln sollte der Nachwuchs demnach allerdings nicht zu lange, sonst könnte ihnen übel werden. Auch Tablet, DVD-Player oder Laptop eignen sich zur Ablenkung. Wenn die Geräte nicht in Betrieb sind, sollten sie jedoch sicher verstaut werden, da sie bei einem Unfall sonst zu gefährlichen Geschossen werden können. 

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