Opel-Rückruf (August 2021): Brandgefahr Erneuter Rückruf für Opel Ampera-e

von AUTO ZEITUNG 24.08.2021
Inhalt
  1. Opel-Rückrufe 2021: Brandgefahr, schadhafte Anhängerkupplung und weitere Mängel
  2. Opel-Rückruf 2019: Stickoxid-Problem
  3. Opel-Rückruf 2018: Diesel-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt

Nach einem Rückruf geht vom Opel Ampera-e weiter Brandgefahr aus. General Motors untersucht die Ursache am baugleichen Chevrolet Bolt EV und kündigt im August 2021 einen erneuten Rückruf an. Im April 2021 waren der Opel Grandland X, der Citroë​n C5 Aircross und der Peugeot 3008 von Rückrufen betroffen. Das müssen Opel-Fahrer:innen jetzt wissen!

 

Opel-Rückrufe 2021: Brandgefahr, schadhafte Anhängerkupplung und weitere Mängel

  • Im August 2021 holt General Motors – nach einem Rückruf für Chevrolet Bolt EV bis 2019 und einer Warnung an alle Halter:innen im Juli 2021 – auch die jüngeren Modelle in die Werkstatt. Das Batterie-Problem von Zulieferer LG Energy Solutions scheint sich entgegen früherer Vermutungen nämlich nicht nur auf ältere Modelle zu beziehen. Somit muss auch das Schwestermodell Opel Ampera-e ein weiteres Mal kontrolliert werden. Die ehemalige Opel-Mutter GM rät außerdem dringlichst davon ab, das Fahrzeug über Nacht zu laden und sofort nach dem Aufladen sollen Fahrer:innen ihr Auto im Freien parken. Der Grund: Schon im November 2020 erhielt der Chevrolet Bolt EV einen Rückruf für die Baujahre 2016 bis 2019, da der Hochvolt-Akku bei voller Ladekapazität ausfallen und es zu Bränden kommen kann. Da zwei Fahrzeuge, bei denen der Mangel im Rahmen des Rückrufs bereits behoben wurde, trotzdem Feuer fingen, hat GM erneut die Untersuchungen aufgenommen und seine Kund:innen vor der nach wie vor bestehenden Brandgefahr gewarnt. Mehr zum Thema: Alle News zu Opel

  • Da es aufgrund eines Materialfehlers bei der Anhängerkupplung zu einer "Zugtrennung" kommen kann, müssen, wie im April 2021 bekannt wurde, weltweit über 5025 Fahrzeuge in die Werkstatt. Der Opel-Rückruf betrifft in Deutschland vermutlich 846 Fahrzeuge des Grandland X, die zwischen 2018 und 2021 produziert wurden. Darüber hinaus können sich wohl auch 166 Besitzer:innen eines Citroë​n C5 Aircross (Baujahr 2020) und 255 Fahrer:innen eines Peugeot 3008 (Baujahr 2020) auf einen außerplanmäßigen Werkstattbesuch einstellen. Hier soll dann eine Überprüfung und gegebenenfalls ein Austausch der Anhängerkupplung stattfinden. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden sind bislang nicht bekannt.

  • Weil es bei der Montage der Winterkompletträder im Handel offenbar zu Fehlern gekommen ist, startete Opel im Januar 2021 einen Rückruf. Ein unzureichendes Anzugsdrehmoment der Radverschraubungen könnte dazu führen, dass sich diese lösen. Betroffen sind 3562 Autos der Modellreihen Astra, Combo, Corsa, Crossland, Grandland, Insignia, Vivaro und Zafira aus den Baujahren 2019 und 2020, die nun zur Überprüfung in die Werkstatt müssen. Der Rückruf wird vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) überwacht. Opel hat bereits damit begonnen, die betroffenen Autobesitzer:innen zu informieren. Die Überprüfung im Zuge des Werkstattaufenthalts soll nicht länger als 15 Minuten dauern. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden sind bislang nicht bekannt.

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Opel-Rückruf 2019: Stickoxid-Problem

  • Opel-Rückruf im Mai 2019: Wegen eines möglichen Defektes an der Lambdasonde und daraus resultierenden Stickoxid-Problemen ruft Opel europaweit 210.000 Fahrzeuge der Modellreihen Adam und Corsa in die Werkstatt. Betroffen sind die Benziner-Modelle der Baujahre 2018 und 2019 mit 1,2- beziehungsweise 1,4-Litern Hubraum. Bei Fahrleistungen über 50.000 Kilometern kann es zu einem Defekt an der Lambdasonde kommen, aufgrund dessen die Stickoxid-Grenzwerte überschritten werden könnten. Durch ein Software-Update soll das Stickoxid-Problem gelöst werden können. Von dem Opel Rückruf im Mai 2019 sind 54.000 Fahrzeuge der Modellreihe Adam und Corsa betroffen.

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Opel-Rückruf 2018: Diesel-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt

  • Opel-Rückruf im Oktober 2018: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat für Opel einen Rückruf von rund 96.000 Diesel-Fahrzeugen angeordnet. Grund dafür waren laut KBA unerlaubte Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung. Schon 2015 seien die Abschalteinrichtungen gefunden worden, für die das KBA eine freiwillige Servicemaßnahme angeordnet hatte. "Die Durchführung dieser Servicemaßnahme wurde von Opel lange verschleppt", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums im Oktober 2018. Deshalb seien bisher nur etwa 70 Prozent der geforderten Software-Updates durchgeführt worden. "Nach Auffinden einer fünften Abschalteinrichtung Anfang 2018, welche das KBA als unzulässig eingestuft hat, läuft eine amtliche Anhörung. Auch diese Anhörung sei durch Opel mit immer neuen technischen Argumenten zeitlich verschleppt worden. Wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung ist der Autobauer Opel nun amtlich verpflichtet, weltweit 96.000 Fahrzeuge der Typen Insignia, Cascada und Zafira aus den Modelljahren 2013 bis 2016 zurückzurufen. Von den in Deutschland verkauften rund 32.000 Autos wurden bereits 23.000 freiwillig einem Software-Update unterzogen, sodass unter dem Strich in Deutschland nur rund 9000 in die Werkstätten müssen. Angesichts der laufenden Betrugsermittlungen beharrt Opel allerdings darauf, dass die betroffenen Fahrzeuge geltenden Vorschriften entsprächen. Einen entsprechenden Eilantrag von Opel gegen eine Rückrufanordnung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hat das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht am Montag, 12. November 2018, abgelehnt. Nach Ansicht der dritten Kammer liegen schwerwiegende Anhaltspunkte dafür vor, dass die Auffassung des KBA zutreffend sei.

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