Formel E: Mercedes-Einstieg & EQ Silver Arrow 01 Mercedes stellt Formel-E-Team vor

von Gregor Messer 12.09.2019

Mercedes hat auf der IAA 2019 sein Formel-E-Team und seinen E-Racer Mercedes EQ Silver Arrow 01 präsentiert. Mit Erfolgsprognosen hält sich das junge Team indes zurück.

"Ich muss mich immer noch kneifen, wenn ich sehe, dass das ein Mercedes-Werkswagen ist", sagte Mercedes-Sportchef Toto Wolff anlässlich der Präsentation des Formel-E-Teams auf der IAA 2019 in Frankfurt. Neben Vorsaisons-Pilot Stoffel Vandoorne wurde auch der neue Teamchef Ian James und die Neuverpflichtung Nyck de Vries als zweiter Fahrer vorgestellt. "Wir haben in diesem Jahre 125 Jahre Mercedes-Motorsport gefeiert", sagte Wolff, "und jetzt sind eben auch wir im Elektro-Zeitalter auf der Rennstrecke angekommen." Mit Ian James übernimmt ein zielstrebiger Top-Manager aus dem Konzern die Funktion des Teamchefs. Der 41-jährige Engländer war in der vergangenen, fünften Formel-E-Saison bereits bei fast allen Rennen dabei. James ist eine Art Alleskönner, vom studierten Maschinenbau bis zum Controlling kennt er sich in nahezu allen wichtigen Disziplinen aus. Der neue Teamchef durfte neben dem neuen Auto Mercedes EQ Silver Arrow 01, dessen Antriebsstrang im englischen Brixworth bei Mercedes High Performance Powertrains hergestellt wird, auch Nyck de Vries als neuen Fahrer begrüßen. Der 24-jährige Niederländer, der seine motorsportlichen Wurzeln als zweimaliger Deutscher Kart-Meister auch in hierzulande hat, führt derzeit überlegen die Formel-1-Nachwuchsserie Formel 2 an: Vier Rennen vor Saisonende liegt de Vries 59 Punkte vor dem Zweitplatzierten. "Ich hatte bereits in der fünften Saison die Gelegenheit, mir die Formel E sehr genau anzuschauen. Der Level liegt sehrt hoch, und wir wissen noch nicht, wo wir stehen. Wir packen die ganze Sache mit großer Demut an, aber am Ende des Tages sind wir auch Racer“, sagte James, der eine exaktere Prognose zur ersten Formel-E-Saison von Mercedes nicht abgeben wollte. Mehr zum Thema: Porsche stellt Formel-E-Auto vor

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Mercedes stellt Formel-E-Team vor

Stoffel Vandoorne, der vor seinem Formel-E-Einstieg bei McLaren zwei Saisons in der Formel 1 absolviert hatte, geht mit einem höheren Anspruch als 2018 an den Start: "Natürlich ist das eine großartige Sache, dass Mercedes nun offiziell in die Formel-E-Serie einsteigt. Dies ist der Start eines neuen, aber auch signifikanten Projekts. Mein Ziel ist es, dass ich in einer Position bin, auf dem aufzubauen, wo wir in der vergangenen Saisonaufgehört haben: Gegen Saisonende war ich mit dem HWA-Team konstant in den Punkten. Wir hatten eine Pole Position, einmal standen wir auf dem Podest. Daran anzuknüpfen und besser zu werden, das wäre mein Ziel. Bislang haben wir nur private Testfahrten absolviert. Wir wissen noch nicht, wo wir stehen. Aber eines ist klar: Ist ein riesiges Projekt von Mercedes, bei dem sehr viele Spezialisten sehr viel Input geliefert haben." Neuzugang Nyck de Vries hat bereits Formel-E-Luft geschnuppert: Bei Audi und Envision hatte er Gelegenheit das Auto in Rookie-Tests zu steuern. "Seit Beginn dieser Saison absolviere ich für Mercedes Formel-1-Tests im Simulator. Daher kam die Verbindung zum Formel-E-Projekt zustande. Beim Rennen in Monte Carlo Mitte Mai 2019 wurde die Sache dann konkreter." An eine weitere Karriere in Richtung Formel 1 denkt de Vries nicht: "nach der Formel 1 ist die Formel E im Moment die gesündeste, stärkste Rennserie. Es ist der Platz, an dem du sein musst. Dies an der Seite von Mercedes zu tun, ist fantastosch." "Wir haben jetzt eine Saison, um uns zu beweisen", umreißt Mercedes-Formel-E-Teamchef Ian James die große Aufgabe. "Wir sind uns über die Herausforderung absolut im Klaren. Es geht vor allem darum, das Unkontrollierbare zu kontrollieren", sagte James angesichts der großen Leistungsdichte und Ausgeglichenheit in der Formel E. Mehr zum Thema: BMW stellt sein Formel-E-Team vor

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