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Dauertest

Cupra Leon Sportstourer: Dauertest abgeschlossen (Update!)

Über 35.0000 km befand sich der Cupra Leon Sportstourer 2.0 TDI im Dauertest der AUTO ZEITUNG und erfreute sich großer Beliebtheit. Zum Abschluss ziehen wir nochmal ein Fazit: Womit der sportliche Kompakt-Kombi zu überzeugen weiß und wo er Kritikpunkte sammelt!

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Blick von schräg vorne auf den Cupra Leon Sportstourer.
Der Cupra Leon Sportstourer mit 2.0 TDI-Motor & 150 PS hat seinen Dauertest nach rund 35.000 km abgeschlossen. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Blick von schräg hinten auf den Cupra Leon Sportstourer.
Taiga Grau Metallic kostete 1140 Euro, der Besuch des Altenberger Doms war kostenfrei. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Cupra Leon Sportstourer.
Ergonomie und Verarbeitung überzeugten. Praktisch: Lenkradtasten statt Touchflächen. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Cupra Leon Sportstourer.
Die serienmäßigen Sportsitze sind bequem gepolstert und langstreckentauglich. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Blick auf die Fondsitze im Innenraum des Cupra Leon Sportstourer.
Der Fond bietet Mitreisenden genug Platz, fällt aber weniger luftig aus als etwa im Golf Variant. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Detailansicht auf die Soundanlage des Cupra Leon Sportstourer.
Optional gibt es ein vollmundiges Sennheiser Soundsystem mit elf Lautsprechern für 610 Euro. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Blick von schräg vorne auf den fahrenden Cupra Leon Sportstourer.
Eine Reportage über Touristenfahrten führte den Cupra auch auf die Nürburgring Nordschleife. Foto: Racetracker
Blick in den Kofferraum des Cupra Leon Sportstourer.
Die Rücksitze lassen sich per Fernentriegelung umklappen und in eine fast ebene Ladefläche verwandeln. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Cupra Leon Sportstourer.
Über die Cupra-Taste am Lenkrad kann man direkt zwischen verschiedenen Fahrmodi wechseln. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Detailansicht auf die Frontscheinwerfer des Cupra Leon Sportstourer.
Komfortabel bei Nacht ist die gute Lichtausbeute der optionalen Matrix LED-Scheinwerfer. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Detailansicht auf die Felgen des Cupra Leon Sportstourer.
Das Fahrwerk ist etwas zu straff, besonders die einfache Verbundlenker-Hinterachse gibt Stöße weiter. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Detailansicht auf die durchgehende Rückleuchte des Cupra Leon Sportstourer.
Der Knopf zum Öffnen der elektrischen Heckklappe liegt versteckt unter der rechten Rückleuchte. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Detailansicht auf den Rückfahrkamera-Screen des Cupra Leon Sportstourer.
Die durchgehende Lichtleiste am Heck taucht auch das Bild der Rückfahrkamera in kräftiges Rot. Foto: Team AUTO ZEITUNG
Blick von schräg vorne auf den Cupra Leon Sportstourer.
Fotofahrt mit Stopp am Brouwersdam an der holländischen Nordseeküste. Foto: Team AUTO ZEITUNG

Dauertest-Abschluss: Rund 35.000 km im Cupra Leon Sportstourer

Zwischen all den Vollelektrikern und Plug-in-Hybriden mit SUV-Karosse war uns der Neuzugang in unserem Dauertest-Fuhrpark als Abwechslung durchaus willkommen. Zum Härtetest trat Anfang 2025 der gerade frisch überarbeitete Cupra Leon Sportstourer an – ein kompakter Kombi, noch dazu ausgestattet mit einem ganz konventionellen Zweiliter-Diesel. Über zwölf Monate durfte der Spanier im Dauertest beweisen, wie er im eiligen Redaktionsalltag funktioniert. Würde der eher sportive Auftritt auch mit dem Einsatz auf der Langstrecke harmonieren? Wir haben es ausprobiert und im Testzeitraum rund 35.000 km zurückgelegt, viele davon auf Autobahnen in ganz Europa – und ein paar sogar auf der legendären Nürburgring Nordschleife.

Aber der Reihe nach. Rein optisch ließ der Testwagen in der Optionsfarbe Taiga Grau Metallic jedenfalls von Anfang an keine Zweifel, wie sich die Leon-Interpretation von Cupra zwischen den VW-Konzerngeschwistern positioniert. Neben dem gleichnamigen Seat, dem VW Golf Variant und dem Skoda Octavia Combi auf der MQB-Evo-Plattform nimmt der Cupra die Rolle des jung gebliebenen Sneakerträgers ein: immer betont sportlich und mit unkonventionellen Details. Dazu gehören die innen wie außen überall präsenten bronzefarbenen Applikationen – unter anderem auch an den schwarzen 18-Zoll-Optionsrädern, die wir für 410 Euro in der Preisliste hinzugebucht haben.

Der Cupra Leon (2024) im Video

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Betont sportliches Design, praktische Extras

„Mit seinen besonderen Akzenten hebt sich der Cupra nett aus der Masse der Gölfe und Octavia hervor“, schrieb Crossmedia-Chefredakteur Markus Bach ins Dauertest-Begleitbuch und meinte damit auch originelle Details wie den Startknopf und die Cupra-Taste für Fahrmodi, die beide griffgünstig am Lenkrad positioniert sind. Weiter bemerkte er: „Auch das Design der Leuchten findet bei Passanten Zuspruch.“

Seit dem Facelift 2024 darf sich der Cupra Leon optisch noch stärker vom eng verwandten Seat Leon abheben. Dazu tragen neben der Front im sogenannten Sharknose-Design die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer mit dreieckigen Tagfahrlicht-Elementen bei, die zu Testbeginn mit 980 Euro zu Buche schlugen. Sinnvoll investiertes Geld, befand Testredakteur Martin Urbanke, denn die Scheinwerfer überzeugten bei Nachtfahrten mit ihrer guten Lichtausbeute. Die Gestaltung der Rückleuchten mit einer schmalen, durchgehenden LED-Lichtleiste stieß in der Redaktion hingegen auf Kritik: „Wenn ich bei Dunkelheit rangiere, wird das gesamte Bild der Rückfahrkamera in ein kräftiges, rotes Licht getaucht – ziemlich unangenehm“, notierte etwa Testkollege Elmar Siepen.

Der praktische Innenraum überzeugte durchwegs

Bei der Bestellung des Dauertestwagens entschieden wir uns für eine betont reisetaugliche Ausstattungskonfiguration. Neben einer schwenkbaren Anhängevorrichtung (980 Euro) kamen unter anderem das volle Angebot an Fahrassistenzsystemen im Intelli Drive Paket II (1185 Euro) sowie das Edge Paket (980 Euro) inklusive Alarmanlage, Rückfahrkamera und sensorgesteuerter Öffnung für die Heckklappe hinzu. Außerdem setzten wir Kreuzchen beim Sennheiser Soundsystem für 610 Euro sowie beispielsweise bei der Pedalerie in „Dark Aluminium“ (262 Euro) und bei der hübschen Metallic-Lackierung (1140 Euro). Selbst ohne optionale Sportsitze und adaptive Dämpfer summierte sich der Testwagenpreis so auf üppige 57.189 Euro.

Im Gegenwert zeigte der Cupra Leon Sportstourer neben seinem individualistischen Äußeren auch jede Menge innere Qualitäten, allen voran das geräumige Ladeabteil. Dieses lässt sich von 520 l auf bis zu 1604 l erweitern, indem man mit wenigen Handgriffen die geteilte Rücksitzbank umlegt. „Der Kofferraum ist groß und praktisch. Hilfreich sind dabei die Fernentriegelung der Lehnen und die ebene Ladefläche“, vermerkte Elmar Siepen. Weniger intuitiv ist die versteckte Entriegelungstaste für die Heckklappe unter dem rechten Rücklicht.

Viel Lob gab es hingegen für die gute Ergonomie im Innenraum und die bequemen, langstreckentauglichen Vordersitze, die das optionale Upgrade auf Sportschalensitze nicht vermissen ließen. Auch das Platzangebot wurde im Dauertest von den regelmäßigen Mitfahrern im Fond als ausreichend wahrgenommen, wenn auch „keineswegs so luftig wie beim Konzern-Kollegen Golf Variant“, so Siepen.

Blick von schräg vorne auf den Cupra Leon Sportstourer.
Foto: Team AUTO ZEITUNG

Leichtes Handling und straffes Fahrwerk

Im Alltagsbetrieb fand der 4657 mm lange und 1799 mm breite Cupra Leon Sportstourer jedenfalls einen trefflichen Kompromiss zwischen Raumangebot und Platzbedarf: „Seine schlanken Abmessungen machen ihn auch im urbanen Einsatz umgänglich, das Einparken und Rangieren sind ein Kinderspiel“, hielt Testchef Michael Godde fest.

Eine Cupra-typische Stärke ist das leichte und recht agile Handling – ganz im Sinn des sportlichen Anspruchs der spanischen Marke. Diesem folgte auch die Fahrwerksauslegung unseres Testwagens. Was bei einer Reportage des Kollegen Guntram Fiala von der Nürburgring Nordschleife dem Fahrspaß durchaus zuträglich war, überzeugte im Dauertest-Alltag nicht alle Kollegen. „Das straffe Fahrwerk kommt dem sportlichen Charakter entgegen, fordert jedoch auf schlechteren Straßen seinen Tribut“, fasste Markus Bach zusammen. Kollege Siepen präzisierte: „Auf verschlissenen Autobahnen wirkt das Ansprechverhalten von Federn und Dämpfern eher rustikal. Die Verbundlenker-Hinterachse teilt teils heftige Stöße aus.“ Sein Fazit: „Das Geld für adaptive Dämpfer wäre hier gut angelegt.“

Kräftiger Antrieb mit geringem Verbrauch

Im Testbetrieb der Redaktion entwickelte sich der Cupra Leon Sportstourer schon bald zum Wunschkandidaten für Dienstreisen und sammelte viele seiner Dauertest-Kilometer auf der Autobahn. Dazu trug besonders der gelungene Zweiliter-Turbodiesel in Verbindung mit dem serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bei. Mit 150 PS (110 kW) und 360 Nm ging der Vierzylinder zügig ans Werk: „Der Motor hat TDI-typisch ordentlich Druck und treibt den Sportstourer mit seinem kraftvollen Drehmoment souverän an“, lobte Michael Godde.

Gleichzeitig überzeugte der disziplinierte Umgang mit Kraftstoff. Markus Bach: „Reichweiten von 800 km sind selbst bei sportlicher Fahrweise und viel Gepäck drin.“ So pendelte sich über den Testzeitraum hinweg der Durchschnittsverbrauch bei 5,5 l Diesel pro 100 km ein – wohlgemerkt mit hohem Autobahnanteil, der oftmals auch jenseits der Richtgeschwindigkeit bewältigt wurde. Nach einer langen Dienstfahrt zog Siepen im Begleitbuch klare Schlüsse: „Beim Tanken nach fast 800 km zeigt der Bordcomputer immer noch 130 km Restreichweite. Von Köln nach Hamburg und zurück mit einer Tankfüllung wäre also kein Problem! Vielleicht sollte man den Diesel doch noch nicht ganz abschreiben …“

Fünf Fakten zum Cupra Leon Sportstourer
  • Antrieb: Der 150 PS starke Diesel tritt 
kräftig an und ist auch bei höherem Tempo sparsam

  • Raumangebot: Sein großer Kofferraum qualifiziert den Cupra Leon Sportstourer zum Familienauto.

  • Fahrverhalten: Das recht agile Handling passt zum betont sportlichen Design.

  • Ausstattung: LED-Scheinwerfer, Virtual Cockpit und ein adaptiver Abstandshalter sind serienmäßig.

  • Alternative: Die Cupra Leon Plug-in-Hybride in zwei Leistungsstufen ab 47.005 Euro.

Dass die Redaktion bis knapp 25.000 km immer mal wieder insgesamt 1,05 l Öl nachfüllen musste, blieb im Rahmen. Überhaupt erwies sich der Cupra im Dauertest als unkomplizierter Begleiter – bis auf den Wechsel der Schlüsselbatterie kurz vor Testende vermerkten die Kollegen keine nennenswerten Vorkommnisse. Das ausgereifte Infotainmentsystem, dazu die unkomplizierte Smartphone-Einbindung und die klangstarke Sennheiser Anlage rundeten die Reisequalitäten ab. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten fiel allerdings das verbesserungswürdige Geräuschniveau im Innenraum auf. „In Sachen Geräuschdämmung hört man den Rotstift deutlich heraus“, urteilte Kollege Siepen.

Über zwölf Monate und 35.000 km hinweg sammelte der Cupra Leon Sportstourer 2.0 TDI jedoch insgesamt deutlich mehr Sympathie- als Kritikpunkte. Fünf Jahre Herstellergarantie bis maximal 150.000 km und überschaubare Kilometerkosten – auch dank recht günstiger Versicherungseinstufungen – vervollständigten das positive Gesamtbild.

Technische Daten des Cupra Leon Sportstourer 2.0 TDI

AUTO ZEITUNG 15/2026

Cupra Leon Sportstourer 2.0 TDI

Technik

Motor

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel; 1968 cm³

Antrieb

7-Gang; Doppelkupplung; Vorderrad

Leistung

110 kW / 150 PS, 3000 – 4200 U/min

Max. Drehmoment

360 Nm, 1600 – 2750 U/min

Karosserie

Außenmaße (L/B/H)

4656 / 1799 (1995)* / 1444 mm

Leergewicht/Zuladung

1479 kg

Kofferraumvolumen

520 – 1604 l

Fahrleistungen

Beschleunigung 0-100 km/h

8,5 s

Höchstgeschwindigkeit

213 km/h

Verbrauch auf 100 km (WLTP)

4,8 l D

Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegel

Fazit

Im nahezu problemlosen Dauertest wurde der Cupra Leon Sportstourer 2.0 TDI schnell zum gefragten Begleiter für längere Dienstreisen. Ein Hauptgrund sitzt unter der Motorhaube: der sparsame und kräftige Vierzylinder-Diesel. Bequeme Sitze und der geräumige Kofferraum steigern ebenfalls die Reisequalitäten. Luft nach oben bleibt beim Geräuschkomfort und beim straffen Fahrwerk. Letzterem würde eine Multilenker-Hinterachse guttun, wie sie für die Benziner angeboten wird.