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Aktuelle KBA-Zulassungszahlen (Oktober 2022) Fast jede dritte Neuzulassung ist ein SUV

Victoria Zippmann 08.11.2022
Inhalt
  1. Aktuelle KBA-Zulassungszahlen (Oktober 2022): die beliebtesten Marken
  2. Die beliebtesten Segmente
  3. Neuzulassungen nach Marken (Tabelle)
  4. Neuzulassungen nach Modellreihen (Tabelle)
  5. Studie: Deutschland bei E-Auto-Verkauf Vorreiter
  6. Jeder zehnte zugelassene Pkw ein SUV
  7. Neuzulassungen 2021

Laut den aktuellen KBA-Zulassungszahlen sind im Oktober 2022 insgesamt 208.642 Neuwagen auf die Straße gekommen – 16,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Wir nennen die beliebtesten Marken und Modelle sowie die Gewinner und Verlierer im Ranking.

 

Aktuelle KBA-Zulassungszahlen (Oktober 2022): die beliebtesten Marken

Den aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zufolge sind im Oktober 2022 insgesamt 208.642 Pkw neu zugelassen worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 16,8 Prozent. Der Aufschwung bei den Zulassungszahlen deutscher Marken im Vergleich zum Vorjahresmonat setzt sich nach einem verlustreichen Sommer auch im Oktober fort: Erneut legt Audi mit einem Plus von 94,8 Prozent am deutlichsten zu. Damit erreicht die Marke einen Anteil von 8,3 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. Am zweitstärksten gewann VW mit plus 45,9 Prozent hinzu und ist mit einem Anteil von 19,7 Prozent zulassungsstärkste Marke. Auch Ford (+19,3 %/5,7 % Anteil), Mercedes (+18,5 %/10,2 % Anteil) und Mini (+6,7 %/1,5 % Anteil) verzeichnen positive Zulassungsergebnisse. Den deutlichsten Verlust verzeichnet Smart (-76,2 %/0,3 % Anteil) und auch Opel (-20,0 %/4,7 %), Porsche (-16,6 %/1,1 %) und BMW (-13,9 %/7,2 %) mussten ein Minus im zweistelligen Bereich hinnehmen. Was die Importmarken betrifft, so erreichte bei den aktuellen Zulassungszahlen im Oktober 2022 Polestar mit einem Plus von 230,2 Prozent (0,5 % Anteil) den größten Zuwachs. Mehr als 100 Prozent legen auch DS (+176,6 %/0,2 % Anteil) und Tesla (+116,8 %/1,5 % Anteil) zu. Alfa Romeo (+82,8 %/0,2 % Anteil), Seat (+64,1 %/4,0 % Anteil) und Skoda (+50,8 %/5,5 % Anteil) konnten über 50 Prozent hinzugewinnen. Die größten Verlierer bei den Importmarken sind im Oktober 2022 Lexus (-49,6 %/0,1 % Anteil), Subaru (-48,3 %/0,1 % Anteil) und Suzuki (-44,4 %/0,4 % Anteil). Die größten Anteile aller neu zugelassenen Fahrzeuge der Importeure entfallen auf Skoda mit 5,5 Prozent, gefolgt von Seat (4,0 %) und Hyundai (3,9 %). Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Die beliebtesten Segmente

Bei den Fahrzeugsegmenten gibt es bei den aktuellen Zulassungszahlen im Oktober 2022 viele Gewinner. Das deutlichste Plus zeigt sich mit +115,1 Prozent abermals bei den Großraum-Vans mit einem Zulassungsanteil von 2,7 Prozent. Das Segment mit dem größten Anteil an Neuzulassungen ist das der SUV mit 29,3 Prozent. SUV gewinnen zudem 20,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinzu. 17,1 Prozent Anteil entfällt auf die Kompaktklasse mit einem Zulassungsplus von 18,6 Prozent. Dahinter rangieren die Geländewagen mit einem Anteil von 11,9 und einem Plus von 31,7 Prozent. Die Kleinwagen erreichen einen Anteil von 11,8 Prozent, verlieren aber 3,9 Prozent. Die Mittelklasse erreicht 10,2 Prozent Anteil bei einem Zugewinn von 36,7 Prozent. Zuwachs verbuchen auch die Utilities (+24,6 %/3,7 % Anteil), Obere Mittelklasse (+20,7 %/2,9 % Anteil), Sportwagen (+19,2 %/1,0 % Anteil) und Minis (+5,2 %/5,5 % Anteil). Die übrigen Segmente Mini-Vans (-34,6 %/0,7 % Anteil), Wohnmobile (-26,5 %/1,7 % Anteil) und Oberklasse (-17,7 %/0,8 % Anteil) lagen weit hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Der Anteil der Benziner lag bei 32,0 Prozent und sie gewannen 3,1 Prozent hinzu. Diesel-Pkw legten mit einem Plus von 18,3 Prozent deutlicher zu und kommen auf 17,5 Prozent. Elektroautos (BEV) verzeichnen im Oktober 2022 einen Zugewinn, der bei 17,1 Prozent liegt. Ihr Anteil an den Neuzulassungen beträgt 17,1 Prozent. Den Plug-in-Hybriden gehörte ein Anteil von 15,4 Prozent (+ 35,1 %). Auf flüssiggasbetriebene Pkw (-7,2 %) entfällt ein Anteil von 0,4 Prozent und auf erdgasbetriebene Pkw (-23,6 %) 0,1 Prozent Marktanteil. Erfreulich: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines im Oktober 2022 neu zugelassenen Pkw ist um 4,1 Prozent niedriger als im Oktober 2021.

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Neuzulassungen nach Marken (Tabelle)

PlatzMarkeOkt. 2022in %% zu
Okt. 2021
Jan.-Okt.
2022
in %% zu Jan.- Okt. 2021
1VW41.15919,7+45,9383.64818,5-9,0
2Mercedes21.30310,2+18,5187.6679,0+2,1
3Audi17.2288,3+94,8169.1588,1+7,7
4BMW15.0327,2-13,9168.3368,1-10,9
5Ford11.8875,7+19,3103.4635,0-4,7
6Skoda11.5555,5+50,8120.3025,8-3,3
7Opel97624,7-20,0114.3925,5-14,6
8Seat83834,0+64,190.3904,4-6,0
9Hyundai81663,9+0,984.0284,0-4,4
10Toyota70863,4+46,064.7443,1+6,8
11Renault58512,8-20,457.5982,8-30,6
12Fiat56642,7+5,059.4402,9-15,8
13Kia56562,7-4,160.7632,9+9,7
14Dacia40261,9+29,745.2472,2+46,1
15Mazda34381,6+35,227.4421,3-17,9
16Volvo33201,6-11,626.7391,3-24,2
17Tesla31851,5+116,841.6432,0+51,8
18Peugeot31781,5-25,434.9921,7-20,5
19Mini31761,5+6,732.8591,6-6,1
20Mitsubishi23271,1-36,025.9081,2-13,6
21Porsche22421,1-16,623.7661,1+4,7
22Citroen21401,0-11,931.7491,5-16,2
23Nissan20951,0+35,220.6341,0-9,6
24MG Roewe20321,0neu95290,5neu
25Polestar10730,5+230,244520,2+130,9
26Land Rover9390,5+8,610.2310,5+1,9
27Jeep9120,4-22,810.5810,5-2,9
28Suzuki8060,4-44,411.7890,6-45,0
29Smart6560,3-76,288070,4-54,0
30Honda5830,3-28,665100,3-0,5
 

Neuzulassungen nach Modellreihen (Tabelle)

PlatzModellreiheOkt. 2022Jan.-Okt. 2022% zu Jan.-Okt. 2021Jan.-Okt. 2021
1VW Golf728270.386-14,8%82.657
2VW Tiguan603745.638-7,6%49.391
3VW T-Roc522349.619+4,7%47.370
4Fiat 500457636.182+29,9%27.855
5Ford Kuga329925.866+5,1%24.619
6VW Passat318732.750-19,1%40.501
7Mini317632.859-6,1%34.987
8Skoda Octavia313629.283-11,8%33.219
9Cupra Formentor311726.408+76,5%14.963
10BMW 3er295729.723-21,7%37.963
11Toyota Yaris295025.135+53,4%16.390
12Opel Corsa275740.299+1,3%39.773
13Opel Mokka272322.987+12,9%20.366
14Audi A3271029.005+16,6%24.870
15Mercedes A-Klasse262015.566-24,9%20.715
16Audi A6257718.924-23,7%24.815
17Mercedes C-Klasse236627.178+47,9%18.381
18Mercedes GLA233113.427-2,6%13.791
19Kia Ceed224720.979-2,7%21.569
20VW T-Cross222024.924-14,1%28.999
21Ford Focus216916.645-9,7%18.427
22VW Polo216622.623-21,3%28.751
23VW ID.3216012.802-45,9%23.684
24VW ID.4/ID.5211514.785+44,5%10.233
25Audi Q3208023.645+14,0%20.741
26Mercedes V-Klasse207017.727+12,4%15.771
27BMW X3188120.915+4,3%20.052
28VW Multivan187828.098+6,9%26.281
29Skoda Karoq181017.923+13,4%15.807
30Audi Q5179018.551+26,2%14.700
31VW Taigo176215.345+58919,2%26
32Audi A4174920.221-2,7%20.789
33Ford Fiesta172311.023-11,1%12.404
34Mercedes E-Klasse171519.983+10,0%18.168
35Mercedes GLE169711.638-8,6%12.732
36VW Caddy169215.269-0,1%15.278
37Hyundai Kona167119.751-22,4%25.437
38VW Up166719.122-46,9%35.980
39Skoda Fabia164419.463+24,8%15.594
40Tesla Model Y162224.177+1081,1%2047
41Hyundai Tucson160614.728-1,9%15.013
42BMW 2er159312.526-19,0%15.466
43Mercedes CLA157210.793-33,2%16.151
44Telsa Model 3156317.464-31,1%25.341
45VW Touran155511.156-18,6%13.713
46Dacia Sandero151814.785+0,4%14.727
47Toyota Aygo15058711-11,5%9840
48Seat Leon149620.968-17,0%25.272
49BMW 5er147917.541-10,9%19.680
50Mercedes GLC143920.873-16,9%25.106
 

Studie: Deutschland bei E-Auto-Verkauf Vorreiter

Deutschland wird nach einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) zu einem weltweiten Vorreiter bei der Elektromobilität. 2025 dürften schon fast 40 Prozent der verkauften Autos rein batteriebetrieben sein, 2030 sogar schon zwei Drittel. "Das ist im internationalen Vergleich mit der höchste Wert", so die BCG. Für die Berechnungen sei ein Verbrennerverbot in der EU ab 2035 schon einkalkuliert. Zunehmend strengere Vorgaben und die hohen Investitionen der Autoindustrie beschleunigten die Elektrifizierung, sagte BCG-Branchenexperte Albert Waas. 2025 dürften in der EU 30 Prozent der neuen Autos rein batterieelektrisch (BEV) sein, in China 29 Prozent und in den USA 19 Prozent. "2028 werden reine Elektroautos der meistverkaufte Fahrzeugtyp weltweit sein", erwartet die Unternehmensberatung. Für 2030 rechnet BCG in der EU mit einem BEV-Anteil von 60 Prozent, in China von 52 Prozent, in den USA von 47 Prozent. Außerhalb dieser drei Hauptmärkte bleiben demnach zunächst weiterhin Benziner und Dieselfahrzeuge gefragt: Dort dürfte der BEV-Anteil an den Verkäufen auch 2035 nur etwa 35 Prozent ausmachen.
Mit DPA

 

Jeder zehnte zugelassene Pkw ein SUV

Die veränderten Vorlieben der Deutschen beim Autokauf und die durch Chip- und Teilemangel eingeschränkte Produktion machen sich immer stärker im Fahrzeugbestand bemerkbar. Inzwischen ist fast jeder zehnte zugelassene Pkw ein SUV, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Sie sind eines der wenigen großen Fahrzeugsegmente, in denen der Bestand 2021 gestiegen ist. Viele klassische Segmente schrumpfen dagegen. Stand 1. Januar 2022 waren in Deutschland laut KBA 4,82 Millionen SUV zugelassen. Das waren 9,9 Prozent des Gesamtbestands und 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Stärker gewachsen ist nur der Bestand an Wohnmobilen, der um 13,7 Prozent auf 767.325 zulegte. Relativ deutlich wuchs auch der Bestand an Geländewagen – um 5 Prozent auf 2,9 Millionen. Die traditionell größten Segmente, Kompaktklasse, Kleinwagen und Mittelklasse, schrumpfen dagegen. Die Kompaktklasse um 1,5 Prozent auf 11,7 Millionen Autos, Kleinwagen um 0,7 Prozent auf 8,8 Millionen Autos und die Mittelklasse um 2,4 Prozent auf knapp sechs Millionen. Hier dürfte sich bemerkbar machen, dass SUV diesen drei Fahrzeugklassen Konkurrenz machen und bei den Neuzulassungen zuletzt das beliebteste Segment waren. Zudem setzten manche Autohersteller angesichts von Chip- und Teilemangel lieber auf größere, teurere und rentablere Autos – auch die Oberklasse wuchs. Insgesamt stieg der Fahrzeugbestand leicht um 0,6 Prozent auf 48,5 Millionen Autos.

Gebrauchtwagen Hohe Gebrauchtwagenpreise: Gründe/Prognose
Hohe Gebrauchtwagenpreise: Gründe/Prognose Neuer Höchststand bei Gebrauchtwagenpreisen

 

Neuzulassungen 2021

Die Jahresbilanz 2021 ergibt mit rund 2,62 Millionen neu zugelassenen Fahrzeugen ein Minus von 10,1 Prozent im Vergleich zu 2020. Im zweiten Halbjahr 2020 könnte die temporär gesenkte Mehrwertsteuer zu besseren Zahlen verholfen haben. 2019, also noch vor der Corona-Krise, wurden bereits in den ersten acht Monaten rund 2,5 Millionen Neuwagen zugelassen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erklärt: "Hauptgrund für die geringeren Zulassungszahlen ist ein deutlich verringertes Produktionsvolumen bei den Herstellern, da der globale Halbleitermangel auch die deutsche Automobilindustrie einschränkt." Die privaten Neuzulassungen im gesamten Jahr 2021 sinken gegenüber dem Vergleichsjahr 2020 um 16,3 Prozent und bilden 34,6 Prozent aller Neuzulassungen. Gewerblich genutzte Fahrzeuge haben somit einen Anteil von 65,4 Prozent und verzeichnen ein Minus von 6,5 Prozent. Beliebteste Farbe ist in der Jahresbilanz nach wie vor Grau/Silber (29,8 %), gefolgt von Schwarz (24,7 %). Mit einem Anteil von 37,1 Prozent hat der Großteil aller Neuwagen einen Benzinmotor unter der Haube. Die Neuzulassungen von Benzinern nimmt in der Jahresbilanz 2021 jedoch um 28,6 Prozent ab. Der Anteil von Diesel-Pkw liegt bei 20 Prozent, mit einem Rückgang von 36 Prozent. Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten zeigt auch für 2021 einen deutlichen Zuwachs. Einen hohen Wert erreichen die Elektroautos (BEV) mit einer Summe von 355.962 Neuzulassungen. Das ist ein Plus von 83,3 Prozent gegenüber 2020 und bildet einen Anteil von 13,6 Prozent. 754.588 Neuwagen mit Hybridantrieb – darunter 325.961 Plug-in-Hybride – entsprechen einem Anteil von 28,8 Prozent, mit einem Zuwachs von 43 Prozent. Zuwachs verzeichnen in der Jahresbilanz 2021 neben den BEV-Fahrzeugen auch flüssiggasbetriebene Pkw mit einem Plus von 54,6 Prozent. Ihr Anteil an den Neuzulassungen beträgt 10,1 Prozent. Laut den aktuellen KBA-Zulassungszahlen verzeichnen die Neuzulassungen in den Segmenten Minis (+16,5 %), Oberklasse (+8,4 %), SUV (+7,5 %) und Wohnmobile (+4,4 %) den höchsten Zuwachs in der Jahresbilanz 2021. Anteilsstärkste Segmente sind die SUV mit 25,4 Prozent, die Kompaktklasse mit 17,5 Prozent und die Kleinwagen mit 14,3 Prozent. Auf die Geländewagen entfällt ein Anteil von 10,7, auf die Mittelklasse ein Anteil von 10,3 Prozent. Auch interessant: So bei der Zweitwagenversicherung sparen
Mit DPA

Victoria Zippmann Victoria Zippmann
Unser Fazit

Lieferprobleme bleiben ein Problem in der Autoindustrie. Die langen Wartezeiten bedeuten einerseits, dass deutlich weniger Autos auf die Straße kommen – schlicht, weil sie nicht existieren. Andererseits dürften sie zahlreiche potenzielle Kund:innen abschrecken, sich ein neues Auto zu kaufen. Expert:innen erwarten ein Ende der Lieferengpässe frühstens 2024.

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