Wintercamping: Zelt/Wohnmobil/Ausrüstung Tipps fürs Wintercamping

von Christina Finke 26.01.2021
Inhalt
  1. Tipps & Ausrüstung fürs Wintercamping im Wohnmobil
  2. Richtig heizen beim Wintercamping
  3. Hier dürfen Urlauber:innen ihr Wohnmobil abstellen

Während Übernachten im Zelt nur für Hartgesottene eine Option ist, kann Wintercamping mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen in Deutschland, Österreich oder Schweiz eine schöne Alternative zum Standardurlaub sein. Wir geben (Ausrüstungs-)Tipps!

An alternativen Urlaubsmöglichkeiten jenseits der Massen kommt man vor allen in Zeiten der Corona-Pandemie kaum vorbei – Wintercamping ist da so eine Idee. Was für die einen ungemütlich, kalt und wenig spaßig klingt, kann für Wohnwagen- und Wohnmobilfans durchaus idyllisch sein und richtig Spaß machen. Voraussetzung zum gelungenen Campingurlaub während der kalten Jahreszeit ist neben einer guten Planung auch die passende Ausrüstung. Eines gleich vorweg: Bei niedrigen Temperaturen im Zelt zu übernachten, dürfte nur für wirklich hartgesottene Camping- und Kälte-Expert:innen eine schöne Idee sein. Die AUTO ZEITUNG gibt konzentriert sich daher auf Tipps für Wintercamping-Pläne mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil. Mehr zum Thema: Wohnmobil und Wohnwagen im Konzeptvergleich

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Tipps & Ausrüstung fürs Wintercamping im Wohnmobil

Wenn man seinen Urlaub beim Wintercamping verbringen möchte, reicht es nicht aus, einfach ein Wohnmobil auszuwählen, zu mieten und loszufahren. Die richtige Ausrüstung ist entscheidend: So ist etwa eine gute Beleuchtung am Fahrzeug vor allem bei schlechten Sichtverhältnissen im Winter ein absolutes Muss. Manche Reisemobile oder Wohnwagengespanne lassen hier nach Erfahrungen des ADAC allerdings zu wünschen übrig. Und auch, wer bereits ein eigenes Wohnmobil besitzt, sollte das eigene Gefährt einem gründlichen Check unterziehen, bevor es losgehen kann. Dazu gehört es auch, dass die Bereifung an Zugfahrzeug, Wohnmobil und Caravan wintertauglich ist. Zur Erinnerung: Winterreifen sollten eine Profiltiefe von mindestens vier bis fünf Millimetern haben. Darüber hinaus sollte das Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage befüllt und Schneeketten eingepackt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, übt bereits vor der Abfahrt zum Wintercamping einmal das Anlegen der Ketten. Um Wärmeverluste zu vermeiden, gehören laut ADAC zudem Thermoabdeckungen für Fenster und Türen ins Gepäck. Diese können verhindern, dass eisige Luft von draußen schnell ins Fahrzeug dringt und sich Kältebrücken bilden. Iso- und Heizmatten oder kuschelige Felle können darüber hinaus dazu beitragen, dass sich der Boden nicht so eisig anfühlt, wenn das Wohnmobil nicht über einen Teppich oder eine Fußbodenheizung verfügt. Ebenfalls sinnvoll: ein kleiner Heizlüfter für den Fall, dass die Heizung ausfällt. Und wer auch einen Föhn dabei hat, kann im Ernstfall bereits eingefrorene Leitung damit wieder auftauen. Um die Dachfläche frei von Schnee und Eis zu halten sollten diejenigen, die zum Wintercamping aufbrechen wollen, ihre Ausrüstung um Besen, Handfeger, Leiter und Schneeschaufel erweitern.

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Richtig heizen beim Wintercamping

Wer zum Wintercamping aufbricht, sollte darauf achten, dass entweder genug Brennstoff und Batteriekapazität oder ein Stromanschluss am Stellplatz verfügbar ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass Heizung und Kochstelle am Laufen gehalten werden können. Es sollte stets gut geheizt werden, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Im Notfall können sie mit einem Föhn wieder aufgetaut werden. Ein Heizlüfter kann dabei helfen, wenn der Wagen nach der Ankunft auf eine gewisse Grundtemperatur gebracht werden soll.

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Hier dürfen Urlauber:innen ihr Wohnmobil abstellen

Viele, die zum Wintercamping aufbrechen träumen davon, morgens aus dem Bett zu fallen und gleich auf der Piste zu landen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es tatsächlich einige Liftgesellschaften, die solche Stellplätze für Reisemobile anbieten. Und auch bei vielen Thermen besteht die Möglichkeit, das Reisemobil in Saunanähe abzustellen. Allerdings sind diese Flächen in der Regel nur für Reisemobile erlaubt und nicht für Wohnwagengespanne zugelassen. Es ist oft auch nicht gestattet, es sich außerhalb des Wagens mit Vorzelt und Klappstühlen bequem zu machen. Außerdem ist die Parkdauer in der Regel auf ein bis zwei Tage begrenzt. Für einen längeren Zeitraum können klassische Campingplätze gebucht werden, von denen laut ADAC auch einige luxuriös ausgestattet sind und einer Wellness-Oase gleichen, die etwa auch winterliche Saunagänge ermöglicht. Öffentliche Parkplätze dürfen Fahrer:innen dagegen nur zur Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit nutzen – wenn sie sich etwa bei der Fahrzeit verschätzt haben. Bis zu zehn Stunden dürfen sie dann etwa in einer Parkbucht am Straßenrand übernachten.
mit dpa

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