Wohnmobil-Vorstellung

Westfalia Columbus Liner: Campervan mit optionaler Dachterrasse

Wer schon immer von der Dachterrasse auf einem Campervan geträumt hat, sollte jetzt genau lesen: Der Westfalia Columbus Liner bietet optional eine „Sky Lounge“ mit Zugang durchs Aufstelldach an. Was die spannende Neuheit zum Modelljahr 2027 ansonsten bietet, erklären wir hier!

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Der Westfalia Columbus Liner mit geöffnetem Aufstelldach von schräg vorne rechts vor weißem Hintergrund.
Was auf den ersten Blick nach Dachgepäckträger aussieht, ist in Wirklichkeit … Foto: Westfalia
Die Aussicht aus dem Aufstelldach über die Dachterrasse des Westfalia Columbus Liner.
… die optionale „Sky Lounge“. Die „private Dachterrasse“ ist über das Aufstelldach erreichbar, das übrigens kein Bett enthält. Foto: Westfalia
Die optionale SkyBar-Espressomaschine am Aufstieg zum Dachbereich im Westfalia Columbus Liner.
Sollte der Weg in die Küche zu weit sein, lässt sich der Kaffee am Morgen auch direkt im Aufstiegsbereich zur Terrasse in der „SkyBar“-Espressomaschine brauen. Foto: Westfalia
Der Westfalia Columbus Liner im Profil von rechts vor weißem Hintergrund.
Der Columbus Liner setzt auf den Fiat Ducato in dessen längsten Konfiguration mit 6,36 m Außenlänge. Anstatt das werkseitige Superhochdach von Fiat zu nutzen, setzt Westfalia lieber eine Eigenkontruktions-Erweiterung auf den Kastenwagen. Foto: Westfalia
Der Westfalia Columbus Liner von schräg hinten rechts vor weißem Hintergrund.
Fenster in den Hecktüren werden nicht benötigt, dahinter verbirgt sich ohnehin nur die räumlich getrennte Heckgarage. Foto: Westfalia
Die Sitzgruppe des Westfalia Columbus Liner mit Blick von schräg hinten.
Im Bug bietet sich zunächst ein gewohnter Anblick: Eine Halbdinette füllt den vorderen Wohnbereich aus. Foto: Westfalia
Die Sitzgruppe des Westfalia Columbus Liner mit Blick von schräg vorne.
Da der Columbus Liner kein günstiger Einsteiger ist, dürfen die Polster auch gerne etwas plüschiger und fülliger ausfallen. Der terracotta-farbene Kunstlederbezug ist optional. Foto: Westfalia
Die Isofix-Punkte der Doppelsitzbank des Westfalia Columbus Liner im Detail.
Serienmäßig an Bord: Isofix bieten beide Sitzplätze der Rückbank. Foto: Westfalia
Die Sitzgruppe des Westfalia Columbus Liner im Bettumbau.
Patentierter Umbau: Gegen Aufpreis lässt sich die Rückbank zum Bett umklappen – das verspricht gegenüber dem Standard-Umbau mehr Schlafkomfort und ein schneller aufgebautes Gästebett. Foto: Westfalia
Die Küche des Westfalia Columbus Liner.
Die feine Seitenküche mit vielen verschiedengroßen Auszügen für Geschirr und Proviant steht ganz gewohnt an der Beifahrerseite. Der hier gezeigte Induktionsherd ist optional, serienmäßig ist ein klassischer Gasherd. Foto: Westfalia
Blick in ein Staufach für Schuhe im Doppelboden des Westfalia Columbus Liner im Schiebetürbereich.
Viele kleine Aufbewahrungs-Details erweitern den Stauraum an Bord, so etwa auch kleine Fächer im Doppelboden im Schiebetürbereich. Foto: Westfalia
Das Heckbett des Westfalia Columbus Liner.
Das längs eingebaute Kingsize-Doppelbett liegt für einen Campervan ungewöhnlich hoch. Die Seitenfenster sind nämlich bereits kurz vor der Dachkante eingelassen. Foto: Westfalia
Die Collage zeigt links den Kleiderschrank unter dem Heckbett und rechts Stauraum in den Stufen zum Heckbett im Westfalia Columbus Liner.
Auch untypisch für die Bauart: Ein Kleiderschrank verbirgt sich unter der rechten Betthälfte. Um das hoch gelegene Bett zu erklimmen, stehen Stufen zur Verfügung, und natürlich hat Westfalia auch diese für Stauraum genutzt. Foto: Westfalia/Collage: AUTO ZEITUNG
Die Collage zeigt das Badezimmer des Westfalia Columbus Liner. Links das Bad in der Totalen, rechts das herausziehbare WC in seiner Nische.
Ebenso clever nutzt das Bad den Vorteil der XXL-Heckgarage und hohem Bett: Anstatt Schwenkwand gibts hier ein – wasserloses – WC auf Schienen, das bei Nichtgebrauch einfach hinter einem Rollo verschwindet, sowie … Foto: Westfalia/Collage: AUTO ZEITUNG
Das Klappwaschbecken in der Nasszelle des Westfalia Columbus Liner.
… ein Klappwaschbecken mit Ablagen drumherum. Stauraum gibts natürlich auch: Über dem WC ist eine Schublade in die Seitenwand eingelassen. Foto: Westfalia
Der herausziehbare Fahrradträger in der Heckgarage des Westfalia Columbus Liner.
Da die Heckgarage komplett vom Wohnraum getrennt ist, bleibt sie auch stets gleich groß. Hier passen dann sperrige Gegegnstände, Möbel oder sogar Fahrräder und Roller problemlos hinein. Foto: Westfalia

Preis: Westfalia Columbus Liner ab 83.900 Euro

Campervans kommen in aller Couleur: Es gibt sie mit Hubbetten, es gibt sie mit Heckbädern, es gibt sie mit ausgefallenen Sitzgruppen, aber mit Dachterrassen? Das findet man höchstens bei Expeditions-Bussen Marke Eigenbau oder dem ultrateuren Abenteuerbus einer Kleinstserien-Manufaktur. Oder ab Modelljahr 2027 von Westfalia.

Denn der wohl luxuriöseste Columbus in Firmengeschichte bietet sie als „Sky Lounge“ optional an. Um auf den gehobenen Standard des Campervans aufmerksam zu machen, erhält er nicht ein Standard-Grundrisskürzel, sondern nennt sich vollmundig Westfalia Columbus Liner. Als „Liner“ positioniert er sich natürlich etwas oberhalb des gewöhnlichen Campervan-Tarifs, ist mit 83.900 Euro Basispreis (Stand: Juli 2026) aber auch nicht in abgehobenen Luxus-Sphären unterwegs.

Die Basis stellt hier wie bei den übrigen Columbus-Modellen der Fiat Ducato – aber nicht ganz, wie man ihn von der Stange kennt. Den L4 mit 6,36 m Gesamtlänge kennt man natürlich, ungewöhnlich ist dagegen die Dachhöhe. Westfalia setzt nämlich augenscheinlich nicht auf das „Superhochdach“ von Fiat, sondern auf eine Eigenkonstruktion, die den Campervan auf 3,04 m Höhe bringt. Ein Leichtgewicht ist der Van daher nicht: 3400 kg bringt der Columbus Liner bereits leer auf die Waage, eine Auflastung auf 4250 kg ist daher Serie.

Wer den Columbus Liner in Person erleben möchte, hat auf dem Caravan Salon 2026 in Düsseldorf (28.08. – 06.09.) in Halle 4 (Stand B01) die Chance. Hier feiert der ungewöhnliche Campervan nämlich seine Publikumspremiere.

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Video: AUTO ZEITUNG

Innenraum: Drei-Ebenen-Konzept im XXL-Kastenwagen

Westfalia setzt nach eigener Aussage im Columbus Liner auf ein Drei-Ebenen-Konzept. Gemeint ist die angedeutete „Dreigeschossigkeit“ des Campervans: Die räumlich getrennte Heckgarage übernimmt sozusagen die Funktion des Kellers, der eigentliche Innenraum ist Ebene zwei mit allen wichtigen Wohnfunktionen und die optionale Sky Lounge sitzt als krönender Abschluss als dritte Ebene auf dem Dach.

Ansonsten bietet der Campervan dank Hochdach bis zu 2,98 m Stehhöhe, was nicht nur dem Raumgefühl zugutekommt, sondern auch für ordentlich Stauraum in der Vertikalen in Form von großflächigen Dachstauschränken sorgt. Und als Baureihen-Krönung darf natürlich auch der Sinn für das Schöne nicht fehlen, was sich in einer Mehrebenen-Beleuchtung und einem optisch sehr fein wirkenden Materialmix zeigt. Und ganz nach Schema-F ist der Wohnraum ebenfalls nicht aufgeteilt, sondern in Details auch abseits der optionalen Dachterrasse exotisch.

Die Sitzgruppe des Westfalia Columbus Liner mit Blick von schräg vorne.
Foto: Westfalia

Sitzgruppe

Sitzgruppen-Typ

Halbdinette

Sitzplätze/Gurtplätze

4 / 4

Bettenumbau

optional

Im Bug des Westfalia bietet sich zunächst ein gewohnter Anblick: Eine Halbdinette füllt den vorderen Wohnbereich des Columbus Liners aus. Da der Liner kein günstiger Einsteiger ist, dürfen die Polster auch gerne etwas plüschiger und fülliger ausfallen. Der terracotta-farbene Kunstlederbezug in unserer Bildergalerie ist optional. Serienmäßig dagegen ist Isofix: Beide Sitzplätze der Rückbank sind mit dem Kindersitz-Rückhaltesystem ausgestattet.

Küche

Küchenform

Seitenküche

Kochstellen/Befeuerung

2 / Gas; opt.: Induktion

Kühlschrankvolumen

90 l

Die feine Seitenküche mit vielen verschiedengroßen Soft-Close-Vollauszügen für Geschirr und Proviant steht ganz gewohnt auf der Beifahrerseite des Westfalia Columbus Liner. Ein Zweizonen-Induktionsherd ist optional, serienmäßig ist ein klassischer Gasherd. Stirnseitig ist ein 90-l-Kompressor-Kühlschrank, der für den aufgerufenen Preis sowie die üppige Deckenhöhe gerne auch eine Spur größer hätte ausfallen können.

Bad

Badtyp

Variobad

Frischwasser

95 l

Abwasser

100 l

Das Bad nutzt den Vorteil der XXL-Heckgarage und des hohen Betts clever aus: Anstatt einer Schwenkwand gibt es hier ein WC auf Schienen, das bei Nichtgebrauch einfach hinter einem Rollo verschwindet, sowie ein Klappwaschbecken mit Ablagen drumherum. Stauraum gibts natürlich auch: Über dem WC ist eine Schublade in die Seitenwand eingelassen. Das WC ist sogar serienmäßig wasserlos ausgeführt, hier kommt nämlich eine Clesana Trockentrenntoilette in die „Toilettengarage“.

Schlafplätze

Schlafplätze

2 – 3

Bettentyp / Maße

Heck: Kingsize-Doppelbett / 205 x 186 cm

Sitzgruppe: Einzelbett / 180 x 90 cm

Das längs eingebaute Kingsize-Doppelbett liegt für einen Campervan ungewöhnlich hoch. Die Seitenfenster sind nämlich bereits kurz vor der Dachkante eingelassen. Auch untypisch für die Bauart: Ein Kleiderschrank verbirgt sich unter der rechten Betthälfte. Um das hoch gelegene Bett zu erklimmen, stehen Stufen zur Verfügung, und natürlich hat Westfalia auch diese für Stauraum genutzt.

Gegen Aufpreis lässt sich die Rückbank zum Bett umklappen – dank patentiertem Mechanismus. Das verspricht gegenüber dem Standard-Umbau mehr Schlafkomfort und ein schneller aufgebautes Gästebett. Das Aufstelldach dient übrigens ausschließlich als Zugang zur Dachterrasse. Schlafplätze bietet es nicht, schafft aber geöffnet bis zu 90 cm Höhe über dem Heckbett.

Stauraum und Bordtechnik

Stauraum

Räumlich getrennte "XXL-Heckgarage", Dachstauschränke, Staufächer im Doppelboden und in Heckbett-Stufen, Kleiderschrank unter Heckbett

Bordbatterietyp / Kapazität

k. A.; opt.: Lithium / max. 540 Ah (Premium Paket)

Heizung

Diesel-Warmwasserheizung

Gaskasten

1 x 2,8 kg

Technische Ausstattung

Solarmodul (165 Wp)

Wechselrichter (3000 W)

Ladebooster (Landstrom & während Fahrt, je 80 A)

SkyBar-Espressomaschine (opt.)

Da die Heckgarage komplett vom Wohnraum getrennt ist, bleibt sie auch stets gleich groß. Hier passen dann sperrige Gegenstände, Möbel oder sogar Fahrräder und Roller problemlos hinein. Viele kleine Aufbewahrungs-Details im Wohnraum erweitern den Stauraum an Bord, so etwa auch kleine Fächer für Schuhe im Doppelboden des Schiebetürbereichs oder zehn Fächer in den Dachstauschränken.

Der Doppelboden hat aber auch eine weitere Funktion: warme Füße. Denn auch zwischen Fahrzeug- und Wohnraumboden verlaufen Leitungen der serienmäßigen Diesel-Warmwasserheizung. Daher fällt der Gasvorrat mit einer 2,8-kg-Flasche auch sehr überschaubar aus. Autarkie steht beim Columbus Liner hoch im Kurs, daher gibt es auch diverse Batteriepakete, die den Stromspeicher an Bord auf bis zu 540 Ah erhöhen.

Die Besonderheiten im Überblick

  • Mit der privaten Dachterrasse „Sky Lounge“ optional bestellbar.

  • Bis zu 2,98 m Stehhöhe im Wohnraum.

  • Serienmäßig mit Trockentrenntoilette.

Technische Daten des Westfalia Columbus Liner

Westfalia Columbus Liner

Basisfahrzeug

Fiat Ducato

Motor

2,2-l-Vierzylinder-Diesel

Leistung / Drehmoment

140 – 180 PS (103 – 132 kW) / 350 – 380 Nm

Getriebe

6-Gang-Schaltgetriebe; opt. 8-Stufen-Automatik

Zulässige Gesamtmasse

4250 kg

Optionale Auflastung

Maße (L / B / H)

6360 / 2050 / 3040 mm

Stehhöhe

2,98 m

Fazit

Braucht es eine Dachterrasse auf dem Campervan? Sicherlich nicht, doch wer sie hat, wird wohl auf den Ausblick aus luftiger Höhe nicht verzichten wollen. Doch der Columbus Liner hat dank cleverer Raumaufteilung auch Transporttalente und zeigt Kreativität beim Heckbett und im Bad. Dass die Auflastung auf 4250 kg bei der schieren Größe des Campervans unumgänglich ist, schränkt natürlich die Zielgruppe etwas ein, sorgt aber immerhin für über 800 kg Zuladung – so lässt sich mit dem riesigen Stauraumvolumen auch etwas anfangen.