Pannenstatistik 2020: Ursachen/Marken/Modelle ADAC nennt zuverlässigste und pannenanfälligste Modelle

von Christina Finke 10.05.2021
Inhalt
  1. AVD-Pannenstatistik: Das sind 2020 die häufigsten Ursachen
  2. ADAC verzeichnet Rückgang der Einsätze in der Pannenstatistik 2020
  3. Pannenstatistik des ADAC 2019: Ursachen sowie Marken & Modelle

Der AvD und der ADAC nennen in ihren Pannenstatistiken 2020 die Ursachen für liegengebliebene Fahrzeuge. Die Galerie zeigt die die Top- und Fop-Modelle der ADAC-Pannenstatistik 2020. Und: Das war die Auswertung der ADAC-Pannenstatistik 2019.

 

AVD-Pannenstatistik: Das sind 2020 die häufigsten Ursachen

Im Jahr 2020 waren laut der AvD-Pannenstatistik Defekte an Elektrik, Ladestrom und Zündung mit 43,2 Prozent die häufigste Pannenursache. Ihr Anteil an den Gesamtpannen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent an. Weit abgeschlagen auf Platz zwei und drei der Pannengründe: Lenkung, Fahrwerk und Bremsen (16,7 Prozent) sowie Motor und Auspuffanlage (13,5 Prozent). Im Bereich der Elektrik war laut AvD etwa zur Hälfte eine schwächelnde Starterbatterie für die Ausfälle zuständig. Deshalb sollten gerade Laternenparker:innen alle zwei bis drei Monate nach dem Ladestand der Batterie sehen. Bei der zweitkritischsten Baugruppe (Lenkung, Fahrwerk und Bremsen) galten besonders Reifen als Auslöser von Pannen – beispielsweise durch zu schnelles Überfahren von Bordsteinkanten oder wegen spitzer Gegenstände auf der Fahrbahn. Immer häufiger machen Luftfederungen Probleme, weil die Federbälge über die Jahre porös werden und die Luft dann daraus entweichen kann. Defekte an Motor und Auspuffanlage ließen sich besonders bei Dieseln mit Partikelfiltern auf übermäßige Kurzstreckenfahrten zurückführen. Daneben kamen verschleppte Zahnriemenwechsel und falsche Betankungen vor. Getriebeschäden verzeichneten laut AvD Pannenstatistik im Jahr 2020 einen leichten Rückgang, weil immer mehr Autos mit Automatikgetrieben geordert werden. Mehr zum Thema: Autobatterie im Winter – Pflege-Tipps

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ADAC verzeichnet Rückgang der Einsätze in der Pannenstatistik 2020

Der ADAC verzeichnet in seiner Pannenstatistik 2020 insgesamt 3,386 Millionen Einsätze von Straßenwachtfahrer:innen und Mobilitätspartner:innen. Das bedeutet einen Rückgang von knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die geringere Einsatzzahl entspricht in etwa dem Corona bedingt gesunkenen Verkehrsaufkommen und dem rückläufigen Pannenvolumen. Vor allem der erste Lockdown im Frühjahr 2020 ließ das Verkehrsaufkommen auf deutschen Autobahnen kurzzeitig um fast 50 Prozent zurückgehen. Die Tage mit den wenigsten Einsätzen waren laut ADAC-Pannenstatistik allesamt Sonntage im ersten Lockdown: 29. März (3352 Einsätze), 12. April (3635 Einsätze) und 22. März (3865 Einsätze). Pannenstärkster Tag vor dem Lockdown war dagegen der 2. Januar 2020 mit rund 18.000 Pannenhilfe-Einsätzen. Im Schnitt konnten die Pannenhelfer:innen des ADAC pro Tag durchschnittlich 9250 havarierten Fahrzeugen und ihren Fahrer:innen helfen. Wie in den Jahren zuvor war die Batterie mit 46,3 Prozent die häufigste Pannenursache – das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Nach Auswertungen des ADAC ist auch das Corona-bedingt. Die längeren Standzeiten der Autos während der Lockdowns im Frühling und Herbst 2020 sind demnach ursächlich für die Häufung der Batterie-bedingten Pannen. Danach folgen wie in den Jahren zuvor Pannen durch Motor und Motormanagement mit 15,9 Prozent und sonstige Ursachen wie Karosserie, Lenkung oder Fahrwerk mit 14,2 Prozent. Welche Modelle am zuverlässigsten sind und wo es häufiger zu Pannen kommt, zeigt die Galerie.

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Pannenstatistik des ADAC 2019: Ursachen sowie Marken & Modelle

  • 3.756.226 Mal sind die 1750 Straßenwachtfahrer:innen 2019 zu Einsätzen ausgerückt, wie die Ergebnisse der ADAC-Pannenstatistik 2019 zeigen. Hauptsächlich – in 41,8 Prozent der Fälle – hatten die Gelben Engel dabei mit defekten Batterien als Ursache zu tun. Insgesamt wurden 113 Baureihen von 25 Marken untersucht, um herauszufinden, welches Fabrikat wie anfällig ist. Die AUTO ZEITUNG nennt die häufigsten Pannenursachen sowie die zuverlässigsten Marken und Modelle.

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  • Neben defekten Batterien weist die ADAC-Pannenstatistik 2019 auch das Motormanagement (17,4 Prozent) als eine der häufigsten Ursachen für eine Panne aus. Knapp ein Viertel aller Pannen hatte seine Ursache demnach in Fehlern der Karosserie, Bremsen, des Fahrwerks, des Anlassers und der Beleuchtung. Auffällig ist zudem der steigende Anteil an Reifenpannen, der in der ADAC-Pannenstatistik 2019 erstmals über sieben Prozent liegt. Der Automobilclub vermutet, dass der Trend zu Pannensets, also sogenannten Repair-Kits, statt Ersatz- beziehungsweise Noträdern viele Fahrer:innen dazu veranlasst, die Pannenhilfe zu rufen, statt den Reifen selbst zu wechseln. Bei der Dauerbrenner-Pannenursache Batterie zeigte eine Aufstellung nach Erstzulassungsjahr, dass sich Pannen zwischen dem fünften und sechsten "Lebensjahr" des Energiespeichers häufen. Und bei einem Fahrzeugalter von elf Jahren pendeln sich diese Pannen auf hohem Niveau ein. Jedoch bleiben auch viele junge Fahrzeuge bereits mit leerer oder defekter Batterie liegen. Der ADAC sieht den Grund dafür in der Überlastung des Akkus durch zahlreiche elektrische Verbraucher und ein unzureichendes Batteriemanagement.

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  • Die gute Nachricht direkt vorweg: Von den gelisteten 113 Modellreihen weist die ADAC-Pannenstatistik 2019 nur 18 als unzuverlässig aus. Allerdings sind auch nur 37 Fahrzeugentwicklungen dem Automobilclub zufolge besonders zuverlässig. Untersucht wurden Marken und Modelle, von denen deutschlandweit mindestens 7000 Exemplare pro Jahr angemeldet waren. Konstant besser als der Durchschnitt waren etwa der Toyota Aygo, Mini, die Mercedes A-Klasse und der BMW X3. Und bei den Problemfällen zeigte sich, dass keine Baureihe in allen Jahren schlecht ist. In der ADAC-Pannenstatistik 2019 war jedoch der 2011er Kia Ceed und bei den ganz jungen Fahrzeugen weiterhin der Nissan Qashqai mit einer überdurchschnittlich hohen Pannenhäufigkeit. Bei den älteren Autos tat sich der Toyota Yaris hervor, der mit zehn Jahren und mehr immer noch zuverlässig fährt.

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