Unfallhelfer Warndreieck: Tipps zum Einsatz und Kauf

Warndreieck
Ein Warndreieck erhöht die Sicherheit an der Unfallstelle
Inhalt
  1. Warndreiecke – die Unterschiede
  2. Ein Warndreieck kaufen – aber das passende
  3. Warndreieck richtig aufstellen - so geht es

Vorsicht, Unfallstelle: Das Warndreieck versteht jeder Verkehrsteilnehmer. Doch liegt auch das richtige Modell im Kofferraum? Tipps und Fakten.

Bei diesem Thema gibt es kein Wenn und Aber: Jeder Autofahrer ist gemäß §53a der Straßenverkehrsordnung zur Mitführung eines Warndreieckes verpflichtet. Der Nutzen ist klar: Wer andere Verkehrsteilnehmer auf einen Unfall hinweist, vermeidet Folgeunfälle. Kfz-Halter, die kein Warndreieck mitführen, riskieren ein Bußgeld von 15 Euro – und können für alle Schäden haftbar gemacht werden, die sich aus der unzureichenden Sicherung einer Unfallstelle ergeben können.

Warndreiecke sind nicht teuer und können am besten online, aber auch in Baumärkten und an Tankstellen erworben werden. Allerdings ist die Auswahl beim Kauf überraschend groß. Was sind die Unterschiede, und wieso kosten manche Modelle das Doppelte der günstigen Ausführungen? Worauf ist generell zu achten?

 

Warndreiecke – die Unterschiede

Auf den ersten Blick ähneln sich die verschiedenen Warndreiecke sehr: Drei rote Balken, zu einem Dreieck zusammengefügt, rötlich reflektierend – und das Ganze auf einem Standfuß zum Aufstellen. Im Regelfall lassen sich die Warndreiecke platzsparend zusammenfalten und bequem im Kofferraum verstauen. Das Modell sollte in jedem Fall der StVZO und der zugehörigen EU-Norm entsprechen.

Hierfür gibt es die sogenannte ECE-Vorschrift R27. Diese schreiben Mindestwerte für die Leuchtkraft und Sichtbarkeit der Warndreiecke vor, bestimmen aber auch die Standfestigkeit: So muss ein nach ECE genormtes Warndreieck auch bei Windgeschwindigkeiten von 60 km/h mindestens drei Minuten sicher und von alleine stehen können. Problematisch: ECE-Werte werden im Regelfall im Labor ermittelt und entsprechen daher nicht immer den alltäglichen Bedingungen. Ein Warndreieck mit ECE-Abnahme ist dennoch zu empfehlen.

Dies bieten oft auch die günstigsten Produkte – aber nicht alle. Ein genauer Blick lohnt sich daher. Von Billigprodukten ist bei Warndreiecken allerdings eher abzuraten, immerhin geht es bei einem Unfall um die eigene Sicherheit. So bieten hochwertige Warndreiecke zum Beispiel unterschiedlich beschichtete Seiten. Eine auffällige Neon-Seite für den Tag und eine stark reflektierende Seite für die Nacht. Auch ein stabiler Standfuß ist wichtig. Das schönste Warndreieck nützt nichts, wenn der Windzug des ersten vorbeifahrenden Lkws das Dreieck umwirft.

 

Ein Warndreieck kaufen – aber das passende

Einen Überblick über die Preise, Ausführungen und Unterschiede liefern die folgenden Modelle, die bei Amazon-Kunden gut ankamen.

 

Warndreieck richtig aufstellen - so geht es

Das richtige Warndreieck ist gekauft und im Auto verstaut. Doch wie es im Ernstfall korrekt aufzustellen?

Das Warndreieck wird – außerhalb der Gefahrenzone! – aus der Verpackung entnommen. Um ein späteres Vergessen des Warndreiecks zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Verpackung zum Beispiel auf den Beifahrersitz zu legen. Am äußersten Fahrbahnrand entlang gehend, wenn vorhanden, hinter der Leitplanke, stellt man das Warndreieck nun in angemessenem Abstand auf. Wenn vorhanden, ist eine Warnweste zu tragen – diese ist auch in vielen Ländern bereits Vorschrift. Beim Abstand des Warndreiecks zum Unfallort gelten folgende Faustregeln:

  • ca. 50 Meter vom Unfallort, innerorts
  • ca. 100 Meter vom Unfallort, bei schnellem Verkehr
  • ca. 150 bis 400 Meter vom Unfallort auf Autobahnen (der ADAC empfiehlt 200 Meter)
  • ist der Unfall hinter einer Kuppe oder einem Hügel, ist das Warndreieck VOR dem Sichthindernis aufzustellen

Beim Aufstellen sollten Wind und Böen von vorbeifahrenden Fahrzeugen berücksichtigt werden, damit das Warndreieck nicht umkippt. Zur Schätzung der Entfernung auf der Autobahn können die Leitpfosten genutzt werden: Diese sind auf Autobahnen 50 Meter voneinander entfernt.

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