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Alle Tests zum Nissan Ariya

Neuer Nissan Ariya (2022): Erste Testfahrt Elektro-SUV Ariya im Fahr-Check

Sven Kötter 23.03.2022
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit dem neuen Nissan Ariya (2022)
  2. Neuer Nissan Ariya (2022) mit sicherem Fahrverhalten
  3. Lade-Test mit dem neuen Nissan Ariya (2022) noch nicht möglich
  4. Neuer Nissan Ariya (2022) bietet viel Platz
  5. Technische Daten des neuen Nissan Ariya (2022)

Für die erste Testfahrt mit dem neuen Nissan Ariya (2022) geht es auf eine abgesperrte Strecke in Spanien. Der Crossover trifft bei seinem Marktstart auf starke Konkurrenten wie VW ID.5 oder Kia EV6. Das sind seine Stärken und Schwächen!

Endlich: Die erste Testfahrt im neuen Nissan Ariya (2022) steht an – knapp zwei Jahre nach der Präsentation. Er ist nicht weniger als der Hoffnungsträger der Marke, die einst mit dem Nissan Leaf Vorreiter war. Der Wind im Elektro-Business weht mittlerweile rauer und die Konkurrenz wächst fast täglich. Wir nehmen in einem Vorserienmodel Platz – dem zukünftigen Basismodell mit Vorderradantrieb und kleinster Batterie, die 63 kWh fasst. Der aufgeräumte und mit schicken Details gespickte Innenraum macht allerdings sehr schnell deutlich, dass Basis keine Magerkost bedeutet. Die Sitze gefallen mit gutem Komfort und das elektrisch verstellbare Lenkrad mit seinem großen Verstellbereich. Die Sitzposition ist SUV-typisch hoch, die Rundumsicht wegen der massiven C-Säule allerdings eingeschränkt. Abhilfe schafft im neuen Nissan Ariya (2022) ein digitaler Rückspiegel sowie eine 360-Grad-Kamera. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Erste Testfahrt mit dem neuen Nissan Ariya (2022)

Die erste Testfahrt im neuen Nissan Ariya (2022) findet aufgrund der noch fehlenden Straßenzulassung auf abgesperrter Strecke statt. 160 kW (218 PS) und 300 Newtonmeter Drehmoment fallen über die Vorderachse her. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn der Ariya kämpft bei widrigen Bedingungen vom Start weg mit Traktionsproblemen. Abhilfe würde der e-4orce-Allradantrieb schaffen, der das Drehmoment situativ auf die einzelnen Räder portionieren kann – wie gut das funktioniert, haben wir in einem Prototyp kennenlernen dürfen, der die Technik unter einer Leaf-Hülle trägt. Doch zurück zum neuen Nissan Ariya (2022), dessen 4,60 Meter lange Karosserie wir mit Frontantrieb bewehrt über die Rennstrecke zirkeln. Die Lenkung wirkt zwar synthetisch, passt aber zum Fahrgefühl, das stark vom One-Pedal-Drive geprägt ist – wenn denn gewünscht und aktiviert. Es ist ein neuartiges Fahren, das typisch für E-Autos ist: ansatzlos und mit minimalem Bedienaufwand.

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Neuer Nissan Ariya (2022) mit sicherem Fahrverhalten

Die Leistung des neuen Nissan Ariya (2022) reicht auf der ersten Testfahrt aus. Die 160 kW (218 PS) reißen keine Bäume aus, garantieren aber stets genügend Durchzugskraft, wenn benötigt. Das Fahrverhalten profitiert vom niedrigen Schwerpunkt, ist aber untersteuernd und sehr sicher ausgelegt. Eine Aussage zum Fahrkomfort lässt sich nicht abschließend treffen, da die Rennstrecke von Jamaras nahe Madrid mit perfektem Teer gesegnet ist. Grobe Verwerfungen oder Querfugen muss der Ariya, der übrigens stets mit einem konventionellen Fahrwerk ausgestattet ist, diesmal nicht fürchten. Eindeutig hervorzuheben ist der Geräuschkomfort, den im neuen Nissan Ariya (2022) auch kein Knirschen oder Knarzen der Vorserie trübt.

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Lade-Test mit dem neuen Nissan Ariya (2022) noch nicht möglich

Apropos Vorserie: Leider funktionieren zahlreiche Funktionen des neuen Nissan Ariya (2022) bei unserer ersten Testfahrt noch nicht. Besonders gefreut hatten wir uns auf die elektrisch verschiebbare Mittelkonsole, deren gut erreichbaren Tasten allerdings keinerlei Bewegung bewirken. Auch ein umfassender Test des Infotainments mit Amazon Alexa-Integration und Over-the-Air-Updatefähigkeit war noch nicht möglich. Gleiches gilt auch für die Erprobung des Ladevorgangs. 130 kW maximale Ladeleistung am CCS-Gleichstrom-Schnelllader klingt zunächst wenig zeitgemäß, Nissan betont allerdings, dass man mehr Wert auf eine ausdauernde Ladekurve als auf kurzzeitige Spitzenwerte gelegt hat. 80 Prozent sind je nach Batteriegröße in 35 bis 40 Minuten nachgeladen – verspricht das Datenblatt. Beim Wechselstrom-Laden sind dank dreiphasigem Onboard-Lader bis zu 22 kW Ladeleistung möglich. Zum "Nachtanken" muss der neue Nissan Ariya (2022) mit kleiner Batterie  nach WLTP-Zyklus geschätzt nach spätestens 360 Kilometern, mit dem großen 87-kWh-Akku sollen 500 Kilometer möglich sein. Ist der Allradantrieb an Bord, fällt die Reichweite um rund 40 Kilometer niedriger aus.

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Neuer Nissan Ariya (2022) bietet viel Platz

Zu guter Letzt schwingen wir uns noch auf die Rückbank des neuen Nissan Ariya (2022), wo wir gute Platzverhältnisse vorfinden – trotz abfallender Dachlinie und großem Panoramaglasdach. Einziger Kritikpunkt: Die Füße finden nur mit Nachdruck unter den Vordersitzen Platz. Der 468 Liter große Kofferraum hat zwar eine hohe Ladekante, punktet beim Fronttriebler aber mit cleveren Fächern im Unterboden, deren Abdeckung mit einem Handgriff zur massiven Trendwand wird. Kund:innen, die zum Allradmodell greifen, müssen auf diese Fächer verzichten, was das Stauvolumen auf 415 Liter begrenzt. Einen Frunk sucht man übrigens in allen Versionen des neuen Nissan Ariya (2022) vergeblich. Die Preise sollen zeitnah kommuniziert werden, rund 47.000 Euro für den Einstieg in die Ariya-Welt erscheinen realistisch.

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Technische Daten des neuen Nissan Ariya (2022)

AUTO ZEITUNG 08/2022Nissan Ariya 2WD 63 kWh
Technische Daten
Motorfremderregte Synchronmaschine
Getriebe/AntriebKonstantübersetzung; Vorderrad
Gesamtleistung160 kW/ 218 PS
Max. Drehmoment300 Nm
Batterie-Kapazität63 kWh
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4595/1850/1660 mm
Leergewicht/Zuladungca. 1800 kg/n.b.
Kofferraumvolumen468 bis n.b. l
Fahrleistungen (Werksangaben)
Beschleunigung (0-100 km/h)7,5 s
Höchstgeschwindigkeit160 km/h
Verbrauch auf 100 kmn.b.
Reichweite500 km (geschätzt)
Kaufinformationen
Basispreis (Testwagen)n.b.
MarktstartSommer 2022

Sven Kötter Sven Kötter
Unser Fazit

Der neue Nissan Ariya (2022) weiß auf der ersten Testfahrt mit seinem unaufgeregten Charakter zu gefallen. Er erfindet das Elektroauto nicht neu, bereichert das Segment der E-SUV aber um einen schicken und hochwertigen Allrounder. Schwer haben dürfte es allerdings der Nissan Qashqai, der im direkten Vergleich nicht nur technisch alt aussieht.

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