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Ford Mustang Mach-E GT (2021): Testfahrt Im neuen Mach-E GT auf erster Testfahrt

von Klaus Uckrow 22.10.2021
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021)
  2. Unharmonisches Fahrwerk: Neuer Ford Mustang Mach-E GT (2021)
  3. Starke Beschleunigung im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021)
  4. Neuer Ford Mustang Mach-E GT (2021) stets sicher
  5. Technische Daten des neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021)

Das stärkste Elektro-Pony im Stall, der neue Ford Mustang Mach-E GT (2021) steht für eine erste Testfahrt bereit: Kann der Elektro-Crossover mit dem großen Namen überzeugen?

Ford legt bei seiner ersten reinen Elektro-Baureihe nach und schickt uns auf eine erste Testfahrt: Den Mustang Mach-E gibt es ab sofort nicht nur in Leistungsstufen von 269 bis 351 PS mit Allrad- oder Heckantrieb, sondern auch als neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) mit 487 PS und einem bärenstarken Drehmoment von bis zu 860 Newtonmeter. Bei dem Elektro-Sportler ist Allradantrieb und das MagneRide-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern serienmäßig. So ausgestattet sprintet der GT in 3,7 Sekunden auf Tempo 100, die Spitze ist auf 200 km/h begrenzt. Die "Extended Range"-Batterie hat eine nutzbare Kapazität von 88 kWh, was einer Brutto-Kapazität von 98,7 kWh entspricht. Das ermöglicht Reichweiten von bis zu 500 Kilometer (WLTP). Die Preise des nur online bestellbaren neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) starten bei 72.900 Euro (Stand: Oktober 2021). Mehr zum Thema: Das ist der Ford F-150 Lightning

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Erste Testfahrt im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021)

Bereits vor Antritt der ersten Testfahrt stellen wir fest, dass die Karosserie des neuen Mustang Mach-E GT (2021) der aller Mach-E entspricht. Bis zu fünf Insass:innen finden in der 4,71 Meter langen Karosserie reichlich Platz. Der Standard-Laderaum erreicht 402 Liter. Werden die Rücksitze nach vorne geklappt, stehen sogar bis zu 1420 Liter zur Verfügung. Zusätzlich findet sich ein 100 Liter großer Laderaum unter der vorderen Haube – ideal, um hier beispielsweise die Ladekabel zu verstauen. Serienmäßig ist der Mach-E GT mit Sportsitzen ausgerüstet. Die Sitzfläche ist etwas zu weich geraten, Passform und Schulterabstützung stimmen aber – über fehlende Seitenabstützung kann man sich jedenfalls nicht beklagen. Die Bedienung erfolgt über einen 15,5 Zoll großer Touchscreen im Hochformat. Hier sind wichtige Menüs wie etwa die Auswahl der vier möglichen Fahrmodi erst nach einem Klick zu erreichen. Die Sprachsteuerung SYNC 4 funktioniert dafür tadellos. Die Verarbeitung wirkt höherwertiger als im normalen Mach-E und hinterlässt einen insgesamt guten Eindruck. Die Ausstattung des neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) mit Klimaautomatik, 20-Zöllern und Premium-Soundsystem ist erstklassig.

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Unharmonisches Fahrwerk: Neuer Ford Mustang Mach-E GT (2021)

Der:die Fahrer:in hat im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) die Auswahl zwischen vier Fahrmodi "zahm", "aktiv", "temperamentvoll" und "temperamentvoll Plus". Letzterer schaltet alle elektronischen Helfer wie das ESP und die Traktionskontrolle aus und soll nur auf einer abgesperrten Rennstrecke verwendet werden. Bei unserer ersten Testfahrt in Kroatien war dieser Modus deaktiviert. Der Unterschied zwischen "zahm" und "temperamentvoll" ist besonders bei der Reaktion des Fahrpedals auf Beschleunigungs-Befehle spürbar. Auch die Lenkung strafft sich etwas. Beim Fahrkomfort waren auf den schlechteren Straßen im Hinterland von Istrien keine so großen Unterschiede spürbar. Die Abstimmung zwischen der hart eingestellten Federung und den Dämpfern wirkt nie sehr harmonisch, so dass die Karosserie auf welliger Fahrbahn ständig in Bewegung ist. Ähnliches war auch bei anderen Mach-E mit Allradantrieb und adaptiven Dämpfern zu spüren. Dafür überzeugt der neue Ford Mustang Mach-E GT (2021) mit einem tadellosen Geräuschkomfort: Er ist einfach sehr leise.

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Starke Beschleunigung im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021)

Das Zusammenspiel zwischen den beiden Elektromotoren an den Achsen und dem stufenlosen Automatikgetriebe funktioniert auf der ersten Testfahrt im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) bestens. Der Ford beschleunigt ohne Verzögerung blitzartig und mit aller Macht. Die Insass:innen werden regelrecht in die Sitze gedrückt.  Auch das Laden erfolgt zeitgemäß schnell: An einer Schnellladesäule mit 150 kW Leistung kann das Crossover in zehn Minuten genug Energie für weitere 99 Kilometer tanken. Für den Aufladevorgang von zehn auf 80 Prozent des Batteriespeichers vergehen mit dem neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) nur 45 Minuten.

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Neuer Ford Mustang Mach-E GT (2021) stets sicher

Der Allradantrieb des neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) ist leicht hecklastig ausgelegt. Das ermöglicht in schnell gefahrenen Kurven ein automatisches Einlenken des Hecks, wie die erste Testfahrt zeigt. Im Modus "temperamentvoll" verstärkt sich dieser Effekt noch. Allerdings grätscht das ESP relativ frühzeitig ein. In scharfen Kurven wird die Vorderachse stark eingebremst und der rund 2,1 Tonnen schwere Ford rutscht über die Vorderräder. Generell liegen die Talente des Ford eher in der Längs- als in der Querdynamik. Das Arsenal an Sicherheitsassistenten ist im neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021) mehr als komplett.

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Technische Daten des neuen Ford Mustang Mach-E GT (2021)

AUTO ZEITUNG 23/2021Ford Mustang Mach-E GT
Technische Daten
Motor2 E-Motoren
GetriebeKonstantübersetzung;
Allrad
Gesamtleistung358 kW/487 PS
Max. Drehmoment860 Nm
Batterie-Kapazität88 kWh (netto)
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4713/1881/1625 mm
Leergewicht/Zuladung2273/k.A. kg
Kofferraumvolumen402 - 1420 l
(+ 100 l vorne)
Fahrleistung
Beschleunigung (0-100 km/h)3,7 s
Höchstgeschwindigkeit200 km/h
Verbrauch auf 100 km (WLTP)20 kWh
Reichweite elektrisch (WLTP)500 km
Kaufinformationen
Basispreis (Serienmodell)72.900 Euro
MarktstartHerbst 2021

von Klaus Uckrow von Klaus Uckrow
Unser Fazit

Der neue Ford Mustang Mach-E GT (2021) trägt den Namen des Ponycars zurecht: Seine Leistungsdaten überzeugen und er vermittelt auf der ersten Testfahrt jede Menge Fahrspaß. Ausstattung und Verarbeitung sind dem recht hohen Preis angemessen. Bei der Fahrwerksabstimmung gibt es aber noch Nachholbedarf.

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