Vorstellung

MG S9 PHEV: Das ist der Preis des Plug-in-Hybrid mit sieben Sitzen

Größer geht es bei MG aktuell nicht: Der MG S9 PHEV ist das aktuelle SUV-Flaggschiff des chinesisch-britischen Autobauers, kommt mit bis zu sieben Sitzplätzen, aber lediglich einem Plug-in-Hybridantrieb. Der Preis ist bei knapp unter 45.000 Euro festgesetzt.

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Der MG S9 PHEV statisch von schräg vorne links.
Mit einer Länge von 4,98 m zählt der MG S9 schon zur Oberklasse, bleibt aber mit knapp unter 45.000 Euro für die Basis auf preislichem Mittelklasse-Niveau. Foto: MG
Der MG S9 PHEV statisch von schräg hinten links.
Das Design kaschiert die Größe dabei gekonnt: Der S9 wirkt gar nicht wie ein Fünf-Meter-Auto, sondern deutlich kompakter. Foto: MG
Das Cockpit des MG S9 PHEV.
Im Cockpit setzt MG auf volldigitale Instrumente, einen daran angegliederten Zentralbildschirm sowie ein Mischung aus Touchbedienung und physischen Tasten. Foto: MG
Seitlicher Blick auf die Vordersitze im MG S9 PHEV.
Die Ausstattung fällt recht umfangreich aus, der achtfach elektrisch verstellbare Fahrersitz oder das Panorama-Glasdach sind bereits beim Einstiegsmodell Comfort Serie. Foto: MG
Seitlicher Blick auf die Rücksitze des MG S9 PHEV.
Mitreisende in Reihe zwei profitieren von 2,92 m Radstand. Foto: MG
Blick in den geöffneten Kofferraum des MG S9 PHEV mit aufgestellter Rückbank.
Das Kofferraumvolumen reicht von 332 l bei sieben Sitzplätzen bis 2093 l bei umgeklappter zweiter und dritter Sitzreihe. Foto: MG
Der MG S9 PHEV fahrend von schräg vorne links.
Bis zu 299 PS (220 kW) Systemleistung bringen den leer immerhin 2235 kg schweren Siebensitzer in Fahrt – aber nur über die Vorderachse, Allradantrieb gibt es aktuell nicht. Foto: MG
Der MG S9 PHEV fahrend von schräg hinten links.
Über 1000 km Gesamtreichweite verspricht MG, bis 65-l-Tank und 23,2-kWh-LFP-Akku komplett erschöpft sind. Die rein elektrische Reichweite liegt nach WLTP-Messung bei exakt 100 km. Foto: MG

Preis: MG S9 PHEV ab 44.990 Euro

Trotz 4,98 m Außenlänge, und damit schon im Oberklasse-Territorium, bleibt der MG S9 PHEV preislich ein Mittelklässler. Das SUV ist bereits ab 44.990 Euro in der Version Comfort erhältlich. Diese ist bereits recht umfangreich ausgestattet, bietet etwa das Panorama-Glasdach, den achtfach elektrisch verstellbaren Fahrersitz und sieben Sitzplätze serienmäßig. Wer dennoch etwas mehr Ausstattung verlangt, bekommt diese mit dem S9 Premium für 48.790 Euro (Alle Preise: Stand Juli 2026).

Eine lange Aufpreisliste gibt es beim Plug-in-Hybrid-SUV nicht, sämtliche Komfort- und Technikausstattung ist bereits in den zwei Ausstattungslinien inkludiert. Lediglich die vier angebotenen Sonderfarben Black Pearl, Sterling Silver, Camden Grey und Gloucester Green kosten gegenüber der Standardfarbe Oxford White Aufpreis (je 890 Euro).

Der MG S6 im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: Nur als PHEV mit 299 PS im Angebot

Noch einfacher hält es MG bei den Antrieben des S9, denn hier gibt es nur einen. Der Plug-in-Hybridantrieb des SUV setzt sich aus einem turbogeladenen 1,5-l-Benziner mit 142 PS (105 kW) und einem Synchron-E-Motor mit 170 kW (231 PS) zusammen. Das Zusammenspiel beider Motoren bringt über ein Einstufen-Automatikgetriebe bis zu 299 PS (220 kW) Systemleistung und maximal 390 Nm über die Vorderachse auf die Straße, Allradantrieb gibt es aktuell nicht.

Dennoch darf der Plug-in-Hybrid bis zu 2000 kg gebremst an den Haken nehmen. Ungebremst sinkt die Anhängelast des SUV auf die marktüblichen 750 kg.

Über 1000 km Gesamtreichweite verspricht MG, bis 65-l-Tank und 23,2-kWh-LFP-Akku (netto) komplett erschöpft sind. Die rein elektrische Reichweite liegt nach WLTP-Messung bei exakt 100 km. An der heimischen Wechselstrom-Wallbox (AC) lädt die Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit maximal 11 kW Ladeleistung in knapp drei Stunden, zum Gleichstromladen trifft die SAIC-Tochter keine Aussage. Dafür ist aber bidirektionales Laden (V2L) serienmäßig verfügbar.

Exterieur: Knapp fünf Meter langes SUV

Die Dimensionen lesen sich ganz klar nach Oberklasse: Der MG S9 PHEV ist 4,98 m lang, 1,97 m breit und 1,78 m hoch. Damit rückt der MG dem brandneuen BMW X5 bis auf einen Zentimeter auf die Pelle – wobei dieser bereits als Benziner mehr als das doppelte des MG S9 kostet.

Optisch hält sich MGs Oberklässler dagegen trotz weit aufgerissenem Kühlermaul zurück. Die recht großen Fensterflächen und die um die Ecke schauenden Voll-LED-Scheinwerfer lassen das SUV graziler wirken, als es tatsächlich ist. Die Linienführung bleibt sachlich, setzt eher auf Rundungen statt harter Kanten und mündet am Heck in eine durchgehende LED-Leiste mit nach oben geschwungenen Abschlüssen zu beiden Seiten. Der britische Chinese möchte niemanden mit aufgesetzter Sportlichkeit oder Pseudo-Offroadoptik hinters Licht führen, sondern setzt auf Eleganz. Dennoch kommen die Designer:innen auch hier nicht um falsche Auspuffblenden im Heckstoßfänger oder den ein oder anderen Lufteinlass ohne aerodynamische und kühlende Funktion herum.

Nicht nur das Design lässt ihn schlank wirken, er ist es im direkten Vergleich zur Konkurrenz sogar. Mit einem Leergewicht von 2160 kg ist der MG S9 PHEV trotz Plug-in-Hybridantrieb sogar leichter als ein fast gleichgroßer Benziner-X5 und unterbietet auch die direkten Kontrahenten wie den Mazda CX-80 PHEV, wenngleich auch nur um wenige Kilos.

Interieur: Bereits in der Basis gut ausgestattet

Das Cockpit des MG S9 PHEV.
Foto: MG

Wie zu Beginn erwähnt, ist der MG S9 PHEV insbesondere im Innenraum bereits in der Basis Comfort sehr gut ausgestattet. Das betrifft zunächst einmal die Sitzkonfiguration: Sieben Plätze gibt es ausstattungsunabhängig serienmäßig für das Hybrid-SUV. Genauso ist der achtfach elektrisch verstellbare Fahrersitz Standard. Die Sitzheizung in Reihe eins ist ebenfalls immer an Bord, mit der Ausstattungslinie Premium kommen Sitzbelüftung und Massagefunktion hinzu. Zudem ändern sich die Polster: Während das Gestühl im S9 Comfort mit Stoff überzogen ist, kommt im Premium ein Kunstlederbezug zum Einsatz, optional (650 Euro) auch in Beige und inklusive Cockpit-Holzdekor statt im schwarzen Standard-Look.

Ansonsten ist das Interieur weitestgehend identisch: Der MG S9 setzt stets auf eine Mischung aus physischen Tasten und Touchbedienung über das 12,3-Zoll-Zentraldisplay. Direkt daran angegliedert ist der identisch große Digitaltacho. Kabellose Smartphone-Connectivity über Apple CarPlay oder Android Auto beherrscht der Siebensitzer ebenfalls serienmäßig, die Dreizonen-Klimaautomatik ist auch aufpreislos an Bord. Der Premium erweitert das Interieur noch um eine Bose-Soundanlage sowie eine kabellose Ladeschale für Smartphones.

Das Kofferraumvolumen gibt MG mit mindestens 332 l bei sieben Sitzplätzen und maximal 2093 l bei umgeklappter zweiter und dritter Sitzreihe an. Wer den S9 PHEV als Fünfsitzer mit zwei stehenden Reihen nutzt, erhält stattliche 1026 l Stauraum.

Assistenzsysteme: Volles Programm serienmäßig

Im MG S9 PHEV kommt jedes Fahrassistenzsystem, das das „MG Pilot“-Paket kennt, serienmäßig zum Einsatz. Dazu zählen neben adaptiver Tempo- und Abstandsregelung (ACC) oder Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrradfahrer-Erkennung auch Fernlichtassistent, Geschwindigkeitsassistent, Stauassistent, Spurverlassenswarnung samt Spurhalte- und Spurwechselassistent, Totwinkel-Überwachung oder Querverkehrswarnung hinten. Auch Heck- wie Frontkollisionswarner und Türöffnungswarner sind Standard.

Beim Einparken werden Fahrer:innen zudem von einer 360-Grad-Kamera sowie Einparkhilfe vorne und hinten unterstützt. Automatisierte Parkmanöver beherrscht der Teilzeitstromer dagegen nicht.

Fahreindruck: So fährt die komfortable Familienkutsche MG S9 PHEV

Der MG S9 PHEV ist nicht frei von Schwächen, aber mimt konsequent die komfortable Familienkutsche und ist dabei preislich kaum zu schlagen. Runde Sache, MG! Von Max Grigo

Fazit

Der MG S9 PHEV ist allein von seinen Dimensionen her ein Oberklässler. Preislich spielt er eine Liga darunter in der Mittelklasse – kommt aber mit unter 45.000 Euro Basispreis auch in Schlagweite einiger Kompakt-SUV. Sein Trumpf ist neben dem üppigen Platzangebot mit serienmäßig sieben Sitzplätzen vor allem die All-Inclusive-Ausstattung. Dass nur ein einziger Antrieb, und dieser dann auch nur mit Vorderradantrieb, zur Verfügung steht, schmälert die Zielgruppe zwar etwas ein, mit 100 km E-Reichweite ist er aber dennoch eine preisgünstige Alternative zum vollelektrischen Familienauto – und vielen Verbrennern.