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Ausblick

Jaguar Type 01 zeigt Interieur: Das sind die inneren Werte

Der künftige Jaguar Type 01 spricht eine komplett neue Designsprache, sowohl für die Karosserie als auch für das Interieur. Die ersten Bilder der elektrischen Großkatze verortet sie zwischen Superluxus und Minimalismus.

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Der Jaguar Type 01 als Serienmodell illustriert, gezeigt wird es von schräg vorne.
Erst 2027 kommt der Jaguar Type 01 auf den Markt – unsere Computer-Illustration zeigt aber schon jetzt, wie der viertürige Elektro-GT als Serienmodell aussehen dürfte! Foto: Arvavarii
Cockpit des Jaguar Type 01, fotografiert von hinten.
Das Cockpit des Jaguar Type 01 kommt völlig ohne Instrumente und mit nur wenigen physischen Tasten aus. Foto: Jaguar
Vordersitze des Jaguar Type 01, fotografiert von vorne.
Die Mittelkonsole erstreckt sich bis zum Kofferraum und birgt versteckten Stauraum und Funktionen, die das Leben an Bord angenehmer machen. Foto: Jaguar
Türtafel des Jaguar Type 01, fotografiert von der Seite.
Die springende Großkatze ist an manchen Stellen im Innenraum und auch außen zu sehen. Ansonsten muss ein schlichter Schriftzug genügen, um den Type 01 als Jaguar zu identifizieren. Foto: Jaguar
Die Studie Jaguar Type 00, einmal von vorne und einmal in der Rückansicht.
Präsentiert wurde die zugehörige Studie noch mit dem Namen Type 00 Ende 2024 in den Farben „Miami Pink“ und „London Blue“. Das wirft die Frage auf, ob auch der Serien-Viertürer mit schrillen Farben aufwarten wird. Foto: Jaguar
Die Studie Jaguar Type 00 von oben.
Entgegen gängiger E-Autos verfügt der Jag über eine lange Motorhaube. Nicht minder auffällig: die scheibenlose Heckklappe. Foto: Jaguar
Die Studie Jaguar Type 00 in London blue in der Heckansicht.
Der „London Blue“ getaufte Farbton ist vom Opalescent Silver Blue der 1960er Jahre inspiriert und verweist auf die britischen Wurzeln von Jaguar. Foto: Jaguar
Der Jaguar Type 00 (2025) als Erlkönig fahrend auf einer Landstraße von schräg vorne fotografiert.
Frühe Erlkönigfotos zeigen, dass das Serienmodell kaum weniger provokant ausfällt als die Studie. Foto: SH Proshots
Der Jaguar Type 00 (2025) als Erlkönig fahrend auf einer Landstraße von der Seite fotografiert.
Hauptunterschied: die fünf statt der drei Türen. Foto: SH Proshots
Der Jaguar Type 01 (2027) als Erlkönig fahrend auf einer Landstraße von schräg hinten fotografiert.
Der Grundpreis des Jaguar Type 01 liegt bei rund 120.000 britischen Pfund (umgerechnet rund 138.000 Euro, alle Preise: Stand September 2026). Foto: SH Proshots

Jaguar zeigt den Innenraum: So sieht das Cockpit des Type 01 aus

Nahezu lautlos, wie eine Großkatze auf der Jagd, schleicht sich der Jaguar Type 01 näher an seinen Serienstart heran. Nach der Vorstellung der Studie Type 00 und der Enthüllung von getarnten Prototypen zeigt sich jetzt erstmals das Interieur der künftigen Luxuslimousine, die 2027 an den Start gehen soll. Komplett entblättert wird sie bereits am 6. Oktober 2026. Bis dahin müssen wir uns mit drei Bildern aus dem Innenraum zufriedengeben.

Die stellen aber schnell klar, dass mit dem Type Zero One bei Jaguar eine ganz neue Zeitrechnung beginnen wird. Vorbei ist es mit der britischen Cosyness, connolly-ledergepolstert und wurzelholzgeschmückt. Das Armaturenbrett des 01 zeigt sich so minimalistisch, dass ein Tesla-Cockpit im Vergleich beinahe barock erscheint. Knöpfe oder Tasten im physischen Sinn gibt es nur noch in der Türtafel. Die anderen Bedienungselemente tarnen sich im zweispeichigen Lenkrad oder auf einem offenbar verschiebbaren Touchscreen im Smartphone-Format auf der Mittelkonsole. Der Innenraum sieht aus wie mit dem Lineal gezeichnet. Nur wenige Wölbungen und Rundungen sowie die hellen Brauntöne nehmen der Kreation etwas von ihrer Strenge. Die Abwesenheit von Instrumenten wirft die Frage auf, ob wirklich alle Fahrinformationen auf die Frontscheibe projiziert werden sollen. Außerdem fungiert ein mittiger, kleiner Monitor als elektronischer Rückspiegel.

Cockpit des Jaguar Type 01, fotografiert von hinten.
Foto: Jaguar

Die vier fast völlig nahtlosen Sessel werden von einer schnurgeraden Mittelkonsole getrennt, die bis zum Kofferraum reicht. Ein großes Glasdach, höchstwahrscheinlich mit elektrisch regelbarer Transparenz, knipst das Licht an. Manche Segmente in der Konsole dürften wohl geöffnet werden, um die darunter verborgenen Funktionen zu nutzen: Stauraum, Ladebuchsen und -schalen sowie Sitzregelung sollten schließlich auch in einem luxuriösen Jaguar vorhanden sein. Nur wie man sie öffnet, wird man wohl am bebenden Objekt ausknobeln müssen.

Für Jaguar symbolisiert der Type 01 einen kompletten Neustart. Nach dem Entschluss, 2024 die Produktion einzustellen, wird es noch bis 2027 dauern, bis endlich wieder ein Jaguar in England produziert und erhältlich sein wird. Der viertürige Elektro-GT soll am 6. Oktober in New York als Serienmodell vorgestellt werden. Auch eine Bestellung ist dann möglich. Der Grundpreis liegt bei rund 120.000 britischen Pfund (umgerechnet rund 138.000 Euro, alle Preise: Stand September 2026), die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2027 geplant.

Der Jaguar F-Type im Vergleich (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: Nach dem I-Pace der zweite rein elektrische Jaguar

Technisch basiert der Jaguar Type 01 auf der neuen Jaguar Electric Architecture (JAE) Plattform. Er fährt also rein elektrisch und soll mit einer Ladung nach WLTP bis zu 770 km weit kommen. Dank der 800-V-Architektur und einer Ladeleistung von bis zu 350 kW soll der viertürige GT in 15 min bis zu 321 km zusätzliche Reichweite laden können.

Gemäß der besonders luxuriösen Marktplatzierung Jaguars überraschen Leistungswerte von mehr als 700 kW (1000 PS) sowie ein maximales Drehmoment von über 1300 Nm wohl kaum. Jaguar verrät darüber hinaus, dass Allradlenkung, adaptive Luftfederung sowie aktive Zweiventil‑Dämpfer und Torque Vectoring ebenfalls an Bord sind.

Exterieur: Extrem reduziertes Design, Serienmodell mit fünf statt drei Türen

Entgegen der gängigen Standards bei E-Fahrzeugen fiel die Studie Jaguar Type 00 nicht nur durch eine lange Motorhaube auf, sondern besonders durch die scheibenlose Heckklappe, das große Panoramadach sowie durch das äußerst reduzierte Design aufgrund der fehlenden Türgriffe und Außenspiegel. Auch die Farbgebung soll originell ausfallen. Übrigens gibt es auch ein neues Logo. Der springende Jaguar, der seit 1982 die Fahrzeuge der britischen Marke ziert, ist einem nüchternen Schriftzug gewichen. So besteht das neue Logo jetzt aus dem kleingeschriebenen Wort „jaguar“. Ganz verschwunden ist die Großkatze aber nicht: Neugestaltet als Silhouette wird sich der „Leaper“ auch auf und in den künftigen Fahrzeugen wiederfinden, etwa in den Türtafeln.

Ein früher Erlkönig beweist, dass Jaguar gewillt ist, die extrovertierten Linien der Studie weitestgehend in die Serienproduktion zu übertragen. Der Hauptunterschied: Statt der drei Türen des Konzeptautos darf sich die Kundschaft beim Jaguar Type 01 über fünf Türen freuen.

Fahreindruck: Leise, komfortabel und – überzeugend

Zumindest vom Beifahrersitz aus fühlt sich dieses neue Auto tatsächlich schon jetzt wie ein echter Jaguar an. Er meistert die ersten Meter mit Bravour; die Luftfederung reagiert sanft und nahezu geräuschlos auf schlechte Fahrbahnen bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die beeindruckende Geräusch- und Vibrationsarmut bleibt bis über 210 km/h erhalten. Von Ben Oliver