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Alfa Romeo mit Formel-1-Comeback

Alfa kooperiert nicht mit Sauber F1

FCA-Boss Sergio Marchionne nährt Spekulationen um die Rückkehr von Alfa Romeo in die Formel 1: Einer möglichen Kooperation mit Sauber Motorsport erteilte er eine Absage.

Schon länger brodelt die Gerüchteküche um ein mögliches Formel-1-Comeback von Alfa Romeo. Fiat-Chef Sergio Marchionne befeuerte die Spekulationen um Alfa Romeo jüngst mit neuen Aussagen. So erteilte Marchionne einer möglichen Kooperation von Alfa mit Sauber Motorsport eine Absage. Noch im März waren Gerüchte aufgekommen, Alfa Romeo könnte mit Sauber gemeinsame Sache machen – eine Win-Win-Situation. Alfa Romeo hätte eine Formel-1-Plattform, Sauber könnte indes seine Finanzprobleme lösen. Doch bevorzugt Konzerchef Marchionne eine Lösung für Alfa Romeo innerhalb der Fiat-Chrysler-Familie. Während auf sachlicher Ebene keine neuen Fakten für ein mögliches Alfa-Romeo-Comeback zu vermelden gibt, tauchten im Internet hingegen Illustrationen auf, wie der Formel-1-Renner von Alfa Romeo einmal aussehen könnte. Der türkische Designer Olcay Tuncay Karabulut hat sich mit der Idee eines Alfa-Formel-Boliden auseinandergesetzt. Sogar technische Daten hat sich Karabulut überlegt: So könnte der Alfa Romeo AW30 in seinen Vorstellungen über 1000 PS entwickeln. Doch bevor solche Ideen Wirklichkeit werden, muss Fiat-Chef Marchionne klären, ob und wie Alfa Romeo zurück in die Formel 1 kommen kann.

Bildergalerie: Formel 1-Rennwagen von Alfa Romeo

Alfa Romeo mit Comeback in der Formel 1?

Alfa Romeo, die Premium-Marke des Fiat-Chrysler-Konzerns, soll in den nächsten Jahren mehrere neue Modelle auf den Markt bringen und damit nicht nur die deutschen Autobauer auf dem falschen Fuß erwischen. Italienische Leidenschaft und ausdrucksstarkes Design sollen die Kunden in die Autohäuser locken, sportliche Fahrleistungen und deutlich verbesserte Qualität sollen schließlich für unterschriebene Kaufverträge sorgen. Doch wie groß die Ambitionen der Italiener sind, hat der Fiat-Chef erst jetzt in einem Interview mit der Gazzetto dello Sport offenbart: Für einen Image-Boost könnte Alfa Romeo tatsächlich in die Formel 1 zurückkehren und dort mit einem eigenen Werksteam um Siege kämpfen. Alfa hat eine lange Geschichte in der Königsklasse des Motorsports und könnte mit einem eigenen Team eine große Tradition fortsetzen, falls Marchionne die Comeback-Pläne tatsächlich in die Tat umsetzt: In den beiden ersten Saisons der Formel 1 dominierten die Alfa Romeo Alfetta beinahe nach Belieben, Giuseppe Farina und Juan Manuel Fangio wurden auf Alfa Romeo Weltmeister.

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Alfa Romeo mit eigenem Chassis und Motor?

Und was mit Blick auf die Kosten zunächst nach einem gleichermaßen tollkühnen wie unrealistischen Plan klingt, könnte bei näherer Betrachtung durchaus finanzierbar sein. Naheliegend wäre, dass Alfa Romeo in der Formel 1 eng mit Ferrari zusammenarbeiten und gewissermaßen als Schwesterteam an den Start gehen würde. Für Fiat-Chrysler könnten so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, denn mit vier von Ferrari entwickelten und potenziell siegfähigen Fahrzeugen ergeben sich auch strategisch neue Möglichkeiten. Geht es jedoch nach Sergio Marchionne, könnten Alfa Romeo sogar ein eigenes Chassis und einen eigenen Motor entwickeln, um sich in einem Zweikampf mit Ferrari gegenseitig zu Höchstleistungen zu treiben. Da diese Lösung erheblich teurer wäre, ist sie allerdings auch noch unwahrscheinlicher. In jedem Fall wäre ein Comeback in der Formel 1 das ultimative Ausrufezeichen, um den Menschen in aller Welt die sportlichen Wurzeln von Alfa Romeo zurück ins Gedächtnis zu rufen.

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Benny Hiltscher/Alexander Koch