Wohnmobil mieten: Das muss man wissen! Das ist bei der Wohnmobil-Miete wichtig

von AUTO ZEITUNG 15.06.2018
Inhalt
  1. Das muss man wissen, wenn man ein Wohnmobil mieten möchte:
  2. Wohnmobil oder Wohnwagen: Der Unterschied
  3. Gibt es ein Mindestalter für das Mieten eines Wohnmobils?
  4. Wohnmobil mieten: Kaution
  5. Haben Wohnmobile ein Antiblockiersystem?
  6. Spritverbrauch des Wohnmobils: Hier kann man sparen
  7. Dürfen Haustiere im gemieteten Wohnmobil mitgeführt werden?
  8. Unfall oder Schadensfall: Das muss man wissen!
  9. Zubehör im gemieteteten Wohnmobil: Was ist an Bord? 
  10. Sind die Wohnmobile winterfest?
  11. Frischwasser-Versorgung unterwegs: Urlaub mit dem Wohnmobil 

Für den nächsten Camping-Urlaub lässt sich ein Wohnmobil mieten: Wir verraten die besten Tipps. Das muss man wissen!

Wenn man ein Wohnmobil für den nächsten mieten möchte, sollte man sich im Vorfeld unbedingt über die Konditionen und das Kleingedruckte informieren, denn verschiedene Anbieter haben unterschiedliche Angebote. Außerdem sollte man sich mit dem Fahrzeug vor der Fahrt auf jeden Fall vertraut machen, vor allem, wenn man zum ersten Mal ein Wohnmobil mietet. Wer mit einem in Deutschland gemieteten Wohnmobil innerhalb Europas oder im EU-Ausland unterwegs ist, sollte die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs sicherstellen. Natürlich ist der Vermieter für die Ausstattung mit den korrekten Reifen, funktionierenden Scheibenwischblättern und anderem Zubehör zuständig, doch im Falle einer Verkehrskontrolle zahlt erst einmal der Fahrzeugführer. Passiert das innerhalb Deutschlands, haben deutsche Urlauber meistens den Bußgeldkatalog im Kopf. Doch im europäischen Ausland gelten andere Regeln. Bevor es losgeht sollte sichergestellt sein, dass ein gültiger Führerschein für das Zielreiseland vorliegt. Möchte man zum Beispiel in Neuseeland oder Australien Wohnmobil mieten, ist der internationale Führerschein zwingend Voraussetzung. Grundsätzlich müssen die Verkehrsregeln des Urlaubslandes bekannt sein. Bei einem Verstoß kann es teuer werden.

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Das muss man wissen, wenn man ein Wohnmobil mieten möchte:

Im Folgenden werden die am häufigsten gestellten Fragen mit Antworten zur Miete von Wohnmobilen zusammengestellt.

 

Wohnmobil oder Wohnwagen: Der Unterschied

Wohnmobile, auch Reisemobile genannt, sind Transporter mit einem bewohnbaren Aufbau. Sie fahren als eine Einheit. Wohnwagen sind Anhänger, die an ein ziehendes Fahrzeug gekoppelt werden. In aller Regel kann man sowohl Wohnmobil mieten als auch Wohnwagen.

 

Gibt es ein Mindestalter für das Mieten eines Wohnmobils?

In der Regel müssen Fahrzeugführer mindestens 21 Jahre alt sein, um ein Wohnmobil mieten zu dürfen. Hinzu kommt in den meisten Fällen, dass der Mieter mindestens ein Jahr den entsprechenden Führerschein besitzen muss. Dieses ist nachzuweisen.

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Wohnmobil mieten: Kaution

In den meisten Fällen muss eine Kaution hinterlegt werden, wenn man ein Wohnmobil mietet. Diese kann zwischen 1.000 und 2.000 € betragen. Je nach Anbieter ist die Kaution bar oder per Kreditkarte zu hinterlegen.

 

Haben Wohnmobile ein Antiblockiersystem?

Die neuen Wohnmobile haben in den meisten Fällen ABS. Nur wenige Ausnahmen müssen auf diese Ausstattung verzichten. Wem dieses Sicherheitssystem wichtig ist, der fragt bei der Buchung konkret nach, bevor er ein Wohnmobil mietet.

 

Spritverbrauch des Wohnmobils: Hier kann man sparen

Der Verbrauch bei neuen Reisemobilen liegt zwischen zehn und 14 Litern auf 100 Kilometern. Der tatsächliche Verbrauch hängt allerdings stark von der Motorisierung, vom Beladungszustand und von der Fahrweise ab. Außerdem spielt die Strecke eine große Rolle. Wer in den Alpen unterwegs ist, verbraucht erheblich mehr Kraftstoff, als bei einer Tour entlang der Nordseeküste. Wer neben den Kosten für die Miete des Wohnmobils also sparen möchte, verzichtet auf lange Strecken mit schwerer Beladung in den Bergen.

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Dürfen Haustiere im gemieteten Wohnmobil mitgeführt werden?

In den meisten Fällen bedarf die Mitnahme von Haustieren in einem angemieteten Wohnmobil der konkreten Absprache mit dem Anbieter. Zum einen fällt für die Mitnahme von Haustieren ein erhöhter Preis an. Grund hierfür ist, dass der Reinigungsbedarf am Ende der Mietzeit vergleichsweise höher ist und erfahrungsgemäß auch höhere Reparaturkosten anfallen. Manche Vermieter beschränken die Mitnahme darauf, dass das Haustier in einer sicheren Transportbox untergebracht wird. Die Beachtung von Einreise- und Impfbestimmungen im Ausland bleibt in der Verantwortung der Mieter.

 

Unfall oder Schadensfall: Das muss man wissen!

Passiert mit dem gemieteten Wohnmobil ein Unfall, entsteht ein Brand, wird das Wohnmobil gestohlen oder erleidet das Fahrzeug einen Schaden, ist zunächst die Polizei zu verständigen. Dabei ist unerheblich, ob der Schadensfall selbstverschuldet oder fremdverschuldet ist. Die meisten Vermieter bestehen darauf, sofort über die Einzelheiten informiert zu werden. Das gilt auch für geringfügige Schäden. Im Zweifel ziehen Mieter zur Klärung der rechtlichen Situation einen versierten Rechtsanwalt mit dem Spezialgebiet Verkehrsrecht hinzu. Die Bundesrechtsanwaltskammer unterstützt bei der Anwaltssuche.

 

Zubehör im gemieteteten Wohnmobil: Was ist an Bord? 

Je nach Anbieter ist unterschiedliches Zubehör an Bord und im Preis inkludiert, wenn man ein Wohnmobil mietet. Eine gute Ausstattung besteht aus:

-    Sonnenschutz oder einem Sonnensegel,
-    Fahrradträger,
-    Radio und CD Player,
-    25-50 m langes Verlängerungskabel,
-    Warntafeln für das EU-Ausland,
-    Warnwesten und Erste-Hilfekasten,
-    einen Campingplatzführer,
-    Gasflasche,
-    Zubehör für WC und Sanitäranlagen.

 

Sind die Wohnmobile winterfest?

Die meisten Wohnmobile, die man mieten kann, sind auch gegen Minustemperaturen gefeit. Bei sachgerechter Nutzung und unter Beachtung individueller Besonderheiten lässt es sich auch im Winter in einem Wohnmobil aushalten. Wohnmobile sind in der Regel komplett isoliert und beheizbar. Trägt ein Wohnmobil ein Siegel mit dem Hinweis auf DIN EN -1 1996 D für Motorcaravans, dann wurde es im Hinblick auf die Wintertauglichkeit sehr streng überprüft.

 

Frischwasser-Versorgung unterwegs: Urlaub mit dem Wohnmobil 

Zur Aufnahme von Frischwasser und zur Entsorgung von Gebrauchswasser gibt es Ver- und Entsorgungsanlagen in ganz Europa. Hier können gemietete Wohnmobile oft kostenfrei frisches Wasser tanken. Auch der Campingplatz ist ein geeigneter Ort, um die Frischwasservorräte aufzufüllen. In Südeuropa stehen außerdem Tankstellen zur Verfügung, die gegen geringe Gebühren frisches Wasser verkaufen. Um Gesundheitsprobleme zu vermeiden, empfehlen sich nur Trinkwasserquellen, die unbedenklich sind. Im Zweifel ist die Verwendung eines Sandfilters empfehlenswert.

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Unser Fazit

Ohne Frage ist die Freiheit auf vier Rädern eine individuelle Alternative, um Urlaub zu machen. Dennoch gibt es einige Vorschriften, die jeder Mieter eines Wohnmobils beachten muss. Wer sich gut vorbereitet und die Bestimmungen seines Reiselandes kennt, wird mit einem Wohnmobil Gegenden kennenlernen, die er bei einem klassischen Pauschalurlaub sicherlich nicht bereisen würde. Ein Reisemobil eröffnet auf seine eigene Art ganz neue Horizonte und sorgt definitiv für Abwechslung.

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