Wagenheber (hydraulisch/elektrisch) kaufen So den passenden Wagenheber finden

von AUTO ZEITUNG
Wagenheber
Ein Wagenheber ist nicht nur im Notfall ein wertvoller Helfer. Foto: Imago
Inhalt
  1. Wagenheber kaufen: So finden Autobesitzer:innen das passende Modell
  2. Scherenwagenheber: Den Klassiker unter den Pannenhelfern gibt es auch elektrisch
  3. Rangierwagenheber: Modelle mit Hydraulik-Pumpe sind komfortabler

Wer einen Wagenheber kaufen möchte, sollte dabei eine Reihe von Faktoren berücksichtigen. Außerdem erklärt die AUTO ZEITUNG die Unterschiede zwischen hydraulischen und elektrischen Wagenhebern sowie Rangier- und Scherenwagenhebern.

Ob bei einer Panne oder dem Wechseln von Winter- zu Sommerreifen: Ein Wagenheber gehört für Autobesitzer:innen zur Grundausstattung. Wer einen Wagenheber kaufen will, dem stellen sich jedoch vorab erst mal jede Menge Fragen. Was genau ist der Unterschied zwischen einem hydraulischen beziehungsweise elektrischem Wagenheber, einem Rangierwagenheber und einem Scherenwagenheber? Welches Modell ist für die eigenen Ansprüche am besten geeignet? Und wann sollte man für Qualität mehr Geld ausgeben? Billigmodelle sind bereits ab etwa zehn Euro zu bekommen. Zum Kauf empfehlen sich aber nur Produkte, die mit offiziellen Qualitätssiegeln wie GS (Geprüfte Sicherheit), CE-Kennzeichnung oder TÜV-Siegel versehen sind. Wenn unter einem Auto hantiert wird, will man sich schließlich darauf verlassen können, dass der Wagenheber seine Dienste zuverlässig und sicher verrichtet. Generell sollte zudem das zulässige Gesamtgewicht des eigenen Wagens beachtet werden: Die Traglast des Wagenhebers sollte diesen Wert keinesfalls unterschreiten. AUTO ZEITUNG erklärt, worauf Autobesitzer:innen achten sollten, wenn sie einen Wagenheber kaufen wollen. Mehr zum Thema: Ölwechsel selber machen

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Wagenheber kaufen: So finden Autobesitzer:innen das passende Modell

Wer einen Wagenheber kaufen will, sollte bei der Entscheidung für das passende Modell eine Reihe von Faktoren berücksichtigen.

 

Scherenwagenheber: Den Klassiker unter den Pannenhelfern gibt es auch elektrisch

Der Scherenwagenheber ist die simpelste Ausführung unter den Wagenhebern. Er gehört oft zur Standardausstattung des Fahrzeugs und liegt dem Ersatzrad bei. Dieses Model ist in erster Linie dazu gedacht, ein Fahrzeug so weit anzuheben, dass die Reifen ausgetauscht werden können. Die Tragkraft liegt meist bei ein bis zwei Tonnen – bei diesem Modell von Monzana sind es 1,5 Tonnen. Dank seiner speziellen Rautenform ist der Scherenwagenheber sehr platzsparend, leicht und bietet – hohe Qualität voraussetzt – ein stabiles Anheben des Fahrzeugs. Dafür ist hier ein ziemlicher Kraftaufwand vonnöten, um den Pkw in die Höhe zu bekommen. Mithilfe einer Gewindestange wird die Kurbel im Gerät gedreht. Muskelkraft und Hebelwirkung ersetzen also Hydraulik. Kostenpunkt: Rund zehn bis 70 Euro. Aber: Für all diejenigen, die beim Reifenwechsel nicht schon vorher ins Schwitzen kommen wollen, gibt es auch elektrische Scherenwagenheber. Bei diesen Modellen besteht die Möglichkeit, sie an die Batterie oder auch an den Zigarettenanzünder anzuschließen – bei einigen Exemplaren ist beides möglich. Mehr zum Thema: Richtiges Abschleppseil kaufen

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Rangierwagenheber: Modelle mit Hydraulik-Pumpe sind komfortabler

Sehr viel bequemer als beim Einsatz eines Scherenwagenhebers wird die Angelegenheit mit dem Rangierwagenheber. Der Hebelarm betätigt eine Hydraulikpumpe. Dank des Öldrucks ist somit sehr viel weniger Kraftaufwand nötig, um den Wagen in die Höhe zu heben. Außerdem verfügen Rangierwagenheber über vier Rollen, von denen zwei um 360 Grad drehbar sind. Dadurch lässt sich das Gerät bequem in die gewünschte Position unter dem Auto manövrieren. Der Auflageteller, der an der Karosserie ansetzt, sollte am besten über eine Gummiauflage  verfügen oder mit einer solchen nachgerüstet werden, um einen sicheren Halt zu garantieren. Rangierwagenheber eigenen sich allerdings wegen ihrer sperrigen Maße und dem oft hohen Gewicht bis zu rund 40 Kilogramm vor allem für den Einsatz in der Garage. Günstige Modelle verfügen meist über eine Tragkraft von zwei Tonnen, höherwertige Ausführungen können auch drei Tonnen stemmen. Für diejenigen, die regelmäßig selbst Reifen wechseln, kann sich die Anschaffung lohnen. Einfache Rangierwagenheber sind nämlich schon ab etwa 20 Euro zu bekommen – so zum Beispiel der Unitec 10008, der bis zu zwei Tonnen trägt. Achtung: Bei minderwertigen Rangierwagenhebern kann sich das Auto mit der Zeit wieder absenken. Wenn längere Zeit am Unterboden gearbeitet werden muss, sollte das Fahrzeug deshalb unbedingt mit Unterstellböcken gesichert werden. Mehr zum Thema: Alles Informationen zum Warndreieck

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 Hydraulischer Wagenheber: Der Kraftmeier

Der hydraulische Wagenheber ist der Herkules unter den Wagenhebern. Diese Geräte können bis zu 30 Tonnen stemmen und sind deshalb für Besitzer:innen von Wohnmobilen oder Nutzfahrzeugen die erste Wahl. Sie arbeiten entweder ebenfalls hydraulisch oder mit Luftdruck. Hydraulische Wagenheber (auch Stempelwagenheber genannt) erfreuen sich auch wegen der kompakten Form großer Beliebtheit. Hier gibt es ebenfalls ab 20 Euro günstige Varianten mit einer Tragkraft von zwei Tonnen. Insbesondere bei hydraulischen Modellen lohnt sich aber die Investition in höhere Qualität. Sie sorgt unter anderem dafür, dass Wagen kontrolliert herabgelassen werden können und nicht unvermittelt ruckartig absacken. Ein Nachteil: Hydraulische Wagenheber erreichen meist keine großen Hubhöhen.

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