Renault Captur gebraucht kaufen: Ratgeber

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Der Renault Captur (2017) fährt über eine Landstraße, von vorne links fotografiert.
Renault Captur (2017) Foto: Wim Woeber

Der Renault Captur setzt vor allem auf Komfort.

Der Renault Captur (2017) fährt über eine Landstraße, von hinten links fotografiert.
Renault Captur (2017) Foto: Wim Woeber

Der Basisbenziner mit drei Zylindern und 0,9 l Hubraum gibt sich eher durchzugsschwach.

Das Cockpit des Renault Captur (2017).
Renault Captur (2017) Foto: Aleksander Perkovic

Die verwendeten Kunststoffe wirken teils wenig wertig, die Bedienung ist dafür unkompliziert.

Die vorderen Sitze des Renault Captur (2017).
Renault Captur (2017) Foto: Aleksander Perkovic

Als City-SUV Captur wird der Clio zum Hochsitzer.

Eine Person sitzt im Fond des Renault Captur (2017).
Renault Captur (2017) Foto: Aleksander Perkovic

Im Fond überzeugt vor allem die Kopffreiheit auf der weichen Sitzbank.

Der Kofferraum des Renault Captur (2017) mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
Renault Captur (2017) Foto: Aleksander Perkovic

Der Laderaum des Renault bietet 377 bis 1235 l Volumen.

Der Renault Captur (2017), statisch von vorne fotografiert.
Renault Captur (2017) Foto: Aleksander Perkovic

LED-Scheinwerfer gab es optional im Paket.

Der Renault Captur (2017), mit geöffneter Heckklappe von links fotografiert.
Renault Captur (2017) Foto: Aleksander Perkovic

Die Verwandtschaft zum Clio ist erkennbar.

Eine Tabelle zeigt die GTÜ-Mängelstatistik des Renault Captur.
Renault Captur Foto: AUTO ZEITUNG

Besonders jüngere Renault Captur sind nach den Er­fahrungen der GTÜ technisch zuverlässig, Be­anstandungen sind oft Folge schlechter Wartung. Die häufigsten Mängel: Falsch eingestellte oder defekte Scheinwerfer und Leuchten, verschlissene Bremsen, abgefahrene Reifen, ausgeschlagene Trag­gelenke und ölfeuchte Motoren.

City-SUV sind in der Regel hochge­setzte Kleinwagen. Das gilt auch für den Renault Captur, der sich großer Beliebtheit erfreut. Das gibt es zum Gebrauchtkauf zu wissen.

PositivGünstige Preise als Gebrauchtwagen, hoher Fahrkomfort, vergleichsweise viel Platz im Fond
NegativRecht viele Mängel bei der Hauptuntersuchung, magere Basisausstattung, wenig Fahrdynamik

Das Rezept ist einfach: Man nehme einen bewährten Kleinwagen, verziere ihn mit diversen Kunststoff-Anbau­teilen, stelle ihn auf größere Räder und erhöhe moderat die Boden­freiheit. Fertig ist das City-SUV, und das angestaubte Auto der Vier-Meter-Klasse hat sich schlag­artig zum trendigen Hochsitzer gewandelt. So oder ähnlich haben das viele Marken im letzten Jahr­zehnt gemacht. Als einer der ersten sprang Re­nault 2013 auf den Zug auf und peppte den Clio zum erfolgreichen Renault Captur auf, dessen Facelift von 2017 als Gebrauchtwagen interessant ist. Der französische Hersteller erhöhte den Captur im Vergleich zum Clio IV um knapp zwölf Zentimeter, beließ es aber anders als manch anderer Hersteller aus­schließlich beim Frontantrieb.
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Video: AUTOZEITUNG

Renault Captur gebraucht kaufen: Ratgeber

2020 fand der Wechsel auf die zweite Generation des Renault Captur statt. Das neue City-SUV bietet mehr Platz, Variabili­tät, modernere Assistenzsysteme und elektrifizierte Antriebe, ist aber eben auch teurer als der Vorgänger. Der alte Captur aus dem Baujahr 2018 mit 90 PS (66 kW) starkem Basisbenziner ist laut der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) schon für weniger als 10.000 Euro zu ha­ben (Stand: Februar 2024). Der Renault Captur ist in der HU-Sta­tistik der GTÜ allerdings nicht ganz feh­lerfrei. Viele entdeckte Mängel wie abgefahrene Reifen, verschlissene Bremsen oder defekte Leuchten weisen aber eher auf schlampige Wartung hin. Allerdings sind bei älteren Gebrauchten auch ölfeuchte Motoren und Getriebe nicht sehr selten.

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Apropos Motoren: Der Drei­zylinder-Turbobenziner mit 90 PS (66 kW) reicht im Renault Captur für die Ein­kaufstour und den Wochenend­ausflug, wird leistungsbewusste Langstreckenfahrer:innen aber nicht zufrieden stellen. Das schafft schon eher einer der kultivier­teren und durchzugsstärkeren Vierzylinder mit 1,3 l Hub­raum, die obendrein auch noch recht sparsam sind. Zudem wurde das City-SUV auch mit Turbodieseln angeboten, die beispielsweise für regelmäßige Langstreckennutzung zu emp­fehlen sind. Das Doppelkupplungsgetriebe (EDC) gab es nur für die stärkeren Motoren.

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Captur bietet ordentlichen Fahrkomfort

Der Renault Captur ist voll und ganz auf Komfort eingestellt und hält die meisten Erschütterungen vom Innenraum fern. Dafür bleibt sein fahrdynamisches Potenzial überschaubar – sportlich Ambitionierte werden etwa im Konkurrenten Mazda CX-3 mehr Freude ha­ben. Nachteil der ersten Generation des Captur: Ebenso wie viele andere Helfer war kein Notbremsassistent zu haben. Dafür kann sich das Platzangebot im Fond sehen lassen, insbesondere die Kopffreiheit. Der Lade­raum bietet mit 377 bis 1235 l weniger Platz als beispielsweise ein VW T-Cross, der 455 bis 1281 l offeriert. Grundsätzlich ist der Renault Captur ordentlich verarbeitet, seine Kunststoffe im Innenraum wirken jedoch teils billig.

Empfehlenswerte Antriebe für den Renault Captur (2017)

Modell0.9 TCe 901.3 TCe 1501.5 dCi 90
Zylinder/Ventile pro Z.3/4; Turbo4/4; Turbo4/4; Turbodiesel
Hubraum898 cm³1333 cm³1461 cm³
Leistung66 kW/90 PS110 kW/150 PS66 kW/90 PS
Drehmoment140 Nm250 Nm220 Nm
Verbrauch/100 km (WLTP)5,1 l S5,5 l S3,6 l D
Höchstgeschw.171 km/h210 km/h171 km/h
Alle Daten Werksangaben   

Gebrauchtpreise für den Renault Captur (2017)

Modell0.9 TCe 901.3 TCe 1501.5 dCi 90
20189300 € / 65.000 km10.800 € / 80.000 km
201910.400 € / 54.000 km14.000 € / 54.000 km12.450 € / 67.000 km
202012.450 € / 43.000 km15.620 € / 43.000 km
Durchschnittliche Verkaufspreise für das jeweilige Basismodell und die durchschnittliche Laufleistung für die verkaufen Fahrzeuge; beide Werte ermittelt von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT); Stand: Februar 2024