Mazda CX-5/Mercedes GLB/VW Tiguan im Test: Das Fazit

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Mercedes GLB/VW Tiguan/Mazda CX-5; fahrend von vorne
Mercedes GLB/VW Tiguan/Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Der neue VW Tiguan will es im Vergleichstest gegen den Premium-Konkurrenten GLB und die japanische Alternative CX-5 wissen.

Mazda CX-5; fahrend von vorne links
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Die aktuelle Generation des CX-5 wurde 2017 eingeführt, womit er der älteste Wagen im Test ist.

Mazda CX-5; fahrend von hinten rechs
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Das nicht mehr deaktivierbare ESP regelt fein und hält den CX-5 sicher in der Spur.

Mercedes GLB; fahrend von vorne links
Mercedes GLB Foto: Frank Ratering

Dank bester Lenkung macht das Fahren im kastigen Stuttgarter Spaß.

Mercedes GLB; fahrend von hinten rechts
Mercedes GLB Foto: Frank Ratering

Der GLB hat mit 55.067 Euro den höchsten Einstiegspreis.

VW Tiguan; fahrend von vorne links
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Sicheres, aber überraschend distanziertes Fahrvergnügen im neuem Tiguan.

VW Tiguan; fahrend von hinten rechts
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Mit 7,4 s gelingt dem Tiguan der Sprint auf 100 km/h 0,6 s schneller als dem Mercedes und 1,4 s schneller als dem Mazda.

Mazda CX-5; Cockpit
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Der Skyactiv-D 184 startet in der "Ad'vantage"-Ausstattung und fährt so bereits mit 10,25-Zoll-Touchscreen, Dreh-Drück-Steller und Head-up-Display vor. Das Infotainmentsystem ist in Gestaltung und Funktionsumfang recht einfach gehalten, was die Bedienung erleichtert. Der Bildschirm sitzt blickgünstig auf dem Armaturenbrett – gut, wenn man mit dem Dreh-Drück-Steller durch die Menüs scrollt. Navigiert wird über das System selbst oder alternativ mittels kabellosem Android Auto respektive Apple CarPlay. Auch eine induktive Ladeschale spendiert Mazda seinem SUV ohne Aufpreis. Ein Bose-Soundsystem gibt es nur für die teurere Exclusive-Line oder die "Takumi"-Ausstattung.

Mercedes GLB; Cockpit
Mercedes GLB Foto: Frank Ratering

Bereits die Basisversion "Entry" wird von Mercedes mit einem umfassenden MBUX-Infotainment-Paket bedacht. Zentral sitzt griff- sowie blickgünstig ein 10,25-Zoll-Touchscreen, der schnell reagiert sowie rechnet und darüber hinaus mit einer schnell erlernbaren Menüführung überzeugt. Das System lässt sich auch über das Lenkrad bedienen – was wegen der kleinen, touchsensitiven Felder weniger gut funktioniert. Will man nicht mit dem serienmäßigen Navi, sondern über Apple CarPlay/Android Auto navigieren, muss man kleinliche 357 Euro für die Smartphone-Integration zahlen. Burmester-Klang (1077 Euro) erfordert mindestens die Progressive Line Advanced (3183 Euro).

VW Tiguan; Cockpit
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Mit der für den 2.0 TDI 4Motion obligatorischen Basisausstattung "Life" besitzt der VW Tiguan einen 12,9 Zoll großen Touchscreen ohne Navi, dafür aber mit serienmäßig kabelloser Android Auto- sowie Apple CarPlay-Schnittstelle. Der Testwagen hat das 15 Zoll große Discover Pro Max-System (2555 Euro) an Bord, das – gut positioniert und logisch strukturiert – eine einfache Bedienung per Fingereingabe erlaubt. Reicht einem der kleinere Bildschirm, braucht man aber die feine, doppelte induktive Ladeschale. Das 1325 Euro teure DiscoverSystem kann ebenfalls navigieren und verfügt, wie bereits das Topsystem, über die Sprachassistentin IDA samt ChatGPT-Lernfähigkeit.

Mazda CX-5; vordere Sitze
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Enttäuschender Sitzkomfort, da Seitenhalt und Beinauflage knapp ausfallen.

Mercedes GLB; vordere Sitze
Mercedes GLB Foto: Frank Ratering

Bequeme, allerdings recht schmal geschnittene Sportsitze im Mercedes GLB.

VW Tiguan; vordere Sitze
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Die ErgoActive-Sitze (2175 Euro) verwöhnen mit Langstreckenkomfort und Massage.

Mazda CX-5; Rücksitzbank mit Person
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Der Mazda bietet im Innenraum am wenigsten Platz.

Mercedes GLB; Rücksitzbank mit Person
Mercedes GLB Foto: Frank Ratering

Qual der Wahl: verschiebbare Rückbank (428 Euro) oder dritte Sitzreihe (1416 Euro).

VW Tiguan; Rücksitzbank mit Person
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Serienmäßig verschiebbare Rückbank im bequemen und geräumigen Fond.

Mazda CX-5; Kofferraum
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Beim Mazda fällt die Ladekante mit 78 cm am höchsten aus, doch die offene Kofferraumklappe benötigt mit 1,86 m die geringste Deckenhöhe.

Mercedes GLB; Kofferraum
Mercedes GLB Foto: Frank Ratering

Mit bis zu 1805 l beim umgeklappter Rücksitzbank schluckt der Mercedes am meisten Gepäck.

VW Tiguan; Kofferraum
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Ohne umgeklappte Sitze bietet der Tiguan mit 652 l das größte Kofferraumvolumen.

Mercedes GLB/VW Tiguan/Mazda CX-5; fahrend von hinten
Mercedes GLB/VW Tiguan/Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Bequemer Benz, rundum versierter VW und mittlerweile merklich gealterter Mazda.

Die ersten zwei Generationen des VW Tiguan waren so etwas wie eine Benchmark der Kompakt-SUV-Klasse: gut geschnitten, erwachsen hinter dem Lenkrad und angemessen eingepreist. Jetzt tritt Generation Nummer drei an – im Vergleichstest gegen den Mazda CX-5 und den Mercedes GLB.

Mazda CX-5, Mercedes GLB & VW Tiguan im Vergleichstest

Dieselnde Kompakt-SUV mit Allradantrieb sind so etwas wie die automobilen Alleskönner schlechthin – driften aber zunehmend in preisliche Dimensionen ab, die sich ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr leisten kann oder will. Der VW Tiguan positioniert sich mit seinem Grundpreis im Vergleichstest zwischen dem günstigen Mazda CX-5 und dem teuren Mercedes GLB. Rund 50.000 Euro für den Tiguan 2.0 TDI 4Motion müssen aber erst einmal mit guten Argumenten unterfüttert werden. Tiguan eins und zwei waren Paradebeispiele für gut gemachte und im Alltag sehr umgängliche Autos – nie wirklich günstig, aber ihren Preis wert. Gelingt der Talente-Transfer zu Generation drei oder sind die soliden Vorgänger eine zu große Bürde für den jüngsten Wurf? Der Mazda hält mit seiner über Jahre kultivierten Ausgereiftheit dagegen, und der frisch geliftete Mercedes war schon für zahlreiche Konkurrenten eine harte Nuss in Vergleichstests.
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Leslie & Cars fährt den VW Tiguan (2024) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

Karosserie: Sieben Sitze retten den Mercedes GLB nicht

Der neue VW Tiguan ist eine imposante Erscheinung, obwohl effektiv nur um drei Zentimeter in der Länge gewachsen. Die hoch aufragende Front und eine gestreckte Silhouette rücken das SUV optisch in Richtung Touareg. Das rundliche Design ist Geschmacksache, beschert dem Tiguan aber einen auf 0,28 verbesserten cW-Wert. Glücklicherweise geht die optimierte Aerodynamik nicht zu Lasten des Platzangebots. Im Gegenteil: Der VW verwöhnt mit einem gut geschnittenen Innenraum, der in beiden Sitzreihen und auch im Kofferraum viel Platz bietet. Schmale A-Säulen und große Rückspiegel zeigen, dass man auch an eine gute Übersichtlichkeit gedacht hat.

Das ist insofern gut, weil der zentral sitzende Touchscreen ziemlich viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das zunächst abschreckende 15-Zoll-Format entpuppt sich aber als deutlich besser bedienbar als die älteren Versionen im Golf und in den ID.-Modellen. Allerdings konnte sich der Wagen aus diesem Vergleichstest einen technischen Aussetzer nicht verkneifen – der schwarz bleibende Bildschirm war aber ein einmaliges Ereignis. Denn egal ob Sicherheitsassistenten oder Klimaanlage: Viele Funktionen verlangen nach dem Griff zum Touchscreen oder zur Sprachassistentin IDA. Letztere nutzt ChatGPT, was den Funktionsumfang in Zukunft sukzessive erweitern dürfte.

Zubehör für Mercedes-Fans:

Sehr gut gefallen die zahlreichen, gut dimensionierten und positionierten Ablagen etwa für Smartphones oder Kleinkram in der Mittelkonsole sowie im variablen Fach unter der justierbaren Mittelarmlehne. Mit dem größten Ladeabteil und der höchsten Zuladung sowie Anhängelast fährt der VW Tiguan im Vergleichstest direkt den ersten Kapitelsieg vor dem im Detail feiner ausstaffierten Mercedes GLB ein. Das schwäbische SUV präsentiert sich aber ebenfalls im besten Sinne nutzwertig. Viel Platz und die beste Variabilität hat er auf der Habenseite. Doch sein Kofferraum fällt in der fünfsitzigen Konfiguration eine Nummer kleiner aus, und auch bei der Sicherheitsausstattung bietet der jüngere Tiguan mehr. Wer mehr als fünf Sitzplätze benötigt, wird aber nur von Mercedes bedient. Schade, dass sich der GLB mit 2000 kg Anhängelast zufrieden geben muss. Mazda CX-5 und VW Tiguan dürfen jeweils mehr an den Haken nehmen.

Mazda CX-5; Cockpit
Mazda CX-5 Foto: Frank Ratering

Der Mazda CX-5, immerhin schon seit 2017 auf dem Markt, kann beim Platzangebot nicht ganz mithalten. Stärker eingezogene Dachpfosten und die hohe Sitzposition konterkarieren die eigentlich guten Dimensionen im Innenraum. Der kleinste Kofferraum lässt sich immerhin auf einer topfebenen Fläche erweitern. Bei der Bedienung zeigt der Japaner, dass ein Dreh-Drück-Steller noch längst nicht gestrig ist – intuitiver kann man nirgends durch die Menüs navigieren.

Fahrkomfort: VW Tiguan am besten, aber nicht perfekt

Die Kombination aus Allrad und Diesel beschert dem VW Tiguan aufpreisfrei das neue DCC Pro-Fahrwerk. Adaptive Dämpfer mit jeweils zwei Ventilen (für Zug- und Druckstufe) sollen eine noch nie dagewesene Spreizung und mehr Komfort denn je bieten. Die Spreizung ist tatsächlich sehr groß – von hart bis soft lassen sich die Dämpfer kleinteilig einstellen. Und dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, weil die offenbar harten Federn viel von der Fahrbahn in die Karosserie übertragen und die adaptive Anpassung der Dämpfer nicht immer so agiert, wie man es sich wünscht. So neigt der Tiguan auf kurzen Anregungen zum Zittern und verhält sich teils holprig auf Querfugen. Die permanente manuelle Anpassung der Dämpfer über den Touchscreen kann da nicht die Lösung sein.

Besser verhält sich der VW Tiguan hingegen auf groben Verwerfungen, die er souverän und gelassen überfährt. Ebenfalls sehr gut gefallen die (teuren) ergoActive-Sitze, die einen großen Einstellbereich bieten, optimal unterstützen und auf Wunsch massieren, heizen oder auch kühlen. Ähnlich bequem sind auch die Sitze des Mercedes GLB – allerdings einen Tick schmaler geschnitten. Die Sternstunde des GLB schlägt wiederum beim Federungskomfort. So bietet er nicht nur die beste Entkopplung der steifen Karosserie, sondern auch den besten Mix aus feinem Anfedern und elegantem Verarbeiten von Verwerfungen jedweder Art. Wermutstropfen: Bei voller Beladung und gröbsten Fahrbahnschäden kommen die Reserven des Mercedes relativ früh an ihre Grenzen. Zudem übernehmen im GLB bei Autobahntempo eher als bei der Vergleichstest-Konkurrenz Windgeräusche die akustische Untermalung.

VW Tiguan; vordere Sitze
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Währenddessen kämpft der Mazda CX-5 mit dem akustisch rustikalsten Antrieb. Aber noch deutlich stärker schlagen seine Sitze ins Kontor, die nicht annähernd den Komfort der Konkurrenz bieten können. Mangelnder Seitenhalt und die kurze, nicht ausziehbare Sitzfläche mit nicht optimalem Winkel dürften sogar das größte Manko des Japaners überhaupt sein. Das wird besonders auf langen Etappen deutlich, auf denen man sich schon frühzeitig auf dem Gestühl windet, um eine angenehme Sitzposition zu finden. Auch beim Federungskomfort muss der CX-5 die Konkurrenz ziehen lassen. Er hat weder adaptive Dämpfer, noch zeigt er eine sensible Abstimmung. So überträgt er wesentlich mehr von der Fahrbahnbeschaffenheit in seine Karosserie und federt obendrein deutlich weniger feinfühlig an als seine deutschen Rivalen aus dem Vergleichstest.

Motor/Getriebe: Mercedes GLB 220 d 4Matic triumphiert

Alle drei Turbodiesel aus diesem Vergleichstest verteilen ihre Kraft über ein automatisches Getriebe an alle vier Räder – womit auch schon sämtliche Gemeinsamkeiten erklärt wären. Der Mazda CX-5 Skyactiv-D 184 AWD setzt als Einziger auf eine Wandlerautomatik. Der größte Hubraum und das fülligste Drehmoment von 445 Nm können allerdings nicht kaschieren, dass es im CX-5 eine ganze Spur gemächlicher zugeht. Die bisweilen lethargisch arbeitende sechsstufige Automatik verhindert bessere Sprintzeiten, während der Selbstzünder mit 7,1 l mehr Diesel verlangt als die Motoren der Konkurrenz.

Sparsamster ist mit 6,4 l Durchschnittsverbrauch der Mercedes GLB 220 d 4Matic, der bei den Fahrleistungen allerdings nicht ganz mit dem drei PS stärkeren VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion mithalten kann. Auch die Kraftentfaltung und die Reaktionszeiten des Getriebes sind eine Spur verhaltener als beim Rivalen von VW. Die Kombination aus niedrigstem Verbrauch und bester Reichweite reicht allerdings, um den frischen Widersacher im Antriebskapitel des Vergleichstests in Schach zu halten. Der 193 PS (142 kW) starke VW verwöhnt dafür mit den besten Fahrleistungen und einem – je nach Fahrmodus – hellwachen Doppelkupplungsgetriebe. Beim Dieseldurst liegt er zwischen Mazda und Mercedes. Angesichts des engagierten Auftritts gehen 6,8 l auf 100 km aber in Ordnung.

Mercedes GLB; fahrend von hinten rechts
Foto: Frank Ratering

Fahrdynamik: VW Tiguan wirkt distanziert

Es ist auch die Antriebseinheit, die den VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion auf dem Handlingkurs nach vorn bringt. Der gierig am Gas hängende Wolfsburger distanziert den Mercedes GLB 220 d 4Matic allerdings nur hauchdünn. Und auch das hat gute Gründe: Im Vergleichtstest-Trio gibt sich der Tiguan hinter dem Lenkrad merkwürdig distanziert. Seine Lenkung lässt Gefühl vermissen, und die Aufbaubewegungen sind überraschend groß. Dass es dennoch zum Kapitelsieg reicht, verdankt der VW seiner kalt wie warm äußerst standfesten Bremse.

Der Benz präsentiert sich im Vergleichstest organischer, gibt deutlich mehr Feedback und umrundet narrensicher den Handlingparcours im niedersächsischen Contidrom. Seine Fahrdynamik erkauft sich der Mercedes GLB aber teuer: Die Sportreifen für 357 Euro gibt es nur ab dem Ausstattungsniveau "AMG Line Advanced Plus" für weitere 6896 Euro.

Deutlich bodenständiger fährt da der Mazda CX-5 Skyactiv-D 184 AWD vor. Ohne jegliche Aufpreise und neuerdings ohne deaktivierbares ESP sind die fahrdynamischen Erwartungen an den CX-5 gering. Umso mehr überrascht der Japaner mit einem ordentlichen Handling und einem fein regelnden ESP. Dass er im Zweifel im Grenzbereich arg in der Leistung beschnitten wird, dürften die wenigsten selbst erfahren und sich vielmehr über die ausgewiesen hohe Fahrsicherheit freuen. Verbesserungswürdig ist allenfalls der Bremsweg mit kalter Bremsanlage.

Umwelt/Kosten: Mazda CX-5 punktet beim Preis

Weil der Mazda CX-5 zum geringsten Einstiegspreis bereits relativ großzügig ausgestattet auf den eigenen Hof rollt, geht das letzte Kapitel des Vergleichstests verdient an den Japaner. Dazu trägt auch die großzügige Neuwagengarantie von sechs Jahren bei, die sich die deutschen Hersteller mit ihrer zweijährigen Neuwagengarantie gern mal zum Vorbild nehmen könnten.

Der finanzielle Einsatz ist beim Mercedes GLB mit Abstand am höchsten – flankiert vom größten Wertverlust und den höchsten Werkstattkosten. Da sind die geringste Kfz-Steuer und die niedrigsten Spritkosten nur kleine Tropfen auf dem heißen Stein.

In der Ausstattung des Vergleichstests nähert sich der VW Tiguan der 60.000-Euro-Marke. Besonders der heftige Aufpreis für die ausgezeichneten Sitze schmerzt, weil sie nur im Paket und nur ab dem Elegance-Ausstattungsniveau erhältlich sind. Immerhin kann sich der VW  bei der Versicherungseinstufung dann doch noch mal von seinen Konkurrenten absetzen – um dem günstigen Mazda CX-5 im abschließenden Kapitel gefährlich zu werden, reicht es allerdings nicht mehr.

Technische Daten & Messwerte von Mazda CX-5 Skyactiv-D 184 AWD, Mercedes GLB 220 d 4Matic & VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion

AUTO ZEITUNG 09/2024Mazda CX-5 Skyactiv-D 184 AWDMercedes GLB 220 d 4MaticVW Tiguan 2.0 TDI 4Motion
Technik
Motor4-Zylinder, 4-Ventiler, Biturbodiesel; 2191 cm³4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel; 1950 cm³4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel; 1968 cm³
Antrieb6-Stufen-Automatik; Allrad8-Gang; Doppelkupplung; Allrad7-Gang; Doppelkupplung; Allrad
Leistung135 kW/184 PS, 4000 /min140 kW/190 PS, 3800 /min142 kW/193 PS, 3400 /min
Max. Drehmoment445 Nm, 2000 /min400 Nm, 1600-2600 /min400 Nm, 1750-3250 /min
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4575/1845 (2114)*/1685 mm4634/1834 (2020)*/1659 mm4539/1842 (2410)*/1658 mm
Leergewicht (Werk/Test)1689/1793 kg1715/1786 kg1675/1795 kg
Kofferraumvolumen510-1626 l570-1805 l652-1650 l
Fahrleistungen
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)8,8 s8,0 s7,4 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)208 km/h217 km/h220 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
36,4/35,3 m34,9/35,1 m33,7/33,7 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)7,1/6,6 l D6,4/5,8 l D6,8/6,4 l D
Preise
Grundpreis46.050 €55.067 €49.055 €
Testwagenpreis46.050 €66.384 €57.517 €
*Breite mit Außenspiegel

Ergebnis in Punkten

Gesamtbewertung (max. Punkte)Mazda CX-5 Skyactiv-D 184 AWDMercedes GLB 220 d 4MaticVW Tiguan 2.0 TDI 4Motion
Karosserie (1000)649708717
Fahrkomfort (1000)701737753
Motor/Getriebe (1000)653697690
Fahrdynamik (1000)644679695
Eigenschaftswertung (4000)264728212855
Kosten/Umwelt (1000)353289310
Gesamtwertung (5000)300031103165
Platzierung321

Fazit

Der Testsieg des VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion ist das Ergebnis seiner Allrounder-Qualitäten. Diese waren schon immer das Markenzeichen des Wolfsburgers und bleiben es auch in Generation drei. Überraschender sind eher die Defizite beim Federungskomfort – immerhin verspricht das DCC Plus-Fahrwerk viel. Und der Preis ist saftig. Noch saftiger fällt dieser beim Mercedes GLB 220 d 4Matic aus, der dafür am besten federt und am sparsamsten ist: Rang zwei. Der Mazda CX-5 Skyactiv-D AWD muss hingegen bei der Eigenschaftswertung Federn lassen. Er ist knapper geschnitten, und die Sitze sind ein echtes Komfort-Handicap. Die Aufholjagd im Kostenkapitel des Vergleichstests kommt daher zu spät – angesichts seines Alters erreicht er aber eine respektable Punkteausbeute auf Platz drei.