LED-Scheinwerfer nachrüsten: Kauf & Einbau Darauf bei LED achten!

von Anika Külahci 23.10.2018
Inhalt
  1. Lassen sich LED-Scheinwerfer nachrüsten?
  2. Nachträglicher Einbau von LED-Scheinwerfern: Unbedingt beachten!
  3. Was kostet die Nachrüstung von LED-Scheinwerfern?
  4. Risiken: Keine illegalen LED-Scheinwerfer nachrüsten

Wer sich schon immer gefragt hat, ob sich LED-Scheinwerfer nachrüsten lassen, dem sei gesagt: Ja, das geht. Allerdings gilt hier einiges zu beachten. Wir verraten, worauf es bei Kauf und Installation ankommt. Und: Xenon-Scheinwerfer lassen sich ebenfalls nachträglich einbauen.

LED-Scheinwerfer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und gehören in aktuellen Fahrzeugen meist schon zum Standard. Verständlich, dass folglich viele Autobesitzer LED-Scheinwerfer nachrüsten möchten, um auch im Straßenverkehr besser zu sehen und gesehen zu werden. Ein Vorteil von LEDs ist, dass sie nicht nur langlebiger sind, sondern auch weniger Wärme entwickeln. Daneben bringen sie deutlich mehr Licht auf die Straße als herkömmliche Scheinwerfer.

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Lassen sich LED-Scheinwerfer nachrüsten?

Grundsätzlich gilt, dass sich LED- sowie Xenon-Scheinwerfer nachträglich in die Lichtanlage einbauen lassen. Allerdings sei dies immer ein Fall für den Profi. Hobby-Bastler sollten auf jeden Fall nicht selber Hand anlegen, wenn sie LED-Scheinwerfer nachrüsten möchten, erklärt Fahrzeugexperte Christian Heinz vom TÜV Thüringen.

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Nachträglicher Einbau von LED-Scheinwerfern: Unbedingt beachten!

Außerdem gelte es zu beachten, ausschließlich zulässige Umrüstungen auf Xenon- und LED-Basis vornehmen zu lassen, die nur in Kombination mit einem Tausch der kompletten Scheinwerfer möglich seien, so Fahrzeugexperte Christian Heinz. Für Leuchtstärken größer als 2000 Lumen für das Abblendlicht ist daraüber hinaus eine automatische Leuchtweitenregelung und eine Scheinwerferreinigungsanlage obligatorisch. Wer also LED- oder Xenon-Scheinwerfer nachrüsten will, der muss per Gesetz auch diese dann einbauen lassen.

 

Was kostet die Nachrüstung von LED-Scheinwerfern?

LED-Scheinwerfer nachrüsten kann kostspielig werden. Je nach Fahrzeugmodell und Teilehersteller müsse man nämlich mit 1000 Euro rechnen, vor allem, weil die Preisunterschiede zwischen günstigen Anbietern, Markenherstellern und originalen Zubehöranbietern oft mehrere Hundert Euro ausmachen können. Doch auch hier sollten LED- und Xenon-Scheinwerfer-Fans lieber etwas tiefer in die Tasche greifen, als das nächstgünstige Angebot wahrzunehmen, denn Gasentladungsquellen inklusive Vorschaltgeräte sind für den Straßenverkehr in Deutschland nicht zugelassen. Das betreffe Xenon-Umrüstsätze für Halogenlampen – im Kleingedruckten des Lieferumfangs stehe dann meist "nur für Rennzwecke und Export" zugelassen, so der Experte weiter.

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Risiken: Keine illegalen LED-Scheinwerfer nachrüsten

Werden illegale Bausätze von LED-Scheinwerfern nachgerüstet, verfalle die Bauartgenehmigung des Scheinwerfers und somit auch die Betriebserlaubnis des Autos. Deswegen sollte man sich im Vorfeld unbedingt informieren, ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt, LED- oder Xenon-Scheinwerfer nachzurüsten. Denn es könnte sein, dass die "Hell-Dunkel-Grenzwerte des Scheinwerfers" nach dem Umrüsten nicht mehr stimmen und andere Autofahrer somit geblendet werden. 
 

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