Kindersitze

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Kindersitze nach Altersstufe

 

Testsieger Kindersitze aus jeder Gruppe

 

Die beliebtesten Marken

Die beliebtesten Marken für Kindersitze
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ConcordCybexEmmaljunga
GBHauckHTS Besafe
IWHJaneJoie
KiddyKids im SitzKiwy
Maxi-CosiOsannPeg-Perego
RecaroSafety 1stStorchmühle
 

Das gibt es zum Thema Kindersitze zu wissen

  1. Kindersitz: Was sagt der Gesetzgeber?
  2. Erst Babyschale, dann Kindersitz
  3. Für Kleinkinder: Neue „i-Size-Norm“
  4. Kind falsch gesichert – dann droht Bußgeld
  5. Kindersitz-Gruppen: Normgruppe 0 bis III
  6. Kindersitz-Modelle: Babyschale bis Reboarder
  7. Isofix oder Gurt: Kindersitz perfekt fixiert
  8. Mischform: Kindersitz-Basis
  9. Kindersitz kaufen: Das ist zu beachten
  10. Kindersitz: Fazit

Ein Kindersitz im Auto ist für den Nachwuchs Pflicht. Alle Infos zu gesetzlichen Vorgaben, Kindersitz-Größen, Isofix und Einbau.

Sie erinnern an die Plastikschalen, die Eltern auf dem Fahrrad benutzen – und mindestens ebenso wichtig sind Kindersitze für das Auto. Schließlich sind Kinder die am meisten gefährdeten Personen im Straßenverkehr und müssen besonders gut geschützt werden. Eltern sehen sich bei der großen Auswahl an Kindersitzen allerdings schnell überfordert. Schließlich will man keinesfalls die falsche Wahl treffen. Was sagt der Gesetzgeber? Welche Gruppen gibt es für Kindersitze, Isofix, Reboarder und Babyschale? Welcher Kindersitz passt zu welcher Altersgruppe? Und wie kann die höchstmögliche Sicherheit garantiert werden, wenn ein Kindersitz im Auto benutzt wird? Hier gibt es alle Antworten.

 

1) Kindersitz: Was sagt der Gesetzgeber?

Ein Kindersitz bietet nur dann angemessenen Schutz für das Kind, wenn der Sitz auf das Alter, das Gewicht sowie auf die Größe des Kindes abgestimmt ist. Um dies sicherzustellen, hat der Staat in der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Paragraph §21, Absatz 1a Folgendes festgehalten:

„Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden.“

Konkret bedeutet das also, dass Kinder unter 12 Jahren und kleiner als 1,50 Meter auf jeden Fall im Kindersitz transportiert werden müssen. Der Grund ist einfach: Sitzgurte im Auto sind auf Erwachsene ausgelegt. Kinder unter 1,50 Metern sind schlicht zu klein, als dass der normale Gurt korrekt an Schulter und Becken sitzen könnte. Dies schränkt den Gurt in seiner Sicherheitsfunktion ein. Ein Kindersitz ist also nötig, bis die Körpergröße von 150 Zentimetern erreicht ist. Ist das Kind schon vor dem Alter von 12 Jahren so groß, muss kein Kindersitz mehr verwendet werden. Ebenfalls auf den Kindersitz verzichten darf man, wenn das Kind zwar das 12. Lebensjahr vollendet hat, aber noch keine 1,50 Meter groß ist. In diesem Fall ist eine Sitzerhöhung allerdings zu empfehlen.

 

2) Erst Babyschale, dann Kindersitz

Bis zu einem Gewicht von 9 Kilogramm müssen Kinder in einer Babyschale – dazu gleich mehr – entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Bis zu einem Alter von ungefähr 3 Jahren ist dies aber generell zu empfehlen. Auf dem Beifahrersitz muss der Airbag in jedem Fall deaktiviert werden – bei einem Unfall kann der Airbag sonst zu ernsten Verletzungen des Kindes führen.

Damit die Sicherheitsbestimmungen der StVO eingehalten werden, gibt es die Normen:

  • ECE-R 44/03 und
  • ECE-R 44/04
Einstellung nach ECE R 44/04
GruppeGewichtAlter
0/0+ (Babyschalen)0 - 13 kgbis 15 Monate
0/10 - 18 kgbis 4 Jahre
19 - 18 kg9 Monate - 4 Jahre
1/2/39 - 36 kg9 Monate - 12 Jahre
2/315 - 36 kg4 - 12 Jahre

Diese etwas kryptischen Bezeichnungen stehen für Prüfverfahren, denen sich ein Kindersitz unterziehen muss, damit er eine meist orangefarbene Prüfplakette erhält. Nur Kindersitze mit dieser Plakette dürfen in Deutschland verkauft werden. Plaketten, deren ECE-Nummer mit „02“ oder „01“ enden, sind veraltet und dürfen schon seit 2008 nicht mehr verwendet werden. „ECE-R 44/03“-Sitze sind zwar noch im Straßenverkehr erlaubt, haben aber auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Sicher fährt, wer einen Kindersitz mit der Prüfnorm ECE-R 44/4 besitzt. Das ist nämlich die aktuellste Norm, seit der auch aktiv an der Verbesserung des Seitenschutzes gearbeitet wird.

 

3)  Für Kleinkinder: Neue „i-Size-Norm“

Relativ neu auf dem Markt ist außerdem die „i-Size“. Die gibt es erst seit 2013 und gilt für Isofix-Kindersitze für Kinder von der Geburt bis zu 3 bis 4 Jahren. Diese neue i-Size-Norm kann unter der ECE-R 129 (gelegentlich auch UN R 129) von Herstellern zugelassen werden und ist in der vorläufigen Phase der Norm nur in Verbindung mit einem Isofix-System nutzbar (siehe Absatz „Perfekt fixiert mit Isofix“). Dafür fällt bei dieser Norm die Einschränkung durch ein Gewichtslimit weg, die sich im Alltag als unpraktisch erweisen kann. Hier zählt nur noch die Körpergröße des Kindes. Kindersitze mit „ECE-R 129“-Zulassung müssen außerdem natürlich dennoch die ECE-R 44/3 bzw. bei neuen Modellen ECE-R 44/4 erfüllen. Eine weitere Änderung, die diese neue Norm mit sich bringt, wird den verpflichtenden Rückwärtstransport der Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten betreffen, anstatt sich wie zuvor am Gewicht des Kindes zu orientieren.

Einstellung nach ECE R 129 (i-Size)
KlasseKörpergröße
Q 0Geburt - 60cm
Q 160 - 75cm
Q 1,575 - 87cm
Q 387cm - 105cm
Q 6105 - 125cm
Q 10ab 125cm
 

4) Kind falsch gesichert – dann droht Bußgeld

Die Nichtbeachtung der Gesetzeslage ist übrigens nicht nur gefährlich, sondern kann auch teuer werden. Diese Bußgelder können anfallen:

  • 30 Euro: Wenn das Kind nur via Dreipunktgurt gesichert ist
  • 35 Euro: Wenn mehr als ein Kind transportiert wird
  • 60 bzw. 70 Euro (bei mehreren Kindern): Wenn überhaupt kein Gurt verwendet wird

Einen Punkt in Flensburg gibt es oben drauf. Übrigens: Ob Taxi, Auto der Großeltern oder Fahrgemeinschaft – verantwortlich für die ordnungsgemäße Sicherung aller Passagiere ist immer der Fahrer.

 

5) Kindersitz-Gruppen: Normgruppe 0 bis III

Der Gesetzgeber stellt den einen wichtigen Faktor da, wenn sich Eltern für ein Modell entscheiden. Dann gilt es, die praktischen Aspekte zu beachten. Welcher Kindersitz ist denn eigentlich der richtige für das Kind? Schließlich ist die Auswahl riesig. Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu maximieren, gibt es verschiedene Gruppen von Kindersitzen, die für unterschiedliche Alters- und Gewichtsgruppen geeignet sind.

  • Normgruppe 0

Diese Gruppe ist für Kinder von 0-12 Monaten mit einem Gewicht bis 10 Kilogramm und einer Größe von maximal 75 cm vorgesehen. Kindersitze der Gruppe 0 müssen außerdem entgegen der Fahrtrichtung im Auto befestigt werden.

  • Normgruppe 0+

Für Kinder von 0 bis 13 Kilogramm. Die „0“ ist natürlich eher theoretischer Natur und macht deutlich, dass die Sitze der Gruppen 0 bis 0+/I für Säuglinge von 0-24 Monaten gedacht sind. Im Fall der Gruppe 0+ für Säuglinge und Kleinkinder bis 90 Zentimeter. Auch hier gilt: gegen die Fahrtrichtung anbringen.

  • Normgruppe 0+/I

Bis 18 Kilo Gewicht und einem Meter Größe passt der Kindersitz aus dieser Gruppe für 0-4-Jährige. Ab einem Gewicht von 9 Kilogramm darf der Sitz theoretisch auch in Fahrtrichtung angebracht werden, zu empfehlen ist dies aber nicht.

  • Normgruppe I

Für Kinder zwischen 9 Monaten und 4 Jahren, von 9-18 Kilogramm und 75-100 Zentimeter. Viele Sitze aus dieser Gruppe lassen sich mit und gegen die Fahrtrichtung befestigen. Alle Gruppen ab "I" dürfen in Fahrtrichtung im Auto mitgeführt werden.

  • Normgruppe II

Zwischen 3,5 und 7 Jahren, einem Gewicht von 15-36 Kilogramm und einer Größe bis zu 1,50 Metern eignen sich Kindersitze aus der Gruppe II.

  • Normgruppe III

Für die Größeren unter den Kleinsten ist die Gruppe III vorgesehen. Geeignet sind Kindersitze aus dieser Gruppe für ein Gewicht von 22-36 Kilogramm und einer Größe bis zu 150 Zentimeter. Das Alter für diese Gruppe rangiert von 6 bis 12 Jahren.

Die verschiedenen Begriffe und Normen klingen nur auf den ersten Blick kompliziert. Hat man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt und die vorangestellten Zahlen und Fakten zur Hand, ist es relativ einfach, das passende Modell zu finden. Dabei sollten Eltern aber nicht vergessen: Natürlich wachsen Kinder nicht nach Norm. Ist ein Kind schon zu groß, aber noch nicht schwer genug, kann die Wahl etwas schwerer fallen. Praktisch sind dafür die sogenannten „mitwachsenden Sitze“ aus den Gruppen 0+, 0/I sowie aus den hier nicht angeführten, da seltenen Gruppen I/II, I/II/III und II/III.

 

6) Kindersitz-Modelle: Babyschale bis Reboarder

Nun gibt es aber nicht nur die verschiedenen Gruppen für verschiedene Altersgruppen, sondern auch verschiedene Typen von Kindersitzen. Zum Glück lassen sich Kindersitze recht einfach in einige wenige Kategorien unterteilen.

  • Babyschale

Der Name nimmt es schon vorweg: Bei der Babyschale handelt sich nicht um einen klassischen Sitz, sondern um eine gepolsterte Schale, in der das Baby flach liegen kann. Das schont die noch schwache Nackenmuskulatur des Kindes, vor allem während eines Aufpralls. Babyschalen fallen in die Gruppen 0 und 0+, sind also für Kleinkinder mit einem maximalen Gewicht von 13 Kilogramm geeignet. Die Gruppe gibt uns außerdem Aufschluss darüber, dass eine Babyschale entgegen der Fahrtrichtung zu transportieren ist. Noch einmal sei erwähnt, dass der Airbag deaktiviert werden muss, wenn das Baby auf dem Beifahrersitz mitfahren soll. Das explosive Auslösen des Airbags kann bei einem verletzlichen Kleinkind ernsthafte Verletzungen anrichten und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Sicherer ist immer der Transport auf der Rückbank.

Doch nicht nur die für das Baby vorteilhafte Liegeposition ist ein Vorteil der Babyschale. Eine Babyschale lässt sich leichter als ein Kindersitz außerhalb des Fahrzeugs verwenden. Schnell mal in den Supermarkt oder an einem schönen Tag auf einen Kaffee geht es sich leichter mit einer Babyschale statt eines Kindersitzes. Viele Hersteller bieten außerdem kombinierte Angebote, bei denen sich Babyschalen direkt auf dem Kinderwagen anbringen lassen.

  • Kindersitz

Der klassische Kindersitz ist für alle Kinder, die aus der Babyschale herausgewachsen sind und ist in vielen verschiedenen Größen erhältlich. Im Aufbau sind sie jedoch nahezu gleich und bestehen aus einer Unterseite aus Plastik, auf der eine gepolsterte Sitzerhöhung und Rückenlehne montiert ist. Eine Kopfstütze, seitliche Stützen und ein Gurtsystem – gelegentlich ein Fangtisch – runden den sicheren Transport des Kindes ab. Eine Kindersitz-Unterlage ist übrigens all denen zu empfehlen, die Wert auf den Erhalt der Polster und somit des Wiederverkaufswerts legen. Die oft harte Unterseite der Sitze kann die Autositze abreiben und sogar einreißen. Nötig ist der Sitz indes dennoch, und ein bisschen Polsterabrieb muss einem die Sicherheit der Kleinsten im Straßenverkehr wert sein.

Angeschnallt werden Kinder im Kindersitz meist mittels Fünfpunktgurt, der ähnlich wie Hosenträger (daher auch „Hosenträgersystem“) angelegt und mit einer Schnalle über dem Bauch des Kindes geschlossen wird. Der Gurt muss stets straff angezogen werden, um wirklich sicher zu sein – auch wenn Kinder dies oft mit wenig Begeisterung aufnehmen. Alternativ gibt es auch den Fangtisch am Kindersitz. Dieser fängt das Kind bei einem Aufprall ab und sorgt für eine Abrollbewegung, die die freiwerdenden Kräfte besser ableitet und Verletzungen verhindert.

Hinsichtlich der Ausstattung gibt es nach oben hin kaum Limits. Zusätzliche Sicherheitsvorrichtungen wie Überrollbügel, Seitenabstandshalter, Stereo-Kopfhörer in den Kopfstützen – nur die Fantasie setzt die Grenzen. Und der Kontostand.

  • Sitzerhöhung

Ebenfalls erwähnen sollte man Sitzerhöhungen. Diese können mangels Rücken- und Seitenlehnen in puncto Sicherheit nicht mit klassischen Kindersitzen mithalten. Für Kinder, die bereits ihren 12. Geburtstag feiern durften, aber noch keine 1,50 Meter groß sind, können Sitzerhöhungen aber einen kleinen Vorteil hinsichtlich der Sicherheit während eines Aufpralls bieten. Auch aufblasbare Kindersitze fallen eher in den Bereich der Notlösungen und können ebenso wie Sitzerhöhungen keinesfalls einen echten Ersatz für einen Kindersitz darstellen.

  • Reboarder

Das Wort „Reboarder“ fällt oft, wenn es um das Thema Kindersitze geht. Ein Reboarder ist ein Kindersitz, der sich entgegen der Fahrtrichtung montieren lässt. Zwar dürfen Kleinkinder ab einem Gewicht von 9 Kilogramm theoretisch auch in Fahrtrichtung im Auto transportiert werden. Tests und Studien belegen indes, dass die rückwärts gerichtete Position bis zu einem Alter von 4 Jahren wesentlich sicherer ist. Ist das Kind also der Babyschale entwachsen (der Kopf erreicht den Rand der Schalen-Rückseite), empfiehlt sich ein Reboarder als Kindersitz. Bei einem Aufprall wird das Kind in die Rückseite des Reboarders statt nach vorne gedrückt, was die noch immer empfindliche Hals- und Nackenpartie schützt und Verletzungen vorbeugt.

 

7) Isofix oder Gurt: Kindersitz perfekt fixiert

Ob per Fangtisch oder Hosenträgersystem: Wie das Kind im Kindersitz anzuschnallen ist, ist schnell gelernt. Doch mit dem richtigen Sitz alleine ist es noch nicht getan. Schließlich muss auch der passend im Auto befestigt werden. Idealerweise so, dass es wenig Mühe bereitet, aber dennoch die maximale Sicherheit für Kinder bietet. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten – entweder das klassische Anschnallen per Dreipunktgurt, oder Isofix.

Befestigung per Gurt

Gerne als „Universalbefestigung“ betitelt, passen Kindersitze mit eben dieser Benennung in jedes Auto, dessen Sitze über einen klassischen Dreipunktgurt verfügen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Gurte straff sitzen und sich nicht verdrehen. Wenngleich generell ebenso sicher wie ein Isofix-System, können Anwendungsfehler beim Anschnallen die Kindersitz-Befestigung per Gurt zum Risikofaktor machen.

Befestigung per Isofix

Beim Isofix-System ist eine falsche Bedienung nahezu ausgeschlossen. Es gilt daher im Allgemeinen als die sicherste Befestigungsmethode für den Kindersitz – ist dafür aber nicht in allen Fahrzeugen vorhanden. Autos mit werksseitigem Isofix-System verbauen im Spalt zwischen Sitz und Lehne der Rückbank zwei starre Halteösen, auf die ein Kindersitz seinerseits mit Befestigungsbügeln einfach einrasten kann. Somit verbindet sich der Kindersitz fix mit der Karosserie des Autos und ist auf diese Weise sehr stabil montiert.

Ein Vornüberkippen des Sitzes bei einem Aufprall ist somit ausgeschlossen. Ältere Fahrzeuge besitzen aber oft kein Isofix und ein Nachrüsten ist häufig zu kostenintensiv, sodass es sich für ältere Autos nicht mehr lohnt. Auch Fahrzeuge mit einem Staufach unter dem Sitz sind nicht für diese Systeme zugelassen – der beliebte Familienwagen VW Touran fällt zum Beispiel in diese Kategorie.

 

8) Mischform: Kindersitz-Basis

Eine gute und beliebte Mischform ist eine Kindersitz-Basis. Diese gibt es sowohl für Isofix-Systeme (Isofix Base) als auch für die Befestigung per Gurt. Hier wird lediglich die Basis angeschnallt bzw. per Isofix mit dem Auto verbunden. Der Kindersitz oder auch die Babyschale kann dann per „Klick“ in die Basis einrasten. Besonders praktisch sind kombinierte Modelle, bei denen sich Schale oder Sitz sowohl im Auto als auch im Kinderwagen einfach auf eine jeweilige Basis montieren lassen. Meist ist dies aber nur innerhalb des Angebots eines Herstellers möglich. Basis und Sitz unterschiedlicher Firmen sind im Regelfall nicht miteinander kompatibel.

 

9) Kindersitz kaufen: Das ist zu beachten

Die wichtigsten Dinge sind nun bekannt: Aus der Gesetzeslage ergeben sich die Pflichten, aus den Gruppen die richtigen Kindersitze für das jeweilige Kind. Auch die Befestigung per Gurt oder Isofix ist geklärt. Doch auf welche Dinge sollte man noch unbedingt achten, wenn es an den Kindersitz-Kauf geht?

  • Prüfsiegel, Befestigung, Probesitzen

Der erste Blick muss immer dem Prüfsiegel gelten. Kindersitze ohne Norm-Prüfsiegel dürfen in Deutschland nicht im Handel verkauft werden. Was im Einzelhandel üblicherweise problemlos ist, kann bei Bestellungen im Internet übersehen werden. In jedem Fall sollte ein Probesitzen des Kindes erfolgen. Der sicherste und teuerste Sitz bringt wenig, wenn sich das Kind im Sitz nicht wohlfühlt und statt einer ruhigen Fahrt auf dem Rücksitz die Flucht von Alcatraz neu inszeniert. Der oben von uns empfohlene Online-Händler bietet dafür eine kostenlose Lieferung und Rückversand an. Zum Wohlfühl-Ambiente können natürlich diverse Extras wie Kopfhörer im Sitz oder zusätzliche Polster und Stützen beitragen – was sich die Hersteller aber auch entsprechend vergüten lassen.

Die Befestigung des Kindersitzes im Auto sollte vor dem Kauf ebenfalls einmal durchgespielt werden. Im Alltag ist mit Kind und vor allem Kleinkind oft Hektik angesagt. Da Fehler bei der Befestigung des Sitzes fatal sein können, ist es wichtig, sich für einen Sitz zu entscheiden, der sich einfach und mühelos im Auto anbringen lässt. Dass am Sitz keine eigenmächtigen Veränderungen vorgenommen werden dürfen, „damit er halt doch noch rein passt“, sollte sich von selbst verstehen.

Im Falle eines Gebrauchtkaufs darf der Blick für Details nicht fehlen. Hier gilt erneut der erste Blick dem Prüfsiegel, das nicht veraltet sein darf. Beschädigungen wie Haarrisse können harmlos aussehen, aber die Struktur und somit Funktion des Kindersitzes ernsthaft beeinträchtigen. Viele Kindersitze unterliegen auch einem „Auslaufdatum“ und können nicht über Generationen hinweg verwendet werden. Die Hersteller geben die Lebensdauer meist an, im Regelfall liegt diese aber bei 3-7 Jahren.

  • Kindersitz-Tests geben Hilfestellung

Kindersitz-Test 2017ADAC

Sich über spezifische Kindersitz-Modelle zu informieren, zum Beispiel in Tests des ADAC, ist nach Eingrenzung der Auswahl auf wenige Modelle ebenfalls sinnvoll. Wer sich für das obere Drittel der Testsieger entscheidet, wird beim Thema Sicherheit wenig vermissen.

Beim Thema „mitwachsende Kindersitze“ ist natürlich wichtig, dass Kopfstützen und Rückenlehne in der Höhe verstellt und optimal auf die Größe des Kindes eingestellt werden können. Apropos Flexibilität: Ein Kindersitz, der sowohl per Dreipunktgurt als auch per Isofix befestigt werden kann, gewinnt spätestens dann, wenn das Kind mal nicht im eigenen Auto transportiert wird. Auch Taxis und Mietwägen haben oft kein Isofix-System, so dass die Anschnalloption sicherheitshalber immer zur Verfügung stehen sollte.

 

10) Kindersitz: Fazit

Das Thema Kindersitze ist umfangreich, aber mit ein wenig Beschäftigung lassen sich dem vermeintlich komplexen Gebiet schnell die Geheimnisse entreißen. Mit Prüfsiegel, richtiger Gruppe und passendem Befestigungssystem steht dem sicheren Transport der Kinder zur Oma, der Spielgruppe oder dem Kindergeburtstag nichts mehr im Wege.

 

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