Kindersitz-Gruppe 0+/1 (mit/ohne Isofix): Tipps Die Alternative zur Babyschale

von Christina Finke
Kindersitze Header Gruppe 0/1

Für den Transport von Neugeborenen im Auto eignen sich Autositze der Kindersitz-Gruppe 0+/1, bis der Nachwuchs ein Gewicht von 18 Kilogramm oder ein Alter von circa dreieinhalb Jahren erreicht hat. Beim Kauf sollten Eltern jedoch einige Dinge beachten. Die AUTO ZEITUNG gibt Tipps, nennt Vor- und Nachteile der Gruppe-0+/1-Sitze und zeigt empfehlenswerte Modelle! 

Babys und Kinder bis zu einem Gewicht von 18 Kilogramm können ab der Geburt bis zu einem Alter von etwa dreieinhalb Jahren in einem sogenannten "mitwachsenden" Kinderautositz der Kindersitz-Gruppe 0+/1 im Auto mitfahren. Es handelt sich bei entsprechenden Modellen, die sowohl mit als auch ohne Isofix-System angeboten werden, also quasi um eine Kombination aus Babyschale und Kindersitz für Kleinkinder. Und: In ihnen können Babys und Kleinkinder vorwärts gerichtet sowie entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Die AUTO ZEITUNG gibt Tipps, worauf Eltern beim Kauf und dem Einsatz im Auto achten sollten. 

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Tipps: Darauf beim Kauf von Kindersitzen der Gruppe 0+/1 achten

Bei einem Kindersitz der Gruppe 0+/1 sollten Eltern darauf achten, dass der Einsatz für den Sitz, der vor allem für Babys bis zum Alter von etwa zwölf Monaten gedacht ist und ihnen eine möglichste flache Position ermöglichen soll, über eine gute Polsterung verfügt und fest im Autositz liegt. Schließlich soll der Nackenbereich von Neugeborenen wegen der noch nicht ausreichend ausgebildeten Muskulatur – wenn möglich – entlastet werden. Ebenfalls wichtig: Nach der neuen, wenn auch nicht verpflichtenden, i-Size-Norm sind Kindersitze der Gruppe 0+/1 bis zu einem Alter von mindestens 15 Monaten so zu nutzen, dass der Nachwuchs entgegen der Fahrtrichtung mitreist. Generell empfehlen Expert:innen dies auch darüber hinaus, sofern der Kinderautositz es ermöglicht. Zudem bieten heutzutage zahlreiche Modelle eine praktische Drehfunktion, mit der das Hineinsetzen und Anschnallen der Kleinen leichter von der Hand gehen soll. Wenn möglich, sollten Eltern ihren Nachwuchs vor dem Kauf eines Kindersitzes der Gruppe 0+/1 einmal zur Probe in das entsprechende Modell hineinsetzen. Da diese Kinderautositze jedoch meist schon vor der Geburt gekauft werden, sollte zumindest auf eine gute Polsterung sowie einfache Handhabung geachtet werden. Und: Der Einbau im eigenen Auto sollte in jedem Fall probeweise vor dem Kauf durchgeführt werden.

Eine detaillierte Übersicht zu den verschiedenen Kindersitzgruppen und empfehlenswerten Modellen finden Interessierte auf den folgenden Übersichtsseiten: 

>> Alles zu Kindersitzen der Gruppe 0 (Babyschalen)
>> Alles zu Kindersitzen der Gruppe 1
>> Alles zu Kindersitzen der Gruppe 2
>> Alles zu Kindersitzen der Gruppe 2/3
>> Alles zu Kindersitzen der Gruppe 1/2/3
>> Alles zu Sitzerhöhungen

 

Befestigungsmöglichkeiten für Kindersitze der Gruppe 0+/1

Kindersitze der Gruppe 0+/1 (0-18 kg) lassen sich entweder mit dem Drei-Punkt-Gurt des jeweiligen Fahrzeugs oder via Isofix-System im Auto befestigen. Vor dem Kauf eines Isofix-Kindersitzes sollten Eltern jedoch prüfen, ob das eigene Fahrzeug über die entsprechenden Haltebügel (Isofix-Halterung) verfügt. Eine entsprechende Bezeichnung ist an den Autositzen selbst zu finden (heute werden überwiegend Verankerungspunkte auf den beiden äußeren Rücksitzen installiert), außerdem sind im Handbuch des Wagens entsprechende Angaben enthalten. Sind die Vorkehrung für eine Isofix-Befestigung vorhanden, erleichtert das den sicheren Einbau von Kindersitzen immens, weil spezielle Rastarme am Kindersitz selbst mit Schnappverschlüssen um die Verankerung im Fahrzeug greifen. Eltern können aber auch auf eine Isofix-Basis zurückgreifen, auf die sich entsprechende Kindersitze aufsetzen lassen und darauf einrasten. Darüber hinaus verfügen Isofix-Kindersitze mit Universal-Zulassung zur Sicherheit zusätzlich über einen dritten Befestigungspunkt. Dafür kommt entweder ein sogenannter Top Tether zum Einsatz, bei dem es sich um einen zusätzlichen Sicherungsgurt handelt, der meist an der Rückseite des Kindersitzes montiert ist und an einem Befestigungspunkt im Auto – meist hinter der Rücksitzlehne oder im Kofferraum – angebracht wird. Oder aber der Isofix-Sitz verfügt über einen Standfuß, der sich in der Höhe verstellen lässt. Der Kindersitz selbst hat in der Regel einen eigenen Fünf-Punkt-Gurt, mit dem das Baby oder Kleinkind gesichert wird.

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Kindersitz-Gruppe 0+/1: Das sind die Vor- & Nachteile

Wie bereits erwähnt, sind Modelle der Kindersitz-Gruppe 0+/1, egal ob mit oder ohne Isofix, eine Art Kompromiss zwischen Babyschale (Normgruppe 0) und einem Kinderautositz der Gruppe 1. Häufig werden in diese Einteilung aber auch reine Gruppe-1-Sitze gefasst, die durch das Ergänzen um eine spezielle Einlage für den Sitz zu einem Autositz der Gruppe 0+/1 werden. Wer auf der Suche nach einem Kinderautositz ist, der zudem eine Tragefunktion bietet, ist mit einem Modell der Gruppe 0+/1 meist nicht gut beraten. Denn die wenigsten Exemplare verfügen über einen Tragebügel, wie er bei Babyschalen die Regel ist. Ein Vorteil des Gruppe-0+/1-Sitzes ist dagegen, dass er eine längere Nutzung ermöglicht und Eltern sich unter Umständen den Kauf eines weiteren Autositzes sparen können. Da reine Babyschalen jedoch ausschließlich auf Neugeborene und Babys ausgelegt sind, bieten sie in der Regel die bessere Passform und somit auch mehr Sicherheit.

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Komfort & Sicherheit bei Kindersitzen der Gruppe 0+/1

  • Funktionen zur Anpassung der Sitzposition

Um den Kindersitz der Körpergröße des Kindes anpassen zu können, verfügen Modelle der Gruppe 0+/1 über verstellbare Kopfstützen, mit der sich auch das Gurtsystem des Sitzes anpasst. Darüber hinaus sind die Rückenlehnen entsprechender Sitze auch in ihrer Neigung verstellbar, was einen hohen Komfort und gefahrloses Schlafen im Kindersitz ermöglichen soll.

  • Kindersitz-Unterlage gibt Halt und schont Polster​

​Kindersitz-Unterlagen eignen sich dazu, den Halt von Kindersitzen im Auto zu verbessern und darüber hinaus auch die Sitzpolster zu schonen. Worauf Eltern bei der Anschaffung achten sollten, welche Produkte empfehlenswert sind und weitere Details zu Kindersitz-Unterlagen, können Interessierte über den Link unterhalb dieses Absatzes aufrufen.

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Kindersitz-Gruppe 0+/1: Tests können bei der Kaufentscheidung helfen

Wer nach einer zusätzlichen Entscheidungs-Hilfe vor dem Kauf eines geeigneten Kindersitzes der Gruppe 0+/1 sucht, sollte einen Blick auf die Ergebnisse des jährlichen ADAC-Kindersitz-Tests werfen, den der Automobilclub gemeinsam mit der Stiftung Warentest durchführt. Regelmäßig sind hier sowohl Babyschalen als auch Modelle der Gruppe 1, Gruppe 2 und Gruppe 3 sowie mitwachsende Auto-Kindersitze der Gruppe 1-3 und auch Kinder-Autositze der i-Size-Norm vertreten. Die Ergebnisse werden in zwei Teilen veröffentlicht (Frühjahr und Herbst) und geben einen Überblick über die besten Kindersitze im Test. Zu den beliebtesten Herstellern für Kindersitze (0-18 kg) der Gruppe 0+/1, deren Produkte auch immer wieder an diversen Tests teilnehmen,  gehören unter anderem BeSafe, Britax Römer, Cybex, Joie, Maxi-Cosi, Osann und Recaro. Die beliebtesten Modelle und Bestseller verschiedener Hersteller haben wir im Folgenden für Interessierte aufgelistet.

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