Hyundai Ioniq 5 (2026) im Dauertest: Das gefällt & das nervt
Der Hyundai Ioniq 5 erweitert den Dauertest-Fuhrpark für ein Jahr: Auftakt für den schicken Stromer. Unsere Eindrücke nach den ersten Kilometern.
Neu im Dauertest: Hyundai Ioniq 5 84 kWh N Line
Die Uni-Lackierung in Atlas White (450 Euro) steht in starkem Kontrast zu den schwarzen Anbauteilen der N Line-Ausstattung. Dass wir die N Line X fahren, sieht man auf den ersten Blick nicht: Der Mehrwert steckt in Details wie dem Head-up-Display oder der Bose-Soundanlage. Der Aufpreis für die X-Variante beträgt 3300 Euro. Für Vortrieb sorgt eine permanenterregte Synchronmaschine an der Hinterachse, die von elektrischer Energie gespeist wird, die von einem 84-kWh-Akku bereitgestellt wird. Mit 800 Volt war der Ioniq 5 2021 Trendsetter und ist auch 2026 noch absolut wettbewerbsfähig.
Der Hyundai Ioniq 3 im Video-Check

Was gefällt & nervt: Eindrücke aus dem Dauertest
Alltagstauglichkeit
So kompakt der koreanische Stromer auch wirkt: Glatte drei Meter Radstand ermöglichen besonders im Fond ein fürstliches Platzangebot. Der Kofferraum bietet zudem ein alltagstaugliches Stauvolumen von 520 bis 1580 Litern. Zusätzlich finden unter der vorderen Haube dank Heckantrieb weitere 57 Liter Platz – etwa für das sperrige Lade-Equipment.
Das nervt
Auf den ersten Metern im Dauertest wurde bereits der verbesserungswürdige Geradeauslauf moniert – der wohl auf das Konto der großen 20-Zoll-Räder geht. Immerhin sehen sie schick aus. Zudem wird die induktive Smartphone-Ladeschale auch aufgrund ihrer exponierten Lage schnell sehr heiß – eine aktive Kühlung fehlt.
Das gefällt
Neben dem fürstlich dimensionierten Fond samt einstellbarer Lehnenneigung wird besonders der souveräne Antrieb des Ioniq 5 gelobt. Der 168 kW starke E-Motor an der Hinterachse kommt mit dem üppigen Leergewicht sehr gut klar. Vom schneidigen N Line-Outfit darf man sich aber nicht blenden lassen: Der viel stärkere Ioniq 5 N fährt dynamisch in ganz anderen Sphären. Das griffige Dreispeichen-Lenkrad nimmt man aber auch hier gern mit.
Multimedia
Der Ioniq 5 besitzt stets eine recht umfangreiche Infotainment-Ausstattung. Kabelloses Apple CarPlay und Android Auto sind ebenso serienmäßig wie ein 12,3-Zoll-Touchscreen samt Online-Navigation. Die Bluelink-Lite-Funktionen (etwa Routenführung und OTA-Updates) sind 9,5 Jahre lang inklusive. Erweiterte Plus- oder Pro-Funktionen, darunter Remotefunktionen wie die Fernklimatisierung, verlangen nach kurzer Testphase (6 Monate) nach einem kostenpflichtigen Abonnement.
Werkstatt & Kosten
Verzichtet man auf die sportliche N Line, kann man den Ioniq 5 mit 168 kW starkem Hinterradantrieb bereits ab 54.100 Euro fahren.
Fazit
Die Modellüberarbeitung hat den Ioniq 5 jung gehalten: Sein Alter merkt man dem extravaganten 800-Volt-Stromer kaum an. Mit viel Platz und bewährten E-Auto-Talenten dürfte er für viel Freude im Redaktionsalltag sorgen.
Technische Daten des Hyundai Ioniq 5 84 kWh
AUTO ZEITUNG 20/2026 | Hyundai Ioniq 5 84 kWh |
|---|---|
Antrieb | |
Motor | Permanenterregte Synchronmaschine |
Leistung | 168 kW / 229 PS |
Max. Drehmoment | 350 Nm |
Batterie | Lithium-Ionen, 84 kWh |
Spannung | 800 Volt |
Getriebe | Konstantübersetzung |
Antrieb | Hinterrad |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | (4655 / 1890 (2155*) / 1605) mm |
Leergewicht | 1985 kg |
Kofferraumvolumen | 520 - 1580 l (Frunk: 57 l) |
Fahrleistungen | |
0 – 100 km/h | 7,5 s |
Höchstgeschwindigkeit | 185 km/h |
WLTP-Verbrauch | 17,2 kWh / 100 km |
CO2 | 0 g / km |
Kosten | |
Grundpreis | 54.100 € |
Testwagenpreis | 63.250 € |
Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegeln | |


























