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Einzeltest

Schon getestet: So gut ist das BMW 7er Facelift

Der neue BMW 7er gehört zu den technisch komplexesten Autos, die wir jemals getestet haben. Und doch besticht der 740 xDrive eher mit zeitlosen Qualitäten.

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Eine silber-schwarze BMW 7er Facelift Limousine mit Zweifarb-Lackierung fährt auf einer Landstraße, umgeben von grünen Wiesen unter blauem Himmel.
Die neue Front entlarvt das aufwendigste Facelift der BMW-Geschichte. Foto: Frank Ratering
Eine silber-schwarze BMW 7er Facelift Limousine mit Zweifarb-Lackierung fährt auf einer Landstraße, umgeben von grünen Wiesen unter blauem Himmel.
Knapp 5,40 Meter lange bayerische Perfektion. Die 22-
Zöller straffen die Proportionen, aber auch den Komfort. Foto: Frank Ratering
Eine silber-schwarze BMW 7er Facelift Limousine mit Zweifarb-Lackierung fährt auf einer Landstraße, umgeben von grünen Wiesen unter blauem Himmel.
Fahrkomfort und Agilität schließen sich beim BMW 7er nicht aus – die Balance ist beeindruckend. Foto: Frank Ratering
Das BMW 7er Facelift Cockpit zeigt ein Lenkrad, eine breite digitale Anzeige und einen großen Navigationsbildschirm über der Mittelkonsole.
Komplett verändertes Cockpit samt Lenkrad, Neuer-Klasse-Technik und Panoramic-View Foto: Frank Ratering
Durch die offene Fahrertür des BMW 7er Facelift sind schwarze Ledersitze, Lenkrad und Mittelkonsole im Innenraum zu sehen.
Die weich gepolsterten Riesen-Sessel sind serienmäßig. Foto: Frank Ratering
Ein angeschnallter Mann sitzt mit ausgestreckten Beinen auf einem zurückgelehnten Rücksitz im schwarzen Lederinterieur des BMW 7er.
Das Executive-Paket mit Liegesitz ... Foto: Frank Ratering
Ein großer Breitbildschirm mit Streaming-Apps hängt im Innenraum des BMW 7er vor den Rücksitzen. Darunter ist das Cockpit sichtbar.
... und Kino-Screen kostet knapp 7500 Euro extra. Foto: Frank Ratering
Eine Hand hebt eine graue Fußmatte im BMW 7er an. Darunter ist eine runde Befestigung am Teppichboden sichtbar.
Beinahe auf Rolls-
Royce-Niveau: Dick-flauschige Fußmatten animieren zum Barfuß-Betrieb Foto: Frank Ratering
Die Nahaufnahme zeigt das Vorderrad des BMW 7er mit schwarz-silberner Mehrspeichenfelge und Goodyear-Reifen.
Mit dem Facelift werden die Räder größer – ab Werk sind 20 bis 22 Zoll möglich. Die großen stehen dem 7er ausgezeichnet, Komfort-Fans wählen 20 Zoll. Foto: Frank Ratering
Im offenen Motorraum des BMW 740 xDrive sind eine schwarze Motorabdeckung mit Logo, Metallstreben, Schläuche und Behälter zu sehen.
Unsagbar feinfühliger Reihensechszylinder (B58) beim BMW 740 xDrive. Foto: Frank Ratering
In der Autotür des BMW 7er sind ein Touchscreen, Tasten und ein gemustertes Lautsprechergitter in silber-schwarze Verkleidung eingelassen.
Zwei feste Touchscreens für die wichtigsten Fond-Funktionen (Rollos, Klima, Sitzeinstellungen) befinden sich nach wie vor in den hinteren Türen. Foto: Frank Ratering
Ein Touchscreen im BMW 7er zeigt das Menü der Luftfederung mit Höhenstand „NORMAL“ und einer seitlichen Fahrzeugdarstellung.
Neue-Klasse-Bedienung: Trapez-Bildschirm und Sprachassistent sind jetzt beim 7er Standard. Dazu kommt ein Beifahrerdisplay mit eigenem Rechner. Foto: Frank Ratering

BMW 740 xDrive 2026: Ultimative Luxuslimousine, extrem breite Antriebspalette

Es fällt schwer, nicht ständig in Superlative abzuschweifen – bei einem Auto von 5,40 Meter Länge mit einem Gewicht von 2,3 Tonnen und der Ausstattung einer ultimativen Luxuslimousine. Eines, das BMW selbst als Flaggschiff der Marke bezeichnet und das sich nach seinem jüngsten Facelift nicht nur optisch verändert hat, sondern auch in seiner grundsätzlichen digitalen Architektur. Und das sich antriebstechnisch so breit aufstellt wie kaum ein anderes modernes Auto: Diesel, Benziner, Plug-in-Hybride, V8-Geschoss, Heck-Elektro oder Allrad-M-Modell. All das ist mit der BMW CLAR-Plattform (Cluster Architecture) ohne äußerliche Unterschiede umsetzbar.

Das BMW 7er Facelift 2026 im Video-Check

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Innenraum: Viele Verbesserungen, neues Cockpit

Dass er – unabhängig von der Antriebsform – immer derselbe Typ bleibt, liegt an der Dominanz seiner hervorstechendsten Merkmale: Größe, Auftritt, Fahrleistung, Dynamik, Federungskomfort und vor allem maximale Souveränität beim Fahren. Allein über die Geräuschdämmung und darüber, wie BMW sie für das sogenannte LCI (Life Cycle Impuls) verbessert hat, könnten wir seitenlang berichten.

Darüber, wie die komplette Frontscheibe verändert werden musste, damit das ebenso breite wie neuartige Reflexionsdisplay Panoramic View integriert werden konnte. Wie sich dadurch unterhalb der Frontscheibe die Schallisolierung verändert hat und sich der Schall von Windgeräuschen in kleinen Irrgärten verirrt, um bloß nicht in den Innenraum zu dringen. Wie BMW die Außenspiegel überarbeitet hat, damit die dahinter entstehende hochturbulente Strömung, der sogenannte Spiegelnachlauf, nicht mehr so stark auf die Seitenscheibe trifft. Oder wie die verstärkte Dämmung in den Türtafeln für noch mehr Ruhe im Auto sorgt. Viel besser versteht man den BMW 7er 2026 aber, wenn man ihn einfach fährt.

Ausstattung: Unfassbar gute Fahrassistenz, feinste Materialien

Allein in den ersten Tagen unseres Tests legten wir mit ihm 2500 Kilometer quer durch Deutschland zurück. Mal sehr schnell, mal ausgesprochen entspannt – aber immer ultrasicher. Schon dank der überragenden Assistenzsysteme, die auch mal über Minuten als gediegener Autopilot fungieren. Mal über schnurgerade Autobahnen, mal durch kurvige Bergstraßen. Mal ganz allein im Auto – ok, zusammen mit den sagenhaften 36 Bowers-&-Wilkins-Lautsprechern –, mal mit auserwählten Mitfahrern in der zweiten Reihe.

„Es gab kaum einen Kilometer, den wir nicht genossen hätten. Die absolute Ruhe. Die Verarbeitungsqualität.“
Markus Schönfeld

Es gab dabei kaum einen Kilometer, den wir nicht genossen hätten. Die absolute Ruhe. Die Verarbeitungsqualität. Die feinsten Materialien, die bis unter die Sitze und in jeden Winkel reichen. Die ultimativen Komfortsessel mit ihren verschiedensten Massageprogrammen. Das Nachtdesign mit der neuen Ambiente-Lichtverteilung – jetzt ohne die Kristallleiste, dafür weiterhin mit dem fein illuminierten Panorama-Glasdach Sky Lounge. Wir haben in Fahrpausen im Liegesitz des Fonds gelümmelt und uns von Dolby-Atmos-Trailern via YouTube auf dem knapp 80 Zentimeter breiten 8K-Display überrollen lassen.

Glauben Sie uns: Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, kritisch zu sein. Und wir haben auch kleine Kritikpunkte gefunden. Etwa das Lenkrad. Es verfügt über das gleiche Layout wie andere Neue-Klasse-Modelle – mit der ungewöhnlichen Speichenarchitektur und den variablen Multifunktionstasten. Geschmackssache.

Ein großer Bildschirm im BMW 7er zeigt Streaming-Apps und Filmangebote. Darunter sind Vordersitze und Armaturenbrett sichtbar.
Foto: Frank Ratering

Fahrverhalten: Unglaublich ausgewogen, überraschend sparsam

Ebenso die 22-Zoll-Räder: Bisher war bei 21 Zoll Schluss. Optisch werten sie den 7er um Klassen auf, proportionieren ihn stämmiger, breiter, maskuliner. Kurven- und Längsdynamik profitieren im Sportmodus von ihnen. Doch die großen Räder stehlen dem BMW die oberste Spitze an überragendem Komfort. Auf Querfugen wie Bahnschienen machen sie sich hier und da ganz leicht bemerkbar – dort, wo er mit 19 Zoll vielleicht komplett drüber schweben würde. Aber schweben wird der neue 7er auch mit 22-Zöllern fast immer – mit unglaublicher Ausgewogenheit, egal ob über Beton, Asphalt oder Kopfsteinpflaster. Und dazu dieser Antrieb. Für deutsche Kunden neu: der Sechszylinder-Benziner B58 mit Mild-Hybrid-Unterstützung, 400 PS, Allradantrieb und Achtstufen-Automatik. Aber all das muss man eigentlich überhaupt nicht wissen, denn man merkt nichts davon.

Wer einfach komfortabel durch die Welt rollt, wird weder Motordrehzahl noch Gangnummer oder Wassertemperatur kennen. Sogar das konfigurierbare Panorama-Display kann solche Infos ausblenden und einen glauben lassen, man fahre rein elektrisch. Es fühlt sich auch so an. Spontanes Drehmoment ist jederzeit da, reichlich Kraft danach sowieso. Nur mit etwas mehr Vehemenz im Gasfuß meldet sich der unsagbar gute 
B58 zu Wort und grummelt wie 
ein potenter V8 im Untergrund. Schaltvorgänge traten noch bei keinem anderen Auto zuvor so weit in den Hintergrund.

Ein BMW 7er mit schwarzem Dach fährt auf einer Straße vor grünen Hügeln unter bewölktem Himmel.
Foto: Frank Ratering

Ähnlich verhält es sich mit dem Verbrauch. Bei normaler Fahrweise benötigten wir knapp acht Liter pro 100 km. Selbst bei schnellerer Gangart sind unter zehn Liter möglich. Und so bleibt uns am 
Ende nur der Superlativ: Der neue 7er ist vielleicht das vielseitigste und beste Auto, das wir je getestet haben, auch wenn es in dieser komplett ausgestatteten Version satte 180.000 Euro kostet. Doch das scheint bei so wenig Kritik wohl angemessen.

Fazit

Ja – der 7er ist groß, schwer und teuer. Er ist jedoch schon in der Basis als 740 xDrive erstaunlich leichtfüßig und sparsam. Vor allem aber verbindet der neue 7er allerhöchsten Komfort mit modernster Bedienung und bleibt dabei technisch nahezu unaufdringlich. Was für ein wundervolles Flaggschiff.

Technische Daten & Messwerte

AUTO ZEITUNG 21/2026

BMW 740 xDrive (2026)

Technik

Motor

R6-Zylinder, 4-Ventiler, Benzin-Direkteinspritzung, Twin-Scroll-Turbo, 48-V-Mild-Hybrid mit einem ins Getriebe integrierten E-Motor (13 kW / 18 PS) und 20-Ah-Akku im Kofferraum

Hubraum

2998 cm3

Leistung

294 kW / 400 PS
5500 U/min

Max. Drehmoment

540 Nm
1980 – 5000 U/min

Bohrung / Hub

82,0 / 94,6 mm

Verdichtung

11,0 : 1

Antrieb

8-Stufen-Automatik; Allrad, permanent

Gewicht

Leergewicht (Werk / Test)

2235 / 2279 kg

Zulässiges Gesamtgewicht

2830 kg

Effektive Zuladung

551 kg

Gewichtsverteilung (v / h)

53 / 47 %

Anhängelast (gebr. / ungebr.)


750 kg/
2100 kg

Dachlast / Stützlast

– /
85 kg


Abmessungen

Gesamtmaße (L / B / H)

5395 / 1950 (2169)* / 1558 mm

Radstand

3215 mm

Kofferraumvolumen

500 l

Fahrleistung

0 – 50 km/h

2,0 s

0 – 100 km/h

5,5 s

0 – 150 km/h

10,8 s

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

Bremsweg

100 – 0 km/h (kalt / warm)

33,9 / 33,2 m

50 – 0 km/h / 150 – 0 km/h

8,9 / 76,5 m

Verbrauch & Reichweite

WLTP-Verbrauch auf 100 km

8,4 l S

Testverbrauch auf 100 km

9,2 l S

Tankvolumen / Reichweite

74 l / 880 km

Umwelt & Abgas

Abgasnorm

Euro 6e

CO2-Emission

180 g/km

Preis

Grundpreis

117.900 €

Testwagenpreis

180.610 €

Rabatt

20.632 €

Steuer & Versicherung

Kfz-Steuer pro Jahr

275 €

KH / VK / TK Typklassen

21 / 31 / 30

KH / VK / TK Versicherung

830 / 4083 / 1868 €

Wartung & Garantie

Serviceintervall

30.000 km / 24 Monate

Garantie Gesamtfahrzeug

3 Jahre

Garantie Lack / Rost

3 / 12 Jahre

Mobilitätsgarantie

bis 15 Jahre