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Corigon-Teilintegrierte: Das ändert sich zum Modelljahr 2027!

Kleine Schritte statt großer Revolution: Zum Modelljahr 2027 passt Corigon seine Teilintegrierten-Baureihen im Detail an. Neben leichten Optik-Retuschen und mehr (optionaler) Komfortausstattung gibt es vor allem mehr Basisfahrzeug-Serienausstattung – der Grund hierfür ist aber die EU. Das ändert sich an den Reisemobilen!

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Die Collage zeigt links zwei Corigon-Teilintegrierte statisch von schräg vorne vor weißem Hintergrund. Rechts ist der Wohnraum des T750LS zu sehen.
Corigon nutzt das Modelljahr 2027 nicht für einen kompletten Neustart, sondern für Überarbeitungen: Mehr Serienausstattung, neue Komfortoptionen und einzelne Detailanpassungen an Karosserie und Innenraum. Außerdem müssen die Womos bereit für GSR II sein. Foto: Corigon/Collage: AUTO ZEITUNG
Die zum Modelljahr 2027 überarbeitete T-Haube der Corigon Teilintegrierten Pure im Detail.
Die umfangreichsten Änderungen betreffen die Baureihe Teilintegriert Pure auf Fiat-Ducato-Basis. Äußerlich fällt vor allem die neu gestaltete T-Haube auf. Foto: Corigon
Der Wohnraum des Corigon T75LQ.
Darüber hinaus wächst der Umfang der Basisausstattung spürbar, damit das Reisemobil die GSR-II-Anforderungen erfüllt. Foto: Corigon
Der Wohnraum des Corigon T75LQ.
Mehrere Fahrerassistenzsysteme aus dem Fiat-Programm gehören künftig ebenso zur Grundausstattung wie ein Multimedia-System inklusive Rückfahrkamera. Foto: Corigon
Das Heckbett des Corigon T75LQ.
Neu ist außerdem eine optionale Dieselheizung vom Typ Truma Combi 6D. Damit reagiert Corigon auf die steigende Nachfrage nach alternativen Heizsystemen, die unabhängig vom Gasvorrat arbeiten. Foto: Corigon
Der Wohnraum des Corigon T750LS.
Weniger umfangreich, aber dennoch sichtbar fallen die Änderungen bei den Modellen Teilintegriert Advanced aus. Hier konzentriert sich Corigon vor allem auf den Innenraum. Foto: Corigon
Der Wohnraum des Corigon T750LS.
Dank neuer Dekorelemente soll der Wohnraum des Topmodells nun moderner wirken. Ergänzt wird die Modellpflege durch zusätzliche Fahrerassistenzsysteme sowie ein Multimedia-System, das künftig zur Serienausstattung zählt. Foto: Corigon

Die Nice-Price-Marke Corigon nutzt das Modelljahr 2027 nicht für einen kompletten Neustart, sondern für eine gezielte Überarbeitung ihres Reisemobil-Programms. Die Marke erweitert die Serienausstattung, ergänzt neue Komfortoptionen und passt einzelne Details an Karosserie und Innenraum an. Auffällig ist dabei, dass viele Änderungen auf Wünsche aus dem Markt eingehen und weniger auf eine grundlegende technische Neuentwicklung abzielen.

Die Überarbeitung der TI-Baureihen geht auch mit leicht gestiegenen Einstiegspreisen einher. Hier trägt auch die EU eine Teilschuld, denn ab Juli 2026 greift die EU-Fahrzeugsicherheitsverordnung (GSR II). Mit ihr muss jedes neu zugelassene Wohnmobil mit Notbremsassistent, Spurhalteassistent, intelligentem Geschwindigkeitsassistent, Müdigkeitswarner sowie Ablenkungswarner, einer standardisierten Schnittstelle für Alkohol-Wegfahrsperren, Reifendruckkontrollsystem und Rückfahrassistent ausgestattet sein – über 3,5 t Gesamtgewicht kommen Totwinkel-Warner und Anfahr-Informationssystem (MOIS) hinzu.

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Video: AUTO ZEITUNG

Corigon Teilintegriert Pure: Neues Haubendesign und mehr Serienausstattung

Die umfangreichsten Änderungen betreffen die Baureieh Teilintegriert Pure auf Fiat-Ducato-Basis. Äußerlich fällt vor allem die neu gestaltete T-Haube (siehe Bild unten) auf, die den Fahrzeugen einen frischeren Auftritt verleihen soll und gleichzeitig konstruktiv überarbeitet wurde. Solche Anpassungen gehören bei Reisemobilen zu den aufwendigeren Modellpflegemaßnahmen, da sie tief in den Aufbau eingreifen.

Darüber hinaus wächst der Serienumfang spürbar, damit das Reisemobil die GSR-II-Anforderungen erfüllt. Mehrere Fahrerassistenzsysteme aus dem Fiat-Programm gehören künftig ebenso zur Grundausstattung wie ein Multimedia-System inklusive Rückfahrkamera. Der Einstiegspreis für die überarbeitete Pure-Baureihe liegt daher zukünftig bei 61.499 Euro – ein Anstieg von knapp 1500 Euro im Vergleich zum Vorgänger des Modelljahrs 2026.

Neu ist außerdem eine optionale Dieselheizung vom Typ Truma Combi 6D. Damit reagiert Corigon auf die steigende Nachfrage nach alternativen Heizsystemen, die unabhängig vom Gasvorrat arbeiten.

Die zum Modelljahr 2027 überarbeitete T-Haube der Corigon Teilintegrierten Pure im Detail.
Foto: Corigon

Travel+ für Pure-Modelle: Mehr Ausstattung in einem Paket

Statt zahlreiche Einzeloptionen auswählen zu müssen, bündelt Corigon zum Modelljahr 2027 verschiedene Ausstattungsdetails im neuen Travel+-Paket. Es wird für die Baureihen Teilintegriert Pure und Alkoven Pure angeboten und kombiniert Komfort- sowie Designmerkmale, die bislang teilweise separat bestellt werden mussten.

Zum Paket gehören unter anderem:

  • Chassis-Design-Paket und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger

  • Komfort- und Komfort-Plus-Paket

  • Rahmenfenster

  • Isolierter Abwassertank

  • Vorbereitungen für TV, Solaranlage und Dachklimaanlage

  • Panoramafenster in der T-Haube (nur TI)

Gerade die Vorbereitungen für Solartechnik oder eine Dachklimaanlage dürften viele Käufer:innen begrüßen. Eine werksseitige Vorbereitung vereinfacht den Einbau solcher Systeme, die häufig erst nachträglich nachgerüstet werden.

Corigon Teilintegrierte Advanced: Optische Auffrischung für das Topmodell

Weniger umfangreich, aber dennoch sichtbar fallen die Änderungen bei den Modellen der Baureihe Teilintegriert Advanced aus. Hier konzentriert sich Corigon vor allem auf den Innenraum, der dank neuer Dekorelemente moderner wirken soll. Ergänzt wird die Modellpflege durch zusätzliche Fahrerassistenzsysteme sowie ein Multimedia-System, das künftig zur Serienausstattung zählt. Technisch bleibt die Baureihe damit ihrem bisherigen Konzept treu, erhält aber ein zeitgemäßeres und GSR-II-konformes Ausstattungsniveau.

Der Wohnraum des Corigon T750LS.
Foto: Corigon

Slim-Modelle: Ford-TI bleiben kompakt, werden aber vielseitiger

Auch die schmalen Modelle der Baureihe Teilintegriert Slim auf Ford-Transit-Basis werden für das Modelljahr 2027 angepasst. Die bekannten Grundrisse TS 70 S und T 70 LS bleiben erhalten, erhalten jedoch zusätzliche Komfortoptionen.

Ab Spätsommer 2026 können beide Modelle erstmals mit einem Hubbett bestellt werden. Dadurch entsteht je nach Ausführung eine zusätzliche Schlafgelegenheit für bis zu zwei Personen, ohne dass sich die Fahrzeugabmessungen ändern. Beim TS 70 S wächst außerdem das Kühlschrankvolumen auf 135 l, was insbesondere auf längeren Reisen oder bei mehreren Personen mehr Reserven schafft.

Bereits serienmäßig an Bord sind weiterhin ein 12-Zoll-Multifunktionsdisplay mit SYNC 4, Apple CarPlay, Android Auto und ein Tempomat. Der Einstiegspreis der Slim-Baureihe des Modelljahrs 2027 beginnt bei 59.499 Euro – ebenfalls 1500 Euro mehr als noch im Modelljahr 2026.

Fazit

Zum Modelljahr 2027 entwickelt Corigon seine Teilintegrierten-Baureihen gezielt weiter, anstatt sie grundlegend neu auszurichten. Im Vordergrund stehen Verbesserungen, die den Camping-Alltag erleichtern, wie sinnvoll zusammengestellte Ausstattungspakete oder zusätzliche Schlaf- und Heizoptionen. Der Hauptgrund für zaghafte Detailverbesserungen statt spektakulärer Neuheiten dürfte aber die EU sein: Dank GSR II müssen Basisfahrzeug- wie Reisemobilhersteller nachziehen und die Serienausstattung ihrer Fahrzeuge umfangreicher gestalten. Dass damit die Preise leicht steigen, muss für mehr Sicherheit in Kauf genommen werden – und das branchenweit.