Sunlight Cliff 540V Vanlife: Preis des Campervans mit Stufen
Mit serienmäßigem Aufstelldach und ohne direkten Fahrerhaus-Zugang setzt sich der Sunlight Cliff 540V Vanlife von der Campervan-Masse ab. Das kostet der Kastenwagen mit ungewöhnlichem Grundriss!
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Preis: Sunlight Cliff 540V Vanlife ab 58.999 Euro
Ob man schon von einem Trend sprechen kann? Die Modelljahre 2025 und auch 2026 haben zumindest einige Campervans hervorgebracht, die auf eine traditionelle Einbindung des Fahrerhauses in den Wohnraum verzichten. Neben Newcomern, wie der polnischen Affinity RV-Tochter Freedo mit dem RV 541 HT oder dem spanischen Kastenwagen Cíclope Mencía 230 auf Basis des Maxus Deliver 9, macht jedoch auch das deutsche Nice-Price-Tandem aus der Hymer-Gruppe mit.
Doch anders als Freedo und Cíclope trennt nicht einfach nur eine Wand Cockpit und Wohnraum, sondern direkt eine Treppe. Denn: Der Sunlight Cliff 540V Vanlife steht für ein „enormes Raumgefühl“, so die Allgäuer:innen, serienmäßig auf ein Schlafdach anstatt eines klassischen Heckbetts. Als Basis hat man sich bei Sunlight sowie beim baugleichen Schwestermodell Carado CV 541 Pro für den Citroën Jumper im kürzesten Radstand mit 5,4 m Außenlänge entschieden. Damit ist der Vanlife zwar genauso lang, wie das günstigste Modell aus der Cliff-Familie, der Cliff 540, aber dafür knappe 9000 Euro teurer.
Mindestens 58.999 Euro (Stand: Dezember 2025) wollen investiert werden, damit man per Stufen ins serienmäßige „Dachgeschoss“ eintreten kann. Dafür fällt die Ausstattung aber auch umfangreicher aus. Neben einem Optikpaket für die Citroën-Basis mit lackierten Stoßfängern und Alu-Felgen ist etwa auch die Truma-Combi-4-Dieselheizung oder eine Markise serienmäßig an Bord.
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Innenraum: Kurzer Campervan mit Stufen ins Dach
Das Highlight und zentraler Punkt des Wohnraums sind natürlich die Stufen ins Schlafdach. Sie machen den Sunlight Cliff 540V Vanlife zu etwas Besonderem in der 540er-Klasse. Die Wohnraumgestaltung selbst kommt aus anderen Sunlight-Modellen bekannt vor. Wie auch bei den anderen Cliff bleibt es bei einem geradlinigen Möbeldesign, viel hellen Holztönen sowie grauen Polstern. Das wirkt reduziert, passt aber zum Vanlife-Thema, auf den der aufwändig folierte Kastenwagen anspielt. Denn je einfacher das Design, desto besser passen persönliche Gegenstände rein.

Sitzgruppe
Die ungewöhnliche Raumaufteilung hat zur Folge, dass die Sitzgruppe ins Heck wandert. Das erinnert insbesondere im Sunlight-Look etwas an die jugendlicher gestalteten Mini-Caravans vom Schlage eines Hobby Beachy. Mit diesem hat die Sitzgruppe auch eine weitere Gemeinsamkeit: Gurtplätze bietet sie nicht. Es bleibt nämlich bei maximal zwei Sitzplätzen, beide im Fahrerhaus. Damit fallen auch die Sunlight-typischen, serienmäßigen Isofix-Plätze weg.
Dafür ist die Face-to-Face-Sitzgruppe sehr einfach gehalten. Der Tisch lässt sich bei Nichtgebrauch etwa einfach zusammenklappen und beiseite stellen. Wer 349 Euro investiert, kann die Sitzbänke auch zum Doppelbett (180 x 100 cm) für etwaige Übernachtungsgäste umbauen. Diese müssen dann jedoch leider separat anreisen.
Küche
Die Küche ist bis auf den 64-l-Kühlschrank unterhalb der Treppe weitestgehend Campervan-Standardgut. Eine Koch-Spül-Einheit mit Zweiflammen-Gaskocher und nimmt den Großteil der Arbeitsfläche in Beschlag, eine Klapperweiterung löst das Platzproblem. Da sich der Kühlschrank nicht im Unterbau befindet, bleibt hier Platz für drei große Soft-Close-Schubladen.
Da der Herd der einzige Gasverbraucher an Bord ist, fällt der Gaskasten im Heck deutlich kompakter aus. Lediglich eine 2,75-kg-Flasche kommt hier unter. Geheizt wird, wie bereits erwähnt, serienmäßig mit Diesel.
Bad
Bei der Nasszelle spricht Sunlight im Cliff 540V Vanlife von einer Neuentwicklung. Das kompakte Bad bringt zwischen Sitzgruppe und Treppenstufen eingepfercht dank Klappwaschbecken und Banktoilette auch ohne Schwenkwand recht großzügigen Platz zum Duschen unter. Die Frischwasserkapazität ist mit 100 l auf Klassenniveau, genauso der Grauwassertank mit 90 l Fassungsvermögen. Einen Holzrost in der integrierten Dusche gibt es nur gegen Aufpreis. Hier haben wir die gängigen Badezimmer-Varianten in Campern erklärt.
Schlafplätze
Das Highlight des Vanlife-Modells in der Sunlight-Cliff-Familie ist eindeutig der Schlafplatz im Aufstelldach. Mit 206 x 143 cm fällt das Doppelbett insbesondere für einen Campervan der 5,4-m-Klasse sehr großzügig aus. Zudem dürfte kaum ein Campervan-Bett serienmäßig eine bessere Aussicht bieten: Der Zeltbalg lässt sich nahezu vollständig öffnen und lässt so einen Panoramablick zu.
Damit es oben weder an Strom noch an Licht fehlt, sind USB-Ladeport und Schwanenhals-Lampe am Dachausschnitt integriert. Die Stufen zum serienmäßigen Dachbett erfüllen übrigens eine Doppelfunktion: Sie ersetzen nicht nur zur Freude von Campingfans mit Höhenangst die oft wackelige Aluleiter, sondern schaffen auch Stauraum. Auch der Raum zwischen Fahrerhausdecke und Dach bleibt von den Stufen aus als Ablage zugänglich. Die Trennwand zwischen Wohnraum und Fahrerkabine ist zudem isoliert und mit Filzstoff bespannt.
Technische Daten des Sunlight Cliff 540V Vanlife
Basisfahrzeug: Citroën Jumper
Motorisierung: 2,2-l-Turbodiesel mit 140 PS (103 kW); optional 180 PS (132 kW)
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe; optional Achtstufen-Automatikgetriebe
Zulässige Gesamtmasse: 3500 kg
Maße (L/B/H): 5,41 m/2,05 m/2,81 m
Stehhöhe: 1,90 m
Gurt-/Schlafplätze: 2/2 – 4
Fazit
Mit der interessanten Wohnraum-Aufteilung dürfte der Sunlight Cliff 540V Vanlife sicherlich seine Nische finden. Die recht reichhaltige Serienausstattung für unter 60.000 Euro Basispreis spricht ebenfalls dafür. Die eingeschränkte Heckgarage sowie maximal zwei Gurtplätze schränken die Variabilität jedoch etwas ein – das Aufstelldach macht zudem Wintercamping etwas herausfordernder.






















