Alle Tests zum Mini 3-/5-Türer

Neuer Mini Cooper SE (2019): Erste Testfahrt So fährt sich der elektrische Mini

von Thomas Geiger 29.01.2020
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit dem neuen Mini Cooper SE (2019)
  2. Erste E-Mini-Testfahrt ohne Einschränkungen
  3. Maximal 270 Kilometer Reichweite im neuen Mini Cooper SE (2019)

Auch wenn der neue Mini Cooper SE (2019) vergleichsweise spät kommt, dürfte sein Erfolg dennoch programmiert sein. Denn schon während der ersten Testfahrt zeigt sich, dass er in puncto Dynamik und Raumangebot keine Einschränkungen erfordert!

Beim neuen Mini Cooper SE (2019), der zu einer ersten Testfahrt bereitsteht, setzen die Briten auf drei Eigenschaften, die schon den konventionell angetriebenen Kleinwagen zum Dauerbrenner gemacht haben. Da wäre zum einen das charakterstarke Design, das sich nur in Details wie einem geschlossenen Grill und einer Heckschürze ohne Endrohre vom Verbrenner unterscheidet. Außerdem gibt es auch im elektrischen Mini ein verspieltes Interieur mit Infotainment-System in der LED-Jukebox, das als einzig echte Neuerung digitale Instrumente hinter dem Lenkrad erhält. Und nicht zuletzt wäre da noch das Fahrverhalten, das auch im neuen Mini Cooper SE (2019) nah am Go-Kart ist. Die Preise für den E-Mini, der ab März 2020 bei den Händlern steht, starten bei 32.500 Euro (Stand: Januar 2020) und liegen angesichts der üppigen Ausstattung damit sogar etwas unter dem gleichstarken Cooper S. Mehr zum Thema: Das ist das Mini Cooper S Facelift

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Erste Testfahrt mit dem neuen Mini Cooper SE (2019)

Wenn sich der neue Mini Cooper SE (2019) beim Anlassen noch wie die Enterprise auf Zeitreise anfühlt, gibt er sich beim Kickdown eher wie ein Cooper S beim Start zur Rallye Monte Carlo. Während eine neue Traktionselektronik das Scharren der Vorderräder verhindert, schießt er davon, als wolle er beim Ampelspurt selbst einen BMW M3 hinter sich lassen. Und auch wenn sich der E-Mini deutlich schwerer anfühlt und mit den Batterien im Boden ein bisschen höher baut als der normale Dreitürer, liegt er satt und stabil auf der Straße und geht zackig ums Eck. In der Stadt ist er nach 3,6 Sekunden schon jenseits des Erlaubten und bis Tempo 100 erreicht ist, vergehen nur nur 7,3 Sekunden. Erst auf der Autobahn wird die Sache etwas zäh. Dort fällt der neue Mini Cooper SE (2019) deutlich hinter seine traditionelle Verwandtschaft zurück. Denn daran, dass bei 150 Sachen schon wieder Schluss sein soll, werden sich Mini-Fahrer gewöhnen müssen. Vor allem dann, wenn sie tatsächlich aus dem Cooper S wechseln und in dem bis zu 220 km/h fahren durften. Mehr zum Thema: Mini 5-Türer überarbeitet

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Erste E-Mini-Testfahrt ohne Einschränkungen

Wie immer bei Elektroautos ist aber nicht nur die Beschleunigung des neuen Mini Cooper SE (2019) ungewöhnlich, sondern auch das Bremsen. Denn das mittlere Pedal und mit ihm die thermische Reibbremse kann man – von brenzligen Situationen einmal abgesehen – getrost vergessen. Auch der elektrische Mini bremst allein durch die Schubumkehr genug, wenn der E-Motor zum Generator wird und die Bremsenergie zurückgewinnt. Zumindest, wenn man den kleinen Kippschalter betätigt, der links neben dem Startknopf steckt. Anders als etwa beim Nissan Leaf oder dem Peugeot e-208 gibt es allerdings nur zwei Stufen für das sogenannte Rekuperieren: Eine minimale, die sich fast schon nach Leerlauf anfühlt und den Wagen schier ewig segeln lässt, und eine maximale, in der beim Lupfen des Pedals sofort eine deutliche Verzögerung einsetzt und der neue Mini Cooper SE (2019) auf kurzer Distanz bis zum Stillstand bremst. Mit ein bisschen Übung kommt man so punktgenau zum Stehen, ohne das Bremspedal zu nutzen. Mehr zum Thema: Mehr Reichweite für den i3

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Maximal 270 Kilometer Reichweite im neuen Mini Cooper SE (2019)

Rekuperieren tut Not, denn mit dem Strom muss man schon bei der ersten Testfahrt im neuen Mini Cooper SE (2019) geizen. Schließlich fasst der Akku, der ohne Einbußen im Mitteltunnel und unter den Sitzen Platz findet und so den nur 211 Liter fassenden Kofferraum nicht schmälert, lediglich 32,6 kWh. Das reicht auf dem Prüfstand für 235 bis 270 Kilometer, womit der neue Mini Cooper SE (2019) in der Stadt tatsächlich am besten aufgehoben ist. Allerdings zeigt die Praxis, dass man schon in den sparsamsten der vier Fahrmodi wechseln und auf die Klimaanlage verzichten muss, wenn man mehr als 170 Kilometer auf dem Bordcomputer sehen und den Ladestopp etwas hinaus zögern will. Immerhin geht der – einer der wenigen Vorteile des kleinen Akkus – relativ flott: Am 50 kW-Lader sind 80 Prozent in 35 Minuten und 100 Prozent in weniger als 90 Minuten erreicht. An der Wallbox dauert die Zwangspause maximal 4,2 Stunden.

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