Mercedes-AMG One (2021): Preis & Motor AMG testet Vorserienfahrzeuge des One

von Victoria Zippmann 19.08.2020

Der Mercedes-AMG One (2021) sollte ursprünglich 2019 auf die Straße kommen. Der elektrisch unterstützte Motor leistet über 1000 PS. Nun finden erste Erprobungsfahrten stattDas ist der Preis!​

Die Stuttgarter präsentierten den Mercedes-AMG One (2021) 2017 erstmals der Öffentlichkeit – damals noch als "Project One". Mit ihm wollen die Schwaben als erster Hersteller Formel-1-Technik zum Preis von knapp drei Millionen Euro auf die Straße bringen. Ursprünglich sollte das streng limitierte Hypercar 2019 vom Band laufen, voraussichtlicher Marktstart ist aber nun erst 2021. Gründe für die Verzögerung sollen Probleme mit dem Antriebsstrang gewesen sein. Mit der Verlagerung der Entwicklung vom Prüfstand auf die Teststrecke kommt das Hypercar der Serienreife nun einen Schritt näher. Im August 2020 starteten mehrere Vorserienfahrzeuge ihre Testrunden im konzerneigenen Prüf- und Technologiezentrum Immendingen. Ein Entwicklungsschwerpunkt liegt auch auf der aktiven Aerodynamik: Das imposante Design mit einer Luftansaughutze auf dem Dach und einem riesigen Leitwerk mit Längsfinne und Querflügel auf dem Heck testet AMG nun auch außerhalb des Windkanals. Es soll für optimale Querdynamik sorgen. Der nächste Entwicklungsschritt erfolgt auf der Nürburgring-Nordschleife. Wie ernst es Mercedes und vor allem der schnellen Tochter AMG als Treiber dieses Prestigeprojektes mit der Nähe zwischen Rennsport und Straßenfahrzeug ist, belegt aber nicht nur die Silhouette des Mercedes-AMG One (2021). Mehr zum Thema: Mercedes untersagt Weiterverkauf des Mercedes-AMG One

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Der Mercedes-AMG One (2021) im Video:

 
 

Preis und Motor des Mercedes-AMG One (2021)

Es ist vor allem der im Heck des Mercedes-AMG One (2021) montierte Antrieb, der die Brücke zwischen Strecke und Straße schlagen soll: AMG soll den Formel-1-Motor nur so weit modifiziert haben, wie es für einen Hauch von Haltbarkeit, Alltagstauglichkeit und Zulassungsfähigkeit nötig sei. Daher ist auch das Straßenfahrzeug mit einem V6-Motor von gerade einmal 1,6 Litern Hubraum ausgerüstet. Nach den gleichen Skizzen wie für die Formel 1 ebenfalls im englischen Brixworth gebaut, soll den V6-Motor ein elektrischer Turbo auf bis zu 11.000 Touren bringen. Das wäre zwar etwas weniger als im Rennen, aber erstens dreht derzeit kein anderes Straßenauto so schnell, zweitens braucht der Silberpfeil dann kein Rennbenzin und drittens fördert es die Haltbarkeit des Motors. Der Benziner wird mit vier weiteren E-Maschinen kombiniert, von denen zwei mit jeweils 120 kW auf die Vorderräder wirken und mit 50.000 statt der bislang üblichen 20.000 Touren drehen. Gespeist werden sie mit denselben Akkus, die Mercedes auch in der Formel 1 einsetzt. Der aufwendige Hybrid-Antrieb dient einer Systemleistung von mehr als 1000 PS und soll ein überragendes Fahrverhalten ermöglichen. Zuletzt versprach AMG einen Sprint von 0 auf 200 in weniger als sechs Sekunden und ein Spitzentempo jenseits von 350 km/h.

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