Lexus NX Facelift: Optik nachgeschärft, Antriebe (fast) identisch
Lexus schärft seinen Bestseller NX mit einer dezenten Gesichtspflege nach. Neben einem aufgefrischten Exterieur-Design erhält das 2026er-Facelift ein komplett neues Cockpit samt „Hidden Switches“, eine sensorische Fahrerlebnis-Premiere sowie mehr Reichweite für den Plug-in-Hybriden.
Kein Modell verkauft sich in Europa besser: Der NX ist aktuell der Bestseller der Premium-Tochter von Toyota – auch wenn die Zahlen weit hinter der deutschen Edel-Konkurrenz hinterherhinken. Damit der Mittelklässler zu X3, GLC & Co. aufschließen kann, wurde im September 2026 ein Facelift für die immerhin schon seit 2021 erhältliche zweite Generation des hierzulande ausschließlich mit Hybridantrieben angebotenen SUV präsentiert. Optisch folgt das Lexus NX Facelift dem typischen Weg: Das Design wird behutsam an die aktuelle Markenidentität angepasst.
Das bedeutet beim NX eine neue Frontgestaltung mit dezenterem Grill. Dieser prangt zwar Lexus-typisch immer noch als weit aufgerissenes Maul in Trapez-Form an der Front, wirkt zusammen mit der tiefer reichenden Haube, den geschrumpften und mit den Scheinwerfern verwachsenen seitlichen Lufteinlässen und einer engeren Maschung aber gefälliger. Die LED-Scheinwerfer erhalten zudem eine aktualisierte Leuchtgrafik, die nun der des aktuell jüngsten Modells Lexus ES ähnelt. Serienmäßig sind „Allwetter“-Scheinwerfer. Auch LED-Nebelscheinwerfer gehören zum Standardumfang.
Ähnliches am Heck: Auch hier gibt es eine neue Leuchtgrafik, zudem wandert der Lexus-Schriftzug – nun à la ES beleuchtet – in die Spange zwischen den Rückleuchten. Silhouette und damit auch Maße bleiben fast unverändert, der Radstand mit 2690 mm identisch zum Vorgänger. Lediglich in der Länge legt das NX Facelift um 30 mm auf 4690 mm zu – was aber wohl ausschließlich den neuen Stoßfängern zu verdanken ist. Damit bleiben auch Platzverhältnisse und Kofferraumvolumen voraussichtlich unverändert.
Der Lexus LBX im Fahrbericht (Video)

Neues Cockpit für den NX: Jetzt auch mit Sensory Concierge
Deutlich auffälliger sind die Änderungen im Innenraum des Lexus NX Facelifts. Das Cockpit verfolgt eine komplett neue Linie: Die überfrachtete Mittelkonsole des Vorgängers weicht einem schlichteren Design mit größerem Touchscreen und weniger sichtbaren Bedienelementen. Auf Tasten verzichtet der NX trotz digitalem Layout nicht – zumindest nicht ganz. Physische Knöpfe weichen „Hidden Switches“, die im Dekorelement unter dem Bildschirm untergebracht sind und erst bei Annäherung aufleuchten.
Der Zentralbildschirm misst nun serienmäßig 14 Zoll in der Diagonalen und erhält die jüngste Ausbaustufe von Lexus Connect – diese soll viermal schneller sein und verfügt mit 256 GB über die achtfache Speicherkapazität. Der Digitaltacho von 12,3 Zoll Durchmesser wird vom Vorgänger übernommen. Neu ist dagegen, dass die Bildschirme zusammen arbeiten, Navigationsinfos lassen sich auch in den Instrumenten anzeigen.

Premiere feiert mit dem Facelift auch „Lexus Sensory Concierge“. Auf Wunsch koordiniert der NX Ambientebeleuchtung, Musik, Klimatisierung, Sitztemperatur und Innenraumduft – geliefert in Flacons, die im Handschuhfach in eine Vorrichtung eingesteckt werden – in drei Stimmungs-Modi: Inspire, Radiance und Revitalise. So soll das Fahrerlebnis um sensorische Dimensionen erweitert werden. Das System ist in den höchsten Ausstattungslinien Luxury und F-Sport serienmäßig.
Mehr Reichweite für den PHEV, 1500 kg Anhängelast nun Standard
Auch im Kapitel Antriebe ändert sich einiges – zumindest beim Plug-in-Hybrid. Die Verkaufsbezeichnung Lexus NX 450h+ bleibt zwar identisch, dafür gibt es nun aber eine größere Batterie. Aus 18 kWh Speicherkapazität werden mit dem Facelift 23, damit steigt auch die rein elektrische Reichweite von 72 auf knapp 100 km. Gleichzeitig steigt auch die Ladegeschwindigkeit: Erstmals lässt sich der NX Plug-in-Hybrid auch am DC-Schnelllader „betanken“. Ein konkreter kW-Wert wird nicht genannt, der Sprung von 10 auf 80 Prozent sei jedoch in 30 Minuten möglich. Die Systemleistung steigt auf 226 kW (307 PS)
Auch der Vollhybrid behält seinen Namen NX 350h bei und wird lediglich im Detail überarbeitet. Es bleibt beim 2,5-l-Vierzylinder-Saugerbenziner und serienmäßigem E-Allradantrieb. Die Systemleistung ist mit 146 kW (199 PS) ebenfalls nahezu identisch. Updates gibt es im Detail: Die Hochvolt-Batterie wiegt nun 23,5 statt 32,7 kg, durch das Zusammenlegen von Transaxle-Getriebe und Leistungssteuereinheit ließen sich weitere zehn Kilogramm einsparen. Die Anhängelast liegt mit dem Lexus NX Facelift antriebsunabhängig bei bis zu 1500 kg.
Ungewöhnlich für ein hauptsächlich kosmetisches Facelift: Auch die Karosseriesteifigkeit wurde im Zuge der Modellpflege um bis zu 25 Prozent erhöht. Genauso wurde die Feder-Dämpfer-Einheit erneuert und für mehr Fahrkomfort unter anderem „in Shimoyama und auf dem Nürburgring abgestimmt sowie auf öffentlichen Straßen und deutschen Autobahnen bei Tempo über 200 km/h weiter erprobt“, so Lexus.
Obwohl schon im September 2026 vorgestellt, soll das NX Facelift nicht vor Frühjahr 2027 in den Handel kommen. Den Bestellstart hat Lexus noch nicht genau kommuniziert, dieser soll aber voraussichtlich noch Ende 2026 beginnen. Spätestens dann dürften auch die Preise bekanntgegeben werden. Das noch aktuelle Vorfacelift-Modell beginnt als Vollhybrid NX 350h bei 53.700 Euro, der Plug-in-Hybrid NX 450h+ beginnt bei mindestens 60.290 Euro (Alle Preise: Stand September 2026). Eine leichte Preissteigerung ist aufgrund der erweiterten Ausstattung zu erwarten.
Lexus
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