Ford F-100 V8: Vom Wald-Wrack zum Cowboy-Traumwagen
Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Weber her: Nach 36 Jahren im harten Alltagsbetrieb auf einer US-Farm und weiteren 40 Jahren als vermeintliches Wrack im Wald geriet ein rarer Ford F-100 V8 Stepside in die Hände des Oldie-Spezialisten und Nachhaltigkeits-Fans Dennis Weber. Dank Extrem-Resto fährt der alte Ford wieder fort.
- Im Jahr 1979 verordnete der Erstbesitzer seinem Ford F-100 vorübergehend die ewige Ruhe
- Er streunt durch Weizenfelder so golden wie Toast
- Planwagen waren passé, Fords Lastesel kamen
- Allein die Ausstellfenster kosteten Weber zwei Tage Arbeit
- Mehrere Jahrzehnte lang stand Wasser in zwei der acht Zylindern
- Der Truck würde rollen! Howgh, er hatte gesprochen
- Das Fehlen des Kühlers brachte ihn zum Kochen
- Die Frage nach dem Invest löst sich in Rauch auf
- Technische Daten des Ford F-100
Im Jahr 1979 verordnete der Erstbesitzer seinem Ford F-100 vorübergehend die ewige Ruhe
Wild wie die Gäule auf der benachbarten Koppel jagen die Wolken über den Horizont, der bald in ein glühendes Abendrot getaucht sein wird. Noch aber ist Tageslicht, schonungsloses, und bei diesem betrachten wir uns dieses Dingsda hier. Diesen verbeulten, blauen Waltons-Pick-up.
Okay, das hier soll also ein restaurierter Zeitzeuge auf Rädern sein? Steht – gerade noch so – da und klappert schon im Leerlauf mit den Zähnen seines Haifischmauls. Ach, nee: Das ist ja die vordere Stoßstange, die da gefühlt bei jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle des 3,9-l-Flathead-V8 zittert wie Espenlaub. Und rostig ist sie! Kann sie damit nach 72 Jahren nicht einmal aufhören …? „Mensch, das ist Patina, klar?“, entfährt es jetzt Dennis, „Pa-ti-na! Absolute Spuren eines Autolebens. Inklusive einer über 40 Jahre andauernden Standzeit im Wald. Ich möchte nicht wissen, wie du nach dieser Zeit ausgesehen hättest, nachdem man dich dort ausgesetzt hätte …“
Ah, klar, sage ich, und die Dellen und Beulen rühren wahrscheinlich von den Gewächsen her, die sich im Lauf der Jahrzehnte in die ehemals babyblaue Flanke dieses 1953er Ford F-100 gedrückt haben. „Exakt so ist es, mein Freund!“, grinst Dennis. Okay … Manchmal sieht man eben als Außenstehender vor einem rampo-, pardon, patinierten Ford den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Apropos „Bäume“: Zum Bild des im dunklen Wald stehenden F-100 passt das wunderbare Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak. „Das handelt von einem fantasievollen Jungen, in dessen Zimmer nachts ein ganzer Wald wächst. Und der dann ziemlich unglaubliche Abenteuer erlebt“, sage ich. Und das sei eigentlich eine krasse Parallele zum Werdegang dieses F-100. Dennis’ Augen lugen kurz mit dem Ausdruck eines sehr misstrauischen Angry Birds unter seiner Hutkrempe hervor. „Aha. Und was passiert dann mit diesem Wald?“ Der sei am Ende wieder verschwunden, wie bei seinem Pick-up, beeile ich mich, ihm zu versichern. „Gut. Dann passt’s ja. Haste nochmal Glück gehabt!“ Lachen.
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Er streunt durch Weizenfelder so golden wie Toast
Das war aber knapp, denke ich schmunzelnd, nur um wenig später erneut daran zu zweifeln, hier wieder heile herauszukommen. Und das im doppelten Sinn, denn ich schuckere auf der seitenhaltlosen Sitzbank des F-100 bei gerade mal Tempo 30 unkontrollierbar hin und her. Um im Bild zu bleiben: Ich bin in etwa genau so haltlos, wie es meine Vorwürfe gegen den F-100 aus Dennis’ Perspektive sind. Dies allerdings auch auf einem Feldweg dritter Ordnung.
Die Fuhre durchstreift mit uns an Bord die niedersächsische Prärie. Jenseits der nagelneuen Verglasung des Ford – „die alten Scheiben konntest du vergessen, sie waren entweder milchig oder kaputt“ – erstrecken sich Weizenfelder so golden wie Toast. Rund 20 Monate hat Dennis allein für die Ersatzteilbeschaffung zur Restaurierung des alten Ford-Zossen aufgewendet. Routiniert und aufmerksam zugleich navigiert er sich jetzt durch das unsynchronisierte Dreigang-Schaltgetriebe und uns um die nächste Ecke, als der Feldweg eine plötzliche Biegung macht und Pferdekoppeln in Sicht kommen.
Das dünne Bakelit-Lenkrad mit dem „V8 – 50 Years of Ford 1903-1953-Anniversary“-Logo auf dem zerborstenen Nabenkopf liegt sicher in Dennis Pranken. Er lebt und arbeitet übrigens in Wolfsburg (dreimal raten, wo), doch fährt er in einem Ford fort. Und der sympathisch-wilde Kerl nimmt kein Blatt vor den Mund. Noch nicht mal im Wald.
Nach vielen Jahren des F-100-Projektstadiums ist die aktuelle Stimmung glänzend. Das Einzige, was noch brummelt, ist der Flathead-Achtzylinder des Baujahrs 1953 mit seinen bescheiden anmutenden 106 PS (78 kW). Und genau der hatte es unbedingt sein müssen, als Dennis sich gemeinsam mit Freundin Mine vor vier Jahren auf Altblechsuche begab. Warum? Weil sich die Dame des Hauses generell in das Design der zweiten F-100-Generation verguckt hatte. Dessen urwüchsige Gestaltung zog sie an, nicht der vergleichsweise stark geschminkte Panorama-Frontscheiben-Nachfolger der dritten Generation ab 1956. Und der 1953er-Jahrgang war des V8 wegen ein Muss.
Planwagen waren passé, Fords Lastesel kamen
Der läutete – neben diversen anderen Ford-Modellen – damals das 50-jährige Jubiläum des Massenherstellers aus Detroit ein. Und er blieb selten: Gerade einmal rund 1000 Exemplare des F-100 mit Flathead-V8 entstanden 1953 und 1954. „Der Flathead als Alternative zum Standard-Sechszylinder wurde auch nur von Ford of Canada gebaut“, steuert Eigner Dennis noch bei. Dass das kanadische Ford-Werk in Windsor nur einen Steinwurf über den Detroit River hinweg genau gegenüber der US-Autometropole liegt, rückt das Ganze wieder etwas zusammen.
Anlässlich des Jubiläums hatte der Hersteller jedenfalls sogar sein Arbeitspferd namens F-100 fein herausgeputzt: Mit Radio (!), Sonnenschute, seitlich herumgezogener Heckstoßstange – und als Option eben den Flathead, dann aber auch mit speziellem V8-Kühlergrill. Damals hatte sich Fords Utility-Truck aufgemacht, seinen Siegeszug anzutreten. Ein wenig darf man den US Pick-up allgemein als Nachfahren der Planwagen betrachten, in denen die Siedler:innen sich einst auf machten, die gesamten Vereinigten Staaten zu erschließen.

Als deren Job erledigt war, kamen die Autos (also Henry Ford), und damit das T-Modell und dessen Nachfahren. Inklusive Lastesel. Und besonders Ford legte in diesem Segment gut los: Seit 1977 war das Modell Ford F-150 der meistverkaufte Pick-up, seit 1981 dann das meistverkaufte Auto in den Vereinigten Staaten. Letzteren Titel heimste ab März 2025 ausgerechnet der Toyota RAV4 ein. Immerhin bleibt die seit 1948 gebaute Ford-F-Serie hinter dem Toyota Corolla das weltweit meistgebaute Auto.
Die in einem Stück gegossenen Flatheads des 1953er/54er F-100 waren bei ihrem Debüt zwar eine kleine konstruktive Sensation, aber auch stets ein wenig berüchtigt ob ihrer thermischen Probleme und daraus resultierenden Zylinderkopfrissen. Was jedoch nicht der Grund für die nur einjährige Karriere im F-100 gewesen sein dürfte: Das 1939 im Mercury debütierte Aggregat fand bis 1987 Verwendung, zuletzt beim kanadischen Militär.
Allein die Ausstellfenster kosteten Weber zwei Tage Arbeit
Dennis zündet sich eine Kippe an und kippt das Dreiecksfenster. „Hier!“, ruft er und deutet mit dem Daumen auf das charakteristische Element des klassischen Autobaus: „Zwei volle Tage der Restaurierung gingen allein für die Gangbarmachung der Ausstellfenster drauf. 48 Stunden lang immer nur auf und zu, auf und zu. Aaalter!“
Tja, wer schön sein will, muss leiden. Und das alles, um sich am Ende ein unkomfortables Vehikel mit ausgeleiertem Sofa als Sitzbank angelacht zu haben … Ein ermüdetes Arbeitstier mit voll verblechtem Fahrerhaus und einer objektiv ziemlich unpraktischen offenen Ladefläche. Auf der dann alles hin-und-her rumpelt, was dir wiederum die Ladebordwände zerdellert. Und wenn es regnet, wird der ganze Krempel auch noch nass …
Aber irgendein Geheimnis muss der oben erwähnte Siegeszug dann wohl doch haben. In Dennis’ Fall erwiesen sich die höchst individuellen Argumente von Freundin Mine gegen ein Ford Galaxie 500 Coupé und pro F-100 als stichhaltig: „Erstens: Ich will einen Pick-up! Zweitens: Wir haben bereits ein Ford Coupé, wenn auch mit dem deutschem Nachnamen Taunus.“ Diskussion beendet.
Nach drei Jahren der Restaurierung … – oh, jetzt hätte ich hier beinahe die übliche Floskel „erstrahlte er im alten Glanz“ hingeschrieben. No way: Dieser F-100 Stepside ruht optisch im eigenen Saft. Und glänzt am Ende trotz des durch erbarmungslose Sonneneinstrahlung aus- gebrannten Lacks. Weil Dennis ihm regelmäßig liebevolle Einreibungen mit SX 90 verpasst. „Viele nehmen Owatrol, das ist mir optisch aber zu viel“, macht Dennis in der quietschenden Fahrerkabine klar. Er persönlich schmiere sich ja auch kein Brisk ins Haupthaar.
Mehrere Jahrzehnte lang stand Wasser in zwei der acht Zylindern
Womit wir endgültig bei der haarigen Angelegenheit namens Restaurierung angelangt wären. Denn bis der F-100 V8 über den Berg war, mussten Mine und Dennis noch durch so manches Tal. Es gab eigentlich nichts, was nicht angefasst wurde. Herzstück der gesamten Operation war der Flathead-V8, den selbst erfahrene Profis aufgegeben hatten. Über mehrere Jahrzehnte hatte Wasser in zwei Zylindern gestanden, was 1979 wohl auch das „Aus“ für den blauen Lastesel gewesen sein dürfte.
Im erwähnten Jahr jedenfalls verordnete der Erstbesitzer, ein Farmer aus Oklahoma, dem Ford ewige Ruhe. Und wie man das so macht in den USA, wo sich unendliche Weiten nicht nur der USS Enterprise erschließen, sondern auch ausrangiertem Farmgerät, landete der F-100 „erst einmal“ auf der grünen Wiese neben der Scheune. Diese Wiese wurde dann bis zu seiner Bergung im Jahr 2020 für den mittlerweile blassblau-braun gewordenen Ford zur grünen Hölle.

Dann jedoch, vor fünf Jahren, erschien ein deutscher Ritter namens Till aus Zarrentin bei Schwerin, erlöste den F-100 per eBay aus seinem Dornröschenschlaf und freute sich, als der blaue Ford von Los Angeles aus in Bremerhaven aus dem Bauch eines walfischartigen Schiffs gehumpelt kam.
Er hatte die wilden Bilder von diesem Ford F-100 im Urwald des US-Farmers im Angebot nicht vergessen können. „Leidenschaft und Unvernunft schließen sich ja nicht aus“, grinst der Maschinenbau-Ingenieur und Kfz-Mechaniker des Jahrgangs 1990 auf Nachfrage breit durchs Telefon. Er, der „schon immer anders als andere Kinder war“, wie er selbst sagt, und der seinerzeit sein gesamtes Konfirmationsgeld für einen Opel Rekord D draufgehen ließ.
Der Truck würde rollen! Howgh, er hatte gesprochen
„Den F-100 wollte ich ursprünglich nur als Patina-Oldie für den Vorgarten. Budget 1500 Euro. Na, die haben dann nicht ganz gereicht …“ Drei Wochen lang schleifte er gemeinsam mit seinem Bruder am F-100 herum. Mit Lackreiniger, Politur, vielen Bögen 3000er-Schleifpapier und mit noch mehr Geduld.
Doch angesichts weiterer Lieblinge wie 68er Charger und 63er Country Squire wurde Till klar: „Das hier ist zeittechnisch zu viel – und für den Vorgarten ist der F-100 schon zu gut …“ Also Verkauf des potenziellen Kübels, der zu diesem Zeitpunkt trotz aller Mühe noch ziemlich im Eimer war. Nun also brauchte es eines weiteren Unerschrockenen. 2021 schlüpfte Dennis Weber bereitwillig in die Opferrolle.
Mit Trailer und Geldkoffer rumpelte er auf Tills Hof in Zarrentin. Bei Abfahrt war der Koffer leer, der Trailer jedoch voll. Dennis gab sein feierliches Indianer-Ehrenwort, dass der Pick-up wiederauferstehen würde. Howgh, er hatte gesprochen. Die Freude über eine neue Heimat stand dem zahnlosen Ford erkennbar ins etwas verknautschte Antlitz geschrieben, und auch Dennis und Mine freuten sich. Über den absolut unverbastelten Zustand, über den seltenen Flathead, über den originalen stoffumwickelten Kabelbaum.
Und selbst als klar war, dass dieser V8 tot war, kam die Resto-Maschinerie nicht ins Stocken. Kurzerhand kaufte Dennis einen baugleichen Mercury-Truck, schleppte ihn durchs halbe County zu sich nach Hause, wo er gerade so in seine Werkstattscheune passte. Dann Herz-Transplantation, alles neu, was zu erneuern war, rein mit dem Spenderherz in den kleinen F-100. Fertig! Beinahe …
Das Fehlen des Kühlers brachte ihn zum Kochen
Sie haben ihn gelesen, diesen kleinen Zwischensatz mit „alles neu, was zu erneuern war“. Es war ein Trip in Maschinen- und Naturkunde. „Beim Ford hatten sich im Motorraum und im Motor selbst Tiere eingenistet, wovon Nester und zu Vorratskammern umfunktionierte Einlasskanäle zeugten“, erzählt Dennis und lupft dabei mit dem Daumen die vordere Hutkrempe ein wenig höher. Noch bei der Erinnerung ans Eisstrahlen des Ersatz-Flathead aus dem Mercury wird ihm heiß.
Der Hubsteuerkolben des Vergasers – so etwas wie die Großmutter der Beschleunigerpumpe – hatte eine ausgetrocknete Manschette, aber das war dann fast eine Petitesse. Es dauerte, bis der Flathead mit seiner kettengesteuerten zentralen Nockenwelle, die auch als Zwischenwelle für die Ventile dient, wieder auf Zack war.

Das Ganze war auch ein wenig ein Krimi vor dem Hintergrund der aussterbenden Expert:innen und des Fachkräftemangels, auch wenn Dennis viel selber erledigt hat. So war die Reparatur des originalen Motorkühlers der letzte Auftrag, den ein Spezialist annahm, bevor er seinen Laden schloss und in den Ruhestand ging. Mit einem unglaublichen Nebeneffekt: „Weil der Betrieb dachte, dass ich mich nach dem neuesten Stand der Reparatur erkundigen würde, während ich geduldig auf einen Anruf des Kühlerfritzen wartete, ruhte still der See. Bis ich plötzlich meinen eigenen Kühler zur Versteigerung im Internet fand.“
Whaat? „Ach so. Ich dachte, du wolltest den nicht mehr …“ lautete die lakonische Antwort des Reparateurs. „Wir haben die Sache dann geklärt“, sagt Dennis mit einem unzweideutigen Kopfnicken und tätschelt dabei den längst wieder am ordentlichen Platz verbauten Kühler: „Keine China-Alu-Kacke!“ Weisse Bescheid …
Die Frage nach dem Invest löst sich in Rauch auf
Während ein mit ihm bekannter Fachmann den Kabelbaum restaurierte und wieder in die originale Textil-Ummantelung einwickelte, Dennis selbst nacheinander acht Wasserpumpen kaufte, von denen am Ende immerhin zwei passten („eine gleich als Reserve!“), er das schadhafte Holz der Ladefläche ersetzte, vier Whitewall-Reifen zum Stückpreis von rund 300 Euro erwarb und die A-Säule schweißte, erneuerte ein Freund das Heckklappenprofil von Hand und schweißte auch ein neues Profil der Beifahrertür ein. Denn zwar ist es in Oklahoma nicht sehr nassfeucht, auch nicht im Wald, aber die Anzahl der Jahre an frischer Luft hatten ihr Werk getan.
Mittlerweile hat sich im Hier und Jetzt die Abenddämmerung über Ford, Pferd und Fluss gelegt. Dennis lässt seinen Blick über die geschwungene, bucklige F-100-Silhouette gleiten, zündet sich noch ne Kippe an und streicht zufrieden über die patinierte Flanke. Die zugegebenermaßen echt langweilige Frage, was er an Zeit und Geld in den kleinen Truck investiert hat, beantwortet er mit einem weiteren stummen Blick, während er den Rauch ausbläst. Doch ist es dieses Mal nicht er, sondern der Wind, der aufbraust und durch die alten Ulmen fährt, die hier die Landschaft säumen. „Es ging mir hierbei auch um Langlebigkeit und Nachhaltigkeit“, sagt er nachdenklich. „Darum, den Leuten zu zeigen, dass man viel mehr Dinge reparieren und erhalten kann, als man zunächst glaubt. Dass man etwas wertschätzt.“
Nebenan auf der Koppel weiden und schnauben derweil die Pferde, die vorhin vom von der Ladefläche des F-100 aus per Forke verteilten Heus gekostet hatten. Nur, um sich etwas pikiert von dem trockenen Zeugs abzuwenden, wo es doch noch das frische „Green, Green Grass of Home“ gibt. Jenes besang Tom Jones, als der F-100 gerade ganze 13 Jahre alt war, also 1966.
Mit der Abendsonne hat sich auch eine Art Frieden auf uns herabgesenkt, in deren Glühen Menschen, Tiere, Arbeit und ein kleines Werkzeug namens Ford F-100 zu einem kitschig-authentischen Gesamtbild verschmelzen. Ein beinahe perfekter Zustand – wie der des verbeulten blauen Waltons-Kübels hier. Aber das hatte ich ja bereits von Anfang an gesagt.
Von Knut Simon
Technische Daten des Ford F-100
Classic Cars 11/2025 | Ford F-100 V8 Stepside |
|---|---|
Zylinder / Ventile pro Zylin. | 8 / 2 |
Hubraum | 3917 cm³ |
Leistung | 78 kW/106 PS bei 3500 U/min |
Max. Gesamtdrehmoment bei | 236 Nm bei 1900-2100 U/min |
Getriebe / Antrieb | 3-Gang-Getriebe / Hinterrad |
L / B / H | 4804 / 1811 / 1913 mm |
Leergewicht | 2300 kg |
Bauzeit | 1953 – 1954 |
Stückzahl | ca. 1000 |
Beschleunigung null auf 100 km/h | 25,5 s |
Höchstgeschwindigkeit | 135 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 18,5 l S |
Grundpreis (Jahr) | 1600 US-Dollar (1953) |
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