H-Kennzeichen: Kosten & Abnahme Das muss man zum H-Kennzeichen wissen!

von Christina Finke 10.01.2019
Inhalt
  1. Alle Informationen zu Kosten und Abnahme für das H-Kennzeichen
  2. Zulassung für noch nie angemeldete Oldtimer
  3. Was kostet ein H-Kennzeichen?
  4. Was benötigt man für ein H-Kennzeichen?
  5. Wer macht die H-Kennzeichen Abnahme?
  6. Wie hoch ist die Kfz-Steuer für ein H-Kennzeichen?

Mit dem H-Kennzeichen können Besitzer von Oldtimern Kosten bei der Kfz-Steuer sparen! Wir erläutern die Voraussetzungen und klären über die Anforderungen der Abnahme auf. Und: Auch nie angemeldete Oldtimer können trotz moderner Abgasvorschriften zugelassen werden!

Echte Oldtimer, also Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre alt sind und sich nachweislich im Originalzustand befinden, oder entsprechend restauriert wurden, können mit einem H-Kennzeichen (H für historische Fahrzeuge) zugelassen werden. Das normale Kennzeichen wird um ein H ergänzt. Vorteile: Die Kosten für die Kfz-Steuer betragen pauschal 191,73 Euro. Autos mit H-Kennzeichen dürfen in die grünen Umweltzonen einfahren. Voraussetzung für die Zuteilung des H-Kennzeichen ist eine Abnahme des Fahrzeugs. Das bedeutet, dass gemäß §23 StVZO ein Gutachten für das Fahrzeug vorliegt, das entweder von GTÜ, DEKRA, TÜV oder KÜS erstellt wurde. Im Jahr 2018 sind über 477.000 Oldtimer mit H-Kennzeichen zugelassen. Mit dem regulären Kennzeichen werden Oldies wie Neuwagen eingestuft. Dann richten sich die Kosten für die Kfz-Steuer nach dem Hubraum. Der Vorteil liegt zwar auf der Hand: Keine gesonderte Oldtimer-Abnahme des Fahrzeugs entsprechend §§23 StVZO. Der Nachteil ist aber auch klar: Mit der regulären Abgaseinstufung 00 darf man nicht in die Umweltzonen einfahren.  Mehr zum Thema: Oldtimer-Treffen 2018

News H-Kennzeichen
H-Kennzeichen als Saisonkennzeichen Oldtimer-Kennzeichen auch saisonal

 

Alle Informationen zu Kosten und Abnahme für das H-Kennzeichen

Wer seinen Oldtimer nur in der warmen Jahreszeit bewegen will, wählt das Saison-Kennzeichen. Die gesetzlichen Regelungen sind identisch mit denen für das normale Kennzeichen. Die Kosten für Steuer und Versicherung fallen für den Betriebszeitraum an. Bei der Zulassung wird der Zeitraum angegeben (wählbar sind zwei bis maximal 11 Monate), in dem das Fahrzeug gefahren werden soll. Die jeweiligen Monatsziffern werden im Kennzeichen eingeprägt. Vorteil: Man muss im Frühjahr und im Herbst nicht zur Zulassungsstelle und spart Zeit und Kosten. Nachteil: Das Fahrzeug darf ohne Zulassung nur auf Privatgrund abgestellt werden. Seit 2012 gibt es das Wechsel-Kennzeichen – auch für Oldtimer, wie das Bild 2 in der Galerie veranschaulicht. Zwei Fahrzeuge können mit einem Kennzeichen betrieben werden. An beiden Fahrzeugen wird je ein kleines Zusatzschild (etwa 1 und 2) befestigt. Das eigentliche Kennzeichen wird jeweils an das Fahrzeug montiert, mit dem man unterwegs ist. Vorteil: Man kann seinen Oldie je nach Laune und Wetter ohne Zulassungs-aufwand bewegen. Nachteile: Man spart keine Steuern, weil beide Fahrzeuge separat versteuert werden. Und das Mobil, das nicht genutzt wird, darf nur auf privatem Gelände abgestellt werden. Die Kosten der Versicherung sinken, aufgrund von Sondertarifen für das zweite Fahrzeug.

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Zulassung für noch nie angemeldete Oldtimer

Auch Oldtimer, die vor mindestens 30 Jahren in den Verkehr gekommen sind, bisher aber nie zugelassen wurden, können das H-Kennzeichen erlangen. Gerade bei importierten Fahrzeugen tritt dieses Problem häufiger auf, etwa weil das Erstzulassungsdatum oft nicht in den Importpapieren dokumentiert ist. In solchen Fällen muss das Fahrzeugalter anderweitig nachgewiesen werden, etwa durch Vorlage eines Kaufvertrages, eines Auslieferungsdokuments des Händlers oder die Bestätigung des Herstellers darüber, wann das Fahrzeug produziert wurde. Das bestätigt auch der TÜV Nord: "Das Erstzulassungsdatum bisher nie zugelassener Fahrzeuge kann, bei Vorliegen entsprechender Nachweise, bezüglich der Oldtimer-Richtlinie mit dem Produktionsdatum gleichgestellt werden." Auch die Dekra bestätigt, dass alternativ zum Erstzulassungsdatum das Fahrzeugalter auch anhand des Baujahres nachgewiesen werden kann. Der ADAC empfiehlt bei einem solchen Vorgehen in jedem Fall eine Auskunft aus dem zentralen Fahrzeugregister des KBA einzuholen, um nachzuweisen, dass das Fahrzeug in Deutschland noch nie zugelassen war beziehungsweise nicht als gestohlen gemeldet ist.

 

Was kostet ein H-Kennzeichen?

Neben den normalen Kosten für die Zulassung (Gebühren für die Zulassungsstelle und Kosten für die Nummernschilder) müssen die Kosten für die H-Abnahme mit einkalkuliert werden. Diese variieren zwischen 80 und 200 Euro.

 

Was benötigt man für ein H-Kennzeichen?

Für die Zuteilung eines H-Kennzeichen ist die Abnahme des Kfz nach §23 StVZO zwingende Voraussetzung. Beurteilt wird dabei der Gesamtzustand, der technische Zustand, die optische Erscheinung und die Originalität. Sofern sie zeitgenössisch sind, werden unter Umständen auch Tuning-Umbauten anerkannt. Das H-Kennzeichen wird zugeteilt, wenn der Klassiker alle Anforderungen erfüllt hat. Darüber hinaus benötigt das Fahrzeug selbstverständlich eine gültige Hauptuntersuchung.

 

Wer macht die H-Kennzeichen Abnahme?

Die Abnahme des Kfz nach § 23 StVZO erfolgt von anerkannten Sachverständigen, Prüfern, oder Prüfingenieuren in den Prüfstellen von TÜV, Dekra, GTÜ und der KÜS.

 

Wie hoch ist die Kfz-Steuer für ein H-Kennzeichen?

Die Kosten für die Kfz-Steuer betragen für Oldtimer pauschal 191,73 Euro.

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