AUTO ZEITUNG Classic Cars 10/2026: Das sind die Themen
Drei Duelle zwischen Citroën und Mercedes, Rückblick auf die Erfolgsgeschichte des Golf GTI und die Fiat Barchetta in der Kaufberatung. Das und vieles mehr in der neuen AUTO ZEITUNG Classic Cars 10/2026!
Die Zahlen klingen vielversprechend: 923.538 Oldtimer waren am 1. Januar 2026 in Deutschland zugelassen, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt, davon 822.537 Pkw. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr – von einem schwindenden Interesse am Klassiker könnte demnach keine Rede sein. Und wer die Szene kennt, weiß natürlich: Die Zahl der potenziellen Oldtimer steigt von Jahr zu Jahr. Einmal restaurierte Autos bleiben meist im Bestand – wenn auch nicht immer beim gleichen Besitzer.
Neue Fahrzeuge kommen mit dem Erreichen der 30-Jahre-Grenze hinzu. Kein Wunder: Die Teil- oder Vollverzinkung wurde in den 90er-Jahren zum Standard, die Autos rosten nicht mehr so schnell weg. Damit diese 30-Jährigen aber nicht einfach nur weiterlaufen, sondern auch gehegt und gepflegt werden, werden die Voraussetzungen zur Erlangung eines H-Kennzeichens immer wieder neu justiert.
Und nicht nur das: Am 13. August 2026 trat die EU-Vorschrift zur „kreislauforientierten Konstruktion von Fahrzeugen und Entsorgung von Altfahrzeugen“ in Kraft. Ersteres beunruhigt Klassiker-Freunde weniger, betrifft es doch künftige Neuwagen. Bei den Stichworten „Entsorgung“ und „Altfahrzeug“ zucken wir jedoch zusammen.
Der DEUVET und andere Interessensgruppen haben sich früh ein gebracht und die Politik für die Bedürfnisse klassischer Fahrzeuge sensibilisiert. So sollte die Weiterverwendung intakter oder reparierbarer Ersatzteile Vorrang vor deren Verschrottung haben.
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Die Themen der neuen AUTO ZEITUNG Classic Cars 10/2026
Tatsächlich springen einige Hersteller auf den Zug auf: Stellantis hat in Casablanca sein drittes Demontagezentrum eröffnet. Nach der Zerlegung der Altfahrzeuge werden hier brauchbare Komponenten aufbereitet und als Originalersatzteile wieder angeboten, heißt es. Auch Seat hat eine Anlage zur Demontage alter Fahrzeuge in Betrieb genommen.
Das geschieht natürlich nicht (nur) aus purer Leidenschaft für die Klassiker, sondern eben auch wegen der gesetzlichen Grundlagen. Somit machen die Großen das, was die Kleinen – Schrauber und Clubs – seit Jahrzehnten praktizieren: Nicht mehr fahrbereite Autos werden geschlachtet, die Teile zur Seite gelegt. Die Oldtimer-Szene als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.
Die AUTO ZEITUNG Classic Cars-Heftausgabe
Trotzdem bleiben Fragen offen: Was passiert mit dem klassischen Scheunenfund oder einem wirtschaftlichen Totalschaden? Immer wieder gibt es Autos, die auf den ersten Blick verloren scheinen, von Enthusiasten aber wieder aufgebaut (sprich: erhalten) werden.
Reicht die vorgesehene Reparaturfrist von fünf Jahren aus? Welche Standards müssen gebrauchte Teile erfüllen, bevor sie dem Markt wieder zugeführt werden? Es bewegt sich einiges im Moment – die Gesprächsbereitschaft auf allen Seiten ist ein gutes Zeichen für die Klassiker-Szene.











