500X/Kona/CX-3/Crossland X/Arona/Vitara/T-Cross: Test Neuer VW T-Cross im Vergleichstest

von AUTO ZEITUNG 30.08.2019
Inhalt
  1. VW T-Cross im Vergleichstest gegen Fiat 500X, Opel Crossland X, Suzuki Vitara, Seat Arona, Hyundai Kona & Mazda CX-3
  2. Hyundai Kona im Vergleich
  3. Vergleichstest mit Mazda CX-3
  4. Opel Crossland X gegen T-Cross & Co.
  5. Seat Arona im Vergleichstest
  6. So schlägt sich der Suzuki Vitara
  7. VW T-Cross fährt auf Platz 2
  8. Messwerte & Technische Daten Fiat 500X, Hyundai Kona, Mazda CX-3, Opel Crossland X, Seat Arona, Suzuki Vitara & VW T-Cross

Mit dem VW T-Cross haben sich die Wolfsburger lange Zeit gelassen. Das soll das kleine SUV nicht davon abhalten, der Konkurrenz die Käufer abzujagen. Wie gut die Chancen dafür stehen, klärt der Mega-Vergleichstest gegen Fiat 500X, Hyundai Kona, Mazda CX-3, Opel Crossland X, Suzuki Vitara und Seat Arona!

Gesamtbewertung (max. Punkte)Fiat 500X 1.0 FireFly TurboHyundai Kona 1.0 T-GDI
Karosserie (1000)527544
Fahrkomfort (1000)678685
Motor/Getriebe (1000)626628
Fahrdynamik (1000)592589
Eigenschaftswertung (4000)24232446
Kosten/Umwelt (1000)464459
Gesamtwertung (5000)28872905
Platzierung76
Gesamtbewertung (max. Punkte)Mazda CX-3 Skyactiv-G 121Opel Crossland X 1.2 Direct Injection Turbo
Karosserie (1000)529575
Fahrkomfort (1000)679684
Motor/Getriebe (1000)674664
Fahrdynamik (1000)648585
Eigenschaftswertung (4000)25302508
Kosten/Umwelt (1000)431443
Gesamtwertung (5000)29612951
Platzierung34
Gesamtbewertung (max. Punkte)Seat Arona 1.0 TSISuzuki Vitara 1.0 BoosterJet AllGrip
Karosserie (1000)581542
Fahrkomfort (1000)705673
Motor/Getriebe (1000)655629
Fahrdynamik (1000)639630
Eigenschaftswertung (4000)25802474
Kosten/Umwelt (1000)456433
Gesamtwertung (5000)30362907
Platzierung15
Gesamtbewertung (max. Punkte)VW T-Cross 1.0 TSI
Karosserie (1000)587
Fahrkomfort (1000)706
Motor/Getriebe (1000)658
Fahrdynamik (1000)624
Eigenschaftswertung (4000)2575
Kosten/Umwelt (1000)430
Gesamtwertung (5000)3005
Platzierung2

 

VW T-Cross im Vergleichstest gegen Fiat 500X, Opel Crossland X, Suzuki Vitara, Seat Arona, Hyundai Kona & Mazda CX-3

Bereits seit 2014 mischt der pfiffige Fiat 500X mit seinem charmanten Design die Mini-SUV-Klasse auf. Doch der Fiat ist nicht nur hübsch anzusehen: Hinter der verspielten Retro-Fassade verbergen sich durchaus Erstwagen-taugliche Talente. Selbst wenn der vergleichsweise schmale Innenraum nicht zu den größten im Segment zählt, beherbergt er mühelos vier Erwachsene. Der Kofferraum ist mit 350 bis 1000 Litern jedoch der kleinste im gesamtem Vergleich. In Sachen Multimedia-Funktionsvielfalt und auch Sicherheitsausstattung merkt man dem Südeuropäer indes das fortgeschrittene Alter an. Gerade im Vergleich zum hochgerüsteten VW T-Cross fällt das serienmäßige Angebot an Assistenzsystemen etwas mager aus. Die wichtigsten Dinge wie etwa ein autonomer Bremsassistent mit Personenerkennung, ein Spurwechselassistent, eine Spurhaltehilfe oder auch helle LED-Scheinwerfer sind jedoch auch für den Turiner verfügbar – aber eben nur gegen Aufpreis. Wie die meisten Testgegner wird der Fiat 500X von einem 1,0 Liter großen Turbobenziner angetrieben. Der 120 PS starke Dreizylinder beschleunigt den Fiat 500X in 10,8 Sekunden auf Landstraßentempo und somit etwas langsamer als etwa die fünf PS schwächeren Kontrahenten von Seat und VW. Außerdem verbraucht der neue Fiat-Dreizylinder am meisten Kraftstoff, nämlich 7,7 Liter je 100 Kilometer. Zum Vergleich: Der Seat Atona gibt sich mit 1,2 Litern weniger zufrieden. Ebenfalls nicht ganz im Vergleichstest mithalten kann der Italiener in Sachen Federungskomfort. Besonders bei langsamer Fahrt ist sein Aufbau quasi permanent in Bewegung. Erst mit steigendem Tempo und erhöhter Beladung schwächt sich diese unangenehme Eigenschaft etwas ab. Mit einem bewerteten Preis von 20.190 Euro ist der Fiat 500X das günstigste SUV im Test. Der VW T-Cross ist beispielsweise 3995 Euro teurer. Da sich der Italiener bei den laufenden Kosten keinen Ausreißer erlaubt, sichert er sich somit den ersten Platz im Kostenkapitel. In der Endabrechnung kommt der Charmeur, auf den es vier Jahre Garantie gibt, aber nicht über den siebten Platz hinaus.

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Hyundai Kona im Vergleich

Zumindest vorn gehört der extrovertiert gestylte Hyundai Kona zu den geräumigsten Fahrzeugen im Vergleichstest. Wer in Reihe eins Platz nimmt, freut sich über viel Bewegungsfreiheit für die Ellenbogen und reichlich Platz über dem Scheitel. Das Raumangebot im Fond ist allerdings eher durchschnittlich und liegt im Bereich dessen, was der Fiat 500X oder der Mazda CX-3 für ihre Gäste bereitstellen. Auch das Kofferraumvolumen (361 bis 1143 Liter) ist bedeutend geringer als etwa das des VW T-Cross mit satten 455 bis 1281 Litern. Dafür glänzt der Koreaner mit einer denkbar einfachen Bedienung. Sämtliche Funktionen lassen sich dank übersichtlich gestalteter Menüs und eindeutig beschrifteter Tasten schnell erlernen. Und auch die Sicherheitsausstattung gibt kaum Anlass zur Kritik – außer, dass die meisten Assistenzsysteme Aufpreis kosten. Immerhin: Eine Pausenempfehlung, ein Spurhalteassistent oder auch eine Bergabfahrhilfe sind serienmäßig an Bord. Bei den fahrdynamischen Testdisziplinen hinterlässt der Kona einen zwiespältigen Eindruck. Zwar untermauert er seine subjektiv empfundene Agilität und Fahrsicherheit mit der drittschnellsten Rundenzeit auf dem Handlingkurs, die Bremswege sind jedoch nach denen des Suzuki und des Opel die längsten im Vergleich. Und auch längsdynamisch gehört der Asiate zu den zurückhaltenderen Modellen im Feld. So beschleunigen nur der Fiat und der Suzuki langsamer auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h wird indes nur vom Suzuki unterboten. Übermäßig sparsam ist der 120 PS starke Dreizylinder des Hyundai ebenfalls nicht, wie der Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern je 100 Kilometer zeigt. Gemeinsam mit dem Opel ist der Koreaner damit das zweitdurstigste Fahrzeug. Dafür erreicht der Hyundai Kona die Silbermedaille im Kostenkapitel – obwohl er mit den testrelevanten Extras nach Mazda, VW und Suzuki das teuerste SUV ist. Der Grund: Der Hyundai Kona sammelt für seine fünfjährige Garantie viele Punkte. Im Gesamtranking reicht es aber nur für Platz sechs.

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Vergleichstest mit Mazda CX-3

Mit seiner gelungenen coupéhaften Silhouette macht der Mazda CX-3 im Vergleichstest auf sportlich. Doch die Formgebung bringt ihm bei Raumangebot und Raumgefühl keine Vorteile: Hier geht es noch enger zu als im nicht gerade üppig geschneiderten Fiat. Mit der Übersichtlichkeit steht es ebenfalls nicht zum Besten. Das Bediensystem mit Dreh-Drück-Steller ist dem bewährten iDrive-System von BMW nachempfunden und funktioniert weitestgehend selbsterklärend. Die Zuladung von 438 kg rangiert am unteren Ende des Testfelds. Gut: Qualität und Verarbeitung. Etwas gewöhnungsbedürftig ist jedoch die Vielzahl an verschiedenen Materialien im Innenraum. Auf schlechten Straßen stellt sich schnell heraus, dass die Abstimmungsbalance zwischen Vorder- und Hinterachse beim japanischen City-SUV deutlich besser gelungen ist als beim Hyundai und beim Fiat. Auf kurzen Bodenwellen kommt er jedoch schnell ins Straucheln und neigt zum Durchschlagen. Mit voller Beladung lässt der Mazda CX-3 außerdem spürbar nach. Statt auf einen kleinvolumigen Dreizylinder-Turbobenziner setzen die Söhne Nippons auf einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner. Der Motor gefällt mit der besten Laufkultur im Test und sportlich-kernigem Klang. Mit einer Beschleunigung von null auf 100 km/h in 9,0 Sekunden liegt der Mazda CX-3 im Vergleich ganz vorn, mit einem Testverbrauch von 6,9 Liter Super auf 100 Kilometern im guten Mittelfeld. In puncto Handling überzeugt der Mazda CX-3 wie der Seat Arona mit hoher Agilität. Und bei den Bremsmessungen erzielt er zusammen mit dem VW den kürzesten Warmbremswert von nur 34,7 Metern aus Tempo 100. Bei den Kosten schlägt negativ zu Buche, dass die testrelevante Bereifung nur mit der teuren Sportsline-Ausstattung erhältlich ist, was den bewerteten Preis in die Höhe treibt. Am Ende landet der Mazda CX-3 auf einem wohlverdienten dritten Platz.

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Opel Crossland X gegen T-Cross & Co.

Dank der Option auf die "Funktionsausstattung" für 420 Euro, die eine längs verschiebbare Rücksitzbank mit Durchreiche und neigungseinstellbaren Rückenlehnen umfasst, bietet der Opel Crossland X im Vergleich ein hohes Potenzial an Praxistauglichkeit. Das Kofferraumvolumen von 410 bis 1255 Litern leistet hierzu ebenfalls seinen Beitrag. Sieht man einmal vom wenig griffgünstig geformten Handbremsgriff ab, gibt es auch aus ergonomischer Sicht keine großen Klagen. So fällt auch das Ablagenangebot praxisgerecht aus. Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner ist eine französische Entwicklung aus dem PSA-Konzern und darf nun auch den Opel Crossland befeuern. Mit 130 PS das stärkste Aggregat im Testfeld, rennt der Opel damit fast so schnell wie der Mazda CX-3  in 9,1 Sekunden auf Landstraßentempo 100 und ist mit 201 km/h Höchstgeschwindigkeit sogar der Schnellste. Viel wichtiger für den Alltag ist allerdings die Elastizitätsprüfung. Diese absolviert er je nach Messbereich (siehe Tabelle Seite 30) zwischen knapp einer und 4,8 Sekunden schneller als die Konkurrenten. Fazit: Mehr Durchzug als der Opel Crossland X bietet keiner der Rivalen. In Sachen Testverbrauch zählt er allerdings zusammen mit dem Hyundai Kona zu den durstigen Vertretern seiner Zunft: Auf 100 Kilometern sind 7,4 Liter fällig. Deutlich ausgeprägtere Aufbaubewegungen als bei den Kontrahenten, ein recht früh eingreifender und länger als nötig regelnder Schleuderschutz sowie eine Lenkung, die mit recht großen Lenkwinkeln arbeitet – das alles geht stark zu Lasten der Fahrpräzision und bremst den Opel stärker ein als nötig. Schade eigentlich, denn der Antrieb erscheint durchaus gelungen. Der Opel Crossland X teilt sich übrigens Plattform und Technik mit der zweiten Generation des Peugeot 2008, die frühestens Ende des Jahres debütiert. Was den Komfort angeht, so erweist sich die Crossland-Federung als sensibel ansprechend. Trotzdem kann der Opel unbeladen im Vergleichstest nur den Fiat hinter sich lassen. Unter Ausnutzung der vollen Zuladung schlägt die Federung sogar recht früh durch. Am Ende muss sich der Rüsselsheimer sowohl in der Kosten- als auch der Eigenschaftswertung mit dem vierten Platz zufrieden geben.

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Seat Arona im Vergleichstest

Obwohl der Seat Arona mit aufpreispflichtigen 18-Zoll-Rädern zum Vergleichstest vorfährt, überzeugt es auf den Marterstrecken des Testgeländes mit einem beachtlichen Komfort-Niveau. Ansprechverhalten und Schluckfreude sorgen dafür, dass sich der Seat Arona in Sachen Federungskomfort an zweiter Stelle hinter dem VW T-Cross einsortiert – nicht zuletzt auch wegen der für diese Fahrzeugklasse hervorragend passenden Sitze. Was die Karosserie angeht, wirkt der Arona ein gutes Stück großzügiger geschnitten als die Konkurrenz. In den Disziplinen Qualität und Verarbeitung deklassiert er gar das gesamte übrige Testfeld. Das ist besonders bemerkenswert, weil in dieser preissensiblen Fahrzeugklasse für gewöhnlich äußerst knapp kalkuliert wird. Die beste Lenkung im Test, kein störendes Wanken oder Rollen der Karosserie – zielgenau lässt sich der Seat durch Kurven unterschiedlichster Radien dirigieren, begleitet von einem weitgehend neutralen Eigenlenkverhalten samt eines für diese Klasse recht hohen Querbeschleunigungspotenzials. Das Stabilitätsprogramm (ESC) lässt dem Seat Arona an der Haftgrenze subjektiv etwas mehr Luft als das gleichnamige Regelsystem im VW, greift dann aber etwas heftiger ein. Auch das Heck reagiert auf das Lupfen des Gaspedals etwas lebhafter als das des VW T-Cross. Bei Handling und Slalom ist der Seat Arona noch einen Hauch schneller als der Mazda, auch wenn sich das punktetechnisch nicht auswirkt. Das Gefühl, im dynamischsten Auto dieses Vergleichs zu sitzen, bleibt jedoch. Das 115-PS-Aggregat – übrigens baugleich mit dem T-Cross-Motor – erreicht zwar erst bei 2000 Touren sein Drehmoment-Maximum, ist sich mit einem Verbrauch von 6,5 Liter Super auf 100 km aber das Sparsamste im Test. Das reduziert die Unterhaltskosten ebenso wie die günstigste Vollkasko-Einstufung (Typklasse 17) innerhalb des Testfelds oder die niedrigsten Kfz-Steuern (88 Euro pro Jahr). Nach dem Fiat 500X ist der Seat Arona samt testrelevanter Ausstattung das zweitgünstiges Angebot. Geringe Kosten sorgen für viele Punkte und am Ende für den eindeutigen Testsieg des Spaniers.

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So schlägt sich der Suzuki Vitara

Für diesen Vergleichstest stand der Suzuki Vitara mit dem 111 PS starken 1,0-Liter Dreizylinder-Turbo nur in der Allradversion zur Verfügung. Damit ist der zweite Japaner im Feld zwar deutlich teurer, aber auch traktionsstärker unterwegs als die Konkurrenz. Dies macht sich vor allem beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven bemerkbar, wo die vorderradgetriebene Konkurrenz zum Teil haltlos mit den Hufen scharrt. Ansonsten tendiert die Abstimmung des Suzuki Vitara eher in Richtung Geländewagen als zum modisch-lifestyligen City-SUV : Die Lenkung arbeitet präzise, ist aber arm an Rückmeldung. Und die Tendenz, im Grenzbereich über die Vorderräder zu schieben, ist wesentlich ausgeprägter als bei der Konkurrenz. Das gilt in gleichem Maß für die Lastwechselreaktion. In Wechselkurven produziert der Suzuki ebenfalls deutliche Aufbaubewegungen, die aber etwas weniger deutlich sind als etwa beim Opel Crossland X. Auch wenn die Dosierbarkeit der Bremse in Ordnung geht, so sind die Bremswege die Längsten des gesamten Septetts. Zeigt sich der Suzuki Vitara auf der Komfortstrecke in unbeladenem Zustand noch recht konziliant, ändert sich das Bild mit maximaler Zuladung an Bord, die mit immerhin 526 Kilogramm höher als bei allen anderen Gegnern ausfällt. Dann nämlich teilt die Hinterachse zum Teil heftige Schläge aus. Auf der kurzwelligen Betonpiste, die ebenfalls zum Testprogramm gehört, schlägt die Vitara-Federung sogar gnadenlos durch. Hier würden eine straffere Abstimmung und oder eine geringere Zuladungskapazität möglicherweise Abhilfe schaffen. Abgesehen von den ordentlichen Elastizitätswerten wird der Suzuki in puncto Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit nach hinten durchgereicht. Das Getriebe lässt sich zwar präzise schalten, besitzt aber nur fünf Gänge und weist zum Teil etwas große Drehzahlsprünge auf. Auf der Habenseite steht beim rustikalen Japaner eine recht geräumige und übersichtliche Karosserie, deren Kunststoffe im Innenraum aber Ausdünstungen produzieren. Am Ende bleibt im Vergleich nur der fünfte Platz im Gesamtklassement.

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VW T-Cross fährt auf Platz 2

Der neue VW T-Cross schafft es, auf einer überaus geringen Verkehrsfläche (4,11 Meter Länge bei 1,76 Meter Breite) ein sehr erwachsenes Raumangebot unterzubringen. So ist der Fond des Wolfsburgers klar der geräumigste im Vergleichstest. Zudem gefällt die äußerst bequeme Rückbank, auf der auch Erwachsene gern für längere Strecken Platz nehmen. Dies ist aber nicht der einzige Vorzug des VW T-Cross. Auch der Nutzwert stimmt dank großem Gepäckabteil (455- 1281 Liter) und serienmäßig verschiebbarer, asymmetrisch umlegbarer Rückbank. Und ab der mittleren Ausstattungslinie Life (2100 Euro) gibt es sogar noch eine praktische umklappbare Beifahrersitzlehne dazu. Aus diesem Grund erhält der VW für seine Variabilität die gleiche Punktzahl wie der bekannt praktische Opel Crossland X. Spitzenreiter ist der VW T-Cross hingegen bei der Bordsicherheit. Autonome Notbremse mit Personenerkennung, Spurhalte- und Spurwechselassistenten oder automatischer Notruf: All dies ist beim VW Serie. Zum erwachsenen Raumangebot des Volkswagens passt der sehr gute Fahrkomfort. Unebenheiten im Asphalt werden gekonnt von der Federung absorbiert. Außerdem verfügt der Wolfsburger über die effektivste Geräuschdämmung. Angetrieben wird der VW vom gleichen Dreizylinder-Turbobenziner mit 115 PS wie der Seat Arona, entsprechend ähnlich sind die Fahrleistungen. Nur die Spitze liegt elf km/h über der des Spaniers. Und auch in Sachen Effizienz schenken sich die beiden Konzernbrüder nichts: Der VW T-Cross konsumiert gerade einmal 0,1 Liter mehr Kraftstoff als der Arona. Letzterer hat in den querdynamischen Disziplinen einen Vorteil. Zwar wirkt der T-Cross auf kurviger Landstraße oder im Großstadtverkehr ebenfalls recht leichtfüßig, doch weder auf dem Handlingkurs noch in der Slalomgasse erreicht er die Performance des Seat. Zu allem Überfluss ist der VW mit der testrelevanten Ausstattung 2165 Euro teurer als sein spanischer Konzerngenosse. Auch deshalb schafft es der Wolfsburger nicht, am Seat Arona in der Endabrechnung des Vergleichs vorbeizuziehen – Platz zwei für den neuen VW T-Cross.

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Messwerte & Technische Daten Fiat 500X, Hyundai Kona, Mazda CX-3, Opel Crossland X, Seat Arona, Suzuki Vitara & VW T-Cross

AUTO ZEITUNG 12/2019Fiat 500X 1.0 FireFly TurboHyundai Kona 1.0 T-GDI
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4; Turbo3/4; Turbo
Hubraum999 cm³998 cm³
Leistung88 kW/120 PS88 kW/120 PS
Max. Gesamtdrehmoment190 Nm172 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang manuell/Vorderrad6-Gang manuell/Vorderrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1320/1346 kg1223/1318 kg
Beschleunigung (Test)  
0 - 100 km/h10,8 s10,5 s
0 - 150 km/h24,9 s24,9 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)188 km/h181 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,7/35,6 m36,3/36,1 m
Verbrauch (Test/EU)7,7/6,0 l S/100 km7,4/5,7 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/EU)182/138 g/km175/129 g/km
Preise
Grundpreis19.190 Euro17.730 Euro
Testwagenpreis20.190 Euro22.530 Euro
 Mazda CX-3 Skyactiv-G 121Opel Crossland X 1.2 Direct Injection Turbo
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/43/4; Turbo
Hubraum1998 cm³1199 cm³
Leistung89 kW/121 PS96 kW/130 PS
Max. Gesamtdrehmoment207 Nm230 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang manuell/Vorderrad6-Gang manuell/Vorderrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1184/1254 kg1184/1275 kg
Beschleunigung (Test)  
0 - 100 km/h9,0 s9,1 s
0 - 150 km/h20,7 s19,5 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)192 km/h201 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,1/34,7 m36,7/36,6 m
Verbrauch (Test/EU)6,9/6,2 l S/100 km7,4/5,1 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/EU)164/141 g/km175/116 g/km
Preise
Grundpreis17.990 Euro21.590 Euro
Testwagenpreis24.280 Euro22.325 Euro
 Seat Arona 1.0 TSISuzuki Vitara 1.0 BoosterJet AllGrip
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4; Turbo3/4; Turbo
Hubraum999 cm³998 cm³
Leistung85 kW/115 PS82 kW/111 PS
Max. Gesamtdrehmoment200 Nm170 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang manuell/Vorderrad5-Gang manuell/Allrad, permanent
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1114/1186 kg1155/1204 kg
Beschleunigung (Test)  
0 - 100 km/h9,8 s11,0 s
0 - 150 km/h22,3 s25,6 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)182 km/h175 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,6/35,7 m37,5/36,7 m
Verbrauch (Test/EU)6,5/5,0 l S/100 km6,9/5,7 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/EU)154/114 g/km164/129 g/km
Preise
Grundpreis19.620 Euro23.550 Euro
Testwagenpreis22.020 Euro23.550 Euro
 VW T-Cross 1.0 TSI
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4; Turbo
Hubraum999 cm³
Leistung85 kW/115 PS
Max. Gesamtdrehmoment200 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang manuell/Vorderrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1175/1265 kg
Beschleunigung (Test) 
0 - 100 km/h10,0 s
0 - 150 km/h22,4 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)193 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,5/34,7 m
Verbrauch (Test/EU)6,6/4,9 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/EU)156/112 g/km
Preise
Grundpreis19.400 Euro
Testwagenpreis24.185 Euro

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Unser Fazit

Auch wenn der neue VW T-Cross den Vergleichstest nicht gewinnen kann, ist er ein tolles Mini-SUV mit zahlreichen Tugenden wie etwa dem erwachsenen Fahrkomfort, dem großen Angebot an Assistenzsystemen oder dem üppigen Raumangebot. Allerdings ist der Seat Arona darüber hinaus fahrdynamischer und mit den testrelevanten Extras 2165 Euro günstiger. Deshalb sichert sich der Spanier den Testsieg vor seinem konzerninternen Kontrahenten. Auf einem starken dritten Rang kommt der Mazda CX-3 ins Ziel. Der spurtstarke und dabei wenig durstige Antrieb sowie die standfeste Bremsanlage sind die Garanten für die gute Platzierung. Dahinter sortiert sich der Opel Crossland X ein, dem sein variables Raumkonzept und der elastische Motor viele Punkte bescheren. Die Bremswege sind aber zu lang. Platz fünf sichert sich der einzige Allradler im Testfeld, der Suzuki Vitara. Die gute Traktion und der geräumige Innenraum zählen zu seinen Stärken. Mit maximaler Beladung wirkt sein Fahrwerk aber überfordert. Ebenfalls verbesserungswürdig: Die Bremswege sind noch länger als die des Opel. Rang sechs geht an den Hyundai Kona, der zwar eine lange Garantie und eine einfache Bedienung mitbringt, sonst aber kaum eigene Akzente setzt. Dem innen recht eng geschnittenen Fiat 500X bleibt in diesem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld nur der siebte Platz im Vergleich – trotz des niedrigsten bewerteten Preises.

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