Die besten Formel 1-Fahrer: Top-10 Die Champions der Formel 1-Geschichte

von Gregor Messer 19.02.2020
Inhalt
  1. Top-10 der besten Formel 1-Fahrer: Michael Schumacher
  2. Juan Manuel Fangio
  3. Die besten Formel 1-Fahrer: Ayrton Senna
  4. Lewis Hamilton
  5. Die besten Formel 1-Fahrer: Sebastian Vettel
  6. Niki Lauda
  7. Die besten Formel 1-Fahrer: Jim Clark
  8. Alain Prost
  9. Die besten Formel 1-Fahrer: Sir Jackie Stewart
  10. Fernando Alonso

Im Mai 2020 feiert die Formel 1 ihren 70. Geburtstag. 775 Piloten sind bislang gestartet. Aber wer war der Beste? Unsere Top-10 der Formel 1-Fahrer!

 

Top-10 der besten Formel 1-Fahrer: Michael Schumacher

Als der Mercedes-Junior in Spa 1991 seine Karriere über 306 Grands Prix startete, machte er aus der Randsportart Formel 1 ein gesellschaftliches Muss. Nach zwei Titeln mit Benetton brachte er Ferrari auf Vordermann: Nach fünf Jahren des Lernens, Entwickelns und Wartens holte der Rekordjäger aus Kerpen, der in allen Disziplinen inklusive des Geldverdienens Bestmarken hielt, fünf Titel in Folge. Erst Fernando Alonso stoppte Schumachers Titelserie. Mehr zum Thema: Alles zum Motorsport

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Juan Manuel Fangio

Der untersetzte Argentinier war schon 39, als er in Silverstone den ersten Grand Prix der Formel 1 bestritt. Schnell erreichte er mit stählerner Entschlossenheit und unbeugsamer Ausdauer totale Dominanz. Er holte fünf Titel, vier davon in Folge, und startete dabei für vier Marken. Kein Fahrer erzielte bis heute eine bessere Erfolgsstatistik: 24 Siege in 51 Starts entsprechen 47 Prozent. Seinen größten Sieg feierte er 1957 auf dem Nürburgring: Nach missglücktem Stopp zur Halbzeit holte er über eine Minute Rückstand auf und rang in der Schlussrunde Peter Collins und Mike Hawthorn nieder.

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Die besten Formel 1-Fahrer: Ayrton Senna

Als er wegen Lenkdefekts in Imola 1994 im Williams starb, war das, "wie wenn die Sonne vom Himmel fällt", wie Ex-Teamkollege Gerhard Berger sagte. Erst bei McLaren verfügte "Magic Senna" über WM-fähiges Material. In seiner Komplettheit war Senna einzigartig. Krankhafter Ehrgeiz, eiserner Wille, hohes technisches Verständnis und große Rennintelligenz waren seine Insignien – aber auch bittere Larmoyanz.

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Lewis Hamilton

Bei seinem Debüt 2007 steuerte der erste schwarze Weltmeister schnurstracks aufs Podest – die Ouvertüre zu einer Karriere, die den Engländer nahezu sämtliche Rekorde brechen lässt. Nun sind auch die letzten Bestmarken von Michael Schumacher in Gefahr. Hamilton startete bis 2012 für McLaren, glaubte aber an das noch von Schumacher vorbereitete Potenzial bei Mercedes. Mit den Silberpfeilen bildet er seitdem die dominierende Macht.

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Die besten Formel 1-Fahrer: Sebastian Vettel

Vettel war 21 Jahre und 74 Tage alt, als er in Monza 2008 im Toro Rosso unerwartet seinen ersten Sieg holte – gleichsam von seiner ersten Pole Position. In den folgenden Jahren etablierte er sich als treibende Kraft bei Red Bull: immer am Limit, immer präzise, alle Möglichkeiten ausnutzend, nur selten von Fehlern begleitet – dafür stets mit hoher Emotionalität am Steuer. Mit 23 Jahren und 164 Tagen kürte er sich zum jüngsten Champion. Vier Titel in Folge untermauerten sein enormes Talent. 2015 folgte der Wechsel zu Ferrari: Nach zusammen fünf Saisons gelang es der Scuderia jedoch bislang nicht, mit Vettel in den Kreis der Champions zurückzukehren.

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Niki Lauda

Charismatiker, Logiker, Non-Konformist, Analyst, Airline-Tycoon: Niki Laudas Karriere erfüllte alle Superlative eines Fahr-Roboters. "Computer-Hirn" war nur einer seiner Spitznamen. Der Wiener kaufte sich bei March wagemutig per Kredit ein Cockpit, schaffte via BRM den Sprung zu Ferrari, holte dort zwei Titel, überlebte dazwischen seinen Feuerunfall, verließ die  Formel 1, kam zurück und holte den dritten Titel. Diesmal mit McLaren. Er beriet BMW, Ferrari, Jaguar. Bei Mercedes beteiligte er sich mit zehn Prozent am Team. Im Mai 2019 starb Lauda, eine der schillerndsten Figuren des Sports, als seine Spenderlunge versagte.

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Die besten Formel 1-Fahrer: Jim Clark

Der Bauernsohn aus Schottland gilt bis heute als eines der größten Naturtalente, die die Formel 1 je erlebt hat. Unschlagbar, wenn alles passte und nahezu unfehlbar wie Fangio, startete Clark seine gesamte GP-Karriere auf Lotus, wo ihn Colin Chapman schlicht für Gott hielt. Ruhig und unspektakulär bestach Clark mit höchster fahrerischer Effizienz. Seine Vielseitigkeit bewies er in allen Kategorien, zweimal gewann er auch das Indy 500. Defekte verhinderten weitere Titel. Beim Saisonauftakt 1968 überholte Clark Fangios Rekord von 24 Siegen, drei Monate später starb er in Hockenheim bei einem unwichtigen Formel-2-Rennen – vermutlich wegen eines Reifenschadens. Sein Tod erschütterte die Welt wie später der von Senna.

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Alain Prost

Wie Lauda feierte der Franzose nach einer Pause ein Comeback mit WM-Titel: Seine vierte Meisterschaft 1993 holte er mit Williams, nachdem er zuvor dreimal mit McLaren Meister geworden war. Davor versuchte Prost lange, mit der Staatsmarke Renault erster französischer Weltmeister zu werden. Dort hatte er sich 1981 auf Anhieb als Führungskraft etabliert, doch verzweifelte er immer wieder an der Technik. Prost fuhr stets nur so schnell wie nötig, weshalb ihm mancher die Zugehörigkeit im Club der Größten absprechen will. Doch seine kalkulierte Fahrweise brachten dem auch innenpolitisch äußerst versierten Prost Erfolge, die viele Draufgänger nicht erreichen konnten.

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Die besten Formel 1-Fahrer: Sir Jackie Stewart

Der Sohn eines Garagisten aus dem schottischen Dumbarton bewies von Beginn an eine außerordentliche Grundschnelligkeit, ohne dabei besonders spektakulär zu wirken – ähnlich wie Clark oder Prost. Sein erster Formel-3-Sieg führte zu einer F1-Offerte – die er allerdings ablehnte. Er fühlte sich nicht reif genug. Ein schwerer Unfall in Spa 1966 veranlasste den intelligenten Schotten, der mit Fans wie Staatsoberhäuptern und Königen gleichermaßen locker parlierte, sein Augenmerk auf eine Verbesserung der Sicherheit zu legen. Dreimal wurde Stewart Weltmeister, immer fuhr er dabei für Ken Tyrrell.

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Fernando Alonso

Es gibt Piloten, die in Erfolgsstatistiken weiter vorn liegen: Jack Brabham und Nelson Piquet etwa mit je drei Titeln. Doch in Alonso ist das lodernde Feuer des Siegeswillens nie erloschen. Als Debütant wirbelte er im Minardi das Mittelfeld durcheinander – sein Entrée zu Renault, wo er zur Mitte der 2000-Jahre Ferrari-Über-Champion Michael Schumacher zum Duell um die Vorherrschaft zwang. Letztlich übernahm der zweimalige Weltmeister nach legendären Schlachten wie in Imola 2005 das Zepter. Freilich: Launenhaftigkeit, kontraproduktive Politik sowie Wechsel zu falschen Teams beeinträchtigten seine Karriere. Alonso siegte auch zweimal konkurrenzlos in Le Mans, hat noch den Indy-500-Sieg im Visier und absolvierte gerade seine erste Rally Dakar.

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