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Wohnmobil-Vorstellung

Ciclope Mencia 420/420e: Preis des Campervans auf Ford-Basis

Die spanische Edel-Camper-Schmiede Ciclope wechselt den Fahrgestell-Lieferanten. Die Ciclope-Modelle Mencia 420 und 420e bauen nun auf den Ford Transit als Basisfahrzeug statt des bisherigen China-Exoten-Maxus. Auch ein E-Camper rückt damit in greifbare Nähe. Alle Infos!

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Die Außenaufnahme zeigt den Campervan Ciclope Mencia 420 auf einem Feldweg.
Als Basis für den spanischen Campervan Ciclope Mencia 420 dient ab sofort der aktuelle Ford Transit, der als Transporter auch mit Allradantrieb zu haben ist. Ob dies auch eine Option für den Camper ist? Das könnte zumindest die All-Terrain-Bereifung auf den ersten Pressebildern erklären. Foto: Ciclope
Campervan Ciclope Mencia 420 und 420e (li.) mit aufgestelltem Aufstellfdach.
Ciclope Mencia 420 und die Aufstelldach-Variante 420e (links im Bild) setzen auf einen Standard-Campervan-Grundriss mit einigen Ausstattungs-Highlights. Foto: Ciclope
Die Sitzgruppe des Ciclope Mencia 420 in der Seitenansicht.
Im Gegensatz zum Mencia 230 mit separiertem Fahrerhaus und Mittelsitzgruppe setzen die 420er auf eine klassische Halbdinette im Bug. Foto: Ciclope
Durchsicht durch den Wohnraum des Ciclope Mencia 420.
So bieten 420 und 420e auch serienmäßig vier Sitzplätze. Beim 230 ist bei maximal drei Schluss. Foto: Ciclope
Die Küche des Ciclope Mencia 420 im Detail.
Die Küche kommt zwar nur mit einer XL-Abdeckung, dafür aber komplett gasfrei. Gekocht wird auf einem Induktionskochfeld. Foto: Ciclope
Die Innenaufnahme zeigt den Kühlschrank des Ciclope Mencia 420.
Auch ein relativ geräumiger 85-l-Kühlschrank ist Teil der Serienausstattung. Foto: Ciclope
Die Außenküche des Ciclope Mencia 420 im Detail.
Optional gibt es eine Außenküche zum Einhängen in die Führungsschiene der Schiebetür (hier im Bild noch die Version auf Maxus-Basis). Den Kocher müssen sich Camper:innen allerdings zusätzlich kaufen. Foto: Ciclope
Eine Collage aus drei Detailaufnahmen aus der Nasszelle des Ciclope Mencia 420. Links das Klapp-Waschbecken, in der Mitte die Dusche, rechts die Toilette.
„Spa on wheels“ nennen die Spanier:innen das schicke Kompaktbad. Platz ist eher mäßig vorhanden. Eine Trockentrenntoilette (rechts) ersetzt das sonst gängige Kassetten-WC. Foto: Ciclope
Die Inennaufnahme zeigt ein Detail der Dusche im Ciclope Mencia 420 und 420e.
Die Gestaltung der Dusche hebt sich wohltuend vom sonstigen Kastenwagen-Einerlei ab. Foto: Ciclope
Die Innenaufnahme zeigt ein Paar, das im Schlafzimmer des Ciclope Mencia 420 liegt.
Im Heckschlafzimmer ist erholsame Nachtruhe in einem festen Doppelbett so gut wie garantiert. Foto: Ciclope
Das Heckbett des Ciclope Mencia 420 durch die geöffneten Hecktüren.
Das Heckbett bietet auf 180 x 120 cm Liegefläche Platz für zwei. Doch sowohl 420 als auch 420e bieten noch zwei weitere Schlafplätze. Foto: Ciclope
Das Aufstelldach-Bett des Ciclope Mencia 420e.
Beim 420e (im Bild) befinden sich diese im serienmäßigen Aufstelldach, beim 420 im Sitzgruppenumbau. Foto: Ciclope

Preis: Ciclope Mencia 420 ab voraussichtlich unter 70.000 Euro

Die Spanier:innen vom Camper-Umbau-Spezialisten Ciclope sind immer für eine Überraschung gut! Anfang des Jahres 2026 verblüfften sie mit der Nachricht, nicht länger „nur“ individuell gestaltete Umbau-Module anzubieten, sondern in die Kastenwagen-Serienproduktion einzusteigen. Bei ihrer Premiere auf dem deutschen Markt wollten sie als Basisfahrzeug dazu auf einen echten Exoten (und dessen europäisches Vertriebsnetz) setzen: den Transporter Deliver 9 von Maxus, einer Marke also, die zum chinesischen Staatskonzern SAIC Motor gehört.

Nun aber die Kehrtwende: Ford statt SAIC, Transit statt Maxus! Nach dem ersten Mencia-Aufschlag gehen die Spanier:innen damit den nächsten Entwicklungsschritt – und bringen neben dem Ciclope Mencia 230 als Zwei- bis Drei-Personen-Camper mit separiertem Fahrerhaus erneut zwei Varianten ihres eher konventionell geschnittenen, aber üppig ausgestatteten Sechs-Meter-Kastenwagens an den Start: den Mencia 420 sowie den Mencia 420e. Letzterer zielt mit Aufstelldach und vier Schlafplätzen besonders auf Familien, während der Mencia 420 als klassischer Allrounder zwischen Paar-Reisemobil und kindertauglichem Tourer positioniert ist.

Der Fahrgestell-Wechsel klingt für Außenstehende zunächst eher unspektakulär, ist in der Wohnmobil-Welt aber eine Entscheidung von Gewicht: Der Transit hat sich längst als ernsthafte Alternative zum Platzhirschen Fiat Ducato etabliert. Was das für den Preis heißt, ist aktuell noch nicht final absehbar. In Spanien nennt Ciclope für den Mencia 420 derzeit einen Startpreis von 64.495 Euro, der Mencia 420e beginnt preislich bei 72.760 Euro. Mehrwertsteuer, Überführung und Zulassung sind da noch nicht berücksichtigt. Die genannten Preise (Stand: September 2026) beziehen sich allerdings noch auf die bisherigen Versionen auf Maxus-Basis.

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Video: AUTO ZEITUNG

Innenraum: Klassischer Campervan mit oder ohne Aufstelldach

Mehr Platz im Innenraum als der Vorgänger bietet künftig der Ciclope Mencia 420: Er wird in den Aufbaugrößen L3H2 und L3H3 (bei identischer Außenlänge und Radstand) angeboten. Der Sechs-Meter-Camper besitzt einen Durchgang zur Fahrerkabine und ist für vier Mitfahrende ausgelegt. Der reguläre Schlafbereich im Heck ist allerdings weiterhin auf zwei Personen zugeschnitten. Für zwei mitreisende Kinder lässt sich die Sitzgruppe optional in ein zusätzliches Bett verwandeln.

Der weitestgehend baugleiche 420e unterscheidet sich von ihm in erster Linie durch das Aufstelldach, das schon bei der Version auf Maxus-Basis im Grundpreis mit immerhin 8265 Euro Aufpreis zu Buche schlug. Ansonsten ist der Grundriss ein alter Bekannter aus Campern der Sechs-Meter-Klasse. Heißt konkret: Halbdinette im Bug, Küche und Bad in der Mitte sowie ein Doppelbett im Heck.

Das Ganze verpacken die Spanier:innen jedoch in einem ansprechend gestalteten Innenraum. Hier finden sich viel dunkleres Holzdekor im Stil „Catania Oak“ aber auch Arbeitsplatten aus dem Acrylstein „Corian“ sowie Naturstein in der Nasszelle – ein Highlight in sich, verspricht der Hersteller. Mehr dazu weiter unten.

Durchsicht durch den Wohnraum des Ciclope Mencia 420.
Foto: Ciclope

Sitzgruppe

Doch zunächst geht es um die Sitzgruppe. Die klassische Halbdinette direkt am Einstieg setzt sich beim Ciclope Mencia 420 und 420e wie bei den meisten direkten Konkurrenten aus einer Doppelsitzbank in Fahrtrichtung, einem Einhängetisch sowie den zwei drehbaren Fahrerhaussitzen zusammen. Diese Konfiguration ist zwar nicht ganz so spannend wie die Mittelsitzgruppe im eng verwandten Modell Mencia 230, dürfte dafür aber den Massengeschmack eher treffen. Denn so dürfen Mencia 420 und 420e vier Mitreisende befördern, während beim 230 mit räumlich getrenntem Fahrerhaus mit Doppel-Beifahrersitz bei drei Personen Schluss ist.

Küche

Beim Küchenmodul gleicht der Ciclope Mencia 420 dagegen weitestgehend dem 230er. Der offensichtliche Unterschied: Während der 230 sie an die Trennwand zwischen Wohnraum und Fahrerhaus stellt, bleibt sie bei den 420ern an der rechten Fahrzeugseite am Einstieg. Mit einem Induktionskochfeld, einer tiefen Spüle sowie einem 85-l-Kühlschrank ist die Ausstattung aber dieselbe.

Abgedeckt werden Spüle und Kocher durch eine durchgehende Platte, die im geschlossenen Zustand als Arbeitsfläche oder Ablage fungiert. Optional ist bei Ciclope auch eine Außenküche zum Einhängen in die Führungsschiene der Schiebetüre lieferbar. Dieses kommt jedoch ohne Gaskocher. Welche Campingkocher als Nachrüstlösung besonders empfehlenswert sind, verrät unser Test.

Bad

Vollmundig versprechen die Spanier:innen bei der Nasszelle des Ciclope Mencia 420 ein „spa on wheels“. Zwar handelt es sich, bei Licht betrachtet, nur um ein Kompaktbad mit integrierter Dusche. Jedoch soll die Materialauswahl für ein ausgeprägtes Wellness-Gefühl auf dem Campingtrip sorgen: Neben dem Acrylstein „Corian“ kommen auch Bambus und Naturstein zum Einsatz. Die gängigen Bad-Varianten fürs Wohnmobil erklären wir hier im Detail.

Eine kleine Besonderheit ist auch das WC. Anstatt wie der Großteil der Konkurrenz auf eine Kassettentoilette zu setzen, setzen die Spanier:innen auf die Trockentrenntoilette „EcoKlos“. Der Hersteller aus dem galizischen Baiona möchte den Camper damit eine Spur nachhaltiger machen, da keine Chemikalien zum Einsatz kommen. Welche Arten von Camping-Toiletten es gibt, haben wir hier zusammengefasst.

Schlafplätze

Sowohl Ciclope Mencia 420 als auch 420e sind als Vier-Personen-Campervans angelegt. Beide setzen auf ein festes Doppelbett im Heck (180 x 120 cm), gehen aber bei den zusätzlichen beiden Schlafplätzen getrennte Wege. Beim Aufstelldach-Modell 420e befinden sich die beiden Zusatz-Schlafplätze im Schlafdach. Die Liegefläche beträgt 195 x 120 cm und ist damit sogar größer als das Heckbett.

Beim 420 lässt sich derweil die Sitzgruppe umbauen. Das so gebildete Bett soll die Maße 175 x 100 cm haben. Für zwei erwachsene Personen eher eng, ist es wohl eher für zwei Kinder oder als Notbett gedacht. Die gängigen Bett-Bauarten im Wohnmobil haben wir hier verglichen.

Bordtechnik und Stauraum

Ciclope setzt bei allen Mencia-Campervans bisher auf einen gasfreien Ausbau. Es ist davon auszugehen, dass dies auch bei der Neuauflage auf Ford-Basis so bleibt. Gekocht wird, wie bereits erwähnt, auf einem Induktionskochfeld, Heizung und Warmwasseraufbereitung laufen mit Diesel oder Strom. Daher fehlt auch ein Gaskasten. Was dafür vorhanden ist, ist eine serienmäßige 150-Ah-Lithium-Batterie. Gegen 3700 Euro Aufpreis lässt sich diese auf einen größeren Stromspeicher mit 270 Ah im Paket mit einem 200-W-Solarmodul samt Steuergerät upgraden.

Wer gern rein elektrisch campt, dürfte sich ebenfalls über den Chassis-Wechsel auf Ford freuen. Seit September 2026 ist mit dem Ford Transit City als bisher fünftem Modell der Transit-Reihe nämlich erstmals ein ausschließlich vollelektrischer Kleintransporter am Start. Das eröffnet auch Ausbau-Spezialisten wie Ciclope neue Möglichkeiten. Auf Ford-Basis entwickeln die Spanier:innen nach Medienberichten derzeit jedenfalls ihren ersten eigenen vollelektrischen Camper. Technische Details, genaue Infos über die Wahl des Basisfahrzeugs oder einen konkreten Termin gibt es bisher aber noch nicht.

Besonderheiten auf einen Blick

  • Serienmäßig mit Trockentrenntoilette anstatt Kassettentoilette.

  • Gasfreier Ausbau mit Induktionsherd und Dieselheizung.

  • Lithium-Aufbaubatterie gehört(e), zumindest bei der Maxus-Version, zum Serienumfang.

Technische Daten des Ciclope Mencia 420/420e

  • Basisfahrzeug: Ford Transit

  • Motorisierung: 2,0-l-Turbodiesel mit 130 – 170 PS (96 – 125 kW)

  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe; optional Achtstufen-Automatikgetriebe

  • Zulässige Gesamtmasse: 3500 kg

  • Maße (L/B/H): 5981 / 2474 /2530 mm

  • Stehhöhe: k.A.

  • Gurt-/Schlafplätze: 4/2 – 4

Fazit

Mit dem Mencia 420 und 420e erfindet Ciclope den Campervan zwar nicht neu, tauscht allerdings schon kurz nach der Deutschlandpremiere das Basisfahrzeug: Aus Maxus wird Transit, sonst ändert sich (fast) nix: Mit einem gasfreien Ausbau sowie schickem Innenausbau sticht der Sechs-Meter-Kastenwagen deutlich aus dem sonst üblichen cremefarbenen Kastenwagen-Einerlei hervor. Der Umstieg auf Ford als Chassis-Spender eröffnet für Ciclope auch eine weitere neue Perspektive: Vielleicht kommt der erste vollwertige Elektro-Camper eines Tages ja tatsächlich aus Spanien? Es bleibt spannend in der Welt der Wohnmobile.