Wohnmobil-Vorstellung

Bürstner Papillon: Sechs-Meter-Campervan für unter 40.000 Euro

Ein kompakter Campervan zum Kampfpreis von unter 40.000 Euro: So lässt sich das Konzept des Bürstner Papillon beschreiben, mit dem die Hymer-Tochter Neulinge für die komplett neuausgerichtete Campingfahrzeug-Marke begeistern will. Die Ausstattung fällt dabei betont individuell aus.

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Der Bürstner Papillon am Stand der Marke auf der CMT 2026 in Stuttgart statisch von schräg vorne links.
Der Bürstner Papillon basiert auf dem Citroën Jumper. Auf der CMT 2026 zeigte der Wohnmobilprofi erstmals, wie der Van für einen Basispreis von knapp 40.000 Euro tatsächlich aussieht (im Bild). Foto: Dominik Mothes
Die Computerilllustration zeigt die Sitzgruppe im Innenraum des Bürstner Papillon (2026).
Im Wohnraum präsentiert sich der Papillon betont variabel und ohne Schnickschnack. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt die abgedeckte Küchenzeile im Innenraum des Bürstner Papillon (2026).
Ein zentrales Element des Innenraumkonzepts ist die neu gedachte Küchenzeile. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt die Küchenzeile im Innenraum des Bürstner Papillon (2026) mit Zweiflammen-Kocher.
Statt wie üblich auf Gas zu setzen, installiert Bürstner serienmäßig einen Induktionsherd. Optional gibt es auch eine Vorbereitung für einen Campingkocher mit Gaskartuschen, der elegant unter einer Klapppe verschwindet. Übrigens: Auch geheizt wird mit Diesel statt mit Gas. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt die Küchenzeile im Innenraum des Bürstner Papillon (2026) mit Zweiflammen-Kocher und ausgezogener Besteckschublade.
Eine seitliche Ausziehschublade beherbergt das Besteck. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt ein Staufach hinter der Schiebetür des Bürstner Papillon (2026).
Auch sonst sind zahlreiche weitere Verstaumöglichkeiten in der kompakten Seitenküche vorgesehen. Einen festen Kühlschrank gibt es nicht, dafür einen Auszug mit optionalem 12-V-Anschluss für eine Kompressor-Kühlbox. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt das Badezimmer im Bürstner Papillon (2026) aus der Vogelperspektive mit Waschtisch.
Das Bad des Bürstner Papillon folgt ebenfalls einem pragmatischen Ansatz: Eine Dusche mit klappbarem Waschbecken nutzt den Raum möglichst effizient. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt das Badezimmer im Bürstner Papillon (2026) aus der Vogelperspektive mit installiertem WC.
Das WC des Campers kann individuell bestückt werden: Zur Wahl stehen eine klassische Chemietoilette, eine Trenntoilette oder die wasserlose Clesana X1 mit einem Einschweiß-System. Foto: Bürstner
Die Computerilllustration zeigt die Heckgarage im Bürstner Papillon (2026), in der zwei e-Scooter verstaut sind.
Im Stauraum unter dem aufstellbaren Querbett kommen unter anderem e-Scooter für die kurzen Wege unter, etwa zum Brötchenholen. Foto: Bürstner
Die Skizze zeigt den Grundriss des Bürstner Papillon (2026).
Ein einziger Querbett-Grundriss mit sechs Metern Außenlänge namens PC 6.0 ist zum Start der Baureihe im Programm. Foto: Bürstner

Preis: Bürstner Papillon ab 39.999 Euro

Alles auf Anfang in Kehl: Bürstner ließ vor dem Caravan Salon 2025 keinen Stein auf dem anderen. Erst ein neues Logo, dann eine komplett neue Modellpalette. Bürstner verabschiedet sich somit ein Stück weit von der Strategie größtmöglicher Modellvielfalt, verschlankt sein Angebot deutlich und schärft zugleich das Profil.

Zum Modelljahr 2026 blieben drei Campingfahrzeuge im Programm: den Signature als neuen Teilintegrierten, den Habiton als Premium-Kastenwagen auf Mercedes Sprinter-Basis und eben den hier, der Bürstner Papillon, als Campervan für preisbewusste Käufer:innen. Das abgespeckte Modell soll die Marke attraktiver für Einsteiger:innen machen. Klingt nach einer wundersamen Verwandlung? Ist es in gewisser Weise auch: Wie ein Schmetterling, der das Raupenstadium verlässt. Insofern wäre die Modellbezeichnung Bürstner Papillon – französisch für Schmetterling – ganz passend gewählt.

Der Bürstner Papillon, der auf dem Citroën Jumper basiert, kommt zunächst in nur einem Grundriss mit sechs Metern Außenlänge, der auf den Namen Papillon PC 6.0 hört. Dahinter verbirgt sich ein Standard-Campervan für zwei mit Querbett im Heck. Deutlich spannender dürfte dagegen der Preis sein: Bei 39.999 Euro (Stand: Januar 2026) geht es los.

Relativiert wird der günstige Einstiegspreis durch die karge Serienausstattung des Vans. Wer im Konfigurator alle Häkchen setzt, landet auch schnell über 60.000 Euro. Wobei hierin auch die Stärke der neuen Bürstner-Strategie liegt: Was nicht gebraucht wird, muss nicht mitkommen.

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Innenraum: Flexibilität vor Luxus

Der Bürstner Papillon setzt im Innenraum auf optische Zurückhaltung und funktionale Lösungen; ein klassisches Kastenwagen-Konzept mit Querbett im Heck und einem sehr flexiblen Wohnbereich. Robuste Materialien und dezente Oberschränke unterstreichen die Funktionalität und Alltagstauglichkeit des Campers. Wobei das nicht zwingend so sein muss: Auf der Vorstellungsseite des Papillon betonen die Kehler:innen, dass es den Wohnraum optional auch mit Vollledersitzen zu konfigurieren gibt.

Die Computernanimation zeigt den Innenraum des Bürstner Papillon (2026).
Foto: Bürstner

Sitzgruppe

Während es bei den Polstern und auch einem Großteil der Ausstattung Individualisierungsmöglichkeiten gibt, bleibt es stets bei der Halbdinette im Bug des Papillon. Vier Sitzplätze sind serienmäßig, Isofix für die Rückbank gibt es jedoch nur als Option.

Küche

Die Computeranimation zeigt den Innenraum des Bürstner Papillon (2026).
Foto: Bürstner

Die Küchenausstattung reduziert Bürstner auf das Wesentliche, bietet dafür aber neue Freiheiten: Statt eines fest eingebauten Kühlschranks, wie man ihn aus zahlreichen Konkurrenzmodellen kennt, gibt es einen optionalen Auszug (inkl. 12-V-Anschluss), in dem eine Kompressor-Kühlbox unterkommt. Egal, ob mitgebracht oder bei Bürstner bestellt – die Küchenausstattung bleibt somit flexibel.

Gekocht wird serienmäßig auf einem Induktionskochfeld. Alternativ kann auch ein Kartuschen-Kocher verwendet werden. Wer lieber mit Gas kochen möchte, kann mit einem optionalen Paket für die Seitenküche ein Staufach mit eigener Klappabdeckung hinzufügen. Die besten Gaskartuschen-Campingkocher haben wir hier getestet.

Bad

Das Kompaktbad folgt einem ähnlich pragmatischen Ansatz: Eine Dusche mit klappbarem Waschbecken nutzt den Raum effizient aus, die tatsächlich nur optionale Toilette ist auf einem Auszug unter dem Bett untergebracht. Wer sich für das Camping-WC entscheidet, hat die Wahl zwischen drei Optionen: der klassischen Chemievariante, einer Trenntoilette oder dem hygienischen Einschweiß-System „Clesana X1“, letzteres aber auch für einen Aufpreis von immerhin 1290 Euro. Die gängigen Bad-Varianten in Campingfahrzeugen erklären wir hier im Detail.

Schlafplätze

Der Papillon ist vornehmlich als Campervan für zwei gedacht. Serienmäßig ist daher auch nur das Querbett im Heck. Es bietet aber noch eine weitere Funktion: In wenigen Handgriffen lässt sich der Schlafplatz auch in ein Sofa umstecken. Ein netter Nebeneffekt dieser Lösung ist, dass die Heckgarage sich so bei hochgeklapptem Lattenrost bis an die Decke erstreckt.

Über ein optionales Aufstelldach können gegen einen Aufpreis von mindestens 4990 Euro zwei zusätzliche Schlafplätze geschaffen werden. Ein Umbau der Sitzgruppe zum Gästebett wird als fünfte Schlafplatzoption ebenfalls angeboten.

Bordtechnik und Stauraum

Für ein Einstiegsmodell geht der Bürstner Papillon einen eher ungewöhlichen Weg. Der Campervan ist bereits ab Werk komplett gasfrei – und damit auch nicht zu einer Vorführung für eine Gasprüfung verpflichtet. Wie bereits erwähnt, wird serienmäßig ausschließlich mit Strom gekocht, optional auch mit einem tragbaren Kocher. Die Stromversorgung abseits des Landstroms übernimmt ab Werk eine 95-Ah-AGM-Aufbaubatterie. Gegen Aufpreis gibt es Lithium-Optionen mit 100 oder gar 150 Ah. Auch geheizt wird ohne Gas. Serienmäßig baut Bürstner eine Dieselheizung ein.

Stauraum findet sich im Papillon wie bei vielen Campervans in der Heckgarage. Diese lässt sich wie beschrieben durch das Umklappen des Lattenrosts nach oben erweitern. Trotz fehlendem Gaskasten ist unter dem Heckbett ein Staukasten zu finden, der jedoch statt Gasflaschen Gepäck aufnimmt. Dachstauschränke entlang der Seitenwände im Bereich der Sitzgruppe, der Küche und des Heckbetts nehmen alles Übrige auf, während die Küche ohne fest eingebauten Kühlschrank ausreichend Stauraum für Proviant und Geschirr bieten dürfte.

Besonderheiten auf einen Blick

  • Serienmäßig gasfrei mit Induktionsherd und Dieselheizung

  • Toilette und Kühlschrank nur gegen Aufpreis

  • Heckbett lässt sich zum Sofa aufstellen

Technische Daten des Bürstner Papillon PC 6.0

  • Basisfahrzeug: Citroën Jumper

  • Motorisierung: 2,2-l-Turbodiesel mit 120 PS (88 kW); opt. 140 PS (103 kW)

  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe; opt. Achtstufen-Automatikgetriebe

  • Zulässige Gesamtmasse: 3500 kg

  • Maße (L/B/H): 5,99 m/2,08 m/2,65 m

  • Stehhöhe: 1,90 m

  • Gurt-/Schlafplätze: 4/2 – 5