Wohnmobil-Vorstellung

Tischer 260 SP Flatbed: Preis & Grundriss der neuen Wohnkabine

Wenn die Camper-Manufaktur Tischer von einem Flachbett spricht, geht es um Pick-ups mit ebener Ladefläche und die entsprechende Wohnkabine dafür. Der neue, auf der CMT vorgestellte Tischer 260 SP Flatbed ist so eine.

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Die Collage zeigt den Tischer 260 SP Flatbed (2026) mit Wohnkabine in der Außenansicht von schräg vorn und von innen.
Exotisches Konzept: Der Tischer 260 SP Flatbed zieht mit seiner Wohnkabine sowohl von außen wie von innen alle Blicke auf sich. Foto: Tischer
Tischer 260 SP Flatbed (2026) mit Wohnkabine von der Seite.
Die Basis für den Camperausbau des unterfränkischen Spezialisten Tischer bildet die der Isuzu D-Max mit Doppelkabine. Foto: Tischer
Tischer 260 SP Flatbed (2026) mit Wohnkabine von schräg hinten.
Das Flachpritschenkonzept des Basisfahrzeugs kommt ohne auf die Ladefläche hineinragende Radhäuser aus. Foto: Tischer
Wohnraum der Tischer 260 SP Flatbed Wohnkabine.
Wenn die Sitzfläche der multifunktionalen Heck-Sitzgruppe hochgeklappt wird, passt sogar ein Fahrrad hinein. Foto: Tischer
Wohnraum der Tischer 260 SP Flatbed Wohnkabine.
Auch eine wohnlich wirkende Küchenzeile und ein geräumiges Bett passen hinein. Die Möbel werden individuell auf Kundenwunsch gerertigt. Foto: Tischer

Wohnkabine: Camping-Aufbau auf dem Rücken eines Pick-ups

Tischer 260 SP Flatbed (2026) mit Wohnkabine in der Seitenansicht.
Foto: Tischer

Wer sich in der weiten Welt der Campingfahrzeug-Hersteller umschaut, stößt auf einige Exoten, zum Beispiel den Spezialisten Tischer. Seit 1973 widmet sich die Manufaktur aus dem unterfränkischen Kreuzwertheim der Entwicklung und der Produktion absetzbarer Wohnkabinen. Anfangs setzte der Spezialanbieter auf VW-Pritschenwagen vom Typ T2. Hier haben wir die verschiedenen Bulli-Generationen von T1 bis T3 mitenander verglichen. Schnell wurde das Angebot an Absetzkabinen erweitert. Dies geschah vor allem, um auf rasant wachsende Verfügbarkeit von Basisfahrzeug insbesondere von japanischen Herstellern wie Isuzu, Mitsubishi, Nissan oder Toyota zu reagieren. Das Ergebnis: Wohnkabinen für Pick-ups.

Nach Ankunft am Urlaubsziel wird die Kabine auf Stelzen gestellt und abgekoppelt. Somit ist sie auch ohne Auto bewohnbar. Das heißt im Umkehrschuss, dass der Pick-up maximale Mobilität garantiert und man nicht auf weitere Verkehrsmittel angewiesen ist.

Tipps von Tischer zum Auf- und Absetzen der Wohnkabine im Video

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Preis: Tischer 260 SP Flatbed ab 48.946 Euro

Besonders interessant als Basisfahrzeuge gelten die Flatbed-Pick-ups, auch bekannt als Flachpritschen. Der Name ist Programm: bei ihnen ragen keine Radhäuser in die Ladefläche. Das schafft mehr Optionen bei der Innenraumgestaltung, wie das Kabinenmodell 260 SP Flatbed zeigt, das ab einem Grundpreis von 48.946 Euro erhältlich ist. Tischer hat es neu entwickelt und es auf der Campingmesse CMT 2026 erstmalig einem breiten Publikum gezeigt. Technische Basis ist ein Isuzu D-Max mit Doppelkabine.

Innenraum: Fehlende Radhäuser bieten viel Gestaltungsspielraum

Was auf den ersten Blick an der neuen Wohnkabine von Tischer auffällt: Die Flachbett-Kabine nutzt die Besonderheiten von Pick-ups mit durchgehend ebener Ladefläche – auch UTE- oder Tray-Modelle genannt – konsequent aus. Die gleichmäßig breite und tiefe Grundfläche setzt Tischer in ein flexibles Wohnkonzept um, das sich sehr stark an individuellen Wünschen orientiert. Hier alle gebräuchlichen Wohnmobil-Bauarten in unserem Vergleich.

Der Innenraum der Tischer 260 SP Flatbed Wohnkabine.
Foto: Tischer

Sitzgruppe

Der Wohnbereich des 260 SP Flatbed lässt sich auf Kundenwunsch mit einer U-förmigen Sitzgruppe rund um den Tisch ausstatten. Hier finden bis zu vier erwachsene Campingfans bequem Platz – zum Essen, Planen der nächsten Etappe oder für lange Spieleabende.

Küche

Im Grundriss der Flachbett-Kabine von Tischer sind Küche und Waschraum nach vorn verlagert. Der entscheidende Vorteil der flachen Ladefläche auch hier: Die Küchenmöbel und ihre Anordnung im Raum müssen keine Rücksicht auf Radhäuser nehmen und können bis zum Boden durchgezogen werden.

Das erhöht nicht nur die formale Klarheit des Grundrisses, sondern auch die nutzbare Stauraumkapazität. Die Küchenzeile kann in Länge, Form und Ausstattung auf eigene Kochgewohnheiten zugeschnitten werden. Die Bandbreite reicht von kompakten Lösungen wie Camping-Gaskochern, von denen wir beliebte Modelle hier im Test auf Herz und Nieren geprüft haben, bis hin zu großzügig dimensionierten Arbeitsbereichen.

Bad

Da die Kabine individuell konstruiert und aufgebaut wird, sind im Badbereich auf Kundenwunsch Sonderformate bei Möbeln, zusätzliche Staufächer oder speziell platzierte Fenster denkbar – und auch an der Tagesordnung. So entsteht, je nach Konfiguration, entweder ein eher kompakter, funktionaler Waschraum oder eine Komfortlösung mit mehr Bewegungsfreiheit.

Schlafplätze

Beim 260 SP Flatbed kann Tischer nach eigenen Angaben individuelle Kundenwünsche besser erfüllen als bisher. Wer mit Kindern reist oder Platz sparen will, kann beispielsweise ein Stockbett ordern. Auch die Fenstergrößen sind individuell auswählbar.

Eine beliebte Schlafoption, die für den Tischer 260 SP Flatbed angeboten wird, ist ein Alkovenbett mit einer Liegefläche von 198 x 170 cm, Mit einer Verlängerung lässt es sich auf das Format von 198 x 200 cm erweitern. Alternativ bietet die Dinette mit abgesenktem Tisch eine Liegefläche von 198 x 120 cm.

Stauraum und Bordtechnik

Im hinteren Teil der Kabine kann eine multifunktionale Sitzgruppe installiert werden. Die Sitzfläche an der Kabinenrückwand ist hochklappbar. Der zusätzlicher Raum erweitert somit nicht nur den Wohnbereich, sondern kann auch als geschützter Transportbereich genutzt werden – etwa zur sicheren Beförderung von Fahrrädern, Sportgeräten oder weiteren Camping-Ausrüstung. Hier alle Wohnmobil-Bettbauarten in unserer Übersicht.

Basisfahrzeug: Isuzu D-Max mit Doppelkabine

Als technisch wie optisch stimmige Basis hat Kabinenaufbau-Spezialist Tischer für die Premiere der 260 SP Flatbed Wohnkabine auf der CMT 2026 in Stuttgart einen Isuzu D-Max mit Doppelkabine gewählt. Nicht nur die Wohnkabinen, auch das Fahrzeug selbst genießt Exotenstatus – zumindest auf deutschen Straßen.

Der in siebter Generation mehrfach überarbeitete D-Max ist seit 2002 auf den Markt. Sein 1,9-l-Diesel erfüllt inzwischen auch die hiesige Abgasnorm Euro 6d. Fast genauso beeindruckend wie seine lange Modellhistorie ist die zulässige Anhängelast von bis zu 3,5 t. Dies versteht sich allerdings ohne montierte Kabine. Ob Flatbed oder nicht, das Auf- und Absetzen der Kabine soll im Fall des 260 SP Flatbed ebenso schnell und mühelos klappen wie bei allen anderen Modellen der Marke, etwa dem VW Amarok & Tischer Trail 230 S, den wir hier in einem eigenen Fahrbericht vorstellen.

Die Besonderheiten im Überblick

  • Isuzu-Basisfahrzeug und Kabine haben hierzulande Exotenstatus.

  • Das Flachpritschenkonzept erlaubt ungewöhnlich viele Freiheiten bei der Innenraum-Gestaltung.

  • Individuelle Anfertigung des Ausbaus nach Wünschen der Kundschaft.

  • Klappbare Sitzelemente erlauben die Erweiterung des Stauraums.

Technische Daten des 260 SP Flatbed auf Basis des Isuzu D-Max

  • Basisfahrzeug: Isuzu D-Max Doppelkabine

  • Motorisierung: 1,9-l-Turbodiesel mit 163 PS (120 kW)

  • Getriebe: Sechsstufen-Automatikgetriebe

  • Zulässige Gesamtmasse: 3500 kg

  • Maße (L/B/H): ab 5265 / 1860  / 1785 mm (ohne Wohnkabine)

  • Stehhöhe: 1,95 m

  • Gurt-/Schlafplätze: 4 / 2

Fazit

Beim Anblick der neuen Tischer 260 SP Flatbed Wohnkabine auf Isuzu-Basis reiben sich viele Campingfans verwundert die Augen. Basis-Pick-up und Aufbau gleichermaßen genießen hierzulande Exotenstatus. Allerdings hat so viel Individualität auch ihren Preis, denn alle Möbel werden auf Kundenwunsch gefertigt, nichts kommt von der Stange.