Wohnmobil-Vorstellung

VW California Facelift: Das kostet der Camper mit Update

Seit 2024 basiert der VW California nicht mehr auf dem Bus, sondern dem Pkw-ähnlicheren Multivan. Bereits im Sommer 2026 erfolgt ein erstes Facelift, das optische und technische Neuerungen mit sich bringt. Was sich am Aufstelldach-Camper ändert und was das Update kostet, verraten wir hier!

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Das VW California Facelift statisch von schräg vorne links mit geöffnetem Aufstelldach vor einem Strand.
Ein neues Gesicht ziert den Cali ab Sommer 2026. Bei höheren Ausstattungsversionen ist die Querspange zwischen den umgestalteten Scheinwerfern nun beleuchtet. Neue Farben – darunter erstmals auch einen Mattlack ab Werk – runden das Optik-Update ab. Foto: VW
Die Collage zeigt das Interieur des VW California Facelift. Links ohne Ambientebeleuchtung, rechts mit.
Im Cockpit gibt es ebenfalls Änderungen: Die DSG-Fahrstufen werden nun per Lenkradstock angewählt, hinzu kommen neue Oberflächen, ein überarbeitetes „Digital Cockpit“ sowie einem auf 12,9 Zoll angewachsenen Touchscreen. Auch eine „weiterentwickelte Ambientebeleuchtung“ (siehe rechte Bildhälfte) ist nun an Bord. Foto: VW/Collage: AUTO ZEITUNG
Ein Erlkönig des VW California Facelift auf einer Erprobungsfahrt auf verschneiter Straße in Nordschweden von schräg hinten links.
An der Heckansicht ändert sich voraussichtlich wenig. Offizielle Fotos gibt es seitens VW noch nicht, der Erlkönig zeigt aber kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger. Foto: SH Proshots

Preis: VW California Facelift ab 66.087 Euro

Auf dem Caravan Salon 2023 feierte der VW California auf Multivan-Basis seine Premiere, in den Verkauf ging der Campingbus aus Hannover erst im zweiten Halbjahr 2024. Doch das erste große Facelift des Aufstelldach-Campingbusses lässt nicht lange auf sich warten: Bereits im Juni 2026 geht die Camper-Ikone geliftet an den Start. Der Hintergrund für die verfrühte Verjüngungskur dürfte das Basisfahrzeug sein: Der VW Multivan ist bereits seit 2021 als Pkw-naher Nachfolger des T6.1 Multivan erhältlich, ein Facelift nach knapp fünf Jahren Bauzeit daher angebracht.

Das Facelift des Multivan und damit verbunden auch dem California fällt auf den ersten Blick dezent aus. Auffällig sind jedoch die Neuerungen am Exterieur, die vor allem die Scheinwerfer-Partie und die Lufteinlässe betreffen. Die LED-Scheinwerfer der höherpreisigen Ausstattungslinien erhalten ein komplett neues Lichtdesign samt illuminierter Querspange. Neue Farben – darunter auch erstmals für den Camper ein Mattlack ab Werk – runden die Optik-Auffrischung ab.

Unter der Motorhaube bleibt es beim gewohnten Antriebsmix: Zur Wahl stehen ein Diesel, ein Benziner sowie der Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb. Die Schaltarbeit übernimmt stets ein DSG-Getriebe mit sechs (eHybrid) oder sieben Gängen (TDI und TSI).

Der Preis steigt wie zu erwarten leicht an: Der California Beach mit sechs Sitzplätzen und Aufstelldach beginnt nun bei 66.087 Euro, mit vier Sitzplätzen und Küche an Bord ist der Campingbus als Coast für mindestens 81.455 Euro eingepreist, das Topmodell Ocean beginnt bei 88.125 Euro (Alle Preise: Stand Juni 2026) – damit wird der Bulli-Camper je Version knapp 1000 Euro teurer als noch vor dem Facelift.

Innenraum: Neues Infotainment, wenig Details über Camping-Ausstattung

Im Innenraum erhält der VW California im Zuge des Facelifts ein weiterentwickeltes „Digital Cockpit“ mit drei vordefinierten „Views“, also verschieden aufbereiteten Fahrinformationen. Der nun freistehende Touchscreen auf dem Armaturenträger wächst auf 12,9 Zoll an und wartet mit verbesserter Menüführung und neuen Grafiken auf – zudem sind die Touchslider für Klima und Audio unter dem Touchscreen nun endlich beleuchtet. Ebenfalls neu: Die DSG-Fahrstufen werden nun à la ID. Buzz per Lenkradstock angewählt.

Auch an der Mittelkonsole hat VW Verbesserungspotential gefunden: Das California Facelift erhält neue Tasten für die (optional) elektrisch bedienbaren Schiebetüren sowie für die Parkbremse. Zudem werden Smartphones nun auf der angewachsenen Ladeschale schneller geladen: Die Leistung des induktiven Laders beträgt nun 25 W (Vorfacelift: 5 W), die USB-C-Buchsen laden nun mit je bis zu 60 W (Vorfacelift: 45 W). Etwas Feinschliff im Cockpit bieten neben neuen Oberflächen samt Ziernähten auch die „weiterentwickelte Ambientebeleuchtung“, so VW.

Am Wohnraum dürfte sich dagegen wenig ändern – dieser hat in seiner aktuellen Form auch erst zwei Jahre auf dem Markt hinter sich und ist dementsprechend noch frisch. Offizielle Fotos gibt es seitens VW bislang noch nicht, der im Konfigurator gezeigte Cali-Wohnraum unterscheidet sich in puncto Aufteilung und Gestaltung nur geringfügig.

Die Collage zeigt das Interieur des VW California Facelift. Links ohne Ambientebeleuchtung, rechts mit.
Foto: VW/Collage: AUTO ZEITUNG

Sitzgruppe und Schlafplätze

Sitzgruppen-Typ

Halbdinette

Sitz-/Schlafplätze

4 / 4

Bettenumbau

serienmäßig

Bettentyp / Maße

Sitzgruppe: Doppelbett / 108 x 198 cm

Aufstelldach: Doppelbett / 114 x 205 cm

Es bleibt beim VW California Facelift bei der üblichen Aufteilung: Der Beach ist das einfachste Modell mit sechs Sitz- und lediglich zwei Schlafplätzen im serienmäßigen Aufstelldach. Ab Beach Tour gibt es vier Schlafplätze bei fünf Sitzplätzen, Beach Camper fügt eine Heckküche bei.

Die teuersten Modelle Coast und Ocean kommen dagegen in der typischen Campingbus-Aufteilung mit Seitenküche und je vier Sitz- und Schlafplätzen. Im Bug ist bei den vollwertigen Campern eine Halbdinette mit drehbaren Fahrerhaussitzen, einem einhängbaren Tisch sowie der Zweier-Sitzbank in Reihe zwei untergebracht. Bei Nacht verwandelt sich letztere in ein recht knappes Doppelbett mit lediglich 108 cm Breite, im Aufstelldach steht etwas mehr Liegefläche zur Verfügung.

Küche und Sanitärausstattung

Küchenform

Seitenküche

Kochstellen/Befeuerung

1 / Gas

Kühlschrankvolumen

37 l

Frisch-/Abwassertank

29 / 25 l

Auch die Seitenküche in Coast und Ocean bleibt weitestgehend identisch zum Vorgänger. Es bleibt also bei der recht kompakten Kompressor-Kühlschublade im stirnseitigen Einbau sowie dem Einflammen-Gaskocher in der Koch-Spül-Einheit. Am Heck gibt es zudem einen Anschluss für die Außendusche – ein festes Bad findet auch im VW California Facelift keinen Platz.

Stauraum und Bordtechnik

Stauraum

Heckgarage, Kleiderschrank, Dachstauschrank Heck (opt.)

Bordbatterietyp / Kapazität

2 x LiFePO / je 40 Ah

Heizung

Kraftstoff (TDI und TSI); Elektrisch + Benzin (eHybrid)

Gaskasten

1 x 2,75 kg

Technische Ausstattung

Bedienteil im Wohnraum

Auch in puncto Bordtechnik bleiben die Änderungen im VW California Facelift überschaubar. Eine Neuerung betrifft lediglich Campingfans, die sich für den Plug-in-Hybriden entscheiden: Dieser bietet mit dem Update bis zu acht Stunden Standklimatisierung – und das elektrisch. Weiterhin bietet VW für den California eHybrid aber auch die gewohnte Benzin-Standheizung als Option an.

Technische Daten des VW California Facelift

VW California TDI

VW California TSI

VW California eHybrid 4Motion

Basisfahrzeug

VW Multivan

VW Multivan

VW Multivan

Motor

2,0-l-Vierzylinder-Turbodiesel

2,0-l-Vierzylinder-Turbobenziner

1,5-l-Vierzylinder-Benziner + E-Motor

Leistung / Drehmoment

150 PS (110 kW) / 360 Nm

204 PS (150 kW) / 320 Nm

245 PS (180 kW)* / 350 Nm*

Getriebe

7-Gang-DSG

7-Gang-DSG

6-Gang-DSG

Zulässige Gesamtmasse

2880 kg

2850 kg

2980 kg

Optionale Auflastung

Maße (L / B / H)

5173 / 1941 / 1962 mm

5173 / 1941 / 1962 mm

5173 / 1941 / 1962 mm

Stehhöhe

* Systemleistung eHybrid

Fahreindruck des Vorgängers: VW California mit ganz neuen Dimensionen

Mit seinem modernen Fahrverhalten und dem souveränen wie sparsamen TDI setzt der neue VW California ein Ausrufezeichen. Seine Camping-Kompetenzen wurden erneut spürbar erweitert – mit kleinen Abstrichen. Dazu gibt es eine ganz neue Dimension der Alltagstauglichkeit. Eines freilich bleibt ganz beim Alten – Cali-Fahren ist kein günstiges Vergnügen. Von Arne Olerth

Fazit

Das dezente Facelift nach nur zwei Jahren auf dem Markt beschert dem VW California, insbesondere im Cockpit und am Exterieur, einige Detail-Verbesserungen. Hybrid-Fahrer:innen dürfen sich zudem über die elektrische Standklimatisierung freuen. Da das Facelift aber hauptsächlich das Basisfahrzeug betrifft, bleibt Wohnraum nahezu unangetastet. Notwendig wäre eine Anpassung der Campingausstattung ohnehin nicht, schließlich ist der aktuelle Cali noch recht frisch.