Rettungsgasse bilden: So geht's (Update!) Hohe Strafen bei Missachtung

von Max Sonnenburg 19.12.2018

Die Rettungsgasse zu bilden, kann Leben retten. Wer sich nicht dran hält, riskiert empfindliche Strafen. Wie es auf der Autobahn und innerorts richtig geht, erklären wir hier!

Eine Rettungsgasse bilden kann Leben retten – doch viele wissen nicht, wie sie sich zu verhalten haben, wenn der Verkehr stockt. Gemäß Paragraph 11 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung (StVo) ist die Rettungsgasse dann zu bilden, wenn Fahrzeuge auf Autobahnen sowie Straßen außerorts mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich im Stillstand befinden. Für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen ist die Rettungsgasse zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrsteifen zu bilden. Diese Regel gilt auch für drei oder mehr Spuren: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren in diesem Falle so dicht wie möglich an den linken Fahrbahnrand. Die auf den übrigen Spuren fahren weitestgehend nach rechts. Mehr zum Thema: Diese Regel gilt bei Stop-&-Go

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So bildet man die Rettungsgasse (Video):

 
 

Rettungsgasse bilden – so geht's auf Autobahnen & innerorts!

Auch in der Stadt, beziehungsweise auf einspurigen Straßen ist eine Rettungsgasse zu bilden. Da der Platz auf einspurigen Fahrbahnen logischwerweise begrenzt ist, müssen alle Fahrzeuge nach rechts ausweichen, ohne mit dem Heck in die Gasse zu ragen. Wichtig: Um eine Rettungsgasse zu bilden, dürfen Autofahrer – wenn nötig – rote Ampeln um einige Meter überfahren. Grundsetztlich empfiehlt es sich, den Blinker zu benutzen, um den Einsatzkräften die eigenen Absichten zu signalisieren.

 

Diese Strafen drohen bei Missachtung

Die Rettungsgasse zu verweigern ist übrigens kein Bagatelldelikt, daher wird ein Fehlverhalten seit dem 19. Oktober 2017 mit drastischeren Strafen belegt: Wer trotz stockendem Verkehr keine Rettungsgasse bildet, wird mit 200 Euro und zwei Punkten sanktioniert. Wenn die Rettungskräfte dadurch behindert werden, droht ein Bußgeld von 240 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Bis zu 320 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot sind es, wenn mit dem Fehlverhalten eine Gefährdung oder Sachbeschädigung einhergeht. Unabhängig von der Rettungsgasse gilt: Wer Einsatzwagen mit Blaulicht und Einsatzhorn nicht sofort freie Bahn macht, muss mit einer Strafe von 240 Euro und einem Monat Fahrverbot rechnen.

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