Final Boss 600 X S 63s: 600er-Mercedes mit 1000-PS-AMG-Herz

Auf mehr als fünfeinhalb Metern Länge vereint dieser getunte Mercedes 600 so viel Blingbling und PS wie kaum ein Benz vor ihm. Pünktlich zur SEMA Show 2025 hat S Klub LA mit einem kräftigen Schuss AMG-S-Klasse den Final Boss 600 X S 63s realisiert.

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Der Final Boss 600 X S 63s stehend von schräg vorne.
Final Boss 600 X S 63s Foto: S Klub LA

Eine Front wie fünf Rolex am selben Arm: Der Final Boss 600 X S 63s zeigt gerne, was er hat. Nämlich drei Mercedes-Sterne und sechs runde LED-Leuchten.

Der Final Boss 600 X S 63s stehend von schräg hinten
Final Boss 600 X S 63s Foto: S Klub LA

Am Heck stellen die dreieckigen Rückleuchten und die trapezförmigen Endrohre die Verbindung zur AMG-S-Klasse her.

Der Final Boss 600 X S 63s stehend von vorne
Final Boss 600 X S 63s Foto: S Klub LA

Der 600er-Mercedes entwickelt sich gerade zum beliebten Customizing-Modell. Klar, mehr Prestige bot damals kein Benz.

Der Final Boss 600 X S 63s stehend seitlich
Final Boss 600 X S 63s Foto: S Klub LA

Sein Name und sein dynamischer Anspruch finden sich im überbreiten Heckspoiler wieder.

Das Cockpit des Final Boss 600 X S 63s
Final Boss 600 X S 63s Foto: S Klub LA

Displays und Dreiecksfenster: Abseits der 600er-Hülle bewegt man mit dem Final Boss noch immer eine AMG-S-Klasse.

Der Motor des Final Boss 600 X S 63s
Final Boss 600 X S 63s Foto: S Klub LA

Dementsprechend potent ist auch der hybridisierte Antriebsstrang. Statt 802 PS (590 kW) kitzelte S Klub LA 1000 PS (735 kW) Systemleisrung aus dem V8.

Ist der 600er-Mercedes nun das neue Lieblingsspielzeug der Custom- und Restomod-Szene? Kaum hat sich der Rauch des Kugel 600 verzogen, visiert auch schon der nächste gepimpte Bourgeoisie-Benz die Herzen und Prada-Portemonnaies der Bevölkerung von Beverly Hills an. Diesmal ist es aber nicht Kugel Werks, sondern S Klub LA, der den ehemaligen Staatsmann als Final Boss 600 X S63s in die PS-süchtige Neuzeit beamt. Um nochmal einen draufzusetzen, bildete deshalb auch nicht ein E 63 S die technische Basis für den Umbau, sondern sein großer Bruder, der AMG S 63 E Performance.

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Laut seines Erbauers hat das Tuning-Team das sportliche Spitzenmodell der brandneuen 2024er S-Klasse derart zerpflückt, dass von ihr weniger als ein Gokart übrig geblieben war. Diesen Resten stülpten die Amis dann die Karosserie eines 1971er Mercedes 600ers über. Eine große Auswahl hatten sie dabei nicht, denn Antriebsstrang und Chassis der Luxusklasse hätten wohl unter keine andere Mercedes-Karosserie des 20. Jahrhunderts gepasst. Unverändert blieb "Der Große" karosserieseitig natürlich trotzdem nicht: Um die deutlich breiteren Reifen der W223er S-Klasse in den Radläufen einzupferchen, brauchte es deutlich mehr Kotflügel. Bei diesem entschied sich S Klub LA im Gegensatz zum Kugel 600 für fließende Übergänge.
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Der Mercedes 560 SEC von Bruno Sacco im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

1000 PS und AMG-Blingbling: Der Final Boss 600 X S 63s auf der SEMA

Das mit der organischeren Formensprache beginnt übrigens schon an der Front, wo der Customizing-Betrieb die Schürze des S 63 unterhalb des stolzen Kühlergrills montiert hat. Die sechs runden LED-Scheinwerfer bemühen sich derweil, eine Brücke zwischen der urtümlichen Karosserie und den neuzeitlichen Details zu bauen. Ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen sind die Amis mit dem fetten Mercedes-Stern im Grill, der zwar an ähnlicher Stelle an der S-Klasse prangt, neben den zwei kleineren Markenlogos am chromglänzenden Gehäuse aber wie die fünfte Rolex am gleichen Arm wirkt. Dass der Final Boss ein Typ ist, der gerne zeigt, was er hat, offenbart sich dann auch an der Motorhaube. Dort klafft ein großes Guckloch, durch das man dem Plug-in-Hybrid-V8 bei der Arbeit zusehen kann.

Der Final Boss 600 X S 63s stehend seitlich
Foto: S Klub LA

Zu den weiteren Hinguckern gehören die Canards an den Seitenschwellern und vor allem der weit über die seitlichen Enden des Kofferraums ragende Heckspoiler, auf dem auch der Name des graugrünen Geschöpfs verewigt ist. Dreieckig geformte Rückleuchten und trapezförmige Endrohre verweisen ein weiteres Mal auf den Technikspender. Mit Blick auf die 1000 PS (735 kW) und 1356 Nm Drehmoment, die S Klub LA aus dem elektrifizierten V8-Biturbo gekitzelt hat, scheinen die Aeromaßnahmen an der Hinterhand dann auch nicht mehr ganz so showgetrieben.

AMG im Innenraum, Hochprozentiges im Kofferraum

Nach Art des Kugel 600-Rezepts findet sich unterhalb der lichten Fensterlinie das edle wie topaktuelle Cockpit des Spenderfahrzeugs wieder. Das ergibt eine seltsame, aber nicht uninteressante Mischung aus Displays und Dreiecksfenstern, die ihresgleichen sucht. Im Kofferraum hat S Klub LA die gestalterische Freiheit genutzt, um LED-umrandete Details wie Subwoofer und eine prominent eingefasste Spirituosenflasche zu präsentieren.

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Und Grund zum Anstoßen hat das Tuner-Team tatsächlich, denn bei der SEMA Show 2025 in Las Vegas (USA) schaffte es der Umbau in die Top-12 des "Battle of the Builders"-Wettbewerbs. Ein Preisschild aber besitzt der Final Boss (noch) nicht. Wie aufwendig der Umbau war, davon zeugt 850.000 Euro teure Kugel 600.