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Reifen einlagern: Kosten, Produkte für die Lagerung & Tipps

Reifen gewechselt – doch wohin mit dem zweiten Radsatz? Wer Reifen einlagern möchte, sollte nicht nur auf geeignete Aufbewahrungsmethoden achten, sondern auch die Kosten der Reifeneinlagerung kennen. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, welche Produkte bei der Lagerung helfen – und mit welchen Preisen zu rechnen ist.

Reifen stehen in einem Reifenregal.
Die richtige Reifenlagerung ist nicht kompliziert und lässt sich mit diesen Tipps gut umsetzen. Foto: iStock/Westersoe
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Wie viel kostet das Einlagern von Reifen?

Der Reifenwechsel ist geschafft, doch zuhause ist kein Platz für den sperrigen Radsatz. Wer keinen geeigneten Lagerraum hat oder sich den Aufwand sparen möchte, kann die Reifen bei einer Werkstatt oder einem Reifenhändler professionell einlagern lassen. Die Kosten des Reifeneinlagerns unterscheiden sich je nach Region, Anbieter und Leistungsumfang teilweise deutlich.

Eine einfache saisonale Einlagerung beginnt bei rund 20 Euro pro Saison. Manche Betriebe rechnen monatlich ab – hier können die Preise variieren. Wird ein umfassenderer Service gebucht können die Kosten bis zu 100 Euro pro Saison betragen. Entscheidend ist also nicht nur der reine Lagerpreis, sondern das Gesamtpaket.

So testet die AUTO ZEITUNG Reifen (Video)

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten beim Reifeneinlagern?

Die Preisgestaltung hängt von mehreren Kriterien ab. Dazu zählen unter anderem die Größe und das Gewicht des Reifensatzes sowie der Standort des Betriebs – in Großstädten sind die Preise häufig höher als in ländlichen Regionen. Auch Zusatzleistungen wirken sich aus. Dazu gehören beispielsweise:

  • Reinigung von Reifen und Felgen

  • Prüfung von Profiltiefe und Reifenzustand

  • Versicherungsschutz bei Diebstahl oder Beschädigung

  • Kombination mit einem Reifenwechsel-Angebot

Oft ist die Einlagerung günstiger, wenn sie direkt zusammen mit dem saisonalen Reifenwechsel beauftragt wird. Durch Vorarbeit in Eigenregie, wie das Reinigen der Räder, lässt sich Geld sparen.

Selbst lagern oder Werkstattservice – was ist wirtschaftlicher?

Auf den ersten Blick erscheint die Lagerung im eigenen Keller kostenfrei. Allerdings sollten auch indirekte Ausgaben berücksichtigt werden. Regalsysteme, Felgenbäume oder Wandhalterungen verursachen Anschaffungskosten. Hinzu kommen der Platzbedarf sowie der Zeitaufwand für Transport, Reinigung und Kontrolle. Die Werkstatteinlagerung bietet dagegen professionelle Bedingungen und häufig eine Zustandsprüfung der Reifen. Wer wenig Platz hat oder Wert auf regelmäßige Kontrolle legt, für den können die Kosten für das Einlagern der Reifen trotz Servicegebühr sinnvoll investiertes Geld sein.

Reifen selbst einlagern: So macht man es richtig

Möchte man das Komplettrad, bestehend aus Felge samt montiertem Reifen, lagern, gilt es, vorab einige Schritte zu beachten. Diese mögen lästig erscheinen, helfen aber, die Lebensdauer des Reifens zu verlängern.

Schritt 1: Reinigung von Reifen und Felge

Mithilfe eines Felgenreinigers und Wasser sollte der Autoreifen und die Felge von angesammeltem Schmutz und Bremsstaub befreit werden. Es gibt auch spezielle Produkte wie Reifenglanz, doch ist zu beachten, dass die enthaltene Chemie für eine verkürzte Lebensdauer des Reifens sorgen kann.

Schritt 2: Räder verpacken

Nachdem die Räder trocken sind, kann man sie einpacken. Spezielle Reifentaschen erleichtern das Einlagern und den Transport der Räder. So werden die gelagerten Sommer- oder Winterreifen zwar vor Staub und Schmutz geschützt, allerdings nicht vor Luft. Daher sollte man sie vorher noch in einfache Laub- oder Gartensäcke aus Kunststoff einpacken und das möglichst luftdicht, um die Ausdünstung der Reifen zu verhindern.

Schritt 3: Passende Aufbewahrungsmöglichkeit nutzen

Je nachdem, wieviel Platz zur Verfügung steht, eignen sich unterschiedliche Methoden zur Aufbewahrung der Räder: beispielsweise ein Reifenregal, ein Felgenbaum oder Wandhalterungen. Die einzelnen Lagerlösungen behandeln wir im nächsten Absatz. Wie man Räder nicht lagern sollte, erklären wir im Anschluss.

Verschiedene Lösungen zur richtigen Lagerung

Wer einen Satz Kompletträder einlagern möchte, hat je nach Platzangebot drei verschiedene Möglichkeiten:

Reifen aufstellen

Eine Optionen für das Lagern der Reifen ist das Aufstellen in Reifenregalen. So lastet auf den Autoreifen kein zusätzliches Gewicht und Verformungen werden vermieden. Ohne Reifenregal sollte man die Räder nicht für längere Zeit auf die Lauffläche stellen. Zudem sollte man den Luftdruck vorher um 0,5 bar über Herstellervorgaben erhöhen. Für Reifen ohne Felge ist das Aufstellen allerdings kein Problem.

Räder stapeln mit oder ohne Felgenbaum

Selbstverständlich lassen sich die Reifen auch stapeln. Für Kompletträder, sprich Reifen samt Felgen, gilt dies als die beste Lagermöglichkeit. Dafür empfiehlt sich ein Felgenbaum. Möchte man die Räder ohne Felgenbaum übereinanderstapeln, sollte man den Luftdruck vorher um 0,5 bar gegenüber der Herstellervorgabe erhöhen.

Räder an die Wand hängen

Eine platzsparende Option ist das Aufhängen der Reifen mithilfe einer Reifen-Wandhalterungen. Das stellt für den Radsatz keine zusätzliche Belastung dar. Reifen sollte man jedoch nicht ohne montierte Felge aufhängen, da das sonst zur Verformung der Pneus führt.

Räder auf Felgenständer hängen

Wer keine Haken an die Wand anbringen möchte, jedoch von der hängenden Reifenlagerung überzeugt ist, kann auf einen Felgenständer zurückgreifen. Er erinnert an einen Garderobenständer für Reifen und wird auch so benutzt.

Häufige Fehler: Kann man Reifen falsch lagern?

Ja, man kann Reifen falsch lagern, denn bei der Reifeneinlagerung über einen längeren Zeitraum ist der passende Ort entscheidend. Niemals sollten die Räder unter freiem Himmel gelagert werden. Die direkte Sonneneinstrahlung kann über längere Zeit hinweg zu Schäden führen. Auch Feuchtigkeit sollte am Lagerort vermieden werden. Der ideale Ort für die Lagerung ist kühl, dunkel, trocken und nicht übermäßig gelüftet. Der Keller oder andere klimatisierte Räume kommen dafür infrage. Die Garage ist für eine Einlagerung nur geeignet, sofern die Temperatur dort nicht zu stark schwankt.