Reifenmarker

Beim Reifenwechsel unverzichtbar: Reifenstifte im Vergleich

Ob vor dem Einlagern des Reifensatzes oder als Verschönerungsmaßnahme: Mit Reifenstiften kann man Reifen schnell und einfach beschriften. Wir zeigen permanente und nicht-permanente Reifenstifte in der Übersicht!

Reifenmarker: Bild zeigt Hand, die auf Reifenflanke schreibt.
Positionsmarkierungen sind die klassischen Reifenmarkierungen, damit jedes Rad nach dem Saisonwechsel wieder an den richtigen Platz kommt. Mit dem richtigen Marker lassen sich aber auch Logos und Schriftzüge für den Klassiker- oder Sport-Look nachmalen oder umranden. Foto: Hersteller/Collage: AUTO ZEITUNG
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Weißwandreifen und bemalte Schriftzüge gehören bei eleganten Oldtimern oder sportlichen US-Cars häufig dazu. Doch leider ist die Auswahl an Reifen mit diesen Features eher mau. Permanente Reifenstifte machen die dauerhafte Bemalung der Pneus möglich, ohne dabei das Gummi anzugreifen. Einige Marker eignen sich auch zur Positionsbeschriftung des Radsatzes, der in der Garage oder im Keller eingelagert seine saisonale Pause absitzt (Tipps und Produktempfehlungen zum Reifenlagern) – hier muss nur darauf geachtet werden, dass sich die Farbe auch tatsächlich wieder entfernen lässt.

Reifenstifte und -marker in der Übersicht

edding 8050 Reifenmarker
edding 8050 Reifenmarker
HP-Autozubehör Reifenstift Superweiß
HP-Autozubehör Reifenstift Superweiß
Dunlop Reifenmarkierstift, weiß (2 Stück)
Dunlop Reifenmarkierstift, weiß (2 Stück)
Reifenstifte, 8 Stück - Weiß
Reifenstifte, 8 Stück - Weiß
Sisa Reifenkreide - Fettkreide Gelb, 2 Stück, 17 mm
Sisa Reifenkreide - Fettkreide Gelb, 2 Stück, 17 mm
Filmer 37842 Reifenmarkierer
Filmer 37842 Reifenmarkierer

Welche Reifenstifte gibt es?

Wer Reifen markieren möchte, tut dies meist aus zwei Gründen: für die Positionsbestimmung beim Reifenwechsel oder für die Ästhetik.

Soll der Reifen optisch mehr hermachen, kommen permanente Marker, etwa der Edding Reifenmarker 8050, zum Einsatz. Die Stifte – oft mit Rundspitze aus Filz – bieten die Möglichkeit, Linien, Schriftzüge und Herstellerlogos auf der Reifenflanke sauber nachzuziehen. Die Stifte hinterlassen dabei oft eine lackartige Farbschicht, die dauerhaft auf dem Gummi bleibt.

Viele verbinden mit Reifenmarkern jedoch auch die Positionsmarkierung von Reifen beim Radwechsel. Hier liegt es jedoch oft nicht im Interesse, dass die Markierungen "VL", "VR", "HL" und "HR" (Abkürzungen für vorne links bis hinten rechts) dauerhaft am Reifen haften. Besonders wenn die Flanken markiert werden sollen, ist eine abwischbare Fettkreide (siehe Absatz weiter unten) die bessere Wahl. Auf der Lauffläche kann auch ein Permanentstift zum Markieren verwendet werden. Dieser ist jedoch so lange sichtbar, bis der Reifen genug abgefahren wurde.

Edding 8050 Reifenmarker, weiß

Ein Allrounder kommt aus dem Traditionshause Edding. Der Edding 8050 Reifenmarker in Weiß ist speziell für die permanente Beschriftung von Reifen und anderen Gummioberflächen konzipiert. Die Tinte soll laut Hersteller abrieb-, wasser- und lichtbeständig sein. Die Strichstärke beträgt zwei bis vier Millimeter.

Reifenstift, weiß, von HP Autozubehör

Der Reifenmarker von HP Autozubehör bietet alles, was für das permanente Bemalen von vier Autoreifen benötigt wird: Er ist wasserfest, superweiß, tropffrei und soll genügend Tinte für vier Reifen haben. Vor dem Auftragen muss der Stift gut geschüttelt werden, anschließend lässt sich die Tinte leicht auf Kunststoff und Gummi auftragen.

Dunlop-Automotive-Reifenmarkierstift, weiß

Reifenstifte vom Reifenhersteller? Das bietet Dunlop mit den hauseigenen Reifenmarkierstiften. Die Marker sind im Zweier- oder Vierer-Set erhältlich, jeder Stift enthalten 4,5 ml Farbe. Die Stifte eignen sich zum Schreiben auf allen Gummiteilen. Laut Hersteller sollen die Permanentmarker nicht tropfen, die Tinte ist zudem wasser- und witterungsfest.

Yyshus-Reifenstifte, weiß

Die Reifenstifte von Yyshus kommen im Achter-Set für einen sehr günstigen Preis. Laut Hersteller sollen sie lichtbeständig und wasserfest sein. Die Tinte im Marker soll stark deckend sein. Die Rundspitze misst drei Millimeter und soll somit auch für detailliertes Nachzeichnen der Reifenschriftzüge sorgen.

Gibt es nicht-permanente Reifenstifte?

Ja, diese gibt es. Wer Reifen zur Einlagerung mit der Radposition beschriften möchte, greift wohl eher seltener zum dauerhaften Edding-Reifenmarker. Eine abwischbare Alternative für diesen Zweck sind Reifenkreiden. Diese bestehen aus Fett oder Wachs und sind daher auch oft wasserfest – aber lassen sich auch ohne kräftige Lösungsmittel entfernen. Die Kreiden sind dabei oft geruchsärmer als Marker und haften auch auf Holz oder Stein.

Warum sollte man Reifen beim Einlagern unbedingt beschriften?

Reifen beim saisonalen Wechsel zu beschriften, ergibt gleich aus zwei Gründen Sinn. Zunächst erleichtert es die Zuordnung des Rades an die richtige Position. Gemeint ist damit vor allem die Laufrichtung, womit wir auch bei Punkt zwei sind. Es gilt: Die besseren Reifen kommen stets an die Hinterachse. Das sorgt für Fahrstabilität. Doch auch hierbei muss auf die Rotationsrichtung geachtet werden. So dürfen in der Regel nur die linken oder eben die rechten Räder miteinander getauscht werden. Links vorne auf hinten rechts ist keine gute Idee.

Allgemein empfiehlt der ADAC, Räder etwa alle 10.000 km achsweise zu wechseln, um alle vier Pneus gleichmäßig abzufahren. Denn: Reifen verschleißen auf der Antriebsachse oft schneller. Hier sind die nicht-permanenten Reifenkreiden oder Ventilkappen mit entsprechender Positionsmarkierung besonders praktisch. Einige Reifentaschen sind auch mit einer Positionskennung beschriftet und lassen so auf einen Blick die Positionsbestimmung zu. Wer diese Alternativen nicht zur Hand hat, kann mit einem permanenten Reifenstift auch die innenliegende Reifenflanke oder gar direkt die Lauffläche beschriften. Im ersten Fall stört die Beschriftung nicht die Optik, in letzterem würde die Beschriftung nach ein paar Kilometern Fahren automatisch abgerubbelt.

Das Nachziehen des Herstellernamens oder der Typenbezeichnung hat dagegen keinen praktischen Nutzen. Hier steht einzig die Ästhetik im Vordergrund.

Kann man Reifenmarker entfernen?

Permanentmarker lasse sich nur äußerst schwer oder mit gummischädigenden Mitteln entfernen. Darunter fallen etwa Benzin, Essig oder auch spezielle Radierer. Viele dieser Hausmittel gegen permanente Tinte greifen jedoch den Reifen an, können im besten Fall nur die Farbe an der Stelle ausbleichen, im schlimmsten Fall aber zu Versprödung des Gummis oder angefressenen Stellen führen. Daher gilt: Wenn die dauerhafte Markierung runter soll, auf gummischonende Mittel zurückgreifen und lieber mehrere Durchgänge in Kauf nehmen, als den Reifen zu verätzen. Der Hersteller Edding nennt etwa Terpentinersatz als mögliches Lösungsmittel des Reifenstifts 8050, allerdings ohne Erfolg zu garantieren. Im Zweifel kann man aber auch die unerwünschten hellen Markierungen mit einem schwarzen Reifenstift überschreiben.