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Erlkönig

Nissan Pixo: Twingo-Zwilling wird Ende September enthüllt

Wie man einen Elektro-Kleinstwagen nicht nur günstig, sondern auch emotional baut, zeigt aktuell kaum ein Auto besser als der Renault Twingo. Dessen Plattform wird nun im Konzern weitergereicht: Unserem Erlkönig-Fotografen fuhr der Prototyp des Nissan-Pendants vor die Linse. Der Name des Mikro-Stromers: Pixo.

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Der Nissan Pixo  Erlkönig fahrend in der Frontalansicht.
Das Runde wird zum Eckigen: Die Kulleraugen des Twingo weichen beim Nissan-Pendant Pixo wohl einem konventionelleren Design – so legt es zumindest der winzige Ausschnitt nahe, der durch die Tarnung linst. Foto: SH Proshots
Teaser-Bild für den neuen Nissan Pixo.
Jetzt ist es offiziell: Der Nissan Pixo kommt wieder, und zwar als City-Stromer. Enthüllt wird er am 23. September 2026. Foto: Nissan
Der Nissan Pixo Erlkönig fahrend von schräg vorne.
In der Seitenansicht ist die Verwandtschaft zum Twingo nicht zu leugnen. Türen und Fensterausschnitt erscheinen identisch. Daher dürfte auch die Länge von 3,79 m beibehalten werden. Foto: SH Proshots
Der Nissan Pixo Erlkönig fahrend in der Heckansicht.
Dafür steht der japanische Twingo-Zwilling auf Felgen im aktuellen Nissan-Design mit fünf in filigrane Stege geteilten Speichen. Foto: SH Proshots
Der Nissan Pixo  Erlkönig fahrend von hinten.
Die Heckansicht zeigt ebenfalls eine geänderte Leuchtengrafik – beim Twingo ist das Bremslicht unten links im Rücklicht positioniert. Hier zeigt sich der Nissan Pixo kantiger als der rundliche Twingo, auch wenn die Karosserie ähnlich geschwungen wirkt. Foto: SH Proshots
Vier Nissan Pike Cars in der Collage.
Obwohl der getarnte Pixo sachlicher wirkt als der Twingo, soll sein Design von den „Pike Cars“ aus den 1980er- und 90er-Jahren inspiriert sein, verriet Europa-Chefdesigner Giovanny Arroba in einem Interview. Foto: Nissan/Collage: AUTO ZEITUNG

Die stromernde Kleinstwagen-Welle kommt allmählich ins Rollen. Ein erstes Highlight der Klasse ist die Neuauflage des putzigen Renault Twingo mit 1990er-Jahre-Retro-Design. Kaum ein anderer Neuwagen der letzten Monate dürfte so viel Aufmerksamkeit bekommen haben wie der französische Cityflitzer. Davon sollen nun auch die Allianzpartner aus dem Renault-Nissan-Mitsubishi-Bündnis profitieren: Dacia teasert bereits einen neuen Spring an, der technisch mit dem Twingo verwandt sein dürfte. Zudem ist unserem Erlkönig-Fotografen ein noch stark getarnter, weiterer Twingo-Abkömmling vor die Linse gerollt. Der Name des Kleinen: Nissan Pixo. Der war bis 2013 bereits im Nissan-Modellprogramm, verschwand dann allerdings laut- und ersatzlos von der Bühne.

Mit dem nun elektrischen Kleinstwagen ergänzt der japanische Autobauer seine europäische Modellpalette wieder nach unten: Optisch dürfte das Vehikel bis auf eine geänderte Front- und Heckmaske sowie Nissan-typische Felgen dem Twingo entsprechen. Daher liegt auch eine Länge von 3,79 m wie beim Franzosen nahe. Damit positioniert sich der Pixo unterhalb des Nissan Micra, ebenfalls ein Renault-Zwilling, als günstiges Einstiegsmodell. Ob Nissan den Pixo ebenfalls für unter 20.000 Euro anbieten kann, bleibt aber abzuwarten. Zum Vergleich: Der minimal teurere Micra hält einen Anstandsabstand von lediglich 91 Euro zum baugleichen R5 E-Tech (Stand: September 2026).

Der Renault Twingo im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Twingo mit Gesichtsmaske: Im Nissan Pixo arbeitet Renault-Technik

Wie bereits angesprochen zeigen die Erlkönig-Bilder einen Kleinstwagen, der insbesondere in der Silhouette dem Twingo entspricht. Türen wie Fensterausschnitte sind praktisch identisch. Was die Tarnfolie dagegen noch verbirgt, ist die Front- und Heckgestaltung. Die Abklebung lässt dennoch erste Schlüsse zum Design zu: Während der Twingo voll und ganz auf Retro setzt und der Teaser des kommenden Dacia Spring – dritter im Bunde der Konzern-Kleinstwagen – harte Kanten zeigt, dürfte der Nissan Pixo wohl eher die sachliche Mitte bilden.

In einem Interview mit dem britischen Magazin Autocar verrät Nissans Europa-Chefdesigner Giovanny Arroba, dass sich auch der Pixo in Richtung Retro-Design bewegen solle. Als direkte Inspiration nennt der Designer die „Pike Cars“, eine Reihe von vier Kleinwagen auf Micra-Basis, die in den späten 1980er und frühen 90er-Jahren ausschließlich in Japan angeboten wurden. Genauer: Figaro, Be-1, Pao und S-Cargo (siehe unten).

Die Collage zeigt die Pike Cars von Nissan: oben links Nissan Figaro, oben rechts Nissan Be-1, unten links Nissan Pao, unten links Nissan S-Cargo
Foto: Nissan/Collage: AUTO ZEITUNG

Auch wenn diese Vorbilder für niedliche Kulleraugen wie am Twingo sprechen würde, weichen sie am Nissan Pixo augenscheinlich rechteckigen Scheinwerfern. Eine ähnliche Beobachtung machen wir am Heck: Auch hier sind weniger prominente Rundungen in der Leuchtengrafik auszumachen, zudem scheint die Position des Bremslichts aus den äußeren unteren Ecken des Bauteils nach oben zu wandern. Was aber bleibt, ist das ausgestellte Heckfenster. Ob es auch den schwarzen Kunststoffrahmen des Twingo behält, bleibt dagegen abzuwarten.

Antriebsseitig sind keine großen Überraschungen zu erwarten. Renault bietet den Twingo auf AmpR-Small-Plattform aktuell nur mit einer Motorisierung an. Daher dürfte auch der Nissan Pixo auf ebendiesen Elektromotor an der Vorderachse mit 60 kW (82 PS) setzen, der von einer 27,5-kWh-LFP-Batterie gespeist wird. Die Reichweite liegt beim Renault bei 261 km nach WLTP-Messung.

Gesetzt ist auch die Produktionsstätte: Der Nissan Pixo läuft wohl parallel zum Twingo im Renault-Werk im slowenischen Novo Mesto vom Band. Damit würde sich der Elektro-Nissan auch für die von der EU erdachten „M1E-Klasse“ für elektrische Kleinst- und Kleinwagen bis 4,20 m Länge prädestinieren. Denn um als M1E-Auto zu gelten, muss die Produktion in der EU stattfinden, gleichzeitig sollen aber alle Pkw-Sicherheitsanforderungen sowie die Euro-7-Norm erfüllt werden. Um die Autos günstig zu halten, tritt auch eine „Freeze“-Regelung in Kraft: Nachdem die Typengenehmigung erteilt wurde, muss das Modell für zehn Jahre keine neuen Vorschriften zu Assistenzsystem-Pflichten und anderen Regularien übernehmen, um Entwicklungs- und Verkaufskosten niedrig zu halten.

Quellen