Nissan GT-R50 by Italdesign: Godzilla zum Einfahren
Dieser extrem seltene, von Italdesign gebaute Nissan GT-R50 hat nur 219 km auf der Uhr. Sein Preis bewegt sich allerdings noch über dem eines Neuwagens.
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Nur 19 Exemplare des Nissan GT-R50 von Italdesign
Supersportwagen haben immer die Aussicht auf Wertsteigerung. Wenn sie dazu noch selten sind, in fabrikfrischem Zustand und kaum eingefahren, kann das Preisschild siebenstellig werden. So geschehen bei diesem Nissan GT-R50, der 2018 aus Anlass des 50-jährigen Doppelgeburtstags der Modellreihe GT-R und dem Konstruktionsbüro Italdesign präsentiert wurde. Um daraus eine runde Sache zu machen, sollte das japanisch-italienische Gemeinschaftswerk eigentlich in 50 Exemplaren aufgelegt werden. Doch dazu kam es nicht: Nach 19 in Italien aufgebauten Einheiten war bereits Schluss.
Der Rechtslenker, der im Juni 2026 in Tokio bei einer Auktion für umgerechnet fast eine Million Euro unter den Hammer kam, fährt die Nummer 17 spazieren. In Italien gilt diese Primzahl als Vorbote von Unglück, ähnlich wie hierzulande die 13. Dieser GT-R muss aber Glück gehabt und die meiste Zeit seines Daseins in einer klimatisierten Garage verbracht haben. Anders lassen sich der Kilometerstand und der makellose Zustand jedenfalls nicht erklären.
Erst 219 km wurde dieser Godzilla von der Leine gelassen – kaum genug für zehn Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings, auf der der Nissan GT-R in den 2000er-Jahren die Rekorde purzeln ließ. Da er zudem noch nie zugelassen wurde, darf der Viersitzer fast als Neuwagen gelten.
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Dank zwei XXL-Turbos plötzlich 720 PS
Gute Anlagen für schnelle Runden hätte der Porsche-Schreck noch immer. Während die stärkste Nismo-Serienvariante beim Auslaufen der Produktion 2025 600 PS (441 kW) unter allen vier Rädern aufteilte, galoppieren unter der Carbonhaube dieses GT-R50 120 zusätzliche Vollblüter, also in Summe 720 PS (530 kW). Dem V6 hat Nismo nämlich zwei GT3-Turbolader und einen größeren Ladeluftkühler spendiert. Ein verstärktes Doppelkupplungsgetriebe, Bilstein-Dämpfer und 21-Zoll-Räder sollen beim Verdauen der zusätzlichen Vitamine helfen.
Schon optisch wirkt der Italdesign-Renner schneller als ein Serien-R35. Das Dach duckt sich um 54 mm und lenkt den Luftstrom auf einen aktiven Heckflügel. Die vier runden Heckleuchten, die seit 1972 am Heck des damals Nissan Skyline genannten Pistenmonsters strahlten, dürfen als Respektbekundung an die Ahnenreihe gelten. Das Interieur zeigt sich sportlich-luxuriös. Italdesign hat hier neben feinem Leder auch Alcantara und reichlich blaues Sichtcarbon verbaut.
Diese hochwertige Konfektionsware im maßgeschneiderten Designer-Outfit ist eigentlich viel zu schade, um sich unter einem Staubschutz zu verstecken und sollte bestimmungsgemäß bewegt werden. Falls der oder die neue Besitzer:in Unterstützung beim Einfahren des Monsters benötigt: Wir stehen bereit.




















