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E-SUV mit Update: Nissan Ariya Facelift startet bei 58.840 Euro

Nach vier Jahren auf dem europäischen Markt ist im Frühsommer 2026 das Nissan Ariya Facelift an den Start gegangen. Und das zu deutlich gestiegenen Preisen, aber aus einem gut nachvollziehbaren Grund: Die Einstiegsmotorisierung entfällt mit der Modellpflege. Das ändert sich sonst noch am elektrischen Mittelklasse-SUV!

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Das Nissan Ariya Facelift (2026) fahrend von schräg vorne rechts.
Facelift nimmt Nissan wörtlich: Die Frontansicht hat sich recht grundlegend geändert. Ansonsten bleibt sich das elektrische Japan-SUV treu. Foto: Nissan
Die Frontmaske des Nissan Ariya Facelift (2026) im Detail.
Das reduzierte Design der neuen Frontmaske ersetzt die große, schwarz gehaltene Platte an der Front durch einen dezenten Querbalken zwischen den Voll-LED-Scheinwerfern. Das angepasste Tagfahrlicht-Layout soll an den neuen Nissan Leaf anknüpfen. Foto: Nissan
Das Nissan Ariya Facelift (2026) statisch von schräg hinten rechts.
In der Heckansicht gibt es – bis auf die neue Farbe „Plasma Green“ des hier im Bild gezeigten Autos – keine nennenswerten Unterschiede zum Vorgänger. Foto: Nissan
Das Cockpit des Nissan Ariya Facelift (2026) von der Rückbank fotografiert.
Und auch das Cockpit-Layout bleibt weitestgehend bestehen. Die meisten Änderungen betreffen die Infotainment-Software. Foto: Nissan
Der zentrale Touchscreen auf dem Armaturenbrett des Nissan Ariya Facelift (2026) im Detail.
Denn zum neuen Modelljahr ist Nissan Connect nun serienmäßig an Google-Dienste angeschlossen. Die Routenplanung inklusive Ladestopp-Berücksichtigung übernimmt nun Google Maps, das direkt mit dem Steuergerät des Ariya Facelift Akkuladestand und Reichweite kommuniziert. Foto: Nissan
Die Ladeschale in der Mittelkonsole im Nissan Ariya Facelift (2026) im Detail.
Kleine Optimierungen an der Mittelkonsole erhöhen den Stauraum auf 3,8 l. Eine induktive Ladestation versorgt mitgeführte Smartphones mit 15 W Strom. Foto: Nissan
Ein E-Bike ist per Ladekabel über den Ladeanschluss mit dem Nissan Ariya Facelift (2026) verbunden.
Zur Serienausstattung zählt nun auch ein Vehicle-to-Load-Adapter (V2L). Mit V2L lassen sich beispielsweise auch E-Bikes mit bis zu 3,7 kW laden. Foto: Nissan
Das Nissan Ariya Facelift (2026) steht von schräg hinten rechts zu sehen an einer Ladesäule.
Bei der Ladeleistung gibt es leider keine Verbesserungen. Wie auch der Vorgänger wird mit vergleichsweise mickrigen 130 kW am DC-Schnellader „getankt“. Am AC-Heimlader sind maximal 11 kW drin. Immerhin: Wird mit Ladestopp-Planung navigiert, wird die Batterie nun vorkonditioniert, damit sie im idealen Temperaturbereich ist, sobald das Auto an der Ladesäule steht. Foto: Nissan
Das Nissan Ariya Facelift (2026) statisch von schräg vorne links.
Die Preise steigen aber rasant: Von knapp 43.000 Euro Basispreis geht es mit dem Facelift auf 58.840 Euro (Stand: August 2026). Der Hintergrund: Der Basisantrieb mit 63-kWh-Akku entfällt, ab sofort ist das SUV nur noch mit 87-kWh-Batterie verfügbar. Foto: Nissan

Mit dem Nissan Ariya versuchen die Japaner:innen seit 2020, in der elektrischen Mittelklasse Fuß zu fassen. Aber durch die Corona-Pandemie und den Halbleiter-Mangel mit daraus resultierenden Lieferschwierigkeiten ließ der Europastart bis Sommer 2022 auf sich warten. Nach also mittlerweile sechs Jahren Marktpräsenz international und vier Jahren in Europa wird es nun höchste Zeit für ein Update.

Und das Facelift-Modell ist seit Frühsommer 2026 auch in Deutschland erhältlich. Allzu groß fallen die Änderungen am Ariya aber nicht aus. Optisch zeigt sich insbesondere die Frontmaske modernisiert: Die große, schwarze Platte des Vorgängers ist passé, das Gesicht des Facelift-Modells wird graziler, erhält mehr lackierte Flächen. Lediglich ein schwarzer Querbalken mit beleuchtetem Logo verbindet die Voll-LED-Scheinwerfer. Da der angedeutete Kühlergrill entfällt, flankiert das Tagfahrlicht diesen nun auch nicht mehr. Das neue Lichtlayout orientiert sich vielmehr am kleinen Bruder Nissan Leaf. Die Seiten- und Heckansicht bleiben bis auf kleine Änderungen wie neu gestaltete 20-Zoll-Felgen oder die neu eingeführte Außenfarbe „Plasma Green“ keine nennenswerten Änderungen.

Eine Überraschung zum Facelift: Die Preise für das E-SUV steigen, und zwar stark: Ging der Vorgänger ab knapp 43.000 Euro an den Start, beginnt das Facelift-Modell bei 58.840 Euro (Stand: August 2026). Der Hintergrund ist schnell erzählt und durchaus nachvollziehbar. Nissan streicht für das 2026er-Facelift die bisherige Einstiegsmotorisierung mit 63-kWh-Akku. Am anderen Ende der Leistungs-Skala verschwindet auch der 320 kW / 435 PS starke Nissan Ariya Nismo – hier im Fahrbericht – aus der Preisliste.

Der Nissan Juke Hybrid (2022) im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Keine Einstiegsvariante mehr: Nissan Ariya Facelift setzt nur noch auf 87-kWh-Akku

Es bleibt also bei einer Akkugröße und zwei Antriebsvarianten. Das Einstiegsmodell kommt mit einem E-Motor an der Vorderachse mit 178 kW (242 PS). Darüber rangiert das Allradmodell „e-4ORCE“ mit einer Systemleistung von 225 kW (306 PS) aus zwei E-Maschinen. Beide Antriebe beziehen ihre Energie aus einem 87-kWh-Akku, die WLTP-Reichweite gibt Nissan mit 520 km für den Fronttriebler an, mit Allradantrieb sind es bis zu 501 km.

Leider erhöht auch das Facelift die Ladeleistung des Stromers nicht: Es bleibt wie zuvor bei maximal 130 kW am DC-Schnelllader – viele Konkurrenten bieten hier mehr. Nissan spricht so von 40 min Dauer für den Sprung von 0 auf 80 Prozent State-of-Charge (SOC). Ein On-Board-Charger mit 11 kW für die AC-Heimsteckdose ist serienmäßig an Bord. Apropos Laden: Vehicle-to-Load (V2L) mit einem passenden Adapter ist nun serienmäßig, die Ladeleistung liegt bei 3,7 kW.

Auf der Habenseite des Facelifts steht dagegen, dass die Batterie nun auch vorkonditioniert wird, wenn die integrierte Ladestopp-Planung bei der Navigation benutzt wird. Das macht zwar die vergleichsweise niedrige Ladeleistung nicht wett, kann aber einige Minuten sparen. Möglich macht das das aktualisierte Infotainmentsystem, das nun Google-Dienste nicht nur unterstützt, sondern als Software-Basis nutzt. Auch ohne Smartphone-Integration läuft die Routenplanung über Google Maps, das direkt mit dem Steuergerät des Ariya Facelift Akkuladestand und Reichweite kommuniziert und so auch Ladestopps einplant.

Am übrigen Cockpit sowie dem Layout mit kapazitiven Touchflächen im Armaturenbrett-Dekor unter dem Zentralbildschirm ändert sich dagegen wenig. Lediglich die Mittelkonsole wird so optimiert, dass sie 3,8 l mehr Stauvolumen bietet. Eine induktive Ladeschale für Smartphones mit 15 W Ladeleistung findet ebenfalls zwischen Fahrer- und Beifahrersitz Platz.

Den übrigen Innenraum zeigt Nissan bislang nicht, da sich aber auch die Änderungen an der Karosserie in Grenzen halten, dürfte das Kofferraumvolumen mit bis zu 468 l unverändert übernommen werden.