BMW 3er 2026: Neue Generation kommt ohne Diesel
Die neue BMW 3er Limousine setzt in der achten Generation auf die bewährte Kombination aus Kraft und Effizienz. Der G50 verspricht ein neues dynamisches Fahrerlebnis, aber auch mehr Komfort – für mehr Freude am (assistierten) Fahren.
- Markstart: Der neue BMW 3er ist als Limousine bestellbar, der Touring folgt 2027
- Design: Ähnlichkeit zum elektrischen BMW i3, Unterschiede im Detail
- Kofferraum: Guter Klassendurchschnitt mit 450 Litern
- Interieur: Komplett neues Anzeige- und Bediensystem im Cockpit
- Preis: BMW 318 startet bei 49.900 Euro
- Technische Daten: BMW 3er und i3 mit fünf Motorisierungen
- Fazit
Markstart: Der neue BMW 3er ist als Limousine bestellbar, der Touring folgt 2027
Bei BMW hat Elektro Vorfahrt, zumindest was die Vorstellung der achten Generation der wohl wichtigsten Baureihenfamilie im Portfolio betrifft. Der vollelektrische BMW 3er heißt i3 und ist schon seit Juni als First Edition bestellbar. Jetzt stellen die Münchner der Strom-Limousine mit dem i3 40 xDrive nicht nur eine etwas schwächere und günstigere Variante zur Seite, sondern auch den BMW 3er mit hybridisierten Benzinmotoren.
Der BMW i3 2026 im Video-Check

Design: Ähnlichkeit zum elektrischen BMW i3, Unterschiede im Detail
Das Design des ab sofort – jedoch nicht mehr als Diesel – erhältlichen BMW 3er der Baureihe G50 orientiert sich stark an der Vorgabe durch den i3, doch die unterschiedliche Technik unterm Blech hat auch Unterschiede in den Proportionen zur Folge. Der auf der Basis der „Neuen Klasse“ aufbauende BMW i3 steht mit seinem langen Radstand und etwas breiterer Spur ein wenig stämmiger auf dem Asphalt, baut aber insgesamt höher als der flachere 3er mit Längsmotor unter der Haube.
Für einen starken Auftritt des 3er sorgen zudem die optionalen, variierbaren Iconic Glow-Licht-Inszenierungen, etwa rund um die BMW-Niere, oder die von den Rennsport-GT-BMW inspirierten M Yellow Lights in den Scheinwerfern. Im Vergleich zu seinem Vorgänger G20 hat der nun 4,77 Meter lange 3er um gut fünf Zentimeter zugelegt, wovon neun Millimeter Zuwachs auf den Radstand entfallen. Das sorgt dafür, dass die Fondpassagiere auch im neuen 3er ihre Beine gut untergebracht bekommen.
Kofferraum: Guter Klassendurchschnitt mit 450 Litern
Der 3er nutzt zwar – wenn auch in aktualisierter Form – die bekannte Plattform der Cluster Architecture (CLAR) als Basis, beim Generationswechsel gingen im Vergleich zum Vorgänger jedoch 30 Liter an Kofferraumvolumen verloren. Mit 450 Litern liefert die 3er-Limousine guten Klassendurchschnitt und zieht nahezu mit dem i3 gleich, der neben seinem 420-Liter-Ladeabteil hinten auch noch 31 Liter Stauraum unter der vorderen Haube offeriert. Die dreifach geteilt klappbare Fondlehne ist Standard in der gesamten 3er-Familie.
Wer bei der Unterbringung von Sperrgepäck flexibler sein möchte, muss sich bis 2027 gedulden bis zur Einführung des BMW 3er Touring – oder der Limousine einen Anhänger verpassen, was übrigens auch mit dem i3 geht, der maximal 1800 Kilogramm ziehen darf.
Interieur: Komplett neues Anzeige- und Bediensystem im Cockpit

Das Interieur des neuen 3er ist in vier Designs verfügbar, darunter auch solche mit lederähnlichen, aber veganen Materialien („Veganza“). Vorn im Cockpit bestimmt hingegen das komplett neue Anzeige- und Bediensystem das Bild, mit dem sich BMW durch ein individuelles digitales Nutzererlebnis absetzen will. Umgesetzt wird dies mit Panoramic iDrive und Panoramic Vision, einem flachen, variabel belegbaren Displayband, das am unteren Rand der Frontscheibe fast über die gesamte Breite reicht.
Ergänzt wird die Hardware durch das große, brillante Touchdisplay in der Mitte, ebenfalls mit konfigurierbaren Icons für schnelle direkte Bedienschritte sowie durch Bediensatelliten im Lenkrad. Das Display-Equipment lässt sich zudem optional mit dem 3D-Head-up-Display komplettieren, das räumliche Darstellungen von Infos direkt in die Sichtachse des Fahrers projiziert.
Hinter den Displaykulissen sorgt das neue, over the air updatefähige BMW Operating System X für die ultraschnellen und hoch-vernetzten Abläufe in der Bedienung und im Infotainment. Das betrifft auch die intelligente Sprachsteuerung über den BMW Intelligent Personal Assistant, nun erweitert um Amazon-Alexa+-KI-Technologie, die eine natürliche, flüssige Kommunikation unterstützen soll. Zudem gibt es – wie in den meisten BMW – ein breites Angebot an Apps, Gaming- und Video-Optionen. Und für den guten Ton sind entweder das Serien-Hi-Fi-System mit sieben Lautsprechern oder optionale Sound-Systeme von Harman Kardon zuständig.
So breit digital vernetzt war ein 3er-BMW noch nie. Das gilt etwa auch für die Kombination von Assistenz- und Fahrdynamikfunktionen mit Infos aus der vorausschauenden BMW Maps-Navigation. Wer mag, kann sich über die Funktion Drive Challenge in Echtzeit Kommentare zum eigenen Fahrstil einholen, was etwa das sichere und präzise Lenken, Beschleunigen und Bremsen betrifft. Für die neue spürbare Fahrdynamik im 3er sorgt eine neu entwickelte Elektronik- und Software Architektur.
Das integrierte Hardware- und Softwaresystem ist speziell auf jeden einzelnen 3er abgestimmt und koordiniert ganzheitlich fahrrelevante Funktionen wie Lenkung, ABS, Fahrdynamikregelung und vieles mehr. Aber auch die verbesserte Karosseriesteifigkeit, eine optimierte Lenkkinematik sowie die Neugestaltung der Federbeinachse vorn und der hinteren Mehrlenkerachse sollen dem neuen 3er mehr Dynamik bei gleichzeitig besserem Komfort verleihen. In der M Performance-Topversion steigern das adaptive M Fahrwerk, die variable Sportlenkung sowie das M Sportdifferenzial das Dynamikpotenzial in bewährter Manier. Notorische Querfahrer – natürlich nicht im öffentlichen Verkehr – werden sich besonders über die Drift Moment-Funktion freuen, die ab 2027 verfügbar ist und im 3er M Performance per Software-Update aktiviert werden kann.
Preis: BMW 318 startet bei 49.900 Euro
Neben den beiden Elektro-Varianten i3 40 xDrive (275 kW / 374 PS, 59.900 Euro) und i3 50 xDrive (345 kW / 469 PS, 65.900 Euro) steht die neue 3er-Limousine zunächst mit drei Turbo-Benzinern zur Wahl. Den Einstieg in die BMW-Mittelklasse markiert der 318, der für den stattlichen Basispreis von 49.900 Euro bereits eine umfangreiche Ausstattung mitbringt – unter anderem mit dem digital vernetzten Infotainment nebst Hi-Fi-Anlage, WLAN-Hotspot und Online-Navigation, elektrisch einstellbaren Sitzen vorn, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und 18-Zoll-Alu-Rädern.
Der 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder im BMW 318 sorgt mit seinen 156 PS und dem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern, das über einen breiten Drehzahlbereich von 1400 bis 4300 Umdrehungen anliegt, für standesgemäße Fahrleistungen. Der Sprint auf 100 km/h soll in 9,5 Sekunden erledigt sein, die Maximalgeschwindigkeit des Einstiegs-3er geben die Münchner mit 215 km/h an. Nach WLTP-Norm soll sich der BMW 318 akzeptable 7,5 Liter Super auf 100 Kilometern genehmigen. Das sind insgesamt zwar gute Werte, Fahrleistungen und Verbrauch erreichen jedoch nicht ganz das Niveau wie beim Vorgänger G20.

Im BMW 320 (ab 54.900 Euro) arbeitet im Grunde der gleiche Turbo-Vierzylinder wie im 318, holt aber aus den zwei Liter Hubraum eine Leistung von 211 PS und ein Drehmoment von maximal 330 Newtonmetern zwischen 1500 und 4400 Umdrehungen. Erstaunlich: Der WLTP-Normverbrauch liegt mit 7,5 Litern pro 100 km auf identischem Niveau mit dem des schwächeren 318. Wie bisher schicken der 318 und auch der 320 die Antriebskraft über eine Achtstufen-Automatik an die Hinterachse. Beide Motoren erhalten zudem Unterstützung durch einen 48-Volt-Riemen-Starter-Generator, der den 3er zum Mild-Hybrid macht.
Auch das vorläufige M Performance-Topmodell BMW M350 xDrive zählt zu den 48V-Mild-Hybriden, die 13 kW / 18 PS und 200 Nm kräftige E-Maschine ist hier jedoch im Automatik-Getriebe untergebracht. Den Löwenanteil der Gesamtleistung von 443 PS und des Drehmoments von 540 Newtonmetern steuert jedoch der Dreiliter-Turbo-Reihensechszylinder bei und überflügelt damit deutlich den 392 PS starken Vorgänger M340i. Der M350 bringt seine Kraft per Allradantrieb auf den Asphalt und soll in 4,1 Sekunden Tempo 100 erreichen, abgeregelt wird bei 250 km/h. Der WLTP-Verbrauch des M350 xDrive liegt bei 8,2 Litern auf 100 km, der Preis bei 80.900 Euro – einschließlich der deutlich umfangreicheren M Performance-Ausstattung als bei den beiden Vierzylindermodellen 318 und 320.
Technische Daten: BMW 3er und i3 mit fünf Motorisierungen
Auto Zeitung 21/2026 | 318 | 320 | M350 xDrive | i3 40 xDrive | i3 50 xDrive |
|---|---|---|---|---|---|
Motor | 4-Zyl.; Turbo | 4-Zyl.; Turbo | R6-Zyl.; Turbo | 2 E-Maschinen | 2 E-Maschinen |
Hubraum / Batterie | 1998 cm3 | 1998 cm3 | 2998 cm3 | 82,8 kWh, 800 V | 108,7 kWh, 800 V |
Leistung | 115 kW / 156 PS | 155 kW / 211 PS | 326 kW / 443 PS | 275 kW / 374 PS | 345 kW / 469 PS |
Max. Drehmoment | 250 Nm | 330 Nm | 540 Nm | 520 Nm | 645 Nm |
Getriebe | 8-Stufen-Automatik | 8-Stufen-Automatik | 8-Stufen-Automatik | Konstant-übersetzung | Konstant-übersetzung |
0 - 100 km/h | 9,5 s | 7,4 s | 4,1 s | 5,4 s | 4,7 s |
Höchstgeschw. | 215 km/h | 240 km/h | 250 km/h | 200 km/h | 200 km/h |
Verbrauch/Reichw. | 7,5 l S / 100 km | 7,5 l S / 100 km | 8,2 l S / 100 km | 14,3 kWh / 710 km | 13,4 kWh / 912 km |
Grundpreis | 49.900 € | 54.900 € | 80.900 € | 59.900 € | 65.900 € |
Alle Daten Werksangaben | |||||
Fazit
Die neue BMW 3er-Generation setzt in puncto Technik und Design komplett neue Akzente – so wie noch keine Generation zuvor in den letzten 50 Jahren. Und das ist erst der Anfang. Den Diesel bleibt BMW zwar schuldig, in Vorbereitung sind neben dem Touring aber auch Plug-in-Hybride sowie Dynamik-Hochkaräter aus der BMW M GmbH.
























