Zum Hauptinhalt springen
Vorstellung

Mercedes-AMG GT SUV (2027): Alarmstufe gelb mit bis zu 1169 PS

Wenn die Achtzylinder-Spezialisten von AMG auf Elektro-Antrieb umsteigen, zittern die Fans. Das neue Mercedes-AMG GT SUV überzeugt aber mit roher Kraft und muskulösem Stil – zittern jetzt die V8-Modelle? Unser erster Eindruck.

(1/12)
Gelbes Mercedes-AMG GT SUV fährt schräg von vorn auf einer Teststrecke, im Hintergrund Leitplanken und Wolkenhimmel.
Optional beleuchtete AMG-Kühlerverkleidung, Tagfahrlicht im Stern-, Rückleuchten im Turbinen-Design. Foto: Mercedes-AMG
Gelbes Mercedes-AMG GT SUV von schräg vorn mit beleuchtetem Kühlergrill, im Hintergrund das AMG-Wappen.
Die vertikalen Lamellen in der Frontschürze öffnen sich nur bei hohem Kühlluftbedarf. Foto: Mercedes-AMG
Gelbes Mercedes-AMG GT SUV in der Seitenansicht von links mit dunklen Mehrspeichenfelgen im Studio.
Stattliche Erscheinung: In der Länge misst das AMG GT SUV 5.084 mm. Foto: Mercedes-AMG
Gelbes Mercedes-AMG GT SUV von schräg hinten mit runden Rückleuchten und Dachspoiler im Studio.
Das Heckdesign mit den runden Einzelleuchten kennen wir von der GT Coupé-Variante. Foto: Mercedes-AMG
Cockpit des Mercedes-AMG GT SUV mit AMG-Lenkrad, Displays über die ganze Breite und drei Drehstellern auf der Mittelkonsole.
Tiefe Sitzposition im fahrerorientierten Cockpit mit 14-Zoll-Display. Auch der Beifahrer wird über ein zweites Display informiert und unterhalten. Foto: Mercedes-AMG
Drei rot beleuchtete Drehsteller auf der Carbon-Mittelkonsole des Mercedes-AMG GT SUV.
Die drei Drehsteller für Leistungscharakteristik, Fahrdynamikregelung und Traktionskontrolle nennt AMG vollmundig „Race Engineer“. Bis jemand heult ... Foto: Mercedes-AMG
Schwarze AMG-Sportsitze im Mercedes-AMG GT SUV mit roter Ambientebeleuchtung und beleuchtetem Panoramadach.
Die 3040 Millimeter Radstand spürt man Innenraum, das Raumangebot ist üppig. Bis zu 1740 Liter Kofferraumvolumen machen das AMG GT SUV mehr als familientauglich. Foto: Mercedes-AMG
AMG-Lenkrad des Mercedes-AMG GT SUV mit Drehreglern, dahinter digitales Kombiinstrument und Zentraldisplay.
Foto: Mercedes-AMG
Blick von der Rückbank des Mercedes-AMG GT SUV nach vorn auf schwarze Sportsitze und Fond-Klimabedienung.
Foto: Mercedes-AMG
Gelbes Mercedes-AMG GT SUV in der Dreiviertelansicht von vorn links in einer dunklen Studiohalle.
Foto: Mercedes-AMG
Heckansicht des gelben Mercedes-AMG GT SUV mit sechs runden Rückleuchten und schwarzem Diffusor.
Foto: Mercedes-AMG
Nahaufnahme der runden Rückleuchten im Turbinen-Design am gelben Mercedes-AMG GT 63 SUV.
Foto: Mercedes-AMG

Preis: Mercedes-AMG GT SUV startet als GT 53 ab 113.050 Euro

Mit dem Porsche Taycan-Rivalen GT Coupé hat Mercedes-AMG den ersten Aufschlag der neuen AMG.EA-Architektur präsentiert, jetzt wird es mit dem SUV auf derselben Plattform aber wirklich ernst: Während sportliche Coupés zu den Nischendarstellern in der Automobil-Welt gehören, sind große SUV vor allem in der Premium-Klasse echte Bestseller. AMG hält daher die bärenstarken Verbrennermodelle GLE 63 und GLE 53 samt Facelift im Programm und sichert die Elektro-Antriebs-Offensive so ab – richtig krachen lassen es die Affalterbacher aber rein elektrisch.

Drei Axial-Fluss-Motoren sorgen im neuen AMG GT 63 SUV für eine Spitzenleistung von sagenhaften 860 kW (1169 PS), das GT 55 SUV kommt mit einer Spitzenleistung von 600 kW (816 PS), die Einstiegsversion GT 53 SUV wird mit 400 kW (544 PS) angegeben. AMG will diese eindrucksvollen Werte aber nicht nur auf dem Papier liefern, sondern durch den Einsatz von F1-Technologie dauerhaft absichern: Die 800-Volt-Batterie (Kapazität: 128 kW/106 kW) mit ihren direkt gekühlten Rundzellen schafft einen beliebig wiederholbaren Leistungsabruf von bis zu 530 kW, in der Praxis dürften daher auch bei forderndem Einsatz keine Einbrüche wahrnehmbar sein.

Erstkontakt mit dem Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé im Video

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antriebe: Irrwitzige Fahrleistungen für bis zu fünf Passagiere

Der extreme 63er knallt laut AMG in nur 2,7 Sekunden von null auf 100 km/h, in 6,8 auf 200 km/h – das macht kein Mensch öfter als zwei-, dreimal mit, ohne danach dauerhaft an der Kotztüte zu hängen. Die mögliche Boost-Dauer von 63 Sekunden erledigt jedes vegetative Nervensystem. Mit anderen Worten: Der Fahrer ist die Sollbruchstelle, nicht die Maschine. Der Über-Antrieb mit seiner F1-Batterie hat aber auch ganz andere Seiten: Mit bis zu 710 kW Ladeleistung kann er beispielsweise innerhalb von zehn Minuten bis zu 450 km WLTP-Reichweite nachladen. Theoretisch. Auch hier muss man einen geeigneten Hyperlader finden. Die Botschaft für die Praxis dürfte also sein: 270 Sachen schnell, bis zu 700 Kilometer weit, kaum langsamer laden als ein vergleichbarer Verbrenner (den es nicht gibt ...) zum Tanken braucht – steig’ doch mal ein in die neue, aufregende Elektro-Welt!

„63 Sekunden Boost-Dauer, das erledigt jedes vegetative Nervensystem!“
Johannes Riegsinger

Fahrwerk und Sound: AMGFORCE Sport+ mit V8- oder Sechszylinder-Klang

Damit es die rohe Kraft auch auf die Straße schafft, bietet das AMG GT SUV nicht nur einen automatisch aus- und einfahrenden Dachspoiler, sondern auch ein Aktivdämpfer-Fahrwerk mit aktiver Nick- und Wankstabilisierung, das hohen Reisekomfort mit sportlicher Präzision verbinden soll. Und für den inneren Spieltrieb des Fahrers serviert Affalterbach das Fahrprogramm „AMGFORCE Sport+“ inklusive der Wahl zwischen bollerndem V8- oder Sechszylinder-Sound, simulierter Schaltvorgänge, Sitzshaker und passender Display-Designs.

Interieur: Großer Kofferraum, Ambientelicht und Panoramadach

Abseits all dieser wilden Elemente ist das GT SUV aber ein bemerkenswert vielseitiger Renn-Transporter: Üppigst Platz für fünf, Kofferraum mit 607 bis 1740 Liter Volumen, variabel, hochwertig. Über den Köpfen öffnet sich ein Glas-Panoramadach zum Himmel, das Ambientelicht im detailreichen Cockpit sorgt für Stimmung. So richtig zurückhaltend kann der einfach nicht.

Ein silbernes Mercedes-AMG GLE 63 Coupé fährt auf einer Straße mit gelber Mittellinie durch eine bewaldete Hügellandschaft. - Foto: Mercedes-AMG
Alternativer Verbrenner-GLE?

Den bekannten Mercedes-AMG GLE gibt es nach einem Facelift weiterhin, er ist die hauseigene Konkurrenz des GT SUV. Als 330 kW (449 PS) starker GLE 53 kostet er 120.000 Euro, das GT 53 SUV steigt bei 113.050 Euro ein – damit ist der Verbrenner nicht nur technisch unterlegen, sondern auch deutlich teurer. Auch der GLE 63 für 170.045 Euro dürfte ein gutes Stück mehr kosten als das ab Frühjahr 2027 angebotene GT 63 SUV. Der starke Elektro-AMG leistet aber 860 kW (1169 PS), der 63er-V8 nur 450 kW (612 PS) – Verbrenner-Fans müssen da also ganz stark sein.