Marderschreck Ist Ultraschall oder Hochspannung der bessere Marderschutz?

Wenn Marder im Auto wildern, kann das schlimme Folge haben: Erst ist der Kühlerschlauch kaputt, dann der Motor. Hier gibt es Tipps wie Autofahrer sie fernhalten können.
Wenn Marder im Auto wildern, kann das schlimme Folge haben: Erst ist der Kühlerschlauch kaputt, dann der Motor. Hier gibt es Tipps wie Autofahrer sie fernhalten können. © Imago
Inhalt
  1. So funktioniert ein Marderschutz mit Ultraschall
  2. So funktioniert ein Marderschreck mit Hochspannung
  3. Mit Hausmitteln den Marder vertreiben: Helfen sie wirklich?
  4. Fazit

Marder lieben den Geruch von Gummikabeln. Deshalb knabbern sie diese auch so oft und gerne an. Ärgerlich nur, wenn es sich dabei um die Kabel des eigenen Autos handelt, schließlich können die Kosten einer Reparatur schnell in den dreistelligen Bereich steigen.

Besonders in den Monaten Juni und Juli richten die nachtaktiven, kleinen Raubtiere einen hohen Schaden an, denn dann haben sie Paarungszeit und möchten ihr Revier markieren. Marder möchten fremde Gerüche – oder sogar Gerüche ihrer Artgenossen – überdecken. Das kann schnell eine Kettenreaktion auslösen. Um diese zu stoppen, ist der Einsatz eines Marderschreck sinnvoll. So ein Abwehrgerät gibt es entweder in zwei Varianten: Hochspannung und Ultraschall. Doch welche davon ist wirklich effektiv?

 

So funktioniert ein Marderschutz mit Ultraschall

Ein Marderschreck mit Ultraschall sendet hochfrequente Töne, die für Menschen unhörbar und für Marder sehr unangenehm sind. Das Signal hält Marder von Autos, Garagen oder Dachböden fern. Sehr praktisch, dass Ultraschallgeräte nicht nur im Auto eingesetzt werden können. Ein weiterer Vorteil ist die preiswerte Anschaffung und unkomplizierte Platzierung.
Eher ungeeignet ist dieser Marderschutz für Hundehalter, denn auch Vierbeiner sören sich an dem Geräusch. Babys sollen den Ton angeblich ebenfalls hören können.

Möglicher Nachteil: Kritiker befürchten, dass sich Marder an den Ton gewöhnen können und ihn nach mehreren Monaten nicht mehr als störend empfinden. Hersteller wirken diesem Argument mit einer Intervallschaltung entgegen: In kurzen Zeitabständen wechselt der Ton, was verhindern soll, dass sich die Tiere daran gewöhnen.

Gardigo Marder-Frei Mobil

• integrierte Intervallschaltung
• einfach zu montieren
• für Innen- und Außenbereiche geeignet

Batteriebetriebener Marderschutz mit hochfrequenten Tönen eignet sich für Auto, Garage und Dachboden.

 

MARDERfix

• Ultraschallgerät samt Batterien und Vorreiniger
• Batterielaufzeit von ca. 6 Monaten
• vielfältig einsetzbar

Für ein bereits von Mardern befallenes Auto eignet sich eine Vorreinigung, um die Gerüche zu entfernen. Anbieter wie MARDERfix bieten ein Gesamtpaket.

 
 

So funktioniert ein Marderschreck mit Hochspannung

Viele kleine Kontaktplättchen werden im Motorraum befestigt und durch Kabel miteinander verbunden. Diese Methode ähnelt dem Prinzip eines Weidezauns. Wenn der Marder eines der Kabel berührt, bekommt er einen kleinen Schock und wird so vom Motorraum ferngehalten.

Hochspannung hat sich als extrem effizient erwiesen, allerdings muss man hier auch deutlich mehr Geld investieren. Zwar kann man den Marderschreck auch als Laie einbauen, das bedarf aber Zeit und Geschick.

Mardersicher Active

• TÜV-geprüft
• temperaturfest
• für Haustierbesitzer geeignet

Hochspannungsgeräte sind sehr effizient und schützen den Motorraum langfristig vor Marderschäden.

 

HJH Sensor 737 Marderschutz

• auch für LKWs und Baufahrzeuge geeignet
• Sicherheitsabschaltung beim Öffnen der Motorhaube
• Akustisches und optisches Signal des Betriebszustandes

Manche Hochspannungsgeräte lassen sich sogar ganz ohne Schrauben befestigen. Die Anbringung erfolgt dann durch ein einfaches Klicksystem.

 
 

Mit Hausmitteln den Marder vertreiben: Helfen sie wirklich?

Hausmittel gegen Marder haben meist eines gemeinsam: einen strengen Geruch. Hundehaare, WC-Steine oder sogar Urin werden in Foren als Vorsorge genannt. Ein für den Marder unangenehmer Geruch macht den Motor zu einem Bereich, den er meidet.

Ein Beispiel für eine sehr einfachen Methode: Das Auto auf einem Stück Maschendrahtzaun parken. Marder mögen es nämlich nicht, auf dem Draht zu laufen und meiden diese Stelle bestenfalls.

Die Effektivität von Hausmitteln ist umstritten und oft mit viel Aufwand verbunden. Geruchsträger wie Haarbüschel oder WC-Steine müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Auch hier besteht die Gefahr, dass sich der Marder mit der Zeit an den Geruch gewöhnt. Daher empfiehlt es sich, Hausmittel als Ergänzung zu einem professionellen Gerät einzusetzen.

 

Fazit

Wer bereit ist etwas mehr zu investieren (mindestens 120 Euro), sollte zur Variante mit  Hochspannung greifen. Diese Geräte haben sich als weitaus effektiver erwiesen. Außerdem sollten sich Autobesitzer mit zwei linken Händen lieber an eine Kfz-Werkstatt wenden, die den Marderschreck sicher einbauen kann. Auch erfahrene Tüftler sollten mehrere Stunden für den Einbau einplanen.

Für den kurzfristigen Einsatz bleibt Ultraschall eine preiswerte und besonders handliche Lösung, um Marder fernzuhalten. Diese Option bietet außerdem extreme Flexibilität, denn die Geräte lassen sich auch außerhalb von Autos anbringen, zum Beispiel auf dem Dachboden, in der Garage oder im Garten.

Mittlerweile gibt es aber auch kombinierte Geräte, die sowohl mit Ultraschall als auch mit Spannung arbeiten. Falls sich ein Marder trotz Ultraschall in den Motorraum wagt, wird er mit einem seichten Stromschlag vertrieben. Preislich liegen sie im ähnlichen Bereich wie Geräte mit Hochspannung. Spätestens dann ist man für alle Fälle abgesichert und kann Marder garantiert fernhalten.

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